Kastell Böhming

Wenn ihr euch schon länger für die Region rund um das Altmühltal interessiert, habt ihr sicher schon mitbekommen, dass es zahlreiche Bauwerke gibt, die auf die Römer zurückzuführen sind. Der Burgus bei Burgsalach, das Kastell bei Pfünz oder der Limesturm Erkertshofen sind nur einige Beispiele für eine Zeit, in der die Grenze des Römischen Reichs mitten durch Bayern führte. Ein weiteres ist das Kastell Böhming.

Kastell Böhming

Das Gebäude befindet sich nur unweit davon, wo heute die Kirche des Ortes steht. Daher finden sich direkt vor dem Gotteshaus einige Infotafeln zu den Spuren der Römer und den Böhminger Kastell.

Kastell Böhming

Das Kastell diente nicht nur zur Verteidigung der römischen Grenze, die nur unweit vom Kastell auf dem Pfahlbuck verlief. Auch den Übergang der Altmühl galt es zu überwachen, denn unweit des Kastells hatten sich Menschen angesiedelt, die die Kaufkraft der Soldaten schätzten und daher in ihrem kleinen Ort Märkte abhielten.
Durch den römischen Fortschritt geprägt hatten viele Wohnhäuser beheizbare Räume, es gab im Ort Thermen und Wirtshäuser und nachweislich auch einen kleinen Tempel.

Heute lässt sich der Zauber der Vergangenheit nur noch erahnen. Weder eine Ruine, noch eine Rekonstruktion finden sich hier. Ein Spaziergang rund um Böhming ist dennoch einen kleinen Ausflug wert. Zwischen Kipfenberg und Böhming beispielsweise gibt es eine schöne Mariengrotte, die in den 70er Jahren errichtet wurde. Ebenfalls empfehlenswert für Sport- und Actionfans: Am Talrand befindet sich ein Startplatz für Gleitschirmflieger.

Kennt ihr noch weitere Orte, an denen alte Kulturen ihre Spuren hinterlassen haben? Ich freue mich über Tipps – nicht nur im Altmühltal, sondern gern auch in Bayern oder ganz Deutschland!

Kerstin

Burg Kipfenberg und geografischer Mittelpunkt Bayerns

Dass das Altmühltal im Herzen Bayerns liegt, ist den meisten bekannt. Aber dass sich ganz in der Nähe der Burg Kipfenberg der geografische Mittelpunkt des Freistaats befindet vielleicht weniger.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns

1979 wurde vom Landesvermessungsamt München der Mittelpunkt Bayerns dort festgelegt. Seit 1980 schmückt ein Findling die Stelle. Seit letztem Herbst wurde die Stelle durch einen kleinen Aufenthaltsplatz mit Sitzöglichkeiten und eine Infotafel ergänzt.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns Kipfenberg

Die Burg Kipfenberg

Einige hundert Meter bergabwärts des geografischen Mittelpunkts steht die Burg Kipfenberg. Dorthin führt von Kipfenberg aus eine sehr enge, kurvige Straße und ein Wanderweg. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für ihre starke Befestigung bekannt. Aufgrund derer überstand sie den Bauern- und den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Burg Kipfenberg

Das Museum

Seit etwas mehr als 100 Jahren ist die Burg in Privatbesitz und zu großen Teilen bewohnt.
Die Vorburg ist jedoch dem Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseum vorbehalten. Neben der Geschichte des Limes erfährt man hier viel über das germanische Kriegergrab aus dem 5. Jahrhundert, das dort nachgestellt zu sehen ist. Außerdem gibt es hier ein Café und einen Museumsladen.

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, 2 Euro ermäßigt.
Wart ihr schon mal im Museum? Wie hat es euch gefallen? Und wie findet ihr den Mittelpunkt Bayerns? Habt ihr den bereits besucht?
Kerstin

Schloss Arnsberg

Auf einem 120 Meter hohen Steilfelsen trohnt Schloss Arnsberg. Die Ursprünge des Schlosses gehen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Heute befindet sich in der ehemaligen, restaurierten Vorburg ein Hotel mit Tagungsmöglichkeit und ein Schlossrestaurant.
Ihr könnt die Vorburg auch für Privatfeiern mieten.

Schloss Arnsberg

Was macht das Schloss Arnsberg aus?

Eigentliches Highlight ist allerdings die Hauptburg des Schlosses. Sie ist inzwischen nur noch als Ruine vorhanden und frei zugänglich.
Von hier aus hat man einen atemberaubenden Ausblick über das schöne Altmühltal und die Schlaufen des Flusses.

Schloss Arnsberg

Schloss Arnsberg

Schloss Arnsberg

Schon gewusst?

Wusstest du, das Teile der ursprünglichen Mauern von Schloss Arnsberg für den Bau von Schloss Hirschberg verwendet wurden? Ein solches Vorgehen war damals nicht unüblich, da sich so Arbeitszeit und Baukosten sparen ließen.

Schloss Arnsberg

Schloss Arnsberg

Wandern um Schloss Arnsberg

Direkt am Schloss vorbei führt der Schmetterlingsweg mit einer Länge von 11 Kilometern. Der Rundwanderweg lässt sich in etwa 3 Stunden gehen und führt auch durch Kipfenberg, wo es sich prima einkehren lässt.

Außerdem könnt ihr von hier aus auch zur Arndthöhle bei Attenzell wandern. Sie ist nur etwa 3 Kilometer entfernt und kann frei begangen werden.

Welche Orte in der Gegend kennt ihr sonst noch? Ich freue mich über eure Kommentare.
Kerstin

Arndthöhle Attenzell

Etwa 750 m nordöstlich von Attenzell entfernt liegt die Arndthöhle. 80 Stufen führen uns ins Herz der Höhle. Ganze 30 Meter tief ist sie – entstanden aus Karsthohlräumen.
Im Inneren hatte sich einst Karstwasser gesammelt, das die Höhle formte, bevor das Wasser durch zwei Abflusskamine entfloss.

Arndthöhle Attenzell

Zurück blieb die heute bekannte Arndthöhle, die unter Denkmalschutz steht. Betreten kann man sie dennoch – allerdings ohne Führung und auf eigene Gefahr.
Informationen zur Höhle liefert ein kleines Infoschild direkt vor der letzten Abzweigung zur Arndthöhle.
Rund um die Höhle ist ein Geländer angebracht, durch das man die Höhle von außen beobachten kann. Betonstufen führen dann ins Innere hinein.

Arndthöhle Attenzell

Arndthöhle Attenzell

Wenn ihr euch zu einem Ausflug entscheidet, vergesst auf keinen Fall eure Taschenlampe. Im Inneren der Höhle gibt es einiges zu entdecken.
Da es in der Arndthöhle auch im Sommer kühl bleibt, solltet ihr euch warm anziehen oder eine Jacke mitnehmen, wenn ihr auf Erkundungstour gehen wollt.

Arndthöhle Attenzell

Im Winter ist der Zutritt zur Höhle verboten, weil dort Fledermäuse überwintern. Auch die Höhlenspinne und Nachtfalter nennen die Arndthöhle ihr Zuhause.

Wie finde ich zur Arndthöhle Attenzell?

Der Weg zur Arndthöhle ist ab Attenzell an der Straße angeschrieben. Einen extra ausgewiesenen Parkplatz gibt es leider nicht, vielleicht könnt ihr aber in oder um Attenzell herum einen Parkplatz finden.
Der Besuch der Arndthöhle lässt sich auch super mit einer Wanderung kombinieren. Vielleicht ja nach Schloss Arnsberg oder entlang des Mühlenwegs?

Kerstin

Dinopark Denkendorf

Seit einiger Zeit hört man immer wieder davon: Nahe Denkendorf entsteht das größte Urzeit-Erlebnis Süddeutschlands . Im Dinopark Denkendorf lassen sich auf einem ca. 1,5 Kilometer langen Rundweg 80 lebensgroße, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltete Dinosaurier-Modelle bestaunen. Allesamt stammen aus einer Spezialfirma in Niedersachsen.

Dinosaurierpark Denkendorf im Altmühltal

Das bietet der Dinopark Denkendorf

Der Park ist für Groß und Klein ein Erlebnis. Viele Mitmachaktionen wie das Suchen nach Haifischzähnen oder das Ausgraben von Skeletten machen den Dinopark für Kinder und Familien zu einem echten Erlebnis. Zudem entsteht hier ein Spielplatz-Areal.
Es entsteht außerdem eine Ausstellungshalle, die vom Naturpark Altmühltal gestaltet wird, und den Dinopark bei jedem Wetter zu einem Erlebnis macht.
Durch den wissenschaftlichen Anspruch lernen Groß und Klein vieles über das Leben und Sterben der Dinosaurier.

Direkt vor dem Freiluftmuseum lässt es sich bequem parken – außerdem soll das Museum ab seiner Eröffnung mit dem Bus erreichbar sein. Wir freuen uns also jetzt erst recht auf den Sommer.

Update nach der Eröffnung

Nachdem der Dinopark Denkendorf nun schon einige Zeit besteht, würde es mich interessieren zu hören, wie euch die Attraktion gefällt. Ein tolles Ausflugsziel oder eher überzogener Hype? Ich freue mich über jeden Kommentar. Helft anderen Interessenten und Familien dabei, diesen Altmühltaltipp richtig einzuordnen. Danke für eure Unterstützung!
Kerstin
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Burgruine Rumburg

Sie ist schon von weitem zu sehen: die Burgruine Rumburg auf einem Berg bei Enkering. Obwohl die ehemalige Spornburg zu einem großen Teil verfallen ist, lässt sich bereits vom Tal aus erkennen, wie groß die Burg einst gewesen sein mag und welch wunderbarer Ausblick sich einen von dort oben bietet.

Aufgang Rumburg

Wann genau die Burg erbaut wurde, lässt sich heute leider nicht mehr sagen. Wahrscheinlich ist , dass sie im 14. Jahrhundert unter den Absbergern errichtet wurde und im Jahr 1540 brannte.
Aus finanziellen Gründen wurde baute man sie nicht wieder auf, weshalb sie noch heute eine Ruine ist. In den letzten Jahren wurde die Rumburg immer wieder saniert.

Ausblick Rumburg Enkering

Die Sage hinter der Burgruine Rumburg

Eine Sage erzählt von einem Pudel, dem man auf dem Weg zur Rumburg begegnet, wenn man in der Walpurgisnacht schweigend auf den Weg hinauf läuft. Angeblich hält dieser einen goldenen Schlüssel im Mund, der das Schloss einer Truhe öffnet, die bis zum Rand mit Gold und Edelsteinen beladen ist. Wer also am 30. April noch nichts vorhat: Auf zur Rumburg!

Rumburg Enkering

Von Enkering aus ist die Rumburg bereits gut zu erkennen. Biegt am besten die Rumburgstraße ein und folgt ihr bis zum Ende. Dort befinden sich Parkplätze. Von hier aus findet ihr durch einige Schilder problemlos auf die Burgruine Rumburg.

Kanntet ihr die Ruine schon? Kennt ihr noch weitere magische Orte im Altmühltal?
Kerstin

Wacholderheide

Bei Gungolding, etwa 10 Kilometer von Eichstätt entfernt befindet sich ein 70 Hektar großes Naturschutzgebiet: Die größte zusammenhängende Wacholderheide Bayerns und zugleich das älteste Naturschutzgebiet des Landkreises Eichstätt.
Das Gebiet befindet sich am nördlichen Hang des Altmühltals und prägt mit Wacholderheiden, wilden Rosen und Beeren das Landschaftsbild. Schon von weitem ist der Trockenrasen gut erkennbar.

Wacholderheide Gungolding

Die Entstehung dieser besonderen Landschaft geht zurück ins Mittelalter. Der Wald wurde gerodet, um eine Viehbeweidung zu ermöglichen, da die Flächen im Tal nicht groß genug waren. So blieben oft nur kleine Wacholderpflanzen stehen, die sich in den letzten Jahrhunderten ausgebreitet haben.

Die Wacholderheide ist eine Landschaftsform, die viel Pflege benötigt. Schafe beweiden das Gebiett, damit sich keine Pflanzen wie Bäume und Sträucher die Heide zurückerobern.

Was lässt sich mit Wacholder machen?

Wacholderbäume sind vielseitig verwendbar. Besonders beliebt sind ihre Zweige, um damit zu Fleisch und Wurst zu räuchern. Früher nutzte man den stark riechenden Rauch auch, um böse Mächte zu verdrängen. Wacholder gilt darüber hinaus als Heilmittel gegen Rheuma und Gicht. Auch als Gewürz und Wacholderschnaps findet die Pflanze immer wieder Verwendung.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin