Höhlenkundlicher Weg / Mühlbachquelle bei Dietfurt

Mitte Januar habe ich euch vom Edelbach in Eichstätt berichtet. Eine ähnliche Quelle mit nachgewiesenem unterirdischen Wasserlabyrinth und Tropfsteinen befindet sich bei Dietfurt: Die Mühlbachquelle. Dort waren wir vor einiger Zeit unterwegs und haben über den Höhlenkundlichen Weg die Gegend erforscht.
Was die Quelle so besonders macht und warum ihr den Rundweg unbedingt selbst gehen solltet, lest ihr hier 🙂

Höhlenkundlicher Weg

8 Kilometer und 15 Stationen führen durch den Höhlenkundlichen Weg, einen Schlaufenweg des Jurasteigs (Schlaufe 6). Je nachdem, wie schnell ihr zu Fuß seid, solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen.

Die Mühlbachquelle Dietfurt

Startpunkt ist die kleine Ortschaft Mühlbach bei Dietfurt. Direkt hinter der Kirche von Mühlbach sprudelt die Quelle auf einem umzäunten Privatgrundstück. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein unscheinbarer, aber ungewöhnlich blauer Teich, ist das Ende eines unterirdischen Bachlaufs, der in eben dieser Quelle, der Mühlbachquelle, endet.

Höhlenkundlicher Weg

Danach geht es erst mal steil bergauf. Aber nicht entmutigen lassen, sobald ihr es erst mal nach oben geschafft habt, verläuft der Weg relativ ebenerdig. Oben angekommen erwarten uns die nächsten Stationen. An nahezu allen Tafeln sind Fotos davon angebracht, wie es unter der Erde aussieht. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen von Forschungsarbeiten und zeigen neben dem Donnerdom, einen eindrucksvollen unterirdischen Wasserfall, auch Tropfsteine und einen 300 Meter langen unterirdischen See.

Höhlenkundlicher Weg

Höhlenkundlicher Rundweg: Dolinen

Aber auch oberhalb der Erdoberfläche bietet der Höhlenkundliche Rundweg kleine Highlights. Besonders eindrucksvoll: riesengroße, eingestürzte Dolinen am Wegesrand, an denen sich der Wasserablauf hervorragend erahnen lässt.

Ein weiteres kleines Highlight: Der Ausblick von dem Plateau auf Mühlbach. Hier gibt es auch eine kleine Parkbank, an der sich selbst mitgebrachtes Essen und Trinken bei schönem Ambiente verzehren lassen. Ein Picknick mit Wow-Faktor, quasi 🙂

Höhlenkundlicher Weg

Der Rundweg ist auch für Kinder gut geeignet, da es viele Erlebnisstationen gibt, an denen man viel lernen kann. Wie klettern die Höhlenforscher durch die engen Felsspalten und wie kommunizieren sie miteinander? All diese Fragen beantworten sich die Kinder spielerisch selbst, denn an den einzelnen Stationen lässt sich alles ausprobieren.

Höhlenkundlicher Weg

Alles in allem ein sehr empfehlenswerter, super ausgeschildeter Rundweg, auf dem Jung und Alt viel lernen können. Falls ihr jetzt schon nicht mehr abwarten könnt und gleich sehen wollt, wie es unterhalb des Wanderwegs aussieht: Klickt doch auf der Homepage der Mühlbachquellhöhle vorbei. Tolle Infos rund um den Mühlbach und das Höhlensystem warten hier auf euch.

Ich freue mich immer über weitere Altmühltal-Tipps. Zwar ist meine Liste mit Orten, die ich gern besuchen möchte inzwischen sehr lang, aber wenn ihr noch weitere Quellen oder interessante Rundwege kennt, freue ich mich über euren Geheimtipp 😉
Und wenn ihr selbst schon die Mühlbachquelle besucht habt oder auf dem Höhlenkundlichen Weg unterwegs gewesen seid, freue ich mich natürlich auch über eure Meinung 🙂

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Entdecken 🙂
Kerstin

Laibstädter Geschichtsweg

Wir haben das schöne Wetter genutzt und waren auf dem Laibstädter Geschichtsweg unterwegs. Ein toller Wanderweg, der vom Deutschen Wanderinstitut sogar als Premium-Wanderweg zertifiziert wurde und sich über 7,5 km erstreckt. Optional könnt ihr eure Wanderung auch auf 12,5 km ausweiten.

Laibstädter Geschichtsweg Franken

Startpunkt für unsere Wanderung ist der Parkplatz an der Thalachbrücke, direkt an der Straße von Laibstadt nach Dannhausen. Hier sind wir direkt schon am ersten Highlight unserer Wanderung: Den Laibstädter Bergwerken.

Laibstadt Bergwerke

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Weißenburg Premiumweg Nr. 13

Passend zum Feiertag habe ich heute wieder einen Altmühltaltipp für euch – genauer gesagt den Weißenburger Premiumweg Nr. 13. Es verschlägt uns heute also ins bezaubernde Frankenland.

Startpunkt der Tour ist mitten im Herzen der Stadt Weißenburg. Parkmöglichkeit besteht bei dem großen Parkplatz nahe der Schule. Der Weg verläuft von dort an aus der Stadt heraus in Richtung der Schrebergärten.

Premiumwanderweg Weißenburg

Ihr gelangt über eine Brücke über die B2 hinaus aus der Stadt. Auf der anderen Seite angekommen, endet die Teerstraße und geht über einen landwirtschaftlichen Schotterweg weiter. Nach einem kurzen Marsch durch die fränkische Flur erreicht man die Schrebergärten. Der ein oder andere ist ein echtes Schmuckstück – aufmerksam sein lohnt sich also 😉

Bismarckturm Weißenburg

Durch den Hintereingang verlassen wir die Gärten und machen uns auf den weiteren Weg zum Bismarckturm. Der Pfad führt entlang einer Baumreihe und das letzte Stückchen Weg zum Turm verläuft im Wald. Verlasst ihr diesen, kommt ihr direkt zum Bismarckturm und könnt ihn über die innen liegende Wendeltreppe besteigen. Von oben hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt Weißenburg und Umgebung.

Bismarckturm Weißenburg

Weiter geht es entlang des Schotterwegs in die Richtung des Wäldchens auf dem Hügel und durch die Ortschaft Gänswirtshaus im Tal. Von dort geht es wieder bergaufwärts auf einen kleinen Hügel. Über einen wundervollen Pfad gelangen wir in einer Allee zur Wülzburg. Auf der Burg habt ihr die Möglichkeit einen Rundweg zu gehen und die weite Aussicht zu genießen.
Natürlich könnt ihr die Burg auch innen besichtigen – ein echtes Muss, denn hier gibt es einiges zu entdecken. Im Burginneren ist auch ein Restaurant untergebracht.

Weißenburg Rundwanderweg

Der Römerbrunnen

Nun geht es den Hügel abwärts über Feldwege und eine Passage über die B13. Von nun an wird der Weg malerisch – es geht durch einen schönen Naturlehrpfad direkt am Wald entlang in Richtung Römerbrunnen. Von dort ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt.

Weißenburg Tunnel

Der Wanderweg hat eine Gesamtlänge von etwa 16 Kilometern und ist super beschildert. Die Gehzeit beträgt etwa 4,5 Stunden. Für die Sehenswürdigkeiten auf der Strecke solltet ihr einen zeitlichen Puffer einplanen.

Ich wünsche euch viel Spaß auf dem Rundweg und bin gespannt, wie er euch gefällt. Habt ihr einen anderen Wanderweg im Altmühltal, den ihr empfehlen könnt? Ich freue mich über eure Kommentare!
Kerstin

Klammwanderweg Riedenburg

Heute ist es mal wieder Zeit für eine Wanderung. Dafür hat es uns dieses Mal ins untere Altmühltal nach Riedenburg verschlagen. Die Gegend dort ist wirklich schön – umso trauriger, dass wir es nur selten hierher schaffen.

Der Rundwanderweg führt durch die Klamm nach Burg Prunn. Startpunkt ist der Marktplatz in Riedenburg. Von dort aus führt der Weg am Kanal entlang durch den Ort. Über den Postkellerweg geht es auf einen schönen, etwas steilen Wanderweg in den Wald hinein. Aber keine Sorge, der Anstieg ist gleich geschafft und schon werdet ihr mit einem schönen Ausblick über Riedenburg und den Main-Donau-Kanal belohnt.

Riedenburg Altmühltal

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Wirtshaus-Tour Treuchtlingen

Ihr seid auf der Suche nach einem tollen Rundwanderweg mit mehreren Einkehrmöglichkeiten? Dann seid ihr bei der Wirtshaus-Tour nahe Treuchtlingen genau richtig.

Der Rundweg Nr. 1 beginnt am Wettelsheimer Keller, ein beliebter Biergarten zwischen Treuchtlingen und Wettelsheim. Hier bietet sich nicht nur ein atemberaubender Ausblick über das schöne Altmühltal – dieser kann auch mit süffigem Bier und deftiger Brotzeit genossen werden. Da unsere Tour hier jedoch erst startet, dauert es für uns noch ein wenig, bis wir einkehren.

Startpunkt für die Wirtshaus-Tour Treuchtlingen

Die Route beginnt entlang der Straße in Richtung Wettelsheim und zweigt nach wenigen Metern links in den Wald ab. Ein sehr angenehmes Stück Wanderweg beginnt nun, da dieser Teil durch den Wald und am Waldrand entlang führt und somit im Schatten liegt. Der gesamte Wanderweg ist 14 Kilometer lang, kann jedoch um einen Schlaufenweg, der ebenfalls zum Wirtshaus-Wanderweg gehört auf 21 Kilometer verlängert werden. Wir haben uns für die kürzere Variante entschieden und biegen am Knotenpunkt nahe der Straße von Wettelsheim nach Oberheumödern ab.

Wirtshaustour Treuchtlingen

Das Rohrachtal

Unser weiterer Weg führt vorbei an den Mäandern im Rohrachtal, die die Biber geschaffen haben. Ein sehr idyllischer Ort mit viel Grün und plätscherndem Wasser empfängt uns. Hier lassen sich auch Fische beobachten.

Nach wenigen Metern biegen wir rechts auf eine kleine Anhöhe. Hier lässt sich je nach Wetter der vergangenen Tage beobachten, wie der lehmige Boden Wasser ausspült. Ab hier kommen wir immer wieder an kleinen Quellen und Brunnen vorbei, bis wir letztendlich nach Wettelsheim kommen. Durch den Ort führt ein Bach, den wir einige Meter folgen. Der Weg führt uns vorbei an mehreren Wirtshäusern mit Biergarten, die sich hervorragend für eine Einkehr eignen.

Wirtshaustour Treuchtlingen

Wir machen Halt im Gasthaus zum Goldenen Lamm und genießen den Schatten unter den Bäumen und zahlreichen Sonnenschirmen. Für Kinder ist hier sogar ein kleiner Spielplatz angelegt und spannende Gefährte wie Trettraktoren stehen zur Verfügung.

Bubenheim

Nach unserer kurzen Pause geht es weiter über die Altmühl nach Bubenheim. Eine Steigung führt uns hinter der Kirche des Orts vorbei auf eine tolle Aussichtsplattform, von der wir die Züge, die nach Treuchtlingen rollen oder von Treuchtlingen kommend in Richtung Nürnberg unterwegs sind, beobachten können. Auf dem Trockenrasen entdecken wir außerdem einige bunte Schmetterlinge. Ein besonders schönes, gelb-schwarz gemustertes Exemplar war leider zu schnell für mich und meine Kamera.

Treuchtlingen Ausblick Rundwanderweg

Danach geht es bergab durch ein kleines Stückchen Wald nach Graben. Auch wenn der Rundweg Nr. 1 nicht am Karlsgraben vorbeiführt, solltet ihr hier dringend einen Abstecher machen. Danach geht es durch den Ort weiter in Richtung Altmühl und Bahngleise, wo wir beide in dieser Reihenfolge überqueren. Nach einem letzten Anstieg sind wir zurück am Ausgangspunkt, den Wettelsheimer Kellern, angelangt.

Wirtshaustour Treuchtlingen

Ein weiterer toller Ausflug im Altmühltal nimmt sein Ende.
Wart ihr schon mal auf der Wirtshaus-Tour unterwegs? Was hat euch dabei am besten gefallen? Wo seid ihr eingekehrt? Kennt ihr noch weitere Rundwanderwege mit Einkehrmöglichkeiten? Oder sind euch Einkehrmöglichkeiten egal, da ihr lieber euer eigenes Picknick mitbringt? Ich freue mich über eure Kommentare! 🙂
Kerstin

Bockrundweg

Was gibt es schöneres, als das Wetter draußen zu genießen?
Wenn es etwas weiter weg gehen darf, habe ich einen schönen Wanderweg als Tipp für euch: Den Bockrundweg im Donau-Ries. Neun Kilometer lang, sehr eben und auch bei kühleren Temperaturen geeignet, da der Weg nur vereinzelt durch den Wald führt. Startpunkt ist die Burg Harburg, genauer gesagt der untere Burgparkplatz. Von hier aus ist der Weg sehr gut ausgeschildert und lässt sich sehr angenehm laufen.
Bockrundweg


Startpunkt des Bockrundwegs

Wir haben den Rundweg in Richtung Wald- und Wiesenwege gestartet. So haben wir die ersten Kilometer nur wenig Stationen, genießen aber die Natur und die wenig bewanderten Wege.
Eine Schlaufe des Bockrundwegs führt durch den Wald nach Eisbrunn. Eine Waldschenke mit großem Biergarten und Spielplatz für die Kleinen. Hier kann sich zusätzlich ausgepowert werden. Daher empfehlen wir, den Rundweg in Richtung Waldwiesen zu beginnen und zum Bockberg hin zu beenden. Der restliche Weg wäre sonst vermutlich zu lang für die Kleinen.
Ebenfalls interessant: Am Eisbrunn wachsen zahlreiche exotische Bäume. Ein echtes Highlight – zu jeder Jahreszeit.

Der Bockrundweg führt vorbei an der Aussichtsplattform der Station Pluto des Rieskrater Planetenwegs: Einen Rundwanderweg, der verschiedene Planeten umfasst und durch die Entfernung der verschiedenen Stationen zueinander auch verdeutlicht, wie weit die jeweiligen Planten in unserem Sonnensystem voneinander entfernt sind.
Bockrundweg Bockberg


Rieskrater

Von hier aus lässt es sich super auf den Rieskrater blicken, dem das Donau-Ries seinen Namen verdankt. Vor etwa 14,5 Millionen Jahren raste ein 1 Kilometer großer Asteroid auf die Erde zu und schlug genau dort ein. Das Nördlinger Ries mit einem Durchmesser von 25 Kilometern und das Steinheimer Becken (Umkreis 4 km) entstanden durch diesen Aufprall. Wie genau der Rieskrater entstanden ist, könnt ihr übrigens auf der Seite des Geoparks nachlesen.
Burg Harburg

Eine weitere Station des Rundwegs ist der Hühnerberg. Von hier aus senden zahlreiche Radiosender ihr Signal, etwa das Regionalradio RT1 Nordschwaben (Diese übermitteln den Standort sogar zusätzlich mit den Informationen zu ihrem Sender).
Alles in allem ein wunderschöner Rundwanderweg für Familien oder auch mit dem Hund. Genießt die Zeit im Freien und erzählt mir, wie es euch gefallen hat. Ich freue mich über eure Kommentare!
Kerstin

Wanderweg Nr. 1 Mörnsheim

Vor zwei Jahren waren wir schon mal rund um Mörnsheim unterwegs. Jetzt hat es uns wieder in die schöne Gegend verschlagen. Unser heutiges Ziel: Der Schnorgackl. Was genau das ist, wie man dorthin kommt und was den Rundweg Nr. 1 für Kinder so faszinierend macht, lest ihr in diesem Beitrag.

Mörnsheim Rundwanderweg Nr. 1

Startpunkt unserer kurzen Rundwanderung (etwa 5 km) ist der Parkplatz am Kindergarten. Von hier aus folgen wir stets dem grünen Schild mit dem weißen Schäfchen. Der so genannte Schäfchenweg wurde vor einigen Jahren von der Schule Mörnsheim und ihren Schülern sowie einigen Senioren gemeinsam angelegt. Ein toller Naturerlebnispfad mit zahlreichen  kindgerechten Inhalten wartet hier auf euch.

Der Fußweg führt uns in Richtung Sportplatz und dann hinauf zu der Altendorfer Höhle, dem Grafsloch. Hier lebten einst sogar Neandertaler, von denen bei Grabungen Werkzeuge gefunden wurden.

Vorbei an einigen Stationen, an denen Kinder balancieren können, geht es weiter hinauf zu der Wacholderheide. Eine sehr spannende Landschaftsform, die es im Altmühltal übrigens immer wieder gibt, beispielsweise auch bei Gungolding. Von oben lässt es sich prima über das Altmühltal blicken. Ein schöner Ausblick, der den kurzen Aufstieg allemal wert ist.

Von dort ab geht es immer weiter nach oben bis zum Gutshof Lichtenberg. Diesen durchqueren wir, um zum Schnorgackl zu kommen.

Mörnsheim Rundwanderweg Nr. 1

Was ist dieser Schnorgackl?

Auf dem Maxberg bei Mörnsheim, direkt neben der Solnhofen Stone Group, gibt es eine kleine Gaststätte, das Gasthaus „Schnorgackl“. Hier gibt es leckeres Essen mit sehr großen Portionen – Mit sehr groß meine ich wirklich, wirklich sehr groß 🙂

Seinen Namen hat die Wirtschaft von einem Urzeitkrebs. Die Arbeiter hatten für den Langarmkrebs einen ganz eigenen Namen: Schnorgackl. Zur Erinnerung an diese Zeit und da sich das Restaurant direkt neben einem natursteinbearbeitenden Betrieb befindet, gaben die Wirtsleute ihm diesen Namen.

Damit dürfte das Geheimnis rund um den Schnorgackl gelüftet sein. Kennt ihr ähnliche Geschichten oder Restaurants, die ebenfalls über einen solchen Weg zu einem ganz besonderen Namen gekommen sind? Dann freue ich mich über euren Kommentar!

Nach unserer kurzen Einkehr folgen wir den Schildern wieder nach unten, vorbei an weiteren Trockenhängen und Wiesen. Unweit von hier ist der ehemalige Fossilienerlebnisplatz im Apfeltal. Der neue Fossilienerlebnisplatz ist der Fossilienbesuchersteinbruch in Mühlheim. Wenn ihr Kinder dabei habt ein weiteres Muss. Denn hier kann nach Belieben nach Fossilien gesucht werden und die Kleinen fühlen sich schnell wie richtige Archäologen.

Nach wenigen Schritten gibt es wieder einen tollen Ausblick – dieses Mal jedoch über den Nachbarort Mühlheim. Nur noch wenige hundert Meter trennen uns nun noch vom Ausgangspunkt. Auf dem Rückweg zum Parkplatz könnt ihr selbstverständlich auch durch den Markt Mörnsheim schlendern. Ein malerischer Ort, der einen Besuch allemal wert ist.

Ein ideales Ausflugsziel, wenn ihr nur einen kurzen Ausflug machen wollt oder mit kleinen Kindern unterwegs seid. Seid ihr den Weg schon mal gewandert? Oder kennt ihr noch andere Rundwanderwege in der Region? Immer her mit euren Tipps in den Kommentaren 🙂 Ich freue mich.
Kerstin

Kaisinger Tal

Zwischen Greding und Beilngries befindet sich das Kaisinger Tal. Ein idyllisches Fleckchen Erde, an dem sich die Ruhe der Natur ganz abseits des Alltagsstresses hervorragend genießen lässt.
Durch das Kaisinger Tal fließt ein kleiner Bach, der Brunnebach.

Um ihn schlängelt sich ein insgesamt drei Kilometer langer Naturlehrpfad. 21 Stationen führen durch das ruhige Tal, das sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein perfekter Ort zum Entspannen ist.

Auch Fotoliebhaber verschlägt es immer wieder dorthin. Denn nirgendwo sonst lassen sich so schöne Langzeitaufnahmen von fließendem Gewässer und unberührter Natur machen. Die hohen Bäume, die den Brunnenbach säumen, tragen zu dieser mystischen Stimmung nur noch etwas mehr bei.

Kaisinger Tal

 

Vor allem in den Frühjahrsmonaten ist das Kaisinger Tal mit seinen Kaskaden ein Geheimtipp. Denn dann führt der Bach durch die Schneeschmelze besonders viel Wasser. Noch mehr als auf den Bildern, die ihr hier sehen könnt. Diese sind nämlich während einer Trockenperiode in den warmen Sommermonaten entstanden.

Naturlehrpfad Kaisinger Tal

Wenn ihr Lust auf eine Wanderung habt, kann ich euch vor allem zur warmen Jahreszeit das Kaisinger Tal empfehlen. Denn ein großer Teil der kurzen Wanderung, die auch hervorragend für Familien mit Kindern geeignet ist, führt mitten durch den Wald.

Parken könnt ihr an einem ausgeschriebenen Parkplatz. Von Greding kommend in Richtung Beilngries biegt ihr nach Kaising ab. Etwa 800 Meter nach Gredingt gibt es rechterhand einen Parkplatz. Euer Auto steht so ebenfalls geschützt vor der Sonne.

Von hier aus geht es hinunter ins Kaisinger Tal. Haltet euch an den Schildern mit der Eule. Diese führt euch entlang des Naturerlebnispfades, der sehr gut ausgeschrieben ist. Zahlreiche Stationen rund um Bäume und Sträucher sowie der dort lebenden Tiere finden sich hier und machen den Rundweg zu einem lehrreichen Ausflug von etwa einer Stunde.

Höhepunkt sind selbstverständlich die Kalksinterterrassen des Tals.

Kaisinger Tal

wie entstanden die Kalksinterterrassen im Kaisinger Tal?

Wie für nahezu jedes Naturgebilde aus Stein im Jura ist auch hier der hohe Kalkgehalt im Wasser der ausschlaggebende Grund. Kalktuffablagerungen formen so kleine Treppchen oder, wie im Fall der Steinernen Rinne in Rohrbach, einen Wasserlauf. Der Kalk wird aus der Erde gespült und lagert sich überirdisch in Form von Gesteinen ab. Durch die Fließrichtung des Wassers ergaben sich im Laufe der Jahrhunderte kleine Stufen.

Auch heute noch entstehen Kalktuffterrassen. Diese Gesteine sind sehr zerbrechlich, da sie sich erst im Lauf der Jahrhunderte festigen und aushärten müssen. Ihr solltet daher dringend auf den Wegen bleiben und Hunde an die Leine nehmen! Betretet die Terrassen nicht!

Dann steht einem schönen Ausflug in das Kaisinger Tal nichts mehr im Weg. Ich freue mich schon auf eure Erfahrungsberichte!
Kennt ihr noch weitere kleine Naturwunder im Altmühltal? Ich freue mich über euren Kommentar.
Kerstin

PS: Danach könnt ihr in Greding oder Beilngries noch ein leckeres Eis genießen 😉

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Ihr mögt die Natur? Dann werdet ihr den Vogellehrpfad bei Oberhochstatt lieben. Ein kleiner, etwa 1 Kilometer langer Rundweg, der sich super für einen Ausflug mit Kindern eignet. Denn hier lernen die Kleinen viel über sämtliche Vogelarten, aber auch über Bienen und Kräuter. Ein großer Pluspunkt: Der Rundweg ist extrem kurz, lässt sich also hervorragend auch schon mit kleinen Kindern bei einem Ausflug am Nachmittag erkunden.

Vogellehrpfad Oberhochstatt Weißenburg

Startpunkt für den Rundweg ist ein Parkplatz ganz in der Nähe von Oberhochstatt, genauer gesagt wenn ihr von Oberhochstatt kommend in Richtung Kaltenbuch einbiegt. Kurz darauf befindet sich linkerhand ein Parkplatz mit Infoschild. Hier könnt ihr euch einen ersten Überblick über die Route machen. Von hier aus könnt ihr übrigens auch den Limesweg starten.

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Unweit dieses Parkplatzes befindet sich eine Übersicht zahlreicher Vogelhäuser. Anhand eines Infoschildes lernt ihr, welcher Vogel welches Vogelhaus bevorzugt und was es sonst noch über das jeweilige Tier zu wissen gibt.

Hier könnt ihr etwas lernen

Informationen über Kräuter und eine Kräuterschnecke sowie ein Kräutergarten warten auf euch. Wir waren leider im beginnenden Frühjahr unterwegs, besser ist es bestimmt, wenn ihr euch im Sommer auf den Vogellehrpfad bei Oberhochstatt begebt. Dann sind nicht nur die Kräuter in voller Blüte, sondern ihr könnt sicherlich den ein oder anderen Vogel entdecken.

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Am Vogellehrpfad leben unweit der Brutkästen für Vögel mehrere Bienen. Die fleißigen Tierchen haben hier zahlreiche Bienenstöcke und fühlen sich durch die Bäume, nahen Felder und den Kräutergarten sicherlich sehr wohl in ihrem Zuhause.

Vogellehrpfad Oberhochstatt

Abstecher zum Bismarckturm

Sollte euch der Rundweg zu kurz sein, könnt ihr diesen selbstverständlich auch nach Belieben verlängern. In der Gegend sind zahlreiche ausgeschriebene Wanderwege und geschotterte Wege, über die ihr euch eine ganz individuelle Route zusammenstellen könnt. Etwa 5 Kilometer vom Ausgangspunkt des Vogellehrpfads entfernt steht der Bismarckturm. Wenn ihr nach Rohrbach unterwegs seid, solltet ihr das Freilichtmuseum dort nicht verpassen.

Kennt ihr noch andere kurze Ausflugsideen für Familien im Altmühltal?
Ich freue mich über eure Kommentare 🙂