Schloss Schönbrunn Denkendorf Altmühltal

Schloss Schönbrunn Altmühltal

Wenn ihr von Schloss Schönbrunn hört seid ihr geistig schon in Wien? Vollkommen falsch, denn im Altmühltal, genauer gesagt in Denkendorf, gibt es ein Schloss, das genau denselben Namen trägt. Das Wasserschloss ist ein kleiner Geheimtipp, vor allem weil sich das Gebäude im Privatbesitz befindet und daher nicht frei zugänglich ist.

Geschichte des Schlosses

Bis ins 15. Jahrhundert zurück gehen die Spuren des Schlosses, das bis 1875 auch schlichtweg „Prunn“ genannt wurde – somit nicht zu verwechseln mit der Burg Prunn ein Stück flussabwärts 🙂

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Hofgut stark zerstört und zu Beginn des 18. Jahrhundert in der heutigen Gestalt eines Schlosses wieder aufgebaut. Nur wenige Jahrzehnte später wurde das Gemäuer durch den Herzog von Leuchtenberg und Fürst von Eichstätt für die alljährlichen Jagden im Köschinger Forst gekauft. Diesen besonderen Status hielt das Gemäuer fast 40 Jahre inne, bis es seinen Besitzer erneut wechselte. Das Schloss Schönbrunn ging in die Familie von der Schulenburg über. Noch heute ist es im Privatbesitz dieser Familie.

Schloss Schönbrunn im Altmühltal besuchen

Das Schloss Schönbrunn im Altmühltal befindet sich direkt in der Ortseinfahrt nach Schönbrunn, wenn ihr die Ortschaft von Denkendorf aus befahrt, auf der linken Seite. Das prunkvolle Gebäude mit den malerischen Fensterläden könnt ihr sehen, sobald ihr um die Kurve gefahren seid und euch auf Höhe der Bushaltestelle befindet.

Da sich das Schloss im Privatbesitz befindet, ist leider nur ein Blick von außen auf das prunkvolle Gemäuer möglich. Laut der Website des Naturparks kann man das Schloss inklusive Kapelle und Garten und spätbarocken Wasserturm dennoch nach Anmeldung besichtigen. Ich selbst habe es mir noch nicht von innen angesehen, würde mich aber sehr über deine Eindrücke freuen. Hinterlass doch einfach einen Kommentar!
Kerstin

Limesbuche

Limesbuche

Kennt ihr eigentlich schon die Limesbuche bei Denkendorf / Gelbelsee? Dieser beeindruckende Baum wird hat ein geschätztes Alter von 350-500 Jahren und ist rund 32 Meter hoch. Der Durchmesser des Stamms liegt bei über zwei Metern.

Limesbuche

Was macht die Limesbuche so besonders?

Vielen von euch ist sicherlich die Bavaria-Buche ein Begriff. Dieser prachtvolle Baum nahe Pondorf musste 2013 leider gefällt werden, galt aber bis zu diesem Zeitpunkt als bekannteste Buche Deutschlands. Sie war häufig fotografiert worden – ein Künstler hatte sie sogar ein ganzes Jahr begleitet, um anhand des Baums den Verlauf eines Jahres zu dokumentieren. Grund für die Beliebtheit der Bavaria-Buche war sowohl ihre Optik als auch ihr hohes Alter.

Limesbuche

Die Limesbuche, die sich nur wenige Kilometer entfernt befindet, ist ebenfalls aufgrund ihres hohen Alters und ihrer Größe bemerkenswert. Außerdem handelt es sich auch bei diesem Exemplar um eine Rotbuche. Besonders macht sie aber zudem auch ihr Standort. Denn nur unweit des Baums verlief einst der Limes zwischen Denkendorf und Gelbelsee im so genannten Tala.

Limesbuche

Was kann man an der Limesbuche machen?

Hauptsächlich eines: Bewundern, staunen und die Natur genießen. Denn ein Ast, der vor mehreren Jahren von der Buche abgebrochen ist, dient heute als Picknickplatz. Direkt daneben befindet sich übrigens noch eine richtige Bank. Und von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Felder und den angrenzenden Wald. Somit ideal zum Kraft tanken und genießen.

Limesbuche

Wie komme ich zu diesem Baum?

Unweit des Limeswanderwegs befindet sich ein Abzweig, der ebenfalls mit dem Limeswanderweg-Schild gekennzeichnet ist. Dieser führt direkt zur Buche.

Buche Blätter

Wer es lieber komfortabel mag, kann auch mit dem Auto von Denkendorf nach Gelbelsee fahren. Etwa 100 Meter vor dem Ortseingang führt ein geteerter Weg, der übrigens auch sehr gut ausgeschildert ist, zur Limesbuche. Dort gibt es einige Parkplätze und von dort aus geht es nur noch wenige Schritte bergab. Natürlich lässt sich der Besuch der Buche auch mit einem Spaziergang kombinieren.

Warst du schon mal an der Limesbuche oder kennst einen anderen bemerkenswerten Baum? Dann freue ich mich über deine Ideen und Tipps in den Kommentaren.
Kerstin

Dinopark Denkendorf Altmühltal Bayern

Dinosaurier Museum Altmühltal

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Gigantische Kreaturen inmitten von Jahrhunderte alten Wäldern. Wer dabei an Jurassic Park denken muss, kennt den Dinopark Bayern noch nicht. Denn hier wird die Geschichte unserer Welt erlebbar.

Seit 2016 begeistert der Dinosaurier-Park Altmühltal in Denkendorf für die Giganten der Urzeit. Hier kann man mit der ganzen Familie auf Entdeckungsreise gehen. Denn dieser besondere Ort ist vor allem für Kinder ein echtes Erlebnis.

Dinosaurierpark Denkendorf Altmühltal Bayern

Was gibt es im Dinopark Bayern zu entdecken?

Der Dinopark ist ein ausgesprochen abwechslungsreicher Ort. Direkt beim Eingang in den Park befinden sich neben Museumsshop und Restaurant eine große Museumshalle, ein Spielplatz und ein spannendes Mitmach-Areal. Außerdem befindet sich im Herzen des Eingangsbereich ein ammonitförmiger Pavillon, der nicht nur weitere Erlebnisse in der Region präsentiert, sondern sich auch mit dem Urvogel Archaeopteryx beschäftigt. Das eigentliche Highlight ist aber der anderthalb Kilometer lange Rudnweg, der seine Besucher auf eine Rundreise durch verschiedenste Erdzeitalter nimmt.

Dinosaurierpark Denkendorf Altmühltal Bayern

Der Rundweg

Wir haben unseren Besuch der Dinowelt mit dem Rundgang begonnen. Dieser beginnt im Erdaltertum und wir können hier erste Dinosaurier aus weit vergangenen Zeiten entdecken. Über Trias und Jura werden die Bewohner der Erde immer größer und imposanter. Besonderes Highlight für mich ist eine interaktive Station, bei der sich herausfinden lässt, wie schnell man laufen kann. So drückt man beim Start des Rennens auf einen Buzzer und bestätigt seine Ankunft am Ziel ebenfalls damit.

Eine große Leuchttafel über der Rennstrecke zeigt dann an, wie schnell man war und mit welchem der Urzeitriesen sich diese Geschwindigkeit vergleichen lässt. Ein toller Spaß für Groß und Klein.

Etwa zur Hälfte des Rundwegs gibt es einen Wald-Biergarten mit Toiletten, Kiosk und einem großen Spielplatz. Ideal um den ersten Teil des Rundwegs Revue passieren zu lassen, bevor es über die Kreidezeit zur Erdneuzeit geht und man den ein oder anderen bekannten aus Filmen wie „Ice Age“ wieder entdeckt.

Dinosaurierpark Denkendorf Altmühltal Bayern

Die Dinosaurier wurden lebensgroß nachgebaut und sind vor allem deshalb so beeindruckend, weil man sich direkt daneben stellen kann. Das macht diese unglaublichen Dimensionen erst begreiflich.

Mitmach-Areal

Wem dieses Erlebnis noch nicht gereicht hat, kann sich beim Mitmach-Areal selbst auf Spurensuche machen. Dieser Ort ist ideal für Kinder, denn hier können sie versteinerte Haifischzähne, Mineralien und andere tolle Schätze entdecken. So wird jeder zum Fossiliensucher!

Dinopark Denkendorf Spielplatz Altmühltal Bayern

Museums-Halle

Dieser Ort versetzt ebenfalls Groß und Klein ins Staunen. Denn hier sind zahlreiche Fossilien und Versteinerungen untergebracht. Knochen von Flugsauriern, Versteinerungen aus dem einstigen Jurameer in Bayern und selbstverständlich auch das wichtigste Fossil überhaupt: der seltene Urvogel Archaeopteryx, warten hier darauf, bestaunt zu werden.

Als wir im Dinopark unterwegs waren, hatten wir darüber hinaus das Glück, „Rocky“ kennenzulernen. Rocky kommt aus den USA und hat dort als Tyrannosaurus Rex ein recht wildes Leben geführt. Darauf lassen zumindest die ein oder anderen Knochenbrücke oder sein verwegener schiefer Zahn schließen. Das besondere an Rocky ist, dass er das einzige Skelett eines Teenager-Tyrannosaurus weltweit ist. Einfach unglaublich, oder?

Dinopark Denkendorf Altmühltal Bayern

Den Dinopark Bayern besuchen

Neugierig geworden? Dann solltet ihr dem Dinopark schnellstmöglich einen Besuch abstatten. Er befindet sich nur wenige Autominuten von der Autobahn A9, Abfahrt Denkendorf, entfernt. Alle Infos zu Preisen, Öffnungszeiten und vielem mehr findet ihr auf der Website des Dinosaurierparks Altmühltal.

Ich freue mich darauf zu hören, wie es euch bei eurem Besuch gefallen hat!

Kratzmühlsee Altmühltal

Kratzmühlsee

Der Kratzmühlsee oder auch die Kratzmühle ist rund um Beilngries wohl einigen bekannt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst das erste Mal den Badesee besucht habe. Damals war ich noch nicht allzu lange in der Schule und mit einer Freundin und deren Mutter an einem Nachmittag dort.

Wie kommt der Kratzmühlsee zu seinem Namen?

Um zu verstehen, warum der See als Kratzmühle bekannt ist, muss man zunächst ins 8. Jahrhundert zurückblicken. Zu dieser Zeit war Pfraundorf, die Ortschaft direkt neben dem Kratzmühlsee, ein Adelslehen. Sie war als Kratzhausen bekannt. Der See hat seinen Namen also aus dieser Zeit.

Hier stand vermutlich schon damals eine Mühle direkt am Wasser. Diese wurde im 17. Jahrhundert umgerüstet, um neben Mehl mahlen auch Holz sägen zu können. Später, im 19. Jahrhundert, baute man die Mühle erneut um, um damit Strom zu erzeugen. Das heutige Altmühlwehr entstand 1927.

Kratzmühlsee Altmühltal

Was hat der Kratzmühlsee zu bieten?

Wie bereits erwähnt ist der Kratzmühlsee vor allem als Badesee bekannt. Kein Wunder, dass es vor Ort auch einen großen Parkplatz gibt. Durch Umkleidekabinen und sanitäre Einrichtungen ist der Pfraundorfer See, wie einige die Kratzmühle auch nennen, super ausgestattet. Rund um den See mit etwa zwei Kilometern Uferlinie gibt es auch einen Bolz- und einen Spielplatz für die Kleinen. Auch Tischtennisplatten stehen hier zur kostenlosen Verfügung.

Auch Angler haben am 700 Meter langen und 250 Meter breiten See gute Karten. Denn es gibt einen extra ruhigen Bereich zum fischen.

Wem das zu langweilig ist, der kann sich auch mit einem Boot auf den See wagen. Besonders zu empfehlen: Das Restaurant Kratzmühle bietet ein so genanntes Schicknick an. Hier erhaltet ihr einen Picknickkorb mit aufs Ruderboot und dürft euch beim Wiedereinkehren auf leckeren Kuchen und frischen Kaffee freuen. Auch ohne Bootsausflug ist das Restaurant zu empfehlen.

Kratzmühlsee Altmühltal

Übernachtem an der Kratzmühle

Direkt am Altmühlsee befindet sich auch ein Campingplatz, der besonders bei Touristen sehr beliebt ist. Hier finden sich neben zahlreichen Freizeitmöglichkeiten für groß und klein (zum Beispiel Volleyballfeld, Minigolfplatz, Kicker, und vieles mehr) auch Mietbäder, ein Aufenthaltsraum sowie ein Fahrrad- und Bootsverleih. Ideal, um das Altmühltal und die Gegend um Beilngries auf eigene Faust zu erkunden.

Kratzmühlsee bei schlechtem Wetter

Anders als viele von euch vielleicht denken, ist die Kratzmühle auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert. Neben einem tollen Spaziergang entlang des Sees ist vor allem das Technikmuseum einen Besuch wert.

Auf über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche könnt ihr euch quer durch die Techniklandschaft erkunden. Von einer Wasserturbineaus 1928, die noch heute läuft, bis hin zu Fahrzeugbau, Handwerk oder Elektrik findet ihr hier nahezu jedes Themengebiet. Ein toller Tipp vor allem für Familien mit Kindern.

Öffnungszeiten

Das Technikmuseum ist vom 1. April bis 31. Oktober mittwochs, samstags, sonntags und feiertags geöffnet. Während es an Sonn- und Feiertagen bereits um 10 Uhr seine Pforten öffnet, kann es mittwochs und samstags ab 14 bis 18 Uhr besucht werden. (Stand 2019)

Wie sieht für euch der ideale Tag an einem Badesee aus? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Kerstin

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

Menschen aus dem Altmühltal: Mevlüt Altuntas

Mit der neuen Altmühltaltipps-Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ möchte ich euch regelmäßig Leute aus der Region vorstellen. Den Anfang macht Mevlüt Altuntas, Hobbyfotograf aus Beilngries.

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

„Es gibt keinen Tag, an dem ich nichts mit Fotografie mache“, verrät mir Mevlüt bereits zu Beginn unseres Gesprächs. Schon in den 90er Jahren ist er zu seinem großen Hobby gekommen – und zwar durch die Schule. In der 8. Klasse hatte er den Fotokurs besucht und damit eine neue Leidenschaft für sich entdeckt.

Seitdem hat er sich zahlreiche Kameras und Objektive zugelegt und nie aufgehört, mit Belichtungszeit & Co. zu experimentieren. Doch genau die jahrelange Übung macht das aus, was man heute auf jedem seiner Fotografien sehen kann: Wunderschöne Momente, meist aufgenommen von seinem Lieblingsmotiv: Der Natur. Spektakuläre Sonnenuntergänge, atemberaubende Wolkenformationen oder anmutig fließendes Wasser – egal was Mevlüt fotografiert, eines liegt ihm dabei besonders am Herzen: Den Moment, den er einfängt, auch erlebt zu haben.

Heutzutage ist für viele Fotografen, egal ob sie hobbymäßig oder beruflich unterwegs sind, Composing ein Begriff. Das bedeutet das Austauschen einzelner Bildelemente um einen perfekten Eindruck zu zaubern, etwa indem man den Himmel in einem Bild austauscht um einen anderen Bildeindruck zu erschaffen. Obwohl Mevlüt diese Bearbeitung technisch faszinierend findet, hält er kritisch entgegen: „Leute, die ein Composing erstellen, haben den Moment, den sie zeigen, nie selbst erlebt und die Stimmung dabei gefühlt.“ Und das ist der Grund, weshalb er bei seiner Bildbearbeitung komplett darauf verzichtet – meiner Meinung nach eine sehr ehrliche und aufrichtige Einstellung zur Fotografie! 🙂

Neben der Natur fotografiert Mevlüt seit einigen Jahren übrigens auch Menschen – doch das am liebsten natürlich auch draußen.
Psst: Wenn ihr euch ein paar seiner Bilder ansehen wollt, findet ihr sie auf seiner Webseite Mev’s Buidl Galerie. Vorbeischauen lohnt sich!

Mevlüt Altuntas aus Beilngries

Hobbygrafen-Club Beilngries und Umgebung

Mevlüt hat gemeinsam mit seinem alten Schulfreund Rainer Mayer auch eine eigene Facebook-Gruppe. Der Hobbygrafen-Club Beilngries und Umgebung hat inzwischen fast 400 Mitglieder und ist entstanden, weil Mevlüt immer mehr Fragen rund um die Fotografie erhalten hat.

„Da dachte ich mir irgendwann, dass die Antworten auch für andere interessant sein könnten und habe die Gruppe gemeinsam mit Rainer eröffnet.“ Dort organisieren die beiden alles gemeinsam – von Gruppenevents und Ausflügen bis hin zum regelmäßigen Stammtisch. Während die Ausflüge entweder in der näheren Umgebung stattfinden oder auch mal übers Wochenende in Städte wie Prag oder auch in den Bayerischen Wald zur Wildtierfotografie führen, ist der Stammtisch in immer wechselnden Lokalitäten und freut sich wachsender Beliebtheit. „Während wir beim ersten Stammtisch nur 15-20 Leute waren, reservieren wir inzwischen Tische für 25-30 Leute.“ Durch das regelmäßige Treffen und den regen Austausch in der Gruppe, der vor allem durch sachliche Kritik und ein offenes Miteinander auf Augenhöhe geprägt sind, sind im Laufe der Zeit auch Freundschaften entstanden.
„Fotografie verbindet eben doch irgendwie.“

Mevlüts Lieblingsort im Altmühltal

Als ich Mevlüt nach seinem Lieblingsort in der Region frage, muss er nicht lang überlegen. „Der ist direkt vor meiner Haustür“, schmunzelt er und holt, um mir zu zeigen, was er damit meint, sein Handy aus der Tasche. Darauf zeigt er mir wunderschöne Naturaufnahmen, darunter auch die Silhouette eines sehr markanten Baums, Pferde auf dem Feld und eine malerisch schöne Baumreihe vor angefrorenen Feldern.

Beilngries und die Umgebung, besonders oben auf dem Berg, faszinieren ihn besonders. „Es gibt nichts schöneres als den Sonnenauf- oder -untergang von hier aus zu betrachten. Besonders spektakulär ist der Ausblick, wenn unten im Tal noch die Nebelschwaden hängen.“ Denn dann hat man den Eindruck, als würde man über einen weißen See aus Wolken auf die andere Seite des Tals blicken.

Ihr kennt noch andere interessante Menschen aus dem Altmühltal?

Dann freue ich mich auf eure Tipps – egal ob als Kommentar oder per Mail an mail@altmuehltaltipps.de. Bitte schreibt mir doch, wer diese Person ist, wie man sie erreichen kann und was sie so besonders macht. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch diese Person bald in der neuen Serie „Menschen aus dem Altmühltal“ vorgestellt!

Mehr Menschen aus dem Altmühltal

Du kannst gar nicht genug bekommen? Dann lies doch den Beitrag über die liebe Frau Bauch, die in Gaimersheim einen Kinderladen führt.

Kerstin

Berching

Berching

Nur wenige Kilometer nördlich von Beilngries liegt der malerische Ort Berching. Die Stadt gilt noch heute als mittelalterliches Juwel, vor allem durch die gut erhaltene Altstadtmauer mit ihren vier Stadttoren und dreizehn Türmen, die allesamt noch gut erhalten sind. Die Stadtmauer ist teilweise sogar begehbar.

Berching Heiligenstatue

1992 war die Eröffnung des Main-Donau-Kanals. Seitdem wuchs die touristische Bedeutung des Ortes. Denn direkt am Wasser lässt es sich wunderbar entspannen und es gibt eine Anlegestelle am Ort.

Berching

Der bekannteste Spross der Stadt

In Berching soll der Komponist und Musiker Christoph Willibald Gluck geboren worden sein. Dabei ist es umstritten, ob er im Ortsteil Erasbach oder im nur wenige Kilometer entfernten Weidenwang das Licht der Welt erblickte. Ganz egal, für welche Version man sich auch entscheidet: Berching ist damit die Geburtsstadt des Komponisten.

Aufgrund dieses prominenten Nachkommens gibt es in der Stadt ein eigenes Museum. Hier lässt sich die Geschichte der Musikers nachverfolgen. Sehr zu empfehlen ist auch der Gluck-Wanderweg (Wanderweg Nr. 3) mit einer Länge von etwa 6 Kilometern.

Berching

Natur rund um Berching

Nur eine kurze Wanderung von Berching entfernt befinden sich die Kalktuffterrasse Hoher Brunnen Sollngriesbach oder auch die Steinerne Rinne bei Erasbach. Beide Quellgebiete entstanden durch den hohen Kalkgehalt im Wasser und sind eine Sehenswürdigkeit, die ihr gesehen haben solltet.

Hoher Brunnen Berching

Kennt ihr noch weitere Orte in und um Berching, die die Leser von Altmühltaltipps kennen sollen? Dann hinterlasst sie doch mit eurem Kommentar, ich freue mich über eure Tipps.
Kerstin

Hoher Brunnen Berching

Hoher Brunnen Berching

Wer glaubt, grüne Oasen mit plätscherndem Wasser und in eigensinnigen Formationen gibt es nur im Film, irrt. Denn der Hohe Brunnen Berching liegt – zumindest für die Leute aus dem Altmühltal – direkt vor der Haustüre.

Hoher Brunnen Berching

Etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach, einem Ort nahe Berching, befindet sich im Wald der so genannte Hohe Brunnen. Dieses von der Natur geformte Gebilde ist ganze 40 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch. Von der Ferne betrachtet sieht es aus, als würde das Wasser über kleine Stufen nach unten plätschern.

Beim näheren Betrachten sieht man, dass es sich vorher in kleinen Becken auf den einzelnen Stufen ansammelt. Dabei ist das Wasser kristallklar kommt ganzjährig mit einer Temperatur von etwa 8 Grad aus der Gesteinsschicht. Der ideale Lebensraum für allerlei Tiere wie dem Bachflohkrebs oder der Quell-Köcherfliege. Vereinzelt findet man in der Gegend auch den Feuersalamander. Die Larven fühlen sich im klaren, sauerstoffreichen Quellwasser besonders wohl.

Wie ist der Hohe Brunnen Berching entstanden?

Diese Form von Gesteinsablagerungen nennt man Sinterterrassen oder auch Sinterstufen. Sie entstehen im fließenden, kalkhaltigen Gewässer durch ins Wasser gefallene Zweige oder Ästchen. Durch die Erwärmung des Wassers wird CO2 an die Luft abgegeben. Dadurch löst sich Kalk aus dem Wasser. Der Kalk umhüllt die oben genannten Ästchen und so bilden sich Barrieren im Bachlauf. Im Lauf der Zeit entstehen dadurch kaskadenartige, kleine Becken.

Hoher Brunnen Berching

Wie kann ich den Hohen Brunnen Berching finden?

Der beste und kürzeste Weg zum Hohen Brunnen führt über den Wanderweg Nr. 4. Er ist etwa 10 Kilometer lang und beginnt im schönen Berching. Wir gehen einige Meter am Main-Donau-Kanal entlang, bis wir durch Sollngriesbach hindurch wandern.

Hoher Brunnen Berching

Kurz darauf führt unser Weg in den Wald. Das macht ihn auch in den warmen Sommermonaten zu einem tollen Ausflugsziel. Der Rundwanderweg dauert etwa 3 Stunden. Anschließend lässt sich beim Ausgangspunkt Berching ideal in einer der zahlreichen Wirtschaften einkehren.

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Ähnliche Kalkformationen findest du im Kaisinger Tal oder an der Steinernen Rinne Wolfsbronn oder bei Rohrbach/Ettenstatt.

Solltest du noch weitere Naturphänomene in Bayern kennen, freue ich mich über deinen Kommentar 🙂
Kerstin

Marienklause Beilngries

Marienklause Beilngries

Nur etwa einen Kilometer von Beilngries entfernt, liegt ein fast vergessenes Stück Erde. Auf der Straße nach Hirschberg befindet sich linkerhand die Marienklause Beilngries – ein fast schon magischer Ort, abseits des großen Tourismus-Rummels, der zum Entspannen und Entdecken einlädt.

Marienklause Beilngries

Die Geschichte hinter der Marienklause Beilngries

Seit 1930 befindet sich an dieser Stelle eine gezimmerte kleine Kapelle mit Türmchen und einer Kniebank vor dem Altar. Ursprünglich stand das erste Gebäude dort schon 1906, wurde dann aber durch den aktuellen Bau ersetzt. Das besondere an diesem Ort ist aber nicht das rustikal wirkende Gebäude, sondern die Anlage drum herum.

Denn eine kleine Quelle sprudelt nur wenige Meter entfernt und sorgt für wunderschöne Kalktuffterrassen, ähnlich derer im nur wenige Kilometer entfernten Kaisinger Tal.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie entstehen Kalktuffterrassen?

Kleine, vermooste Treppchen sorgen für zahlreiche kleine Wasserfälle. Diese grüne Oase entstand über Jahre hinweg durch den hohen Kalkgehalt des Wassers. Dieser lagert sich an den Rändern ab und sorgt so, gemeinsam mit einigen Algen, für die charakteristischen Stufen. Das Tolle daran: Die Kalktuffterrassen wachsen immer weiter und werden in einigen Jahrzehnten anders aussehen wie sie es jetzt tun.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie komme ich zur Marienklause Beilngries?

Um die Marienklause zu besuchen, gibt es mehrere Wege. Sehr zu empfehlen ist der Benediktinerwanderweg von Beilngries aus. Nachdem ihr den Main-Donau-Kanal überquert habt, ist es nicht mehr weit bis zu diesem traumhaften Ort. Folgt einfach den Schildern mit der Nummer 1. Der gesamte Wanderweg erstreckt sich über 17 Kilometer und hat eine Gehzeit von etwa 5 Stunden. Großes Ziel hier ist das Kloster Plankstetten. Alle Infos zum Rundweg findet ihr hier.

Marienklause Beilngries

Selbstverständlich könnt ihr in der Nähe der Marienklause auch parken. Verlasst Beilngries über die Hirschberger Straße. An der T-Kreuzung angekommen befindet sich direkt gegenüber ein kleiner Parkplatz. Bitte achtet darauf, den Waldweg nicht zu verstellen.

Von hier aus überquert ihr die Straße nach schräg rechts und seid direkt an der Marienklause.

Was hat es mit den Traumfängern auf sich?

Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Betritt man die Marienklause vom Wanderweg Beilngries her kommend, befinden sich an den Bäumen einige selbstgebastelte, bunte Traumfänger.

Wisst ihr, was es damit auf sich hat? Meine persönliche Vermutung ist, dass sie mit dem Projekt des Verschönerungsvereins zu tun haben, der die Marienklause vor einiger Zeit wieder vorzeigbar hergerichtet und gestaltet hat. Falls ihr dazu aber mehr wisst, fände ich es super, wenn ihr einen Kommentar hier lässt und mich aufklärt 🙂

Schon mal danke und euch viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Chinesenfasching Dietfurt

Chinesenfasching Dietfurt

Vor einiger Zeit hat Marco von 336 Geschichten zu seiner ersten Blogparade aufgerufen. Er selbst bloggt seit über 10 Jahren und schreibt Geschichten aller Art. In seiner Blogparade hat er dazu aufgerufen, zum Thema „Ich bin lokal – ich schreib regional“ zu bloggen.

Da Altmühltaltipps ein sehr regionaler Blog ist, sind die Beiträge hier oft an Orte, Bräuche und Personen aus der Gegend geknüpft. Anlässlich der Blogparade möchte ich euch den Dietfurter Chinesenfasching vorstellen. Ein Thema, das durch die Faschingszeit sehr aktuell ist.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Was hat es mit dem Chinesenfasching Dietfurt auf sich?

Am 28. Februar 2019 ist es wieder so weit: Unsinniger Donnerstag. Der Tag, an dem die Chinesen in Dietfurt Einzug halten. Um 2 Uhr morgens beginnt der besondere Tag der Dietfurter. Maskierte laufen durch die Stadt und wecken mit ihren Rufen die Stadtbevölkerung.
Ab 13:00 Uhr kommen auch die ersten Auswärtigen in die Stadt. Dieses Jahr bringt DJ Mike Checkoff Stimmung in die Feiernden und verkürzt die Wartezeit auf den ersten Höhepunkt des Tages. Denn um 14:00 Uhr startet ein riesiger Faschingsumzug im China-Stil mit rund 50 Wägen und zahlreichen Musikkapellen.
Anschließend findet am Rathaus die allbekannte Podiumsgaudi statt.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Der Chinesenfasching ist ein echtes Highlight des Altmühltaler Faschings. Kein Wunder, dass jedes Jahr mehrere tausend Besucher zum Chinesenfasching kommen. Eine Veranstaltung, die deutschlandweit übrigens einzigartig ist.

Was viele Leute aus der Region nicht wissen: Mit dem Rußigen Freitag ist der Chinesenfasching lang noch nicht vorbei. Erst zum Kehraus am Faschingsdienstag findet der Chinesenfasching sein Ende. Traditionell wird hierfür eine lebensgroße Faschingspuppe am Chinesenbrunnen in Brand gesetzt. Zum Abschluss erklingt die Chinesenhymne ein letztes Mal – ein Lied, das man in den Dietfurter Straßen zur Faschingszeit sehr oft hören kann.

Der Beginn der Chinesenregentschaft ist übrigens wie in allen Orten der 11. November des Vorjahres.

Wieso Chinesenfasching?

Hinter dem Brauch steckt eine alte Geschichte. Der Eichstätter Fürstbischof sandte einen Kämmerer nach Dietfurt, um Abgaben zu kassieren und um nach dem Rechten zu sehen. Die Dietfurter Bevölkerung wusste über das Vorhaben Bescheid und verschlossen die Stadttore. Der Kämmerer musste erfolglos nach Eichstätt zurückkehren und verkündete dem Bischof, dass die Dietfurter ihm wie Chinesen vorkämen, die sich hinter ihrer Mauer verschanzten.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Der Chinesenfasching wie wir ihn heute kennen erstand wohl erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dort trat zum Fasching erstmals eine Blaskapelle mit dem Namen „Chinesen“ in entsprechenden Kostümen auf.
Nach dem Dritten Reich wurde der Brauch wieder aufgenommen. 1954 wurde der erste Kaiser, Ma-Ler-Gie, von der Bevölkerung gewählt. Seitdem gibt es jedes Jahr einen Kaiser, der ähnlich den klassischen Faschingsprinzen und –prinzessinnen über das wilde Treiben herrscht. Dabei haben die Kaiser allerdings eine längere Amtszeit. Mit 23 Jahren ist Boo-Dah-Washy der Kaiser, der wohl am längsten regierte. Fu-Gao-Di führt dieses Jahr zum zweiten Mal den Chinesenfasching an.

Apropos: Das Motto des diesjährigen Chinesenfaschings lautet „Fu-Gao-Di, unser Regent, sucht das bayerisch-chinesische Supertalent“.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Höhlenkundlicher Weg

Höhlenkundlicher Weg / Mühlbachquelle bei Dietfurt

Mitte Januar habe ich euch vom Edelbach in Eichstätt berichtet. Eine ähnliche Quelle mit nachgewiesenem unterirdischen Wasserlabyrinth und Tropfsteinen befindet sich bei Dietfurt: Die Mühlbachquelle. Dort waren wir vor einiger Zeit unterwegs und haben über den Höhlenkundlichen Weg die Gegend erforscht.
Was die Quelle so besonders macht und warum ihr den Rundweg unbedingt selbst gehen solltet, lest ihr hier 🙂

Höhlenkundlicher Weg

8 Kilometer und 15 Stationen führen durch den Höhlenkundlichen Weg, einen Schlaufenweg des Jurasteigs (Schlaufe 6). Je nachdem, wie schnell ihr zu Fuß seid, solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen.

Die Mühlbachquelle Dietfurt

Startpunkt ist die kleine Ortschaft Mühlbach bei Dietfurt. Direkt hinter der Kirche von Mühlbach sprudelt die Quelle auf einem umzäunten Privatgrundstück. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein unscheinbarer, aber ungewöhnlich blauer Teich, ist das Ende eines unterirdischen Bachlaufs, der in eben dieser Quelle, der Mühlbachquelle, endet.

Höhlenkundlicher Weg

Danach geht es erst mal steil bergauf. Aber nicht entmutigen lassen, sobald ihr es erst mal nach oben geschafft habt, verläuft der Weg relativ ebenerdig. Oben angekommen erwarten uns die nächsten Stationen. An nahezu allen Tafeln sind Fotos davon angebracht, wie es unter der Erde aussieht. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen von Forschungsarbeiten und zeigen neben dem Donnerdom, einen eindrucksvollen unterirdischen Wasserfall, auch Tropfsteine und einen 300 Meter langen unterirdischen See.

Höhlenkundlicher Weg

Höhlenkundlicher Rundweg: Dolinen

Aber auch oberhalb der Erdoberfläche bietet der Höhlenkundliche Rundweg kleine Highlights. Besonders eindrucksvoll: riesengroße, eingestürzte Dolinen am Wegesrand, an denen sich der Wasserablauf hervorragend erahnen lässt.

Ein weiteres kleines Highlight: Der Ausblick von dem Plateau auf Mühlbach. Hier gibt es auch eine kleine Parkbank, an der sich selbst mitgebrachtes Essen und Trinken bei schönem Ambiente verzehren lassen. Ein Picknick mit Wow-Faktor, quasi 🙂

Höhlenkundlicher Weg

Der Rundweg ist auch für Kinder gut geeignet, da es viele Erlebnisstationen gibt, an denen man viel lernen kann. Wie klettern die Höhlenforscher durch die engen Felsspalten und wie kommunizieren sie miteinander? All diese Fragen beantworten sich die Kinder spielerisch selbst, denn an den einzelnen Stationen lässt sich alles ausprobieren.

Höhlenkundlicher Weg

Alles in allem ein sehr empfehlenswerter, super ausgeschildeter Rundweg, auf dem Jung und Alt viel lernen können. Falls ihr jetzt schon nicht mehr abwarten könnt und gleich sehen wollt, wie es unterhalb des Wanderwegs aussieht: Klickt doch auf der Homepage der Mühlbachquellhöhle vorbei. Tolle Infos rund um den Mühlbach und das Höhlensystem warten hier auf euch.

Ich freue mich immer über weitere Altmühltal-Tipps. Zwar ist meine Liste mit Orten, die ich gern besuchen möchte inzwischen sehr lang, aber wenn ihr noch weitere Quellen oder interessante Rundwege kennt, freue ich mich über euren Geheimtipp 😉
Und wenn ihr selbst schon die Mühlbachquelle besucht habt oder auf dem Höhlenkundlichen Weg unterwegs gewesen seid, freue ich mich natürlich auch über eure Meinung 🙂

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Entdecken 🙂
Kerstin