Überblick Altmühlsee Vogelinsel Vögel

Vogelinsel Altmühlsee

Der Altmühlsee ist ein künstlich angelegter Stausee nahe Gunzenhausen. Dort befindet sich auch die Vogelinsel – ein wunderbarer Ort um die Natur zu beobachten und mehr über zahlreiche Vogelarten zu lernen.

Moos auf Holz

Eigentlich ist der Altmühlsee nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Als ich noch in Ansbach studiert habe, bin ich dort jedes Wochenende vorbei gefahren. Aber wie bei so vielen Dingen direkt vor der Haustür hat es auch mit der Vogelinsel am Altmühlsee etwas gedauert, bis ich es dorthin geschafft habe.

Vogelinsel Altmühlsee Holzbrücke

Der Altmühlsee

In den 70er Jahren kam das Bauvorhaben „Fränkisches Seenland“ auf. Dazu gehören sämtliche Stauseen südwestlich von Nürnberg, unter anderem der Brombachsee, der Altmühlsee und der Rothsee. Diese Seen entstanden, um die Wasserverteilung zwischen dem wasserreichen Südbayern und dem wasserarmen Norden auszugleichen. Diese Gegend zählt heute zu den bekanntesten Naherholungsgebieten um Nürnberg.

Überblick Altmühlsee Vogelinsel Vögel

Die Vögel auf der Vogelinsel

Schon von Anfang an wurde der Altmühlsee in ein Naherholungs- und ein Naturschutzgebiet aufgegleist. Dadurch konnten in dem beruhigten Bereich, einer über 200 Hektar großen Fläche, über 300 Vogelarten brüten und sich nach und nach ausbreiten. Neben bekannten Tieren sind auch weniger bekannte Vögel dort ansässig. An den verschiedenen Stationen, zum Beispiel am Aussichtspunkt, lässt sich einiges darüber lernen. Sämtliche Stationen sind interaktiv aufbereitet, dass sie auch für Kinder interessant sind.

Gänse Altmühlsee Vogelinsel

Wer mehr über die verschiedenen Vogelarten lernen möchte, sollte der nahe gelegenen LBV-Umweltstation einen Besuch abstatten.

Wie komme ich zur Vogelinsel am Altmühlsee?

Die Vogelinsel liegt unweit des Orts Muhr am See. Dort gibt es einen extra Parkplatz am Altmühlsee. Wir haben einen Parkplatz weiter in Richtung Gunzenhausen geparkt und haben den etwa 1,5 Kilometer langen Fußweg als Spaziergang genutzt.

Altmühlsee Aussichtsplattform

Grundsätzlich lässt es sich rund um den Altmühlsee wunderbar spazieren gehen oder Radfahren. Die beiden getrennten Rundwege sorgen dafür, dass weder Spaziergänger von Radfahrern gestört noch Radfahrer von Spaziergängern ausgebremst werden. Rund um den See gibt es einige Cafés und Restaurants und viele Freizeitmöglichkeiten wie Stand-Up-Paddling, Tretboot fahren, Beachvolleyball und vieles mehr.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Daisy Jones & The Six Buchcover

Buchrezension: Daisy Jones & The Six

Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug der besonderen Art. Es geht ins Amerika der 1970er Jahre. Und dabei folgen wir den Spuren der Band Daisy Jones & The Six – einer fiktiven Band, deren Geschichte Taylor Jenkins Reid in ihrem Buch erzählt.

Daisy Jones & The Six Taylor Jenkins Reid

Daisy Jones & The Six auf einem Blick

Daisy Jones & The Six ist ein Roman von Taylor Jenkins Reid und ist im Jahr 2020 im Ullstein-Verlag erschienen. Es hat 363 Seiten und beinhaltet auch die fiktiven Songtexte der Band.

Die Geschichte spielt in den USA und erzählt von der Gründung, dem Aufstieg und letztlich dem Zerfall der Rockband. Das besondere daran ist der Erzählstil, der an ein langes Interview erinnert. Sämtliche Charaktere des Buchs erzählen in chronologischer Reihenfolge ihre Version der Geschichte.

Daisy Jones & The Six Innenansicht

Worum gehts?

Die Band The Six gründet sich in den späten 60er Jahren. Zur selben Zeit startet Daisy Jones als Sängerin ihre Karriere. Nachdem Billy Dunne, der Frontmann der Band, auf Entzug war, schreibt er zahlreiche Songs. In den meisten davon geht es um seine Frau Camila.

Einen davon, Honeycomb, singen die Band und Daisy gemeinsam. Durch einige Änderungen ihrerseits wird das Lied ein Hit und sie gehen gemeinsam auf Tour. Nach diesem großen Erfolg beschließen sie, gemeinsam weiterzumachen. Davon ist nicht jeder in der Band begeistert; aber es ist der richtige Schritt, um ihre gemeinsame Karriere weiter voranzutreiben.

Dass sich die Band am Ende auflösen wird, ist kein Geheimnis. Das wird auch während des Buchs immer wieder vorweg genommen. Wie es letztlich dazu kam könnt ihr am besten selbst erfahren, indem ihr Daisy Jones & The Six lest.

Daisy Jones & The Six Buchcover

Meine Meinung

Als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug, war ich über das Interviewformat zunächst überrascht. Ich war mir nicht sicher, ob es gut lesbar ist und die Stimmung der Geschichte rüber kommt. Beim Lesen mag ich es nämlich, mich in eine Person einfühlen zu können. Und das geht für gewöhnlich einfacher, wenn diese eine Person die gesamte Geschichte erzählt – oder eben mit mehreren Protagonisten zusammen. Nichtsdestotrotz wurde ich positiv überrascht. Denn das Buch liest sich super leicht und schnell.

Die Geschichte gefiel mir sehr gut. Besonders das Ende hätte besser nicht gelingen können. Also lasst euch überraschen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Kerstin

Heimbachtal

Heimbachtalweg Greding

Ihr seid auf der Suche nach einem Wanderweg, der sich auch bei warmen Temperaturen super laufen lässt? Dann ist der Heimbachtalweg bei Greding ideal für euch. Denn der Großteil des sieben Kilometer langen Weges verläuft durch den schattigen Wald.

Heimbachtalweg Greding

Der Heimbachtalweg

Ausgangspunkt ist den Heimbachtalweg ist der Gasthof Bauer-Keller. Von hier aus führt links von der Gaststätte ein steiler Fußweg etwa 100 Höhenmeter bergauf. Schon nach wenigen Schritten merkt man, wie der Lärm der Autobahn deutlich leiser wird. Inmitten vom Grün ist es, als wäre man in einer völlig anderen Welt. Oben angekommen, habt ihr das „schlimmste“ aber schon überstanden: Denn der Weg verläuft bis auf sehr wenige Ausnahmen größtenteils eben.

Bildstock Heimbachtalweg

Der Heimbacher Bildstockweg – eine Kombinationsmöglichkeit

Dieser Teil des Wanderwegs kreuzt sich mit dem Heimbacher Bildstockweg. Der Weg ist vier Kilometer lang und lässt sich super mit dem Heimbachtalweg kombinieren. Er führt vorbei an zahlreichen Bildstöcken, Feldkreuzen und einer Grotte. Einige der Bildstöcke könnt ihr auf dieser Strecke bereits sehen.

Bildstockweg Heimbachtal

So geht’s weiter …

Sobald ihr am Fuß des Hanges angekommen seid, könnt ihr über den Trampelpfad direkt nach Heimbach laufen. Dort ist auch eine Einkehr möglich.

Wanderweg Greding

Ansonsten geht es hier nach rechts und langsam wieder bergaufwärts. Der gesamte Wanderweg ist sehr gut beschildert, wodurch es ein leichtes ist, ihm zu folgen. Hier geht ein kleineres Stück über die freie Flur, bevor es wieder in den Wald geht. Die letzten hundert Meter gehen parallel zur Straße, allerdings so weit im Grünen, dass man den Verkehr sehr gut ausblenden kann. An unserem Ausgangspunkt angekommen bietet sich die Gaststätter Bauer-Keller mit seinem Biergarten super für eine Brotzeit an. Oder ihr macht es wie wir und geht noch in die Stadt und gönnt euch dort ein leckeres Eis.

Für die Strecke von sieben Kilometern solltet ihr etwa 2,5 Stunden einplanen. Eine exakte Wegbeschreibung findet ihr auch auf der Website der Stadt Greding.

Ich wünsche euch viel Spaß auf eurer Wanderung und hoffe, dass euch der Weg genauso gut gefällt wie mir.
Kerstin

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Gunthildiskapelle Suffersheim

Inmitten von Grün sticht die weiße Gunthildiskapelle in Suffersheim förmlich hervor. Sie befindet sich im Schambachtal, zwischen Flemmmühle und dem Ort Suffersheim. Was auf den ersten Blick wie ein moderner Neubau wirkt, ist mit Geschichte verwoben.

Die Geschichte der Gunthildiskapelle

Beim Näherkommen sieht man bereits direkt daneben die Fundamente der ehemaligen St. Gunthildiskapelle. Die 11 Meter lange und 5 Meter breite Kapelle hat ihre Ursprünge wohl im 11. Jahrhundert, wurde über die Jahre hinweg aber immer weiter vergrößert und erweitert. Zuletzt war das Bauwerk wohl 15 Meter lang und 8 Meter breit und vermutlich mit Fresken bemalen. Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten lassen darauf schließen, dass es sich hier um einen großen Wallfahrtsort mit mehreren Gebäuden handelte.

Das „Schneckenhaus Gottes“

Der weiße Neubau direkt nebenan wurde 1995 fertiggestellt. Einheimische katholische und evangelische Christen nahmen sich dem Projekt an, weshalb die Kapelle ökumenisch geweiht ist. Seinen Beinamen „Schneckenhaus“ erhielt der Bau durch seine Form. Denn von oben betrachtet, ähnelt die Kapelle einem Ammoniten.

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Ein Blick in die Gunthildiskapelle Suffersheim

Zwölf Dachbalken stützen das schwere Legschieferdach und erinnern an die zwölf Apostel. Die zwölf ist auch eine wichtige Zahl, wenn man den Ambo in der Mitte der Kapelle betrachtet. Er ist von zwölf Säulen gestützt, die die zwölf Stämme Israels verkörpern sollen.

Auch eine Figur der heiligen Gunthildis darf hier nicht fehlen. Sie ist aus Juramarmor gefertigt, einem Stein, der in diesem Teil des Altmühltals Zuhause ist.

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Das Gunthildisbrünnlein

200 Meter westlich der Kapelle in Richtung Flemmmühle befindet sich die Gunthildisquelle. Durch die neue Einfassung, die ihr 2005 verpasst wurde, erinnert die Quelle heute mehr an ein Brünnlein. Um sie ranken sich zahlreiche Geschichten. Im Mittelalter wurde dem Wasser Heilkraft für Mensch und Vieh zugesprochen, wodurch zahlreiche Menschen hierher pilgerten, um sich Wasser aus der Heilquelle zu holen.

Aber Achtung: Das Wasser ist nicht so sauber, wie es aussieht und daher nicht zum Trinken geeignet!

Blüten im Frühjahr

Wandern zur Gunthildiskapelle

Euer Besuch der Kapelle lässt sich wunderbar mit einer Wanderung verbinden. Denn hier führen zahlreiche Wanderwege vorbei. Einer davon ist der Weißenburger Reichsstadtweg Nummer 7 (von Weißenburg über den Römerbrunnen bis nach Pappenheim). Ebenfalls sehr bekannt ist der Ökumenische Pilgerweg. Er führt von Eichstätt nach Heidenheim und lässt sich wunderbar in mehrere Etappen gliedern.

Wer eine nicht ganz so lange Wanderung im Sinn hatte, für den sind ist der Gundhildisweg (Nr. 6) die ideale Lösung. Er erstreckt sich über 15 Kilometer und dauert etwa 4,5 Stunden. Dabei kommt ihr auch am Römerbrunnen und der historischen Flemmmühle vorbei. Alternativ bietet sich der Ortswanderweg Pappenheim (Nr. 12) an. Er ist ebenfalls 15 Kilometer lang.

Kennt ihr noch andere Wanderwege rund um die Gunthildiskapelle Suffersheim oder weitere Orte, die man in der Gegend unbedingt besuchen sollte? Dann freue ich mich wie immer über euren Kommentar!
Kerstin

weltnah Magazin

Weltnah Magazin

Schon lange folge ich der lieben Sophia von Sophias-Welt auf sämtlichen Social Media Kanälen. Ich kenne sie von meiner Blogaktion „Einmal quer durch Deutschland“ aus dem Jahr 2017, bei der sie ihre Heimat Regensburg vorgestellt hat. Vor einiger Zeit erzählte sie auf Instagram von dem Weltnah Magazin, an dem sie gemeinsam mit Katja von WellSpaPortal arbeitet.

Was ist das Weltnah Magazin?

Das Weltnah Magazin ist ein nachhaltiges Magazin, das sich auf die Region südlich des Mains fokussiert. Die beiden arbeiten dabei nicht nur an einer digitalen, sondern auch an einer Print-Version. Vor allem letztere finde ich klasse und möchte sie daher unbedingt unterstützen.

Was genau die beiden sich beim Magazin gedacht haben, erfahrt ihr im Interview – und wie ihr sie unterstützen könnt wird weiter unten im Beitrag ebenfalls erklärt.

Interview mit Sophia und Katja

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Sophia: Wir kennen uns schon virtuell länger, ich glaube ich habe Katjas Blog schon in meiner Blog-Anfangszeit gesehen und seitdem immer mal wieder verfolgt. Wirklich persönlich kennengelernt haben wir uns dann, als ich im Januar auf Twitter nach einem Mitgründer / einer Mitgründerin für das Reisemagazin gesucht habe. Katja hat sich daraufhin bei mir gemeldet und wir haben uns dann in der Mitte unserer beiden Wohnorte in einem Café getroffen und gleich mal sechs Stunden geredet, geplant und uns ausgetauscht.

Woher kommt die Idee eines Magazins?

Sophia: Die Idee des Weltnah Magazins hatte ich letztes Jahr, nachdem ich im Sommer viele Magazine gelesen und mir irgendwann auch irgendwie mein eigenes kleines Magazin vorgestellt habe. Die Idee von einem Reisemagazin, welches seinen Schwerpunkt auf Slow Travel, regionale Reisen und Nachhaltigkeit hat, fand ich schon immer ansprechend und dann wurde es ziemlich schnell zu einem Traum von mir. Der sich ja jetzt ganz wunderbar erfüllt!

Katja: Das war eine Idee, die auch bei mir schon einige Zeit in der Schublade schlummerte. Durch Sophias Tweet wachgerüttelt war schnell klar: Gemeinsam haben wir unfassbar viele tolle Ideen, die wir zeitnah gemeinsam in die Tat umsetzen wollen.

Habt ihr euch bezüglich des Magazins aufgeteilt, sodass jeder seinen eigenen Themenbereich hat oder wie muss man sich eure Zusammenarbeit vorstellen?

Sophia: Eine strenge Trennung haben wir aber nicht, wir arbeiten in jedem Themenbereich zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Allerdings hat schon jeder irgendwie seinen Schwerpunkt.

So ist Katja für Themen wie „Genussvolle Kulinarik“ und „Ökologische Unterkünfte“ aufgrund bisheriger Postings tiefer im Thema, während Sophia aktuell mehr zum Thema „Nachhaltigkeit“ schreibt.

Was hat euer Magazin, was andere Magazine nicht haben?

Sophia: Puh.. Uns, würde ich sagen 😊 Nein, natürlich nicht nur das – wir wollen uns von anderen Magazin abheben, indem wir uns als GREEN REGIO GUIDE für Reiseregionen und Urlaubsorte abseits des Gewohnten, südlich des Mains bezeichnen.

Wir entdecken jede Region, jeden Ort und jedes Reiseziel von der grünen Seite und im Slow Travel Modus. Wir berichten im Magazin auch nur über Orte, die wir selbst oder Gastautoren bereist haben und verwenden eigene Bilder und Videos. Dazu kommt noch in Kürze unser eigener Weltnah Podcast, indem wir Interviewgäste einladen ihre besondere Reisen, liebste Reiseziele und ihre Heimat vorzustellen. Wir schauen hinter die Kulissen, treffen spannende Persönlichkeiten, suchen nach regionalen Handwerken, stellen lokale Gastronomie vor und finden viele Geheimtipps abseits des Gewohnten.

Ihr schreibt über Reisetipps südlich des Mains – wo kommt ihr beiden her und was findet ihr an der Region so besonders? Gibt’s einen absoluten Geheimtipp?

Sophia: Ich komme aus dem wunderschönen Regensburg im Herzen von Bayern und der Oberpfalz – also südlich des Mains 😉 Die Region bedeutet für mich Heimat – Bayern und Österreich sind schon immer meine liebsten Reiseziele gewesen und werden es auf unbestimmte Zeit auch noch bleiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und neben den bekannten Hotspots auch noch wunderschöne Naturschauplätze und Regionen, die relativ unbekannt, aber sehr sehenswert sind. Einen Tipp habe ich natürlich auch… im Bayerischen Wald bei St. Englmar gibt es die Nagelsteiner Wasserfälle. Zu den Wasserfällen führt ein wunderschöner Wanderweg mitten durch Wälder und an Dörfern vorbei und zeigt einem die sanfte Seite des Bayerischen Waldes.

Katja: Als kleiner Weltenbummler wohne ich seit über 20 Jahren in Oberbayern, genauer gesagt in Bad Tölz. Viele unterschiedliche Ecken unseres wunderschönen Planeten durfte ich bereits erleben, doch ein Gefühl von Heimat und echte Glücksmomente finde ich immer zuhause. Hier bin ich umgeben von Bergen, Wäldern und vor allem Seen. Auch wenn es kein echter Geheimtipp ist, ganz begeistert bin ich von den vielen unterschiedlichen Heilklimatischen Wanderpfaden im Tölzer Land.  Für mich bedeutet es, direkt vor der Haustüre starten und die Natur genießen.

Was ist euch bei euren EntdeckerTouren wichtig?

Sophia: Uns ist es wichtig wirklich Orte weit weg des Massentourismus zu entdecken und zu zeigen, damit auch viele andere reiselustige Menschen sehen was es für tolle Orte abseits der Touristen-Highlights wie Schloss Neuschwanstein gibt.

Wir wollen Geschichten hinter den Orten erfahren und von lokalen Anbietern erzählen. Ein bedeutender Teil hinter unseren Slow Travel Reisen spielt natürlich auch Nachhaltigkeit, das heißt auf die Anreise, die Reisesaison und die Art der Reise achten.

Euer Magazin gibt es sowohl als digitale als auch als analoge Print-Version. Wie oft plant ihr, eine neue Ausgabe zu veröffentlichen?

Sophia: Ja genau, unser Online-Magazin gibt es schon und die erste Print Ausgabe soll im Herbst 2020 erscheinen. Wir planen bis jetzt zweimal jährlich – einmal im Frühling und im Herbst – eine Ausgabe herauszubringen. Zugeschnitten auf die jeweilige Region.

Ihr sprecht davon, das Magazin nachhaltig bei einer regionalen Druckerei drucken zu lassen. Was bedeutet das, wie könnt ihr den „nachhaltigen“ Druck realisieren, worauf achtet ihr?

Sophia: Wir achten bei der regionalen Druckerei darauf, dass sie auf ihre eigene Umweltleistung achtet (z.B. Ressourcenschonung) und die Umweltbelastungen so gut wie möglich minimiert.

Nachhaltigkeit sollte für das Unternehmen auch eine Philosophie sein. Besonders wichtig ist für uns die Verwendung von umweltfreundlichem Papier mit einem Zertifikat/Siegel.

Worauf kann man sich bei dem Magazin am meisten freuen? Gibt’s schon ein paar erste Einblicke? 🙂

Sophia: Grafische Einblicke gibt es noch nicht 😉 Doch man kann sich schon über die Inhalte freuen – wir werden viele grüne Ausflugsziele mit einbeziehen und auch ein paar Regio Guides für wunderschöne Regionen erstellen, in welchen wir auch auf nachhaltige Projekte eingehen. Von meiner Seite aus kann ich verraten, dass es einige spannende Reiseziele im Bayerischen Wald geben wird!

Was sollte man sonst noch erwähnen?

Sophia: Als Abschluss habe ich nur ein großes Danke an dich, dass wir die Chance haben uns hier auf deinem wunderbaren Blog vorzustellen!

Wenn jemand die Idee unseres Magazins gut findet und vielleicht einen Blick hineinwerfen will, kann man einfach im Online Magazin stöbern. Für jeden, der sich auch für die Print Ausgabe unseres Magazins interessiert – das Magazin kann man sich auch als Dankeschön auf unserer Crowdfunding Kampagne aussuchen! Danke für das schöne Interview 😊

Und so könnt ihr das Weltnah Magazin unterstützen

Aktuell haben Sophia und Katja eine Crowdfunding-Kampagne am laufen, durch die sie die Veröffentlichung des ersten Printmagazins realisieren wollen. Unterstützen könnt ihr sie ganz einfach – wo und wie erfahrt ihr hier.

Ich selbst bin schon sehr gespannt auf das Magazin! Was denkt ihr darüber? Ich – und sicherlich auch Sophia und Katja – freuen uns auf eure Gedanken.
Kerstin

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Uhlberg

Wenn ihr euch im Altmühltal so richtig gruseln möchtet, ist der Uhlberg bestimmt das richtige für euch. Denn die St.-Ulrichs-Kapelle beziehungsweise deren Ruine auf der über 600 Meter hohen Bergkuppe gilt als Heimat von Geistern und zieht deshalb seit jeher zahlreiche Besucher an.

Der Uhlberg ist ein Ort, den ich schon lange vor dem Beginn meines Altmühltal-Blogs entdeckt habe. Da er aber so spektakulär und definitiv sehenswert ist, wurde es nun höchste Zeit für mich, ihn noch einmal zu besuchen um Fotos für euch zu schießen 🙂

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Die Geschichte hinter der Ruine

Unter den Grundmauern wird heute eine keltische Ringburg oder altgermanische Kultstätte vermutet. Grund dafür ist die Ausrichtung entlang astronomischer Sonnen- und Mondwendelinien.

Die eigentliche Kapelle wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut. Einige Quellen sprechen davon, dass es sich hier einst um einen Wallfahrtsort gehandelt haben soll. Danach verfiel das Gemäuer und wurde vergessen. Darüber, wann genau die Kapelle zerstört wurde, sind sich die Quellen ebenfalls nicht einig. Sicher ist jedoch: Es geschah während eines Krieges. Am wahrscheinlichsten sind daher der Bauernkrieg im 16. Jahrhundert oder der Dreißigjährige Krieg, der etwa 100 Jahre später stattfand.

Worüber man sich aber einig ist, ist, dass die Kapelle schon im Mittelalter eine wichtige Bedeutung hatte. Hier konnte ein Ablassbrief erkauft werden, weshalb die Pilger teilweise bis vom Allgäu zu Fuß zum Uhlberg pilgerten. Die Mondsichermadonna, die hier einst gestanden hatte, könnt ihr heute im Diözesanmuseum Eichstätt sehen.

Die Sage hinter dem Uhlberg

Um die Uhlbergskapelle ranken sich zahlreiche Sagen, Legenden und Geschichten. Eine davon handelt von der Glocke, die einst im Turm der Kapelle schlug. Sie soll mehrere hundert Meter weiter in einem Weiher versenkt worden sein. Schon oft wurde danach gesucht, sie konnte bislang aber nirgendwo gefunden werden.

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Eine andere, viel bekanntere Geschichte, erzählt von einem Mädchen, dem zwei Nonnen erschienen, die davon berichteten, dass das Kloster am Uhlberg wiederkehren soll, mit all seinen Schätzen. Da, wo der Altar stand, sol leine Fichte wachsen. Wenn der Baum gefällt und daraus eine Wiege geschnitzt wird, soll das Kind, das darin liegt, den Schatz des Klosters heben können. Tatsächlich wuchs hier einmal ein Baum, sogar eine Fichte. Sie wurde 1955 gefällt. Was damit passiert ist und ob daraus wirklich eine Wiege geschnitzt wurde, weiß aber niemand. Hinzu kommt, dass an der Stelle nie ein Kloster gewesen sein soll, sondern lediglich die Kapelle.

Eine andere Version handelt von einer weißen Frau, die bei Vollmond durch die Ruine wandert.

Hier war einst Treffpunkt einer evangelischen Sekte im 18. Jahrhundert. Heute treffen sich nachts oft zwilichtige Gestalten. Oft wird hier randaliert und es liegen am nächsten Tag leere Bier- und Schnapsflaschen herum. In den 90er Jahren war der Ort besonders verrufen. Hier wurde auch die Steinerne Madonna aus Wemding zertrümmert.

Tagsüber ist der Uhlberg aber ein wunderbar idyllischer, ruhiger Ort. Ideal für einen Ausflug und überhaupt nicht gruselig! 🙂

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Und so kommt ihr zum Uhlberg

Um die Ruinenkapelle zu besuchen, solltet ihr am besten von Treuchtlingen Richtung Auernheim fahren und nach etwa 6 Kilometern in Richtung Siebeneichhöfe abbiegen. Dort könnt ihr am Waldrand parken.

Da der Weg sehr schlecht beschrieben ist, solltet ihr am besten euer Smartphone mitnehmen. Damit findet ihr kinderleicht dorthin. Solltet ihr keinen Empfang haben: Am besten den Berg nach oben laufen und – sobald ihr oben angelangt seid – rechts abbiegen. Dann steht ihr eigentlich schon direkt vor der St.-Ulrichs-Kapelle.

Kennt ihr noch weitere sagenumwobene Orte im Altmühltal oder Bayern, zum Beispiel die Rumburg? Dann freue ich mich über euren Kommentar.
Kerstin

Daumenfelsen Schernfeld

Heute möchte ich dich an einen kleinen und kaum bekannten Aussichtspunkt führen: Den Daumenfelsen Schernfeld. Von hier aus hast du einen wunderbaren Blick auf das Altmühltal und Breitenfurt.

Daumenfelsen Schernfeld

Der Daumenfelsen hat seinen Namen durch die daumenartige Form, die nach vorne übers Tal ragt. Wie der Burgsteinfelsen bei Dollnstein oder die Zwölf Apostel ist die Felsformation ein toller Ort, um den Ausblick zu genießen.

Wie komme ich zum Daumenfelsen Schernfeld?

Am Sportplatz bei Schernfeld gibt es einige Parkplätze, von denen es sich leicht und schnell zum Daumenfelsen geht. Folge einfach der Straße weiter in Richtung Steinbruch. Nach einigen Metern stehst du vor einer Trockenrasen-Wiese. Ein Trampelpfad biegt nach links in ein kleines Waldstück. Von dort aus sind es nur noch wenige Schritte bis zum Aussichtspunkt.
Achtung: Hier gibt es keine Wegweiser.

Daumenfelsen Schernfeld

Unweit des Felsens liegt auf der anderen Seite von Schernfeld das Walderlebniszentrum. Besonders für Familien mit Kindern ein beliebtes Ausflugsziel. Was es im Ort sonst noch zu entdecken gibt, kannst du auf der Website der Gemeinde Schernfeld nachlesen.

Kennst du noch andere Aussichtspunkte, die den Blick auf die Altmühl und das Tal unvergesslich machen? Egal ob im oberen, mittleren oder unteren Altmühltal – ich freue mich auf deinen Tipp in den Kommentaren.
Kerstin

Grüner Topf Grösdorf Mühle

Grüntopf Grösdorf

Wenn ihr Karstquellen mögt, solltet ihr unbedingt den Grüntopf Grösdorf besuchen. Aus dieser Quelle tritt pro Sekunde über 140 Liter frisches Quellwasser zutage, das grünlich schimmert.

Grüner Topf Grösdorf Brunnen

Warum ist der Grüntopf grün?

Grund für diese grünliche Färbung sind Minerale, die aus dem Boden gespült werden, sowie die grünen Pflanzen im Quelltopf, die diese Wirkung intensivieren. Die Färbung des Wassers ist bei weitem nicht so intensiv wie beim Blautopf in Essing, aber dennoch sichtbar.
Die Quelle ist ein Naturdenkmal und ein bayerisches Geotop.

Ausblick Grüner Topf Grösdorf

Nach einem kleinen Auffangbecken von etwa 6 Metern Durchmesser fließt das Quellwasser etwa 300 Meter in einem schmalen Bach zur Altmühl. Dabei durchquert es ein historisches Mühlrad aus Holz. Eine malerische Idylle, die ich euch nur empfehlen kann! Besonders im Sommer, wenn es warm ist, ist dieser Ort am Wasser eine kleine Oase.

Grüner Topf Grösdorf
Grüner Topf Grösdorf

Der Grüntopf liegt am nördlichen Ortsrand von Grösdorf bei Kipfenberg, nahe des Gasthauses Zum Blauen Hecht. Kein Wunder, dass hier auch freie Trauungen im Grünen stattfinden. Wundert euch also nicht, wenn ihr bei eurem Besuch auf den ein oder anderen Hochzeitsgast trefft.

Grüner Topf Grösdorf

Falls ihr noch weitere Quellen dieser Art im Altmühltal kennt, freue ich mich über einen Tipp. Ansonsten bin ich natürlich wie immer gespannt, ob ihr diesen Ort bereits kanntet oder ob der Altmühltal-Tipp neu für euch ist. Schreibt mir doch!
Kerstin

Ritter Lo Malbuch

Ritter Lo

Kennt ihr schon Ritter Lo? Nein? Dann wird es höchste Zeit. Denn Ritter Lo ist vor allem für Kinder ein echtes Muss. Der kleine Ritter erkundet gemeinsam mit ihnen Nürnberg.

Was hat es mit Ritter Lo auf sich?

Darf ich vorstellen: Das ist Ritter Lo. Er kommt aus Nürnberg, mag Bogenschießen und Ritterturniere und am besten an seiner Heimatstadt gefällt ihm natürlich die Kaiserburg.

Darüber hinaus kennt sich der kleine Mann hervorragend in der Gegend aus. Egal ob Dutzendteich, Spielzeugmuseum oder Tiergarten: Mit dem Malbuch geht es auf eine Tour quer durch die Stadt. Dabei weiß der kleine Begleiter so einiges. Egal ob Berühmtheiten, Bräuche oder Spezialitäten des Orts. Alles ist liebevoll aufbereitet und mit leicht verständlichen, kurzen Texten, unterlegt.

Ritter Lo Malbuch

Was gibt es außer dem Malbuch?

Neben dem oben bereits erwähnten Malbuch mit 48 Seiten gibt es auch verschiedene Postkarten oder ein großes Ritter Lo Nürnberg Ausmalposter. So macht nicht nur malen Spaß, sondern die Kleinen lernen dabei noch etwas.

Wer mehr über diese tolle Idee erfahren möchte, schaut am besten auf der Website rund um Ritter Lo vorbei oder klickt auf Instagram. Denn dort erkundet der Ritter regelmäßig sein kunterbuntes Nürnberg.

Ritter Lo Malbuch

Gewinnspiel

Während der aktuellen Situation mit Corona ist es vor allem für Familien mit Kindern schwierig: Langsam gehen die Ideen aus. Umso glücklicher bin ich, dass Pari Mahroum, die Macherin der tollen Malbücher & Co., die Idee hatte, einige Exemplare rund um Ritter Lo für ein Gewinnspiel bereitzustellen.

Ritter Lo Gewinnspiel-Paket XXL
Ritter Lo Gewinnspiel-Paket XXL

Das könnt ihr Gewinnen:

  • Eines von zwei XXL-Ritter-Lo-Paketen, bestehend aus je einem Malbuch, einem Ausmalposter und einem Postkarten-Paket
  • Oder eines von zwei Postkarten-Paketen, um euren Lieben mal wieder zu schreiben
Ritter Lo Gewinnspiel-Paket Postkarten

Wie kann ich mitmachen?

Die Teilnahme ist ganz einfach – kommentiere diesen Beitrag (Achtung: Mailadresse für spätere Kontaktaufnahme nicht vergessen!) oder einen der dazugehörigen Gewinnspiel-Beitrage auf meiner Facebook– oder Instagram-Seite und folge mir dort. Schreibe im Kommentar, warum du dich über das XXL- oder Postkarten-Paket besonders freuen würdest.

Ich lose dann zwischen allen Teilnehmern die insgesamt vier Gewinner aus. Die Gewinner werden per Mail oder über den jeweiligen Teilnahme-Kanal von mir kontaktiert. Die Adresse, die ich dann erfrage, benötige ich lediglich für den Versand. Die Namen und Daten werden nicht zwischengespeichert.
Teilnahmeschluss ist Sonntag, 3. Mai 2020 um 18:00 Uhr.

Ich wünsche euch viel Spaß und drücke euch die Daumen!

Kerstin

Wernigerode Rathaus

Tipps für Wernigerode

Wernigerode im Harz ist bekannt für seine Fachwerkhäuser und das Schloss, das einen wunderschönen Ausblick über die Stadt ermöglicht. Kein Wunder, dass auch wir uns diesen Ort ansehen wollten.

Schloss Wernigerode

Das Schloss Wernigerode

Um ehrlich zu sein war das Schloss der Hauptgrund, wieso wir uns innerhalb unseres Urlaubs für einen Ausflug in die Stadt entschieden haben. Ich hatte es auf Instagram entdeckt. Es sah so malerisch aus, wie es dort mit seinen vielen Türmchen über dem mittelalterlich anmutenden Städtchen lag.

Schloss Wernigerode
Schloss Wernigerode

Geschichtliches

Im Mittelalter war das Schloss noch eine mittelalterliche Höhenburg, die vom Kaiser für seine Jagdausflüge genutzt wurde. Die Spuren des Baus gehen zurück ins 12. Jahrhundert. Nach und nach wurde das Gemäuer zu dem, was es heute ist: ein Schloss mit drei zugehörigen Garten- und Parkanlagen und einem großen Museum. Ein ausgesprochen großer Teil des Schlosses kann besichtigt werden, was den Besuch besonders spannend macht.

Schloss Wernigerode

Stadt Wernigerode

Nach unserer Erkundungstour ging es den Weg hinunter in die Stadt. Nach nur wenigen hundert Metern standen wir mitten im Zentrum Wernigerodes. Besonders sehenswert: Das Rathaus. Es entstand im 15. Jahrhundert und ist noch heute ein echter Hingucker. Rund um das Rathaus findet ihr zahlreiche Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen.

Vor dem Rathaus befindet sich der so genannte Wohltäterbrunnen. Das bunte Brünnlein ist uns sofort ins Auge gesprungen – hier gibt es viele Details zu entdecken. Der Brunnen wurde errichtet, um Bürger der Stadt zu ehren, die sich besonders verdient gemacht hatten.

Wernigerode Brunnen am Rathaus

Neben ein paar wunderschönen Fachwerkhäusern gibt es ein paar spezielle Gebäude in Wernigerode, die ihr gesehen haben solltet. Eines davon ist das Krummelsche Haus in der Breiten Straße. Die Fassade mit den Holzschnitzereien rund um die Fenster ist ein echter Eye-Catcher. Das Haus selbst stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Weitere Tipps in und um Wernigerode

Ihr habt noch andere tolle Ideen, was man in und um die Stadt unternehmen kann? Dann freue ich mich über euren Kommentar. Dasselbe gilt natürlich, wenn ihr einen der empfohlenen Orte schon besucht habt: Wie hat es euch gefallen? Würdet ihr es weiterempfehlen?

Ich freue mich darauf, von euch zu lesen!
Kerstin