Frauensache Eichstätt

Menschen aus dem Altmühltal: Katja Wenzl

Mit der Altmühltaltipps-Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ stelle ich euch immer wieder interessante Leute aus der Region vor. Dieses Mal habe ich eine richtige Powerfrau für euch: Katja Wenzl, Inhaberin der Frauensache in Pappenheim und Eichstätt.

Katja Wenzl Frauensache Pappenheim und Eichstätt

Frauensache Pappenheim / Eichstätt

Die Frauensache in Pappenheim und Eichstätt ist für viele Einheimische eine Adresse, der sie schon seit fast 20 Jahren vertrauen. Hier gibt es neben Mode, Kosmetik und Dekoration vor allem eines: Individuellen Service. Oder wie Katja Wenzl, Inhaberin des Ladens, sagen würde: „Ein Stück Glück.“ Denn mit ihrem Laden (und dem zweiten Geschäft in Eichstätt) möchte sie vor allem eines: Menschen glücklich machen.

Ich treffe mich mit Katja an einem Samstag nach Ladenschluss. Obwohl laut Schild schon seit einer halben Stunde geschlossen ist, ist sie noch voll in ihrem Element. Sie berät eine Kundin, die auf der Suche nach einem neuen Outfit ist. „Jede Frau kann schön sein“, verrät sie mir später. Mit der Frauensache hilft Katja ihnen dabei.

Denn die gelernte Kosmetikerin und Ästhetik-Therapeutin hat neben einer Menge Wissen im Bereich Hautpflege auch ein hervorragendes Gespür für Farben und Formen. Als Farb- und Stilberaterin (nach BIL, das heißt beauty is life) berät sie Kundinnen (und auch männliche Kunden ;)) bezüglich Farbe und Stil. So wird aus „unscheinbaren“ Gesichtern das meiste herausgeholt und sie zaubert dadurch einen tollen ersten Eindruck der Person.

„Frauensache – das bin ich“, das ist das, was ihren Laden ausmacht. Zur Powerfrau macht sie neben den beiden Läden mitten im Altmühltal auch ihre Liebe zum Sport. Zweimal wöchentlich ist sie als Trainerin in Bieswang und Schernfeld anzutreffen.

Mehr Frauensache

Wenn du noch mehr Frauensache erleben willst, kannst du einen der beiden Läden in Pappenheim (Deisingerstr. 16) oder Eichstätt (Marktplatz 2) besuchen. Außerdem gibt es Katja Wenzl auch auf Instagram und Facebook. Folgen lohnt sich!

Katjas Lieblingsort im Altmühltal

Zu dieser Frage hat Katja eine ganz besondere Antwort – und zwar einen Altmühltaltipp, den ihr auf dem Blog bislang noch gar nicht finden könnt. Am besten gefällt es ihr in Zimmern am Steg vom Hollerstein. „Mit einem Weißwein in der Hand und zig Kilometern Rennrad oder Mountainbike in den Beinen.“

Ein Tipp, der gerade auch auf meine To-See-Liste gewandert ist.

Frauensache Eichstätt

Ihr kennt noch andere interessante Menschen aus dem Altmühltal?

Dann freue ich mich auf eure Tipps – egal ob als Kommentar oder per Mail an mail@altmuehltaltipps.de. Bitte schreibt mir doch, wer diese Person ist, wie man sie erreichen kann und was sie so besonders macht. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch diese Person bald in der neuen Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ vorgestellt!

Mehr Menschen aus dem Altmühltal

Du kannst gar nicht genug bekommen? Dann lies doch den Beitrag über die liebe Frau Bauch, die in Gaimersheim einen Kinderladen führt. Außerdem interessant: Der Blogpost über Mevlüt Altuntas, Hobbyfotograf aus Beilngries.

AltmühlSteine mit Schneeglöckchen

AltmühltalSteine

Der Frühling ist die Zeit, zu der man gerne wieder raus geht, um Sonne zu tanken. Bei eurem nächsten Sonntagsspaziergang solltet ihr die Augen offen halten – denn vielleicht findet ihr einen der AltmühltalSteine, die seit Februar in der Region im Umlauf sind.

AltmühlSteine mit Pfau

AltmühltalSteine – Was hat es damit auf sich?

Wie es der Name schon sagt sind das Steine aus dem Altmühltal für das Altmühltal. Dabei sind die meisten der Steine die typischen Juraplatten – aber auch andere Steine sind ausdrücklich erlaubt.

Die Idee zur Aktion hatte Alissa Speth. Als sie in ihrer alten Heimat nach Fallersleben in Niedersachsen fuhr, fand sie bemalte Steine aus einer ähnlichen Gruppe aus dem Harz. „Ich habe mich so über diesen Stein gefreut, dass ich ihn in meinem neuen Wohnort, in Kipfenberg im schönen Altmühltal, auswildern wollte“, berichtet sie.

Steine auswildern?

Was sich im ersten Moment vielleicht etwas seltsam liest, ist genau das Konzept hinter den AltmühltalSteinen. Die Mitglieder der Gruppe bemalen ihre Steine ganz nach Lust und Laune. Erlaubt ist, was gefällt. Dafür wird wasserfeste Farbe, meist Acryl, verwendet. Danach besprüht man den Stein mit Klarlack, wodurch die Farben möglichst lange erhalten bleiben.

AltmühlStein Osterei

Auf die Rückseite kommt immer ein Hinweis zur Facebook-Gruppe AltmühltalSteine. Danach geht es damit an einen Ort im Altmühltal, wo andere Leute den Stein finden und sich darüber freuen können. Diese können den Stein entweder an dieser Stelle lassen – oder sie berichten in der Gruppe von ihrem Fund und „wildern“ ihn an einem anderen Ort wieder aus.

„Am besten gefällt mir an dieser Aktion, dass sich wirklich jeder Mensch, egal ob jung oder alt, sich über den Fund eines solchen Steines freut. Besonders Kinder sind ganz wild darauf, solche Steine selbst zu bemalen, auszuwildern und wieder neue zu finden“, sagt Alissa.

Die Freude kann ich sehr gut nachvollziehen. So ein schön bemalter Stein zaubert einem doch ganz automatisch ein Lächeln ins Gesicht – oder?

Habt ihr auch schon AltmühltalSteine gefunden? Dann freue ich mich über eure Berichte, wo das war und wie der Stein ausgesehen hat.

AltmühlSteine mit Schneeglöckchen

Werde Teil der AltmühltalSteine-Aktion

Und für alle, die mehr über die tolle Aktion wissen wollen oder selbst Lust bekommen haben, Steine zu bemalen und auszuwildern: Klickt unbedingt auf Alissas Facebook-Gruppe AltmühltalSteine vorbei und werdet Mitglied.

Kerstin

Kratzmühlsee Altmühltal

Kratzmühlsee

Der Kratzmühlsee oder auch die Kratzmühle ist rund um Beilngries wohl einigen bekannt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst das erste Mal den Badesee besucht habe. Damals war ich noch nicht allzu lange in der Schule und mit einer Freundin und deren Mutter an einem Nachmittag dort.

Wie kommt der Kratzmühlsee zu seinem Namen?

Um zu verstehen, warum der See als Kratzmühle bekannt ist, muss man zunächst ins 8. Jahrhundert zurückblicken. Zu dieser Zeit war Pfraundorf, die Ortschaft direkt neben dem Kratzmühlsee, ein Adelslehen. Sie war als Kratzhausen bekannt. Der See hat seinen Namen also aus dieser Zeit.

Hier stand vermutlich schon damals eine Mühle direkt am Wasser. Diese wurde im 17. Jahrhundert umgerüstet, um neben Mehl mahlen auch Holz sägen zu können. Später, im 19. Jahrhundert, baute man die Mühle erneut um, um damit Strom zu erzeugen. Das heutige Altmühlwehr entstand 1927.

Kratzmühlsee Altmühltal

Was hat der Kratzmühlsee zu bieten?

Wie bereits erwähnt ist der Kratzmühlsee vor allem als Badesee bekannt. Kein Wunder, dass es vor Ort auch einen großen Parkplatz gibt. Durch Umkleidekabinen und sanitäre Einrichtungen ist der Pfraundorfer See, wie einige die Kratzmühle auch nennen, super ausgestattet. Rund um den See mit etwa zwei Kilometern Uferlinie gibt es auch einen Bolz- und einen Spielplatz für die Kleinen. Auch Tischtennisplatten stehen hier zur kostenlosen Verfügung.

Auch Angler haben am 700 Meter langen und 250 Meter breiten See gute Karten. Denn es gibt einen extra ruhigen Bereich zum fischen.

Wem das zu langweilig ist, der kann sich auch mit einem Boot auf den See wagen. Besonders zu empfehlen: Das Restaurant Kratzmühle bietet ein so genanntes Schicknick an. Hier erhaltet ihr einen Picknickkorb mit aufs Ruderboot und dürft euch beim Wiedereinkehren auf leckeren Kuchen und frischen Kaffee freuen. Auch ohne Bootsausflug ist das Restaurant zu empfehlen.

Kratzmühlsee Altmühltal

Übernachtem an der Kratzmühle

Direkt am Altmühlsee befindet sich auch ein Campingplatz, der besonders bei Touristen sehr beliebt ist. Hier finden sich neben zahlreichen Freizeitmöglichkeiten für groß und klein (zum Beispiel Volleyballfeld, Minigolfplatz, Kicker, und vieles mehr) auch Mietbäder, ein Aufenthaltsraum sowie ein Fahrrad- und Bootsverleih. Ideal, um das Altmühltal und die Gegend um Beilngries auf eigene Faust zu erkunden.

Kratzmühlsee bei schlechtem Wetter

Anders als viele von euch vielleicht denken, ist die Kratzmühle auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert. Neben einem tollen Spaziergang entlang des Sees ist vor allem das Technikmuseum einen Besuch wert.

Auf über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche könnt ihr euch quer durch die Techniklandschaft erkunden. Von einer Wasserturbineaus 1928, die noch heute läuft, bis hin zu Fahrzeugbau, Handwerk oder Elektrik findet ihr hier nahezu jedes Themengebiet. Ein toller Tipp vor allem für Familien mit Kindern.

Öffnungszeiten

Das Technikmuseum ist vom 1. April bis 31. Oktober mittwochs, samstags, sonntags und feiertags geöffnet. Während es an Sonn- und Feiertagen bereits um 10 Uhr seine Pforten öffnet, kann es mittwochs und samstags ab 14 bis 18 Uhr besucht werden. (Stand 2019)

Wie sieht für euch der ideale Tag an einem Badesee aus? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Kerstin

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Sonnenuhr aus Jurasteinen in Eichstätt

Im Jahr 2008 feierte die Stadt Eichstätt ihr 1100-jähriges Bestehen. Um diesem Fest möglichst zeitlos zu gedenken, wurde nahe der Schlagbrücke eine Sonnenuhr aus Jurasteinen errichtet.

Juramarmor oder auch Jurakalk wird der Stein genannt, der seit Jahrzehnten in der Region um Solnhofen und Eichstätt abgebaut wird. Er ist vor Jahrtausenden entstanden und damit wohl der Werkstoff, der am besten die lange Geschichte der Stadt Eichstätt symbolisiert.

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Zur Entstehung der Sonnenuhr in Eichstätt

Erschaffen hat die Sonnenuhr der Bildhauer Günter Eckert aus Rednitzhembach nahe Nürnberg. Die eigentliche Idee dahinter stammt jedoch von Ludwig Brems, die Jurasteine stellte das Ehepaar Niefnecker zur Verfügung.

Noch mehr Informationen zur Errichtung und Eröffungsfeier findest du auf der Seite des Donaukuriers, Artikel „Ein bleibendes Objekt im Jubeljahr“.

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Wie komme ich zur Eichstätter Sonnenuhr?

Am besten stellst du dein Auto am Freiwasserparkplatz ab. Hier kannst du besonders kostengünstig parken. Direkt an der Altmühl verläuft ein Fuß- und Radweg. Folge diesem stadtauswärts unter der Brücke hindurch.

Nach nur wenigen Schritten bist du direkt an der Bodensonnenuhr. Auf dem horizontalen Ziffernblatt zeigt die Sonnenuhr die Sommer- und Wintersonnwende sowie die Tag- und Nachtgleiche an. Die Uhrzeit selbst stimmt nicht immer minutiös mit der Uhrzeit auf der Armbanduhr überein. Das liegt an mehreren Faktoren, etwa dem Einstrahlungswinkel der Sonne. So kann die Uhrzeit bis zu 75 Minuten von der „echten“ Zeit abweichen.

Warst du schon mal an der Sonnenuhr in Eichstätt oder kennst eine andere Sonnenuhr oder ein sehenswertes Denkmal? Dann freue ich mich auf deinen Tipp direkt unter dem Beitrag in den Kommentaren.
Kerstin

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

Menschen aus dem Altmühltal: Mevlüt Altuntas

Mit der neuen Altmühltaltipps-Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ möchte ich euch regelmäßig Leute aus der Region vorstellen. Den Anfang macht Mevlüt Altuntas, Hobbyfotograf aus Beilngries.

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

„Es gibt keinen Tag, an dem ich nichts mit Fotografie mache“, verrät mir Mevlüt bereits zu Beginn unseres Gesprächs. Schon in den 90er Jahren ist er zu seinem großen Hobby gekommen – und zwar durch die Schule. In der 8. Klasse hatte er den Fotokurs besucht und damit eine neue Leidenschaft für sich entdeckt.

Seitdem hat er sich zahlreiche Kameras und Objektive zugelegt und nie aufgehört, mit Belichtungszeit & Co. zu experimentieren. Doch genau die jahrelange Übung macht das aus, was man heute auf jedem seiner Fotografien sehen kann: Wunderschöne Momente, meist aufgenommen von seinem Lieblingsmotiv: Der Natur. Spektakuläre Sonnenuntergänge, atemberaubende Wolkenformationen oder anmutig fließendes Wasser – egal was Mevlüt fotografiert, eines liegt ihm dabei besonders am Herzen: Den Moment, den er einfängt, auch erlebt zu haben.

Heutzutage ist für viele Fotografen, egal ob sie hobbymäßig oder beruflich unterwegs sind, Composing ein Begriff. Das bedeutet das Austauschen einzelner Bildelemente um einen perfekten Eindruck zu zaubern, etwa indem man den Himmel in einem Bild austauscht um einen anderen Bildeindruck zu erschaffen. Obwohl Mevlüt diese Bearbeitung technisch faszinierend findet, hält er kritisch entgegen: „Leute, die ein Composing erstellen, haben den Moment, den sie zeigen, nie selbst erlebt und die Stimmung dabei gefühlt.“ Und das ist der Grund, weshalb er bei seiner Bildbearbeitung komplett darauf verzichtet – meiner Meinung nach eine sehr ehrliche und aufrichtige Einstellung zur Fotografie! 🙂

Neben der Natur fotografiert Mevlüt seit einigen Jahren übrigens auch Menschen – doch das am liebsten natürlich auch draußen.
Psst: Wenn ihr euch ein paar seiner Bilder ansehen wollt, findet ihr sie auf seiner Webseite Mev’s Buidl Galerie. Vorbeischauen lohnt sich!

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

Hobbygrafen-Club Beilngries und Umgebung

Mevlüt hat gemeinsam mit seinem alten Schulfreund Rainer Mayer auch eine eigene Facebook-Gruppe. Der Hobbygrafen-Club Beilngries und Umgebung hat inzwischen fast 400 Mitglieder und ist entstanden, weil Mevlüt immer mehr Fragen rund um die Fotografie erhalten hat.

„Da dachte ich mir irgendwann, dass die Antworten auch für andere interessant sein könnten und habe die Gruppe gemeinsam mit Rainer eröffnet.“ Dort organisieren die beiden alles gemeinsam – von Gruppenevents und Ausflügen bis hin zum regelmäßigen Stammtisch. Während die Ausflüge entweder in der näheren Umgebung stattfinden oder auch mal übers Wochenende in Städte wie Prag oder auch in den Bayerischen Wald zur Wildtierfotografie führen, ist der Stammtisch in immer wechselnden Lokalitäten und freut sich wachsender Beliebtheit. „Während wir beim ersten Stammtisch nur 15-20 Leute waren, reservieren wir inzwischen Tische für 25-30 Leute.“ Durch das regelmäßige Treffen und den regen Austausch in der Gruppe, der vor allem durch sachliche Kritik und ein offenes Miteinander auf Augenhöhe geprägt sind, sind im Laufe der Zeit auch Freundschaften entstanden.
„Fotografie verbindet eben doch irgendwie.“

Mevlüts Lieblingsort im Altmühltal

Als ich Mevlüt nach seinem Lieblingsort in der Region frage, muss er nicht lang überlegen. „Der ist direkt vor meiner Haustür“, schmunzelt er und holt, um mir zu zeigen, was er damit meint, sein Handy aus der Tasche. Darauf zeigt er mir wunderschöne Naturaufnahmen, darunter auch die Silhouette eines sehr markanten Baums, Pferde auf dem Feld und eine malerisch schöne Baumreihe vor angefrorenen Feldern.

Beilngries und die Umgebung, besonders oben auf dem Berg, faszinieren ihn besonders. „Es gibt nichts schöneres als den Sonnenauf- oder -untergang von hier aus zu betrachten. Besonders spektakulär ist der Ausblick, wenn unten im Tal noch die Nebelschwaden hängen.“ Denn dann hat man den Eindruck, als würde man über einen weißen See aus Wolken auf die andere Seite des Tals blicken.

Ihr kennt noch andere interessante Menschen aus dem Altmühltal?

Dann freue ich mich auf eure Tipps – egal ob als Kommentar oder per Mail an mail@altmuehltaltipps.de. Bitte schreibt mir doch, wer diese Person ist, wie man sie erreichen kann und was sie so besonders macht. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch diese Person bald in der neuen Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ vorgestellt!

Mehr Menschen aus dem Altmühltal

Du kannst gar nicht genug bekommen? Dann lies doch den Beitrag über die liebe Frau Bauch, die in Gaimersheim einen Kinderladen führt.

Kerstin

Scheunenkirche Dettenheim

Scheunenkirche Dettenheim

Kirchen gibt es im Altmühltal viele, und auch einige ungewöhnliche, wie zum Beispiel die Weidenkirche in Pappenheim. Die Scheunenkirche Dettenheim zählt auch zu diesen Kuriositäten.

Scheunenkirche Dettenheim

Die Geschichte hinter der Kirche

Wenn man sich die Scheunenkirche etwas näher ansieht, würde man sicher nicht auf die Idee kommen, dass es noch keine 100 Jahre her ist, dass sie errichtet wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich zahlreiche Flüchtlinge im evanglischen Dorf Dettenheim an. Schon zuvor hatte es dort einen kleinen Raum am Dettenheimer Schlösschen, den Blauen Saal gegeben, in dem Gottesdienste abgehalten wurden. Da dieser Raum jedoch immer voller und voller wurde, musste eine neue Lösung her.

Scheunenkirche Dettenheim

Die Idee von Kurat Schneid, dem Ellinger Kaplan, fand schließlich Gehör. Er wollte die zum Dettenheimer Schlösschen gehörende Scheune zu einem festen Gottesdienstraum ungestalten. Der Dachboden wurde zu einer Empore mit Orgel umfunktioniert. 1956 wurde sie schließlich eingeweiht und wird noch heute fleißig genutzt.

Das Gebäude ist nicht im Besitz der Kirche. Diese hatte damals lediglich ein Nutzungsrecht von 99 Jahren eingeräumt bekommen. Was danach mit dem liebevoll hergerichteten Gotteshaus passieren wird bleibt also spannend.

Wenn ihr ein Video zur Scheunenkirche sehen wollt, klickt hier. Das Bistum Eichstätt hat darüber einen kurzen Film von fast 5 Minuten gedreht.

Wie komme ich zur Scheunenkirche Dettenheim?

Wenn du von der B2 in Dettenheim abfährst, bist du bereits auf einer der beiden Hauptstraßen durch den Ort. Diese trifft an der gut erkennbaren St. Nikolaus Kirche (weißes Kirchengebäude) auf die Donauwörther Straße, die ehemalige B2. Bieg hier nach rechts ab. Nur wenige Häuser weiter befindet sich auf der rechten Seite die Scheunenkirche als eines der letzten Gebäude auf dieser Straßenseite.

Die postalische Adresse lautet Donauwörther Straße 5. Direkt davor zu parken ist jedoch schwierig. Am Feuerwehrhaus und an der St. Nikolaus Kirche im Ortskern befinden sich allerdings ein paar öffentliche Parkplätze.

Scheunenkirche Dettenheim

Schon mal hier gewesen?

Kennst du die Scheunenkirche schon? Vielleicht sogar anders als ich auch von innen? 🙂 Dann freue ich mich sehr über deinen Kommentar.
Dasselbe gilt natürlich auch, wenn du noch ähnliche Orte im Altmühltal oder der Region kennen solltest.
Kerstin

Einfaches DIY für Weihnachten: Teelichter

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der funkelnden Lichter und Kerzen. Zu keiner anderen Zeit zünden wir (zumindest gefühlt) so viele Kerzen an als im Advent. Sogar unsere Gärten lassen wir durch Lichterketten im neuen Glanz erstrahlen und zahlreiche Fenster werden ebenfalls mit Sternen und Lichterketten ausgeleuchtet.
Wenn euch einfache Teelichter als Deko zu langweilig sind, dann habe ich hier ein super einfaches DIY für euch. Damit eure Teelichter im Handumdrehen im weihnachtlichen Glanz erstrahlen.

Das brauchst du für weihnachtliche Teelichter:

Damit eure Teelichter ganz einfach gelingen, braucht ihr folgende Materialien:

  • Teelichter (achtet darauf, dass der Docht durchgefädelt ist)
  • Schere
  • Sicherheitsnadel
  • Mein ausgedrucktes Printable oder selbst gebastelte Papier-Einleger

So funktioniert’s

Das kostenlose Printable findet ihr hier (Klicken zum Download).

Schneidet zunächst die runden Formen auf dem Papier aus. Durch die aufgedruckte Linie sollte das recht schnell und einfach funktionieren.

Danach wird es etwas kompliziert. Dieser Schritt funktioniert nämlich nur bei Teelichtern mit durchgefädeltem Docht. Ob ein Docht durchgefädelt ist, erkennt ihr, indem ihr die silberne Hülse um das Licht vorsichtig herunternehmt. Ist auf der Unterseite ein kleines Metallplättchen zu sehen, solltet ihr dieses und damit den Docht spielend leicht vom Wachs trennen können.

Piekst jetzt mit der Sicherheitsnadel ein Loch in die Mitte eures runden, ausgeschnittenen Papier-Einlegers. Fädelt den Docht durch das Papier. Wenn ihr jetzt von oben auf den Docht seht, solltet ihr das Motiv erkennen können. Auf der Unterseite ist die nicht-bedruckte Seite.

Fädelt danach den Wachsring wieder auf die Kerze und steckt diese in die Metallhülse. Schon seid ihr fertig.

Worauf ihr bei eigenen Papier-Einlegern für euer Teelicht achten solltet

Wenn ihr selbst individuelle Einleger für eure weihnachtlichen Teelichter basteln wollt (oder auch für andere Anlässe, zum Beispiel Silvester oder einen Geburtstag) sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Einleger müssen nämlich nicht gedruckt werden. Sie sollten lediglich mit einer kräftigen Farbe (dafür könnt ihr natürlich auch bunte Farben verwenden) bemalt sein. Bedenkt aber, dass die Farben durch das flüssige Wachs dunkler erscheinen als im Original. Pastellige Töne funktionieren daher leider nicht. Ihr könnt aber problemlos einen bunten Christbaum oder einen Spruch in bunten Buchstaben aufmalen. Bedenkt auch, dass in der Mitte der Docht ist. Ein simples „&“ oder „a“ sollte daher nicht in der Mitte stehen. Wenn ihr Text dort haben wollt, dann versucht ein Wort zu wählen, das man auch mit der Flamme in der Mitte noch problemlos erkennen kann.

Kennst du noch weitere einfache DIYs?

Dann bin ich sehr gespannt auf eure Kommentare und wünsche euch schon mal eine besinnliche Vorweihnachtszeit mit hoffentlich vielen ruhigen Stunden!
Kerstin

Auernheimer Friedenseiche

Auernheimer Friedenseiche

Nur wenige Meter vor der Ortseinfahrt steht sie: Die Auernheimer Friedenseiche. Einst von den Heimkehrern des Deutsch-Französischen Kriegs im 19. Jahrhundert gepflanzt, wächst dieser Baum seitdem und soll den Krieg und die schönen Zeiten des Friedens erinnern.

Auernheimer Friedenseiche

Was macht die Auernheimer Friedenseiche so besonders?

Auf den ersten Blick ist es vielleicht nur ein großer, alter Baum. Hier lassen sich die Jahreszeiten wunderbar beobachten. Die sprießenden Blätter im Frühling, sattes Grün im Sommer und leuchtend oranges Laub im Herbst.

Die Auernheimer Friedenseiche wurde aus Dankbarkeit, aus dem Krieg heimgekehrt zu sein, 1870 gepflazt. Seitdem wächst und gedeiht der Baum und erinnert noch heute – weit über 100 Jahre später – an den Schrecken des Kriegs. Auch ein Denkmal an den 1. und 2. Weltkrieg sind hier zu finden.

Auernheimer Friedenseiche

Wusstest du eigentlich, …

… dass Auernheim der am höchsten gelegene Ort in Mittelfranken ist? Das rührt daher, dass er sich auf den Hahnenkamm befindet. Ein toller Ort übrigens auch für Wanderungen jeder Art.

… dass hier stets Wassernot aufgrund der hohen Lage herrschte, die erst in den 50er Jahren durch den Bau einer Wasserleitung beseitigt werden konnte?

… dass auernheim 1633 von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg geplündert wurde?

Irland Rundreise Schafe

Rundreise durch Irland

Diesen September stand bei uns etwas ganz besonderes auf dem Programm: Eine 10-tägige Rundreise durch Irland. Ich möchte dich mit auf die Reise durch die Grüne Insel nehmen und dir für deinen Urlaub Tipps geben bzw. unsere Reiseroute vorstellen.

Irland Rundreise Kühe

Dublin

Unser erster Stopp war Dublin. Mit dem Flieger um die Mittagszeit angekommen, hatten wir anderthalb Tage, um uns die Hauptstadt Irlands anzusehen. Neben der klassischen Sightseeing-Tour haben wir uns natürlich auch den ein oder anderen Pub angesehen 🙂

Dublin Trinity College

Trinity College

Egal ob Student oder nicht: Den Namen dieser Einrichtung hast du sicherlich schon mal gehört. Die Universität mitten im Herzen der irischen Hauptstadt wurde im 16. Jahrhundert durch die Königin von England gegründet. Dort kann man bis heute so ziemlich alles studieren – bis auf zwei Studiengänge: Architektur und Veterinärmedizin.

Fun Fact: Hier hat Bram Stoker, der Dracula geschrieben hat, Mathematik studiert 🙂

Dublin Trinity College

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten am Trinity College ist der 65 Meter lange Long Room, eine Bücherei mit über 200.000 alten Schriftstücken. Sie ist komplett aus Holz gebaut und die Bücher reichen bis an die Decke. Eines der bekanntesten Schriftstücke dort ist das Book of Kells aus dem 9. Jahrhundert. Außerdem könnt ihr hier die älteste Harfe Irlands bestaunen.

St. Patricks Cathedral

Wenn man sich der St. Patricks Cathedral nähert, führt der Weg durch ein Wohngebiet vorbei, das mich vom Baustil her etwas an die Speicherstadt in Hamburg erinnert hat. Dort sind verschiedenste Szenen aus dem Buch „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift, über den Türen an der Mauer der Wohnhäuser eingelassen. Der Grund dahinter ist, dass der Autor Jonathan Swift Dekan der St. Patricks Cathedral war und in eben dieser beerdigt ist.

Die Kathedrale selbst hat ihren Namen durch den Schutzheiligen Irlands, Patrick. Dieser soll hier einst an einer nahe gelegenen Quelle Gläubige getauft haben.

Dublin Christchurch Cathedral

Christ Church Cathedral

Eine weitere sehr bedeutende Kirche der Stadt ist die Christ Church Cathedral. Sie ist die älteste Kathedrale Dublins. An dem Ort, an dem sich heute die Kirche befindet, war einst ein Siedlungsplatz der Wikinger.

Heute ist vor allem die Krypta ein echter Besuchermagnet. Darin sind einige Kunstwerke zu sehen, darunter auch eine mumifizierte Katze und eine mumifizierte Ratte. Erstere hatte die Ratte vermutlich gejagt und beide waren hinter der Orgel in einem Rohr stecken geblieben. Eine frühe Form von Tom & Jerry, denn die beiden Tiere wurden im 19. Jahrhundert entdeckt und können seitdem in einer Vitrine bestaunt werden.

Dublin Castle

Auch dieser Ort erinnert an die Wikinger. Denn genau dort begann einst die Siedlung am Ort „Dubh Linn“, was übersetzt „schwarzer Tümpel“ bedeutet. Solltet ihr zum Castle gehen, solltet ihr daher unbedingt auch einen Abstecher zum Dubh Linn Garden machen. Dort befand sich nämlich einst die Stelle, an der die Wikinger ihre Boote befestigten.

Dublin Halfpenny Bridge

Halfpenny Bridge

Diese Brücke ist die am meisten fotografierte Brücke in Dublin. Kein Wunder also, dass sie bei unserer Irland-Rundreise auch auf dem Programm stand. Ihren Namen hat die im frühen 19. Jahrhundert errichtet Fußgängerbrücke von der Maut, die dort einst entrichtet werden musste. Bis ins Jahr 2000 war die Halfpenny Bridge die einzige Fußgängerbrücke über die Liffey in ganz Dublin. Sie ist nur wenige Meter vom Temple Bar District entfernt, ihr könnt sie also prima in einem kleinen Rundgang integrieren.

O’Connel Bridge

Die wohl wichtigste Brücke für die Dubliner ist die sogenannte O’Connel Bridge. Das besondere an ihr ist, dass sie nahezu quadratisch ist. Sie ist eine der breitesten Brücken in Europa.

Unweit dieser Brücke befindet sich die Spire of Dublin, auch als Needle bekannt. Diese Sehenswürdigkeit ist 121 Meter hoch,sieht aus wie eine Nadel und wurde 2003 in der O’Connell Street errichtet. Die Baukosten betrugen unglaubliche 4 Millionen Euro. Die Dubliner haben der Spire einige witzige Spitznamen gegeben, die sich reimen. Einige davon sind „Stiletto in the Ghetto“ oder „Stiffy by the Liffey“.

Temple Bar District

Erst mal vorneweg: Das Temple Bar District heißt nicht wegen der bekannten Temple Bar so. Viel mehr stammt der Name von der Familie Temple, die hier einst lebte. Bar ist ein englischer Begriff für eine Sandbank, die aufgeschüttet wurde, um dieses recht tiefliegende Gebiet vor Überschwemmungen zu schützen.

Auch wenn das berühmte Touristenviertel auf den ersten Blick so aussieht, als hätte es eine lange Geschichte und Tradition, muss ich dich leider enttäuschen. Früher war dieser Bezirk ein eher verrufener Stadtteil. Die Stadtverwaltung störte sich daran, war es doch sehr zentral im Zentrum der Stadt. Daher wurde in den 80er Jahren die Gebäude recht günstig an Künstler und Pubbetreiber vermietet und sollte so vorm Verfall gerettet werden – was glücklicherweise geklappt hat.

Der Temple Bar District ist ein toller Ort zum Schlendern. In einigen Bars spielen dort jeden Tag und oft schon ab nachmittags Livebands. Allerdings ist das Bier und auch das Essen dort verhältnismäßig teuer.

Molly Malone Statue

Ein weiterer wichtiger Ort mitten in Dublin ist die Molly Malone Statue direkt vor der St. Andrew’s Church, nur wenige Meter vom Trinity College entfernt.

Molly Malone soll einst die Tochter eines Fischhändlers gewesen sein und in der Grafton Street, wo die Statue ursprünglich stand, aufgrund von Bauarbeiten aber versetzt wurde, mit Fischen gehandelt haben. Man erzählt sich, dass sie eine unglaublich schöne Frau gewesen war, die aufgrund ihrer Armut auch ihren Körper verkaufen musste. Das irische Volkslied „Cockles and Mussels“ besingt Molly Malone und gilt als inoffizielle Hymne der Stadt.

Zusatztipp

In Dublin werden so genannte DublinFreeTours angeboten. Die Touristenführer sind mit einem gelben Regenschirm unterwegs und treffen sich an der Spire direkt am Post Office in der O’Connel Street. Die Führung ist super ausführlich, ihr bekommt tolle Insidertipps und ihr gebt dem Touristenführer so viel Geld, wie ihr für richtig erachtet.
Wann die Führung stattfindet, lest ihr am besten hier.

Kilkenny Castle

Unsere erste Etappe: Kilkenny

Am dritten Tag startete unsere Rundreise. Gleich nachdem wir uns unser Leihauto geholt haben, ging es nach Dunmore Cave. Diese Höhle ist bekannt dafür, dass darin der größte und älteste Stalagmit Europas wächst.

Anschließend ging es durch Thomastown zur Jerpoint Abbey. Die Ruine einer ehemaligen Abtei ist zwar sehr schön, allerdings kostet sie im Gegensatz zu vielen anderen Ruinen, die wir im Verlauf unseres Roadtrips noch gesehen haben, Eintritt. Sie ist ein nationales Denkmal und wurde wohl bereits im 12. Jahrhundert gegründet.

Jerpoint Abbey
Jerpoint Abbey

Danach machten wir uns auf den Weg nach Kilkenny, wo wir auch unsere Unterkunft für diesen Tag gebucht hatten. Das Kilkenny Castle ist eines der am besten erhaltenen Schlösser in ganz Irland. Der Rosengarten davor ist ein wunderschöner Ort zum Entspannen, aber auch im Park oder entlang des Flusses konnten wir gut spazieren gehen.

Rosary Window Black Abbey Kilkenny

Du solltest unbedingt auch die Black Abbey besuchen. Der Name stammt nicht etwa daher, dass die Abtei so düster ist, sondern vielmehr vom schwarzen Ordensmantel der Dominikaner, die dort das einzige Dominikanerkloster in ganz Irland führen. Die bunt leuchtenden, filigran gestalteten Rosettenfenster sind ein echtes Highlight (Eintritt frei).

Kilkenny Castle

Irlands Wahrzeichen

Am nächsten Tag führte uns unser Roadtrip zum Rock of Cashel. Es gilt als Sitz der Geister und Feen, wurde im 4. Jahrhundert errichtet und im 5. Jahrhundert durch St. Patrick zum Bischofssitz. Da der Rock of Cashel sehr bekannt ist, ist er auch entsprechend besucht. Wir haben vom Friedhof aus aber eine verfallene Ruine gesehen, zu der wir gegangen sind. Hier waren wir komplett allein und konnten die ehemalige Kirche bestaunen.

Rock of Cashel
Irland Ruine

Anschließend ging es zum Lough Gur. Dieser See ist eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten in Irland. Seit über 6000 Jahren haben dort Menschen gesiedelt. Am westlichen Ufer des Sees befindet sich der Steinkreis von Grange, der mit 45 Metern Durchmesser der größte Steinkreis in Irland ist.

Logh Gur Steinkreis
Logh Gur
Logh Gur

Am Lough Gur gibt es einen kleinen Spazierweg, der besonders für Familien zu empfehlen ist. Denn der Weg zum Aussichtspunkt wird durch kleine Feenhäuschen versüßt, die die Macher an Steinen und Bäumen gemalt oder durch kleine Türchen versteckt haben.

Logh Gur

Die Natur der Grünen Insel genießen

Der fünfte Tag unserer Rundreise durch Irland führte uns in den Killarney Nationalpark. Wir stellten unser Auto am Parkplatz nahe der Muckross Abbey ab und gingen an ihr vorbei und am Lough Leane vorbei hin zum Muckross House.

Killarney Nationalpark Muckross House

Von dort aus führt ein sehr gut ausgeschriebener Wanderweg zum Torc Wasserfall. Wir entschieden uns, den Muckross Lake auf unserem Rückweg zu umwandern. Ein kleines Stück mussten wir dazu an der Straße laufen (etwa 1 Kilometer), der restliche Weg führte uns aber vorbei an ruhigen Wanderwegen, auf denen uns auch nur vereinzelt andere Wanderer entgegen kamen. Die Gesamtlänge unseres spontan geschaffenen Rundwanderwegs ist etwa 12 Kilometer lang.

Killarney Nationalpark Torc Wasserfall

Am besten haltet ihr euch vom Wasserfall aus an den Schildern in Richtung Dinis Cottage. Von diesem Teehau aus einfach geradeaus weiter. Es gibt nur noch einen Hauptweg. Über diesen kommt ihr nach einigen Kilomtern vorbei an die Gabelung, von der aus wir vorher von der Abbey her zum Muckross House gebogen sind.

Killarney Nationalpark
Killarney Nationalpark

Nach einer kurzen Pause im Zimmer ging es für uns abends noch nach Killarney. Der Ort ist sehr touristisch und entsprechend teuer ist es dort auch, abends auszugehen. Dafür könnt ihr euch aber über viel Livemusik in den meisten Pubs und zahlreiche Straßenkünstler freuen.

Killarney Nationalpark

Entlang des Atlantik

Am nächsten Morgen geht unsere Rundreise durch Irland weiter. Startpunkt ist das Dunloe Gap, ein Gebirgspass mit sagenhafter Landschaft. Nachdem wir uns zunächst fast hätten abschrecken lassen, da einige Leute von den sehr engen Straßen berichtet hatten, wagten wir doch den Weg durch die Schlucht. Und wir wurden durchaus belohnt 🙂 15 Kilometer lang Natur pur, wunderschöne zerklüftete Landschaften und Schafe soweit das Auge reicht.

Dunloe Gap

Etwa in der Mitte des Passes fanden wir einen kleinen Parkplatz, von dem aus wir zu einem kleinen Wasserfall laufen. Er ist nur wenige Meter von der Straße entfernt, aber da wir früh unterwegs sind, sehen wir noch keine Menschenseele.

Dunloe Gap
Dunloe Gap

Als wir die Straße verlassen geht es über Kenmare nach Sneem. Von dort aus startet unsere Tour entlang des Ring of Kerry. Der Ring of Kerry ist eine wunderschöne Straße entlang des Atlantik mit zahlreichen Parkbuchten und Aussichtspunkten. Da wir unfassbares Glück mit dem Wetter haben, haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Ozean. An einigen Aussichtspunkten machen wir Halt und genießen den Ausblick. Wir wechselnd bei Waterville auf den Skelling Ring, der uns vorbei an einigen Ruinen nach Portmagee führt.

Ring of Kerry
Ring of Kerry

Einige hundert Meter vor dem Fischerdorf entdecken wir eine Abfahrt zu den Kerry Cliffs. Zwar stehen die Cliffs of Moher auch noch auf unserem Programm, aber da der Wetterbericht für die nächsten Tage Regen sagt, entscheiden wir uns, auf Nummer sicher zu gehen. Lieber zwei Klippen sehen als gar keine 🙂

Cliffs of Kerry

Auf den Cliffs of Kerry ist es sehr stürmisch, aber der Weg dorthin lohnt sich allemal. Ein toller Ausblick aufs Meer und gigantische Felsen, die aus dem Wasser ragen.

Cliffs of Kerry

Anschließend geht es für uns auf Valentia Island. Die elf Kilometer lange Insel gilt als Touristenhotspot, da es hier ebenfalls einige Aussichtspunkte und einen beeindruckenden Leuchtturm gibt. Daher entscheiden wir uns, über die Brücke dorthin zu fahren. Es gibt bei Knightstown auch eine Fähre, die kostet allerdings pro Überfahrt 8 Euro.

Irland Rundreise Valentia Island

An den Klippen

Aufgrund der Wettervorhersage, die sich noch mal um einen Tag verschoben hat, starten wir anders als geplant an Tag Nummer 7 vorbei an Kinvara zu den Cliffs of Moher.

Kinvara Castle

In Kinvara befindet sich das Dunguarie Castle direkt am Meer. Es ist ein so genanntes Turmhaus, das im 16. Jahrhundert errichtet wurde. Rund um das Castle führt ein kleiner Trampelpfad, nur wenige Meter weiter führt ein Weg entlang am Ufer, sodass wir uns das Gebäude noch aus anderen Blickwinkeln ansehen können.

Dann ist es endlich so weit: Wir kommen an die berühmten Cliffs of Moher. Dort wurde Harry Potter und der Halbblutprinz gedreht und ich hatte schon zuvor zahlreiche Bilder der bekanntesten Steilklippen des Landes gesehen. Unzählige Touristen sind dort unterwegs, weshalb wir uns entscheiden, direkt an den Klippen erst mal links abzubiegen und diese ein Stück entlang zu wandern. Sie erstrecken sich ingesamt über 8 Kilometer.

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher

Wir wandern bis zum Moher Tower, die eines Wachturms von Hag’s Head, einer ehemaligen Festung, die im frühen 19. Jahrhundert abgerissen wurde, um Baumaterial für einen Telegrafenturm zu erhalten.

Cliffs of Moher

Von dort aus geht es wieder zurück bis zum bekannten O’Briens Tower, dem Aussichtsturm nur wenige Meter vom offiziellen Eingang entfernt.

Städte bei unserer Rundreise durch Irland

Weiter ging es mit dem beschaulichen Dorf Adare, das als schönstes Dorf Irlands in unserem Reiseführer angepriesen worden war. Einige Reethäuser und zahlreiche Geschäfte befinden sich in dem Ort, der etwa 10 Kilometer von Limerick, unserem nächsten Ziel, entfernt liegt.

Adare

Limerick

Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Limerick sind King John’s Castle und St. Mary’s Cathedral. Das Schloss befindet sich an einer Stelle, an der bereits Wikinger im frühen 10. Jahrhundert ihre Befestigungsanlage hatten. Die Festung selbst wurde etwa 300 Jahre später errichtet.

Limerick

Galway

Die Hafenstadt Galway liegt direkt am Atlantik und ist ebenfalls ein sehr empfehlenswerter Ort. Fans von Pubs und hungrige Besucher finden sicherlich in der Quay Street etwas passendes. Denn hier reihen sich Lokal an Lokal.

Galway

Mein persönlicher Geheimtipp für Galway ist die dortige Kathedrale. Der riesige Bau ist überraschend neu. Er wurde erst 1965 geweiht und architektonisch ein echtes Highlight. Wunderschön glänzender Marmorboden, ein tolles Kirchenschiff mit Holzdecke und hohen Bögen und eine wunderschön beleuchtete Kuppel. Dort, wo sich heute die Kathedrale befand, war einst ein Gefängnis. Die Grundidee war es, aus einem Ort der Trauer einen der Freude zu machen. Die Kirche wurde übrigens auch von Papst Johannes Paul II. besucht.

Irland Galway Kathedrale
Irland Galway Kathedrale

Karstlandschaft im Westen

An unserem vorletzten Tag der Irland Rundreise ging es in den Burren, die Karstlandschaft im Westen Irlands nahe Galway. Auf den ersten Blick erinnert die Landschaft an diesem steinigen Ort an Bilder der Mondlandung. Große Felsen, kaum Pflanzen, viel Grau.

Burren Karstlandschaft Irland

Dabei ist die Landschaft dort alles andere als trist und langweilig. Neben alpinen und arktischen Pflanzen blühen dort im Sommer vereinzelt auch Orchideen. Grund dafür ist der einzigartige Boden.

Burren Karstlandschaft Irland

Unter den Steinplatten befindet sich ein Untergrundlabyrinth aus zahlreichen Höhlen und Gängen. Diese wurden und werden durch das Wasser geformt, das durch den Stein unter den Boden gelangt. Einige unterirdische Flüsse haben dort teils riesige Tunnel geformt. Ein Ort, von dem aus sich dieses unterirdische System bewundern lässt, ist das Aillwee Cave. Die Höhle südlich von Ballyvaughan wurde erst vor etwa 80 Jahren durch einen Zufall entdeckt. Der Bauer Jacko McGann, der seinem Hund, der einen Hasen verfolgte, hinterher lief, kam so in die Höhle. Erst 30 Jahre später erzählte er anderen von seinem Fund.

Untersuchungen begannen, Archäologen betragen die Höhle und fanden darin unter anderem Knochen eines Braunbären. Heute kann Aillwee Cave im Rahmen einer Führung besucht werden.

Aillwee Cave

An unserem letzten Tag stand für uns nur die Rückfahrt nach Dublin sowie die Rückgabe des Autos und der Flug nach Hause auf dem Programm. Alles in allem war unsere Rundreise durch Irland ein wunderschönes Erlebnis. Allein wegen der Landschaft lohnt sich ein Besuch.

Auf meiner Liste mit weiteren Sehenswürdigkeiten hatte ich noch Birr mit seinem historischen Teleskop und Kylemore Abbey stehen. Beides war als Puffer gedacht, sollten wir tatsächlich deutlich schneller als gedacht mit unserem Roadtrip sein. Solltet ihr einen der beiden Orte oder auch einen anderen besucht haben, schreibt doch gern einen Kommentar. Ich denke, es ist nicht nur für mich, sondern vielleicht auch für andere Leser des Blogs spannend zu erfahren, welche Orte ihr besucht habt.

Irland Rundreise

Ansonsten hoffe ich, euch hat der Beitrag gefallen und für euch ist auch der ein oder andere Tipp dabei.
Kerstin