Überblick Altmühlsee Vogelinsel Vögel

Vogelinsel Altmühlsee

Der Altmühlsee ist ein künstlich angelegter Stausee nahe Gunzenhausen. Dort befindet sich auch die Vogelinsel – ein wunderbarer Ort um die Natur zu beobachten und mehr über zahlreiche Vogelarten zu lernen.

Moos auf Holz

Eigentlich ist der Altmühlsee nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Als ich noch in Ansbach studiert habe, bin ich dort jedes Wochenende vorbei gefahren. Aber wie bei so vielen Dingen direkt vor der Haustür hat es auch mit der Vogelinsel am Altmühlsee etwas gedauert, bis ich es dorthin geschafft habe.

Vogelinsel Altmühlsee Holzbrücke

Der Altmühlsee

In den 70er Jahren kam das Bauvorhaben „Fränkisches Seenland“ auf. Dazu gehören sämtliche Stauseen südwestlich von Nürnberg, unter anderem der Brombachsee, der Altmühlsee und der Rothsee. Diese Seen entstanden, um die Wasserverteilung zwischen dem wasserreichen Südbayern und dem wasserarmen Norden auszugleichen. Diese Gegend zählt heute zu den bekanntesten Naherholungsgebieten um Nürnberg.

Überblick Altmühlsee Vogelinsel Vögel

Die Vögel auf der Vogelinsel

Schon von Anfang an wurde der Altmühlsee in ein Naherholungs- und ein Naturschutzgebiet aufgegleist. Dadurch konnten in dem beruhigten Bereich, einer über 200 Hektar großen Fläche, über 300 Vogelarten brüten und sich nach und nach ausbreiten. Neben bekannten Tieren sind auch weniger bekannte Vögel dort ansässig. An den verschiedenen Stationen, zum Beispiel am Aussichtspunkt, lässt sich einiges darüber lernen. Sämtliche Stationen sind interaktiv aufbereitet, dass sie auch für Kinder interessant sind.

Gänse Altmühlsee Vogelinsel

Wer mehr über die verschiedenen Vogelarten lernen möchte, sollte der nahe gelegenen LBV-Umweltstation einen Besuch abstatten.

Wie komme ich zur Vogelinsel am Altmühlsee?

Die Vogelinsel liegt unweit des Orts Muhr am See. Dort gibt es einen extra Parkplatz am Altmühlsee. Wir haben einen Parkplatz weiter in Richtung Gunzenhausen geparkt und haben den etwa 1,5 Kilometer langen Fußweg als Spaziergang genutzt.

Altmühlsee Aussichtsplattform

Grundsätzlich lässt es sich rund um den Altmühlsee wunderbar spazieren gehen oder Radfahren. Die beiden getrennten Rundwege sorgen dafür, dass weder Spaziergänger von Radfahrern gestört noch Radfahrer von Spaziergängern ausgebremst werden. Rund um den See gibt es einige Cafés und Restaurants und viele Freizeitmöglichkeiten wie Stand-Up-Paddling, Tretboot fahren, Beachvolleyball und vieles mehr.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Heimbachtal

Heimbachtalweg Greding

Ihr seid auf der Suche nach einem Wanderweg, der sich auch bei warmen Temperaturen super laufen lässt? Dann ist der Heimbachtalweg bei Greding ideal für euch. Denn der Großteil des sieben Kilometer langen Weges verläuft durch den schattigen Wald.

Heimbachtalweg Greding

Der Heimbachtalweg

Ausgangspunkt ist den Heimbachtalweg ist der Gasthof Bauer-Keller. Von hier aus führt links von der Gaststätte ein steiler Fußweg etwa 100 Höhenmeter bergauf. Schon nach wenigen Schritten merkt man, wie der Lärm der Autobahn deutlich leiser wird. Inmitten vom Grün ist es, als wäre man in einer völlig anderen Welt. Oben angekommen, habt ihr das „schlimmste“ aber schon überstanden: Denn der Weg verläuft bis auf sehr wenige Ausnahmen größtenteils eben.

Bildstock Heimbachtalweg

Der Heimbacher Bildstockweg – eine Kombinationsmöglichkeit

Dieser Teil des Wanderwegs kreuzt sich mit dem Heimbacher Bildstockweg. Der Weg ist vier Kilometer lang und lässt sich super mit dem Heimbachtalweg kombinieren. Er führt vorbei an zahlreichen Bildstöcken, Feldkreuzen und einer Grotte. Einige der Bildstöcke könnt ihr auf dieser Strecke bereits sehen.

Bildstockweg Heimbachtal

So geht’s weiter …

Sobald ihr am Fuß des Hanges angekommen seid, könnt ihr über den Trampelpfad direkt nach Heimbach laufen. Dort ist auch eine Einkehr möglich.

Wanderweg Greding

Ansonsten geht es hier nach rechts und langsam wieder bergaufwärts. Der gesamte Wanderweg ist sehr gut beschildert, wodurch es ein leichtes ist, ihm zu folgen. Hier geht ein kleineres Stück über die freie Flur, bevor es wieder in den Wald geht. Die letzten hundert Meter gehen parallel zur Straße, allerdings so weit im Grünen, dass man den Verkehr sehr gut ausblenden kann. An unserem Ausgangspunkt angekommen bietet sich die Gaststätter Bauer-Keller mit seinem Biergarten super für eine Brotzeit an. Oder ihr macht es wie wir und geht noch in die Stadt und gönnt euch dort ein leckeres Eis.

Für die Strecke von sieben Kilometern solltet ihr etwa 2,5 Stunden einplanen. Eine exakte Wegbeschreibung findet ihr auch auf der Website der Stadt Greding.

Ich wünsche euch viel Spaß auf eurer Wanderung und hoffe, dass euch der Weg genauso gut gefällt wie mir.
Kerstin

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Gunthildiskapelle Suffersheim

Inmitten von Grün sticht die weiße Gunthildiskapelle in Suffersheim förmlich hervor. Sie befindet sich im Schambachtal, zwischen Flemmmühle und dem Ort Suffersheim. Was auf den ersten Blick wie ein moderner Neubau wirkt, ist mit Geschichte verwoben.

Die Geschichte der Gunthildiskapelle

Beim Näherkommen sieht man bereits direkt daneben die Fundamente der ehemaligen St. Gunthildiskapelle. Die 11 Meter lange und 5 Meter breite Kapelle hat ihre Ursprünge wohl im 11. Jahrhundert, wurde über die Jahre hinweg aber immer weiter vergrößert und erweitert. Zuletzt war das Bauwerk wohl 15 Meter lang und 8 Meter breit und vermutlich mit Fresken bemalen. Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten lassen darauf schließen, dass es sich hier um einen großen Wallfahrtsort mit mehreren Gebäuden handelte.

Das „Schneckenhaus Gottes“

Der weiße Neubau direkt nebenan wurde 1995 fertiggestellt. Einheimische katholische und evangelische Christen nahmen sich dem Projekt an, weshalb die Kapelle ökumenisch geweiht ist. Seinen Beinamen „Schneckenhaus“ erhielt der Bau durch seine Form. Denn von oben betrachtet, ähnelt die Kapelle einem Ammoniten.

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Ein Blick in die Gunthildiskapelle Suffersheim

Zwölf Dachbalken stützen das schwere Legschieferdach und erinnern an die zwölf Apostel. Die zwölf ist auch eine wichtige Zahl, wenn man den Ambo in der Mitte der Kapelle betrachtet. Er ist von zwölf Säulen gestützt, die die zwölf Stämme Israels verkörpern sollen.

Auch eine Figur der heiligen Gunthildis darf hier nicht fehlen. Sie ist aus Juramarmor gefertigt, einem Stein, der in diesem Teil des Altmühltals Zuhause ist.

Gunthildiskapelle Suffersheim Schambachtal

Das Gunthildisbrünnlein

200 Meter westlich der Kapelle in Richtung Flemmmühle befindet sich die Gunthildisquelle. Durch die neue Einfassung, die ihr 2005 verpasst wurde, erinnert die Quelle heute mehr an ein Brünnlein. Um sie ranken sich zahlreiche Geschichten. Im Mittelalter wurde dem Wasser Heilkraft für Mensch und Vieh zugesprochen, wodurch zahlreiche Menschen hierher pilgerten, um sich Wasser aus der Heilquelle zu holen.

Aber Achtung: Das Wasser ist nicht so sauber, wie es aussieht und daher nicht zum Trinken geeignet!

Blüten im Frühjahr

Wandern zur Gunthildiskapelle

Euer Besuch der Kapelle lässt sich wunderbar mit einer Wanderung verbinden. Denn hier führen zahlreiche Wanderwege vorbei. Einer davon ist der Weißenburger Reichsstadtweg Nummer 7 (von Weißenburg über den Römerbrunnen bis nach Pappenheim). Ebenfalls sehr bekannt ist der Ökumenische Pilgerweg. Er führt von Eichstätt nach Heidenheim und lässt sich wunderbar in mehrere Etappen gliedern.

Wer eine nicht ganz so lange Wanderung im Sinn hatte, für den sind ist der Gundhildisweg (Nr. 6) die ideale Lösung. Er erstreckt sich über 15 Kilometer und dauert etwa 4,5 Stunden. Dabei kommt ihr auch am Römerbrunnen und der historischen Flemmmühle vorbei. Alternativ bietet sich der Ortswanderweg Pappenheim (Nr. 12) an. Er ist ebenfalls 15 Kilometer lang.

Kennt ihr noch andere Wanderwege rund um die Gunthildiskapelle Suffersheim oder weitere Orte, die man in der Gegend unbedingt besuchen sollte? Dann freue ich mich wie immer über euren Kommentar!
Kerstin

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Uhlberg

Wenn ihr euch im Altmühltal so richtig gruseln möchtet, ist der Uhlberg bestimmt das richtige für euch. Denn die St.-Ulrichs-Kapelle beziehungsweise deren Ruine auf der über 600 Meter hohen Bergkuppe gilt als Heimat von Geistern und zieht deshalb seit jeher zahlreiche Besucher an.

Der Uhlberg ist ein Ort, den ich schon lange vor dem Beginn meines Altmühltal-Blogs entdeckt habe. Da er aber so spektakulär und definitiv sehenswert ist, wurde es nun höchste Zeit für mich, ihn noch einmal zu besuchen um Fotos für euch zu schießen 🙂

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Die Geschichte hinter der Ruine

Unter den Grundmauern wird heute eine keltische Ringburg oder altgermanische Kultstätte vermutet. Grund dafür ist die Ausrichtung entlang astronomischer Sonnen- und Mondwendelinien.

Die eigentliche Kapelle wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut. Einige Quellen sprechen davon, dass es sich hier einst um einen Wallfahrtsort gehandelt haben soll. Danach verfiel das Gemäuer und wurde vergessen. Darüber, wann genau die Kapelle zerstört wurde, sind sich die Quellen ebenfalls nicht einig. Sicher ist jedoch: Es geschah während eines Krieges. Am wahrscheinlichsten sind daher der Bauernkrieg im 16. Jahrhundert oder der Dreißigjährige Krieg, der etwa 100 Jahre später stattfand.

Worüber man sich aber einig ist, ist, dass die Kapelle schon im Mittelalter eine wichtige Bedeutung hatte. Hier konnte ein Ablassbrief erkauft werden, weshalb die Pilger teilweise bis vom Allgäu zu Fuß zum Uhlberg pilgerten. Die Mondsichermadonna, die hier einst gestanden hatte, könnt ihr heute im Diözesanmuseum Eichstätt sehen.

Die Sage hinter dem Uhlberg

Um die Uhlbergskapelle ranken sich zahlreiche Sagen, Legenden und Geschichten. Eine davon handelt von der Glocke, die einst im Turm der Kapelle schlug. Sie soll mehrere hundert Meter weiter in einem Weiher versenkt worden sein. Schon oft wurde danach gesucht, sie konnte bislang aber nirgendwo gefunden werden.

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Eine andere, viel bekanntere Geschichte, erzählt von einem Mädchen, dem zwei Nonnen erschienen, die davon berichteten, dass das Kloster am Uhlberg wiederkehren soll, mit all seinen Schätzen. Da, wo der Altar stand, sol leine Fichte wachsen. Wenn der Baum gefällt und daraus eine Wiege geschnitzt wird, soll das Kind, das darin liegt, den Schatz des Klosters heben können. Tatsächlich wuchs hier einmal ein Baum, sogar eine Fichte. Sie wurde 1955 gefällt. Was damit passiert ist und ob daraus wirklich eine Wiege geschnitzt wurde, weiß aber niemand. Hinzu kommt, dass an der Stelle nie ein Kloster gewesen sein soll, sondern lediglich die Kapelle.

Eine andere Version handelt von einer weißen Frau, die bei Vollmond durch die Ruine wandert.

Hier war einst Treffpunkt einer evangelischen Sekte im 18. Jahrhundert. Heute treffen sich nachts oft zwilichtige Gestalten. Oft wird hier randaliert und es liegen am nächsten Tag leere Bier- und Schnapsflaschen herum. In den 90er Jahren war der Ort besonders verrufen. Hier wurde auch die Steinerne Madonna aus Wemding zertrümmert.

Tagsüber ist der Uhlberg aber ein wunderbar idyllischer, ruhiger Ort. Ideal für einen Ausflug und überhaupt nicht gruselig! 🙂

Uhlberg Kapelle Ruine St. Ulrichs-Kapelle

Und so kommt ihr zum Uhlberg

Um die Ruinenkapelle zu besuchen, solltet ihr am besten von Treuchtlingen Richtung Auernheim fahren und nach etwa 6 Kilometern in Richtung Siebeneichhöfe abbiegen. Dort könnt ihr am Waldrand parken.

Da der Weg sehr schlecht beschrieben ist, solltet ihr am besten euer Smartphone mitnehmen. Damit findet ihr kinderleicht dorthin. Solltet ihr keinen Empfang haben: Am besten den Berg nach oben laufen und – sobald ihr oben angelangt seid – rechts abbiegen. Dann steht ihr eigentlich schon direkt vor der St.-Ulrichs-Kapelle.

Kennt ihr noch weitere sagenumwobene Orte im Altmühltal oder Bayern, zum Beispiel die Rumburg? Dann freue ich mich über euren Kommentar.
Kerstin

Daumenfelsen Schernfeld

Heute möchte ich dich an einen kleinen und kaum bekannten Aussichtspunkt führen: Den Daumenfelsen Schernfeld. Von hier aus hast du einen wunderbaren Blick auf das Altmühltal und Breitenfurt.

Daumenfelsen Schernfeld

Der Daumenfelsen hat seinen Namen durch die daumenartige Form, die nach vorne übers Tal ragt. Wie der Burgsteinfelsen bei Dollnstein oder die Zwölf Apostel ist die Felsformation ein toller Ort, um den Ausblick zu genießen.

Wie komme ich zum Daumenfelsen Schernfeld?

Am Sportplatz bei Schernfeld gibt es einige Parkplätze, von denen es sich leicht und schnell zum Daumenfelsen geht. Folge einfach der Straße weiter in Richtung Steinbruch. Nach einigen Metern stehst du vor einer Trockenrasen-Wiese. Ein Trampelpfad biegt nach links in ein kleines Waldstück. Von dort aus sind es nur noch wenige Schritte bis zum Aussichtspunkt.
Achtung: Hier gibt es keine Wegweiser.

Daumenfelsen Schernfeld

Unweit des Felsens liegt auf der anderen Seite von Schernfeld das Walderlebniszentrum. Besonders für Familien mit Kindern ein beliebtes Ausflugsziel. Was es im Ort sonst noch zu entdecken gibt, kannst du auf der Website der Gemeinde Schernfeld nachlesen.

Kennst du noch andere Aussichtspunkte, die den Blick auf die Altmühl und das Tal unvergesslich machen? Egal ob im oberen, mittleren oder unteren Altmühltal – ich freue mich auf deinen Tipp in den Kommentaren.
Kerstin

Grüner Topf Grösdorf Mühle

Grüntopf Grösdorf

Wenn ihr Karstquellen mögt, solltet ihr unbedingt den Grüntopf Grösdorf besuchen. Aus dieser Quelle tritt pro Sekunde über 140 Liter frisches Quellwasser zutage, das grünlich schimmert.

Grüner Topf Grösdorf Brunnen

Warum ist der Grüntopf grün?

Grund für diese grünliche Färbung sind Minerale, die aus dem Boden gespült werden, sowie die grünen Pflanzen im Quelltopf, die diese Wirkung intensivieren. Die Färbung des Wassers ist bei weitem nicht so intensiv wie beim Blautopf in Essing, aber dennoch sichtbar.
Die Quelle ist ein Naturdenkmal und ein bayerisches Geotop.

Ausblick Grüner Topf Grösdorf

Nach einem kleinen Auffangbecken von etwa 6 Metern Durchmesser fließt das Quellwasser etwa 300 Meter in einem schmalen Bach zur Altmühl. Dabei durchquert es ein historisches Mühlrad aus Holz. Eine malerische Idylle, die ich euch nur empfehlen kann! Besonders im Sommer, wenn es warm ist, ist dieser Ort am Wasser eine kleine Oase.

Grüner Topf Grösdorf
Grüner Topf Grösdorf

Der Grüntopf liegt am nördlichen Ortsrand von Grösdorf bei Kipfenberg, nahe des Gasthauses Zum Blauen Hecht. Kein Wunder, dass hier auch freie Trauungen im Grünen stattfinden. Wundert euch also nicht, wenn ihr bei eurem Besuch auf den ein oder anderen Hochzeitsgast trefft.

Grüner Topf Grösdorf

Falls ihr noch weitere Quellen dieser Art im Altmühltal kennt, freue ich mich über einen Tipp. Ansonsten bin ich natürlich wie immer gespannt, ob ihr diesen Ort bereits kanntet oder ob der Altmühltal-Tipp neu für euch ist. Schreibt mir doch!
Kerstin

AltmühlSteine mit Schneeglöckchen

AltmühltalSteine

Der Frühling ist die Zeit, zu der man gerne wieder raus geht, um Sonne zu tanken. Bei eurem nächsten Sonntagsspaziergang solltet ihr die Augen offen halten – denn vielleicht findet ihr einen der AltmühltalSteine, die seit Februar in der Region im Umlauf sind.

AltmühlSteine mit Pfau

AltmühltalSteine – Was hat es damit auf sich?

Wie es der Name schon sagt sind das Steine aus dem Altmühltal für das Altmühltal. Dabei sind die meisten der Steine die typischen Juraplatten – aber auch andere Steine sind ausdrücklich erlaubt.

Die Idee zur Aktion hatte Alissa Speth. Als sie in ihrer alten Heimat nach Fallersleben in Niedersachsen fuhr, fand sie bemalte Steine aus einer ähnlichen Gruppe aus dem Harz. „Ich habe mich so über diesen Stein gefreut, dass ich ihn in meinem neuen Wohnort, in Kipfenberg im schönen Altmühltal, auswildern wollte“, berichtet sie.

Steine auswildern?

Was sich im ersten Moment vielleicht etwas seltsam liest, ist genau das Konzept hinter den AltmühltalSteinen. Die Mitglieder der Gruppe bemalen ihre Steine ganz nach Lust und Laune. Erlaubt ist, was gefällt. Dafür wird wasserfeste Farbe, meist Acryl, verwendet. Danach besprüht man den Stein mit Klarlack, wodurch die Farben möglichst lange erhalten bleiben.

AltmühlStein Osterei

Auf die Rückseite kommt immer ein Hinweis zur Facebook-Gruppe AltmühltalSteine. Danach geht es damit an einen Ort im Altmühltal, wo andere Leute den Stein finden und sich darüber freuen können. Diese können den Stein entweder an dieser Stelle lassen – oder sie berichten in der Gruppe von ihrem Fund und „wildern“ ihn an einem anderen Ort wieder aus.

„Am besten gefällt mir an dieser Aktion, dass sich wirklich jeder Mensch, egal ob jung oder alt, sich über den Fund eines solchen Steines freut. Besonders Kinder sind ganz wild darauf, solche Steine selbst zu bemalen, auszuwildern und wieder neue zu finden“, sagt Alissa.

Die Freude kann ich sehr gut nachvollziehen. So ein schön bemalter Stein zaubert einem doch ganz automatisch ein Lächeln ins Gesicht – oder?

Habt ihr auch schon AltmühltalSteine gefunden? Dann freue ich mich über eure Berichte, wo das war und wie der Stein ausgesehen hat.

AltmühlSteine mit Schneeglöckchen

Werde Teil der AltmühltalSteine-Aktion

Und für alle, die mehr über die tolle Aktion wissen wollen oder selbst Lust bekommen haben, Steine zu bemalen und auszuwildern: Klickt unbedingt auf Alissas Facebook-Gruppe AltmühltalSteine vorbei und werdet Mitglied.

Kerstin

Kratzmühlsee Altmühltal

Kratzmühlsee

Der Kratzmühlsee oder auch die Kratzmühle ist rund um Beilngries wohl einigen bekannt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst das erste Mal den Badesee besucht habe. Damals war ich noch nicht allzu lange in der Schule und mit einer Freundin und deren Mutter an einem Nachmittag dort.

Wie kommt der Kratzmühlsee zu seinem Namen?

Um zu verstehen, warum der See als Kratzmühle bekannt ist, muss man zunächst ins 8. Jahrhundert zurückblicken. Zu dieser Zeit war Pfraundorf, die Ortschaft direkt neben dem Kratzmühlsee, ein Adelslehen. Sie war als Kratzhausen bekannt. Der See hat seinen Namen also aus dieser Zeit.

Hier stand vermutlich schon damals eine Mühle direkt am Wasser. Diese wurde im 17. Jahrhundert umgerüstet, um neben Mehl mahlen auch Holz sägen zu können. Später, im 19. Jahrhundert, baute man die Mühle erneut um, um damit Strom zu erzeugen. Das heutige Altmühlwehr entstand 1927.

Kratzmühlsee Altmühltal

Was hat der Kratzmühlsee zu bieten?

Wie bereits erwähnt ist der Kratzmühlsee vor allem als Badesee bekannt. Kein Wunder, dass es vor Ort auch einen großen Parkplatz gibt. Durch Umkleidekabinen und sanitäre Einrichtungen ist der Pfraundorfer See, wie einige die Kratzmühle auch nennen, super ausgestattet. Rund um den See mit etwa zwei Kilometern Uferlinie gibt es auch einen Bolz- und einen Spielplatz für die Kleinen. Auch Tischtennisplatten stehen hier zur kostenlosen Verfügung.

Auch Angler haben am 700 Meter langen und 250 Meter breiten See gute Karten. Denn es gibt einen extra ruhigen Bereich zum fischen.

Wem das zu langweilig ist, der kann sich auch mit einem Boot auf den See wagen. Besonders zu empfehlen: Das Restaurant Kratzmühle bietet ein so genanntes Schicknick an. Hier erhaltet ihr einen Picknickkorb mit aufs Ruderboot und dürft euch beim Wiedereinkehren auf leckeren Kuchen und frischen Kaffee freuen. Auch ohne Bootsausflug ist das Restaurant zu empfehlen.

Kratzmühlsee Altmühltal

Übernachtem an der Kratzmühle

Direkt am Altmühlsee befindet sich auch ein Campingplatz, der besonders bei Touristen sehr beliebt ist. Hier finden sich neben zahlreichen Freizeitmöglichkeiten für groß und klein (zum Beispiel Volleyballfeld, Minigolfplatz, Kicker, und vieles mehr) auch Mietbäder, ein Aufenthaltsraum sowie ein Fahrrad- und Bootsverleih. Ideal, um das Altmühltal und die Gegend um Beilngries auf eigene Faust zu erkunden.

Kratzmühlsee bei schlechtem Wetter

Anders als viele von euch vielleicht denken, ist die Kratzmühle auch bei schlechtem Wetter einen Besuch wert. Neben einem tollen Spaziergang entlang des Sees ist vor allem das Technikmuseum einen Besuch wert.

Auf über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche könnt ihr euch quer durch die Techniklandschaft erkunden. Von einer Wasserturbineaus 1928, die noch heute läuft, bis hin zu Fahrzeugbau, Handwerk oder Elektrik findet ihr hier nahezu jedes Themengebiet. Ein toller Tipp vor allem für Familien mit Kindern.

Öffnungszeiten

Das Technikmuseum ist vom 1. April bis 31. Oktober mittwochs, samstags, sonntags und feiertags geöffnet. Während es an Sonn- und Feiertagen bereits um 10 Uhr seine Pforten öffnet, kann es mittwochs und samstags ab 14 bis 18 Uhr besucht werden. (Stand 2019)

Wie sieht für euch der ideale Tag an einem Badesee aus? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!
Kerstin

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Sonnenuhr aus Jurasteinen in Eichstätt

Im Jahr 2008 feierte die Stadt Eichstätt ihr 1100-jähriges Bestehen. Um diesem Fest möglichst zeitlos zu gedenken, wurde nahe der Schlagbrücke eine Sonnenuhr aus Jurasteinen errichtet.

Juramarmor oder auch Jurakalk wird der Stein genannt, der seit Jahrzehnten in der Region um Solnhofen und Eichstätt abgebaut wird. Er ist vor Jahrtausenden entstanden und damit wohl der Werkstoff, der am besten die lange Geschichte der Stadt Eichstätt symbolisiert.

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Zur Entstehung der Sonnenuhr in Eichstätt

Erschaffen hat die Sonnenuhr der Bildhauer Günter Eckert aus Rednitzhembach nahe Nürnberg. Die eigentliche Idee dahinter stammt jedoch von Ludwig Brems, die Jurasteine stellte das Ehepaar Niefnecker zur Verfügung.

Noch mehr Informationen zur Errichtung und Eröffungsfeier findest du auf der Seite des Donaukuriers, Artikel „Ein bleibendes Objekt im Jubeljahr“.

Sonnenuhr Eichstätt Bayern

Wie komme ich zur Eichstätter Sonnenuhr?

Am besten stellst du dein Auto am Freiwasserparkplatz ab. Hier kannst du besonders kostengünstig parken. Direkt an der Altmühl verläuft ein Fuß- und Radweg. Folge diesem stadtauswärts unter der Brücke hindurch.

Nach nur wenigen Schritten bist du direkt an der Bodensonnenuhr. Auf dem horizontalen Ziffernblatt zeigt die Sonnenuhr die Sommer- und Wintersonnwende sowie die Tag- und Nachtgleiche an. Die Uhrzeit selbst stimmt nicht immer minutiös mit der Uhrzeit auf der Armbanduhr überein. Das liegt an mehreren Faktoren, etwa dem Einstrahlungswinkel der Sonne. So kann die Uhrzeit bis zu 75 Minuten von der „echten“ Zeit abweichen.

Warst du schon mal an der Sonnenuhr in Eichstätt oder kennst eine andere Sonnenuhr oder ein sehenswertes Denkmal? Dann freue ich mich auf deinen Tipp direkt unter dem Beitrag in den Kommentaren.
Kerstin

Auernheimer Friedenseiche

Auernheimer Friedenseiche

Nur wenige Meter vor der Ortseinfahrt steht sie: Die Auernheimer Friedenseiche. Einst von den Heimkehrern des Deutsch-Französischen Kriegs im 19. Jahrhundert gepflanzt, wächst dieser Baum seitdem und soll den Krieg und die schönen Zeiten des Friedens erinnern.

Auernheimer Friedenseiche

Was macht die Auernheimer Friedenseiche so besonders?

Auf den ersten Blick ist es vielleicht nur ein großer, alter Baum. Hier lassen sich die Jahreszeiten wunderbar beobachten. Die sprießenden Blätter im Frühling, sattes Grün im Sommer und leuchtend oranges Laub im Herbst.

Die Auernheimer Friedenseiche wurde aus Dankbarkeit, aus dem Krieg heimgekehrt zu sein, 1870 gepflazt. Seitdem wächst und gedeiht der Baum und erinnert noch heute – weit über 100 Jahre später – an den Schrecken des Kriegs. Auch ein Denkmal an den 1. und 2. Weltkrieg sind hier zu finden.

Auernheimer Friedenseiche

Wusstest du eigentlich, …

… dass Auernheim der am höchsten gelegene Ort in Mittelfranken ist? Das rührt daher, dass er sich auf den Hahnenkamm befindet. Ein toller Ort übrigens auch für Wanderungen jeder Art.

… dass hier stets Wassernot aufgrund der hohen Lage herrschte, die erst in den 50er Jahren durch den Bau einer Wasserleitung beseitigt werden konnte?

… dass auernheim 1633 von den Schweden im Dreißigjährigen Krieg geplündert wurde?