Kloster Ettal

Ettal in Unterammergau

Ettal ist ein Kloster, das es sowohl durch seine Lage als auch durch seine atemberaubende Architektur zur Bekanntheit gebracht hat. Schon von weitem sehen wir die massive Anlage. Das Zentrum davon ist die Kirche mit einer großen runden Kuppeln und zwei Türmen links und rechts vorm Kirchenschiff.

Kloster Ettal

Die Geschichte hinter Ettal

Die Klosteranlage selbst hat seine Ursprünge im 14. Jahrhundert. Die Blütezeit der Anlage war etwa 400 Jahre später. Zu dieser Zeit wurde Ettal zum beliebten Wallfahrtsort.

Neben einer Klosterbrauerei und Schaukäserei befindet sich hier auch ein Gymnasium mit Internat. In der Klosteranlage leben und arbeiten etwa 30 Benediktinermönche.

Ettal Kirche

Klosterbrauerei und Liqueurmanufaktur

Das bekannte Ettaler Klosterbier wird hier seit 1609 gebraut. Die Klosterapotheke fertigt seit dem 18. Jahrhundert verschiedene Liköre. Wann und zu welchen Preisen die Klosterbrauerei besichtigt werden kann, findet ihr auf der Homepage der Brauerei.

Alpenklimagarten Ettal

Klein aber fein ist der Alpenklimagarten. Über 100 verschiedene Alpenpflanzen wachsen und gedeihen hier. Einst gab es einen historischen Alpengarten, das Alpinum, im Klostergarten. Durch das Projekt, das 2017 ins Leben gerufen wurde, wurde gemeinsam mit dem Karlsruher Institut der Klostergarten wieder hergestellt. Nun soll der Ort zur Klimaforschung dienen.

Kloster Ettal

Schaukäserei Ettal

Du magst Käse? Dann wirst du die Käserei lieben. Denn hier gibt es nicht nur leckere, verschiedene Käsesorten zum Probieren (übrigens ein idealer Ort für eine kleine Brotzeit). Ihr könnt durch große Fenster in die Käserei auch beobachten, wie Käse entsteht. Infotafeln erklären dabei den gesamten Käserei-Prozess. Immer wieder finden auch kleine Führungen durch die Käserei statt.

Kloster Ettal

Wie gefällt dir Ettal? Was reizt dich am meisten?
Hinterlass doch gern einen Kommentar!
Kerstin

Biergarten Treuchtlingen

Biergarten Treuchtlingen

Neulich haben wir einen wunderschönen Biergarten in Treuchtlingen besucht, auf den ich während meiner Recherche für den Beitrag zu den schönsten Hochzeitslocations im Altmühltal gestoßen bin. Ich konnte dazu rein gar nichts im Internet finden und war entsprechend gespannt auf unseren Besuch. Lest jetzt, wie es uns gefallen hat.

Biergarten an der Stadthalle Treuchtlingen

Die Familie Avgoustis unterhält die Stadthalle Treuchtlingen. Hier betreibt sie ihr griechisches Restaurant Zum Janni. Das Tolle an der Stadthalle ist, dass sie für zahlreiche Feste genutzt wird. Durch ihre Lage direkt an der Altmühl ist sie vor allem im Sommer ein toller Ort zum Entspannen und Genießen. Grund dafür sind sicherlich auch die hohen Kastanienbäume, die herrlichen Schatten spenden und ein Mittagessen auch bei 35 Grad halbwegs erträglich und angenehm machen. Noch schöner ist es dort sicherlich in den Abendstunden.

Biergarten Treuchtlingen

Adresse

Die Stadthalle findet ihr in der Jahnstraße 14 in 91757 Treuchtlingen. Da wir nicht wussten, wie viel dort los ist, hatten wir sicherheitshalber einen Tisch zum Mittagessen reserviert.

Ihr könnt direkt vor der Stadthalle parken und seid dann nach nur wenigen Metern direkt am Biergarten. Wenn ihr vorab wissen wollt, auf welche leckeren Speisen und Getränke ihr euch freuen könnt, schaut doch auf der Homepage vom Restaurant vorbei. Ich selbst hatte den Gyros Salat – sehr zu empfehlen 🙂

Kennt ihr den Biergarten schon? Was ist eure Meinung: Top oder Flop? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Kerstin

Pflanze Hofgarten rosa

Ein Tag in Innsbruck

Ihr plant einen Trip nach Innsbruck? Dann solltet ihr folgende Orte in der Alpenstadt unbedingt sehen.

Goldenes Dachl in Innsbruck

Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das Goldene Dachl. Es befindet sich am Erker des Neuen Hofs inmitten der Altstadt. 2657 feuervergoldete Kupferschindeln schmücken das Dach seit 1500. Kaiser Maximilian I. ließ den Prunkerker 1497-1500 errichten und entsprechend schmücken.

Goldenes Dachl

Rund um das Goldene Dachl findet ihr wunderschöne Gebäude mit süßen Cafés und schönen Restaurants, die zum Verweilen einladen. Auch der Inn ist nicht weit davon entfernt.

Hofburg und Hofgarten

Nur wenige Meter rechts vom goldenen Dachl befindet sich die Hofburg. Sie ist vor allem für den Riesensaal bekannt. Falls ihr dachtet, der Saal ist riesig … er ist 31,5 Meter lang, 13 Meter breit und 11 Meter hoch. Seinen Namen verdankt er aber nicht seiner Größe, sondern den darin aufgehängten Gemälden.

Hofburg Innsbruck

Schräg gegenüber der Burg lädt der Hofgarten Innsbruck ganzjährig zum Verweilen ein. Ein wunderschön angelegter Park mit wunderschönen Pflanzen ist bei Naturfans und Fotografieliebhabern gleichermaßen beliebt. Auf den Wiesen kann man wunderbar picknicken. Außerdem befinden sich nahe des Pavillons Schachbretter zum Spielen – fast wie in einem amerikanischen Film 🙂

Hofgarten Trompetenbaum

Hofkirche

Maximilian I., der für die Errichtung des Goldenen Dachls zuständig war, liegt hier begraben. Außerdem könnt ihr in der Kirche die Silberne Kapelle bestaunen. Leider kostet der Besuch der Kirche Eintritt.

Maria-Theresien-Straße

Entlang der breiten Einkaufsstraße geht es vom Goldenen Dachl aus in Richtung Triumphpforte. Dort findet ihr die Spitalskirche, das Neue Rathaus, die Annasäule und zahlreiche sehenswerte Wohnhäuser. Außerdem hat man auch hier – wie von nahezu allen Straßen und Orten in Innsbruck – einen wunderbaren Blick auf die Alpen.

Innenstadt Innsbruck
Ottoburg

Triumphpforte Innsbruck

Ende des 18. Jahrhunderts wurde dieses prächtige Bauwerk errichtet. Es befindet sich am Süden des Stadtzentrums. Grund für die Errichtung war die Hochzeit von Erzherzog Leopold und der spanischen Prinzessin Maria Ludovica. Nachdem Leopolds Vater kurz nach der Hochzeit starb, wurden neben Hochzeits- auch Trauermotive dort eingearbeitet.

Triumphpforte Innsbruck

Am Inn

Wie es der Name der Stadt schon vermuten lässt, befindet sie sich direkt am Inn. Der tosende Fluss entspringt in der Schweiz, fließt durch Österreich und Deutschland und mündet bei Passau in die Donau. Hier findet ihr einige schöne Häuser. Die Innbrücke ist verantwortlich für den Namen Innsbrucks. Bis ins späte 16. Jahrhundert war sie die einzige Innbrücke in der Stadt.

Innsbruck Innbrücke Ottoburg

Nordkette

„Der Berg in der Stadt“ – damit wird in Innsbruck für die Nordkette und den größten Naturpark Österreichs geworben. Mit der Hungerburgbahn ist man innerhalb weniger Minuten am Alpenzoo und kann an der Bergkette wandern gehen.

Alpen

Schloss Ambras Innsbruck

Etwas südlich von Innsbruck befindet sich das Schloss Ambras. Einst war der Sitz im Mittelalter der Sitz der Andechser, einem Grafengeschlecht aus Oberbayern. Daher leitet sich wohl auch der Name ab.

Heute ist das Schloss vor allem für den Spanischen Saal bekannt. Er wurde im 16. Jahrhundert von Ferdinand II. erbaut. Auch der Innenhof, der mich mit seinen schwarz-weißen Wandmalereien ein wenig an Schloss Neuburg erinnert, ist ein echtes Must Seen. Öffnungszeiten und Preise findet ihr auf der Homepage von Schloss Ambras.

Warst du schon mal in Innsbruck? Kennst du dort ein cooles Café oder einen geheimen Ort, der von den Touristen weniger frequentiert ist? Dann freue ich mich über deinen Kommentar!
Kerstin

Hoher Brunnen Berching

Hoher Brunnen Berching

Wer glaubt, grüne Oasen mit plätscherndem Wasser und in eigensinnigen Formationen gibt es nur im Film, irrt. Denn der Hohe Brunnen Berching liegt – zumindest für die Leute aus dem Altmühltal – direkt vor der Haustüre.

Hoher Brunnen Berching

Etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach, einem Ort nahe Berching, befindet sich im Wald der so genannte Hohe Brunnen. Dieses von der Natur geformte Gebilde ist ganze 40 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch. Von der Ferne betrachtet sieht es aus, als würde das Wasser über kleine Stufen nach unten plätschern.

Beim näheren Betrachten sieht man, dass es sich vorher in kleinen Becken auf den einzelnen Stufen ansammelt. Dabei ist das Wasser kristallklar kommt ganzjährig mit einer Temperatur von etwa 8 Grad aus der Gesteinsschicht. Der ideale Lebensraum für allerlei Tiere wie dem Bachflohkrebs oder der Quell-Köcherfliege. Vereinzelt findet man in der Gegend auch den Feuersalamander. Die Larven fühlen sich im klaren, sauerstoffreichen Quellwasser besonders wohl.

Wie ist der Hohe Brunnen Berching entstanden?

Diese Form von Gesteinsablagerungen nennt man Sinterterrassen oder auch Sinterstufen. Sie entstehen im fließenden, kalkhaltigen Gewässer durch ins Wasser gefallene Zweige oder Ästchen. Durch die Erwärmung des Wassers wird CO2 an die Luft abgegeben. Dadurch löst sich Kalk aus dem Wasser. Der Kalk umhüllt die oben genannten Ästchen und so bilden sich Barrieren im Bachlauf. Im Lauf der Zeit entstehen dadurch kaskadenartige, kleine Becken.

Hoher Brunnen Berching

Wie kann ich den Hohen Brunnen Berching finden?

Der beste und kürzeste Weg zum Hohen Brunnen führt über den Wanderweg Nr. 4. Er ist etwa 10 Kilometer lang und beginnt im schönen Berching. Wir gehen einige Meter am Main-Donau-Kanal entlang, bis wir durch Sollngriesbach hindurch wandern.

Hoher Brunnen Berching

Kurz darauf führt unser Weg in den Wald. Das macht ihn auch in den warmen Sommermonaten zu einem tollen Ausflugsziel. Der Rundwanderweg dauert etwa 3 Stunden. Anschließend lässt sich beim Ausgangspunkt Berching ideal in einer der zahlreichen Wirtschaften einkehren.

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Ähnliche Kalkformationen findest du im Kaisinger Tal oder an der Steinernen Rinne Wolfsbronn oder bei Rohrbach/Ettenstatt.

Solltest du noch weitere Naturphänomene in Bayern kennen, freue ich mich über deinen Kommentar 🙂
Kerstin

Residenz Ellingen

Fährt man von Weißenburg die B13 oder B2 in Richtung Franken, sieht man von der Straße aus schon die prunkvolle Residenz Ellingen. Hinter dem prunkvollen Gemäuer befindet sich ein malerischer Schlosspark, der besonders im Frühling zur Blüte der Blausternchen ein echter Geheimtipp ist.

Residenz Ellingen

Die Residenz Ellingen

Die Residenz gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert. Einst war sie der Hauptsitz der Deutschordenballei Franken. Das bedeutet, dass dieser Standort eine Provinz des Deutschen Ordens war – und zwar nicht nur irgendeine. Ellingen galt seinerzeit als Zentrum der Territorial- und Wirtschaftsmacht.

Allerdings wurde sie erst im 18. Jahrhundert so umgebaut, wie man sie noch heute bestaunen kann. In dieser Zeit entstanden vor allem in den Innenräumen prunkvolle Deckengemälde und Wandvertäfelungen. Der Feldmarschall Fürst Carl Philipp von Wrede, den einige sicherlich vom Bier Fürst Carl kennen, erhielt im frühen 20. Jahrhundert dieses Anwesen vom König. In dieser Zeit wurden zahlreiche edle Tapeten aus Seide und Papier im Schloss angebracht.

Seit 1939 befindet sich das Gebäude im Besitz des Freistaats Bayern.

Residenz Ellingen

Heutige Nutzung

Die Ellinger Residenz wird heute vielfältig genutzt. Wohl am bekanntesten ist der Schlosspark, der im 20. Jahrhundert zu einem Englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Wie eingangs schon erwähnt, ist dieser vor allem im Frühjahr sehenswert.

Schlosskirche Ellingen

Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert ist nicht nur wegen ihrer aufwändigen Deckenmalereien einen Besuch wert. Viel spannender ist wohl die Geschichte des Gebäudes. Während des zweiten Weltkriegs soll sich hier ein Lager für NS-Raubkunst befunden haben. Das ist allerdings nicht bestätigt.

Besonders zu empfehlen ist der Besuch der Kirche während eines Konzerts.

Residenz Ellingen

Brauerei

Ebenfalls am Schlossareal befindet sich die Schlossbrauerei Fürst Carl. Während die Familie von Wrede das Schloss einst verkaufte, behielt sie sich das Gebäude gegenüber der Residenz, um dort inzwischen in der siebten Generation Bier zu brauen.

Jedes Jahr im Sommer, meist im Juni, findet das Fürst Carl Gutsfest statt. Bei rockiger Musik lässt sich hier das barocke Flair und leckere Bier genießen. Außerdem findet in regelmäßigen Abständen die Jam-Session „Musik & Bier“ statt.

Asonsten könnt ihr das Bier übrigens auch bei einem Besuch der Brauereigaststätte (Bräustüberl) genießen oder euch im Bräuladen einige Flaschen mit nach Hause nehmen.

Museum in der Residenz Ellingen

Auch bei schlechtem Wetter könnt ihr der Residenz Ellingen einen Besuch abstatten. Denn hier befindet sich das Kulturzentrum Ostpreußen.

Seit 2009 wird hier die Geschichte Ostpreußens präsentiert. Egal ob Persönlichkeiten des Landes oder Gebäude wie Schlösser oder Kirchen: Hier könnt ihr alles rund um die Gegend erfahren. Außerdem lässt sich im Museum Bernstein bestaunen.

Residenz Ellingen

Warst du schon mal in der Residenz Ellingen? Wie hat es dir gefallen, würdest du es empfehlen? Was ist dein persönliches Highlight dort, welchen Ort sollte jeder kennen?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Kerstin

Innenhof Schloss Spielberg

Schloss Spielberg

Ein Schloss für moderne Kunst – so könnte man das Schloss Spielberg nahe Gnotzheim vermutlich am besten beschreiben. Denn die einstige Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert beherbergt heute zahlreiche Kunstschätze.

Auffahrt Schloss Spielberg

Kunst am Schloss Spielberg

Schon beim Aufgang zum Schloss wird klar: Hier ist moderne Kunst Zuhause. Denn sowohl auf dem linken, als auch auf dem rechten Hang sind zahlreiche Skulpturen ausgestellt. Im Innenhof des Schlosses befindet sich ein sogenannter Skulpturenhof mit weiterer zeitgenössischer Kunst. Wem das noch nicht genug ist, der sollte unbedingt auch das Moderne Museum im Inneren besuchen.

Aber auch für Leute, die keine Fans moderner Kunst sind, lohnt sich ein Besuch. Vom Schloss aus, das sich am nordwestlichen Ende des Hahnenkamms befindet, habt ihr nämlich einen sagenhaften Ausblick auf die wunderschöne Landschaft.

Schloss Spielberg

Die Geschichte dahinter

Durch die Herren von Spielberg als Burg im 12. Jahrhundert errichtet, war das Anwesen lange umstritten und wechselte oft die Besitzer. Dem Schloss Spielberg wurde damit nichts Gutes getan – denn die zahlreichen Besitzerwechsel sorgten auch dafür, dass niemand sich nachhaltig um das Gemäuer kümmerte. 1983 erstand die Künstlerfamilie Steinacker das Anwesen und ließ es in neuem Glanz erstrahlen. Selbstverständlich nicht, ohne auch die Kunst von Ernst Steinacker auf dem Areal für die Menschen bereitzustellen.

Schloss Spielberg

So entstand ein schöner Ort, der zum Verweilen einlädt sowie Geschichte und Moderne vereint.

Kennt ihr Schloss Spielberg? Dann bin ich gespannt, was ihr dazu sagt!
Kerstin

Walchensee

Ausflugstipps Walchensee

Türkisblau glitzerndes Wasser umrandet von einer Kulisse aus Bergen. Der Walchensee ist vermutlich schon allein deshalb ein kleiner Besuchermagnet. Welche Ausflugstipps es für den Walchensee noch gibt, lest ihr in diesem Blogpost.

Baden und entspannen

Die Ruhe genießen – nirgendwo geht das so gut wie an den kleinen versteckten Buchten am Walchensee. Hier ist es nur wichtig, dass ihr nicht direkt am Parkplatz bei der Ortschaft schwimmen geht, wenn ihr Ruhe genießen wollt. Auf der Südseite des Sees, ziemlich gegenüber des Orts Walchensee, findet ihr zum Beispiel einen sehr schönen Grünstreifen, der sich ideal als Liegewiese eignet.

Walchensee

Hier könnt ihr den Wellen zusehen, den kleinen Booten oder Stand-Up-Paddlern zusehen oder einfach nur das kühle Nass genießen.

Wassersport

Wie sollte es auch an einem See anders sein? Segeln, SUP, Tretboot, Windsurfen. Hier ist nahezu alles geboten. Sogar Tauchen könnt ihr am Walchensee.

Letzteres solltet ihr aber nicht unterschätzen! Denn der See ist stellenweise bis zu 200 Meter tief und entsprechend dunkel und kalt. Einen sehr spannenden Artikel über das Tauchen im Walchensee hat die Süddeutsche geschrieben. Für erfahrene Taucher ist der See sicher ein echtes Juwel.

Wandern weit über dem Wasser

Auf etwa 1600 m über NN befindet sich der Fahrenberg. Hier oben lässt es sich herrlich wandern, denn die meisten Wege sind sehr breit und eben. Hinauf kommt man am gemütlichsten über die Herzogstandbahn. Während der Fahrt habt ihr einen einzigartigen Blick auf das türkisblaue Wasser.

Wikingerdorf Flake

Top Ausflugtipp am Walchensee: Flake

Wer von euch kennt Wickie nicht? Neben der Zeichentrickserie gibt es seit 2011 auch einen Kinofilm, der damals von Michael Bully Herbig produziert wurde. Wer etwas Filmluft schnuppern oder einfach nur ein Wikingerdorf bestaunen möchte, ist mit diesem Ausflugstipp im Ort Walchensee vollkommen richtig.

Wikingerdorf Flake

Nahe der Wasserwacht weist ein kleines Holzschild auf Flake hin. Hier findet ihr insgesamt fünf der Häuser, die auch im Film zu finden sind. Diese können zwar nicht betreten, aber dafür von außen bestaunt werden. Zahlreiche Infotafeln informieren dabei über die Wikinger und die Dreharbeiten. Nicht nur von denen zu Wickie und die starken Männer, übrigens. Schon 1959 wurde der Walchensee für eine US-amerikanische Fernsehserie, Tales of the Vikings, als Kulisse genutzt. Ein toller Ausflugstipp auch für Kinder. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Walchensee Wikingerdorf Flake

Immer wieder findet hier übrigens auch ein Wikingermarkt statt. Handwerksvorführungen, Musik und ein Kinderprogramm ziehen hier immer wieder zahlreiche Besucher an.

Walchenseekraftwerk

Das Walchenseekraftwerk ist eines der größten Speicherkraftwerke Deutschlands. Besonders Technik-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Denn sie können hier einen Blick hinter die Kulissen werfen und lernen zudem einiges über das Kraftwerk mit einer Leistung von 124 Megawatt. Auch hier ist der Eintritt frei.

Walchensee

Warst du schon mal am Walchensee? Was hat dir am besten gefallen, was hast du unternommen? Hast du noch Ausflugstipps, die hier auf keinen Fall fehlen dürfen? Dann freue ich mich wie immer über deinen Kommentar und wünsche dir ansonsten viel Spaß beim Entdecken!

Keltenschanze Altmühltal

Keltenschanze Altmühltal

Unsere heutige Heimat war einst Gebiet der Kelten. Kein Wunder, dass bei Grabungen und Untersuchungen immer wieder Spuren unserer Vorfahren gefunden werden. Dennoch gibt es in Deutschland relativ wenige Rekonstruktionen von keltischen Siedlungen oder Bauten. Eine Ausnahme ist die Keltenschanze im Altmühltal nahe Auernheim (Treuchtlingen).

Keltenschanze Altmühltal

Auf Zeitreise im Altmühltal

Fährt man von Auernheim nach Treuchtlingen, führt nur etwa anderthalb Kilometer nach der Ortschaft ein Weg nach rechts. Ein eher unscheinbares Holzschild weißt uns den Weg an diesen besonderen Ort. Denn hier, idyllisch gelegen im Dickicht der Bäume, hat sich eine Gruppe von fünf Leuten ein eigenes Reich nach Vorbild unserer Ahnen geschaffen.

Keltenschanze Altmühltal

Ein großer Wall, abgeschlossen durch ein mächtiges Holztor, ragt vor uns aus dem Boden. „Cernubona“ ist in Buchstaben, die an eine vergangene Zeit erinnern, darüber geschrieben. Der Name der Siedlung stammt von „Cernunnos“, dem hirschähnlichen Gott der Kelten. Der Herr der Tiere ist zugleich auch Gott der Natur.

Bei unserem Besuch der Keltenschanze im Altmühltal werden wir bereits von Sabine und Thomas erwartet. Ich hatte vorab mit ihnen Kontakt aufgenommen, denn ihre Siedlung ist nicht immer geöffnet.

Das liegt daran, dass die Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichsten Ecken kommen. „Sobald wir Zeit haben, zum Beispiel an Feiertagen und verlängerten Wochenenden, fahren wir hierher und versuchen, unsere Schanze weiter auszubauen.“

Was gibt es in der Keltenschanze zu sehen?

Gemeinsam mit Sabine betreten wir die einzige Schanze mit rekonstruierten Wohngebäuden in ganz Europa. Sie besteht aus einem erhöhten Getreidelager, einer Schmiede, einem Backofen und einem zweistöckigen Wohnhaus. Sogar einen eigenen Garten haben sie sich hier angelegt. Kräuter und Gemüse wächst dort.

Das Wohnhaus selbst ist das größte Gebäude innerhalb der Keltenschanze. Es ist zweistöckig, hat einen eigenen Kamin. Der Webstuhl, der hier untergebracht ist und ein selbst gemachtes Kettenhemd sind zwei besonders sehenswerte Ausstellungsstücke.

Keltenschanze Altmühltal

Wie ist die Keltenschanze Altmühltal entstanden?

Seit 2010 arbeitet die Gruppe an ihrem Traum. „Es gibt so viele Denkmäler und Rekonstruktionen der Römer. Dabei waren das gar nicht unsere Vorfahren – sondern die Kelten“, sagen die beiden. Sie wollten das Leben der Kelten in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und selbst ausprobieren, wie es unserer Vorfahren im Alltag ergangen ist.

Für den Bau haben sie zunächst einen Wall aufgehäuft. Dann kam das Getreidelager als erstes Gebäude. Das oben bereits erwähnte Backhaus mit Ofen und die Schmiede mit Blasebalg folgten. Dabei sind beide Gebäude etwas niedriger als die Grundfläche der Keltenschanze. Denn die Kelten glaubten fest, dass Dinge, die wir aus der Erde nehmen, auch erdnah verarbeitet werden sollen. Dazu zählt natürlich auch das Getreide, aus dem Brot gebacken wird. Inmitten der Fläche steht ein Maibaum – übrigens ein keltischer Brauch, den auch der Verein jedes Jahr feiert. Aktuell ist die Gruppe mit dem Bau des prunkvollen Herrenhauses beschäftigt. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, wie es aussehen wird! 🙂

Wenn ihr sehen wollt, wie die Keltenschanze nach und nach aufgebaut wurde, solltet ihr unbedingt auf der Website des Vereins vorbei schauen. Hier seht ihr zahlreiche Bilder. und könnt auch sonst mehr über den Verein erfahren.

Keltenschanze Altmühltal

Was ist eine Keltenschanze überhaupt?

Immer wieder lassen sich (meistens übrigens in Süddeutschland) Spuren von Viereck- oder Keltenschanzen finden. Während die Forscher anfangs davon ausgegangen waren, dass es sich um eine militärische Einrichtung handelt, ist heute klar, dass hier kleine Ansiedlungen und Bauernhöfe untergebracht waren.

Eine noch relativ gut erkennbare Schanze befindet sich bei Thalmässing beziehungsweise Ohlangen. Sie war etwa 150 x 100 Meter groß und damit vergleichsweise eher größer. Die Überreste des Walls lassen sich noch heute in einem Waldstück erkennen.

Tag der offenen Tür an der Keltenschanze im Altmühltal

Ihr wollt euch selbst ein Bild von der Keltenschanze machen? Dann schaut doch im August beim Tag der offenen Tür vorbei. Die Mitglieder des Vereins „Förderverein für keltische Geschichte im Altmühl e.V.“ führt euch gern durch ihr eigenes kleines Reich und zeigt euch, wie unsere Vorfahren vor hunderten von Jahren gelebt haben. Hier wird nämlich auch gewebt und ihr könnt die Schmiede und den Backofen in action sehen.

Durch das Eintrittsgeld versucht der Verein an Gelder zu kommen, um sein Projekt weiterzubauen. Aktuell soll ein Herrenhaus gebaut werden, weitere Gebäude sind aber nicht ausgeschlossen. In meinen Augen eine tolle Sache, die ihr unbedingt unterstützen solltet!

Julia Hanel - Herzklopfen nicht ausgeschlossen

Rezension: Herzklopfen nicht ausgeschlossen

Feli und Leo könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sie sich um ihre Großmutter kümmert, lebt Leo in seiner eigenen Welt aus Partys und Alkohol. Herzklopfen nicht ausgeschlossen erzählt, wie sich die Wege der beiden kreuzen. Aber damit beginnt die Geschichte eigentlich erst.

Julia Hanel - Herzklopfen nicht ausgeschlossen

Klappentext „Herzklopfen nicht ausgeschlossen“

Wenn die Liebe anklopft und du nicht Nein sagen kannst

Feli hat sich damit abgefunden, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Anstatt Medizin zu studieren, jobbt sie in einem Seniorenheim, um den Pflegeplatz für ihre demente Großmutter zu bezahlen. Dort trifft sie auf Leo, der nach einer wilden Nacht zu Sozialstunden auf ihrer Station verdonnert wurde. Er ist genau die Art Mann, mit der Feli so gar nichts anfangen kann: zwar echt attraktiv, aber auch ziemlich selbstverliebt. Trotzdem schlägt ihr Herz in seiner Nähe wie verrückt Doch als sie gerade Vertrauen zu ihm fasst, wird sie von Leo bitter enttäuscht …

Julia Hanel - Herzklopfen nicht ausgeschlossen

Inhalt

Nach einem recht holprigen Auftakt zu Leos Sozialstunden läuft es auch an den ersten Tagen zwischen den beiden nicht so gut. Feli schafft es kaum, ihre Abneigung gegen Leo zu verbergen. Schließlich sind sie – und darin sind sie sich wohl beide einig – so unterschiedlich wie Kotlett und Kaviar 🙂

Julia Hanel - Herzklopfen nicht ausgeschlossen

Fazit zum Roman

Ohne zu viel verraten zu wollen: Mich hat Herzklopfen nicht ausgeschlossen von der ersten bis zu letzten Seite in den Bann gezogen. Eine wunderschöne Geschichte mit viel Humor, aber auch mit Tiefgang, die an einem für Liebesromane sehr ungewöhnlichen Ort spielt. Genau deshalb finde ich sie auch so einzigartig und kann sie euch wirklich nur empfehlen. Tolle Geschichte, super Autorin – wunderbares Buch!

Kennst du bereits die anderen Bücher von Julia Hanel, die ich rezensiert habe? Dann lies doch meine Bewertungen zu Liebe, Zimt und Zucker, Zwei fürs Leben und Dein Bild für immer. Ich bin gespannt, wie dir das Buch gefällt. Hinterlass doch einen Kommentar.

Psst: Julia Hanel hat dieses Jahr auch schon zwei Bücher unter ihrem Pseudonym Lilly Lucas veröffentlicht.

Marienklause Beilngries

Marienklause Beilngries

Nur etwa einen Kilometer von Beilngries entfernt, liegt ein fast vergessenes Stück Erde. Auf der Straße nach Hirschberg befindet sich linkerhand die Marienklause Beilngries – ein fast schon magischer Ort, abseits des großen Tourismus-Rummels, der zum Entspannen und Entdecken einlädt.

Marienklause Beilngries

Die Geschichte hinter der Marienklause Beilngries

Seit 1930 befindet sich an dieser Stelle eine gezimmerte kleine Kapelle mit Türmchen und einer Kniebank vor dem Altar. Ursprünglich stand das erste Gebäude dort schon 1906, wurde dann aber durch den aktuellen Bau ersetzt. Das besondere an diesem Ort ist aber nicht das rustikal wirkende Gebäude, sondern die Anlage drum herum.

Denn eine kleine Quelle sprudelt nur wenige Meter entfernt und sorgt für wunderschöne Kalktuffterrassen, ähnlich derer im nur wenige Kilometer entfernten Kaisinger Tal.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie entstehen Kalktuffterrassen?

Kleine, vermooste Treppchen sorgen für zahlreiche kleine Wasserfälle. Diese grüne Oase entstand über Jahre hinweg durch den hohen Kalkgehalt des Wassers. Dieser lagert sich an den Rändern ab und sorgt so, gemeinsam mit einigen Algen, für die charakteristischen Stufen. Das Tolle daran: Die Kalktuffterrassen wachsen immer weiter und werden in einigen Jahrzehnten anders aussehen wie sie es jetzt tun.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie komme ich zur Marienklause Beilngries?

Um die Marienklause zu besuchen, gibt es mehrere Wege. Sehr zu empfehlen ist der Benediktinerwanderweg von Beilngries aus. Nachdem ihr den Main-Donau-Kanal überquert habt, ist es nicht mehr weit bis zu diesem traumhaften Ort. Folgt einfach den Schildern mit der Nummer 1. Der gesamte Wanderweg erstreckt sich über 17 Kilometer und hat eine Gehzeit von etwa 5 Stunden. Großes Ziel hier ist das Kloster Plankstetten. Alle Infos zum Rundweg findet ihr hier.

Marienklause Beilngries

Selbstverständlich könnt ihr in der Nähe der Marienklause auch parken. Verlasst Beilngries über die Hirschberger Straße. An der T-Kreuzung angekommen befindet sich direkt gegenüber ein kleiner Parkplatz. Bitte achtet darauf, den Waldweg nicht zu verstellen.

Von hier aus überquert ihr die Straße nach schräg rechts und seid direkt an der Marienklause.

Was hat es mit den Traumfängern auf sich?

Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Betritt man die Marienklause vom Wanderweg Beilngries her kommend, befinden sich an den Bäumen einige selbstgebastelte, bunte Traumfänger.

Wisst ihr, was es damit auf sich hat? Meine persönliche Vermutung ist, dass sie mit dem Projekt des Verschönerungsvereins zu tun haben, der die Marienklause vor einiger Zeit wieder vorzeigbar hergerichtet und gestaltet hat. Falls ihr dazu aber mehr wisst, fände ich es super, wenn ihr einen Kommentar hier lässt und mich aufklärt 🙂

Schon mal danke und euch viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin