Laibstädter Geschichtsweg

Wir haben das schöne Wetter genutzt und waren auf dem Laibstädter Geschichtsweg unterwegs. Ein toller Wanderweg, der vom Deutschen Wanderinstitut sogar als Premium-Wanderweg zertifiziert wurde und sich über 7,5 km erstreckt. Optional könnt ihr eure Wanderung auch auf 12,5 km ausweiten.

Laibstädter Geschichtsweg Franken

Startpunkt für unsere Wanderung ist der Parkplatz an der Thalachbrücke, direkt an der Straße von Laibstadt nach Dannhausen. Hier sind wir direkt schon am ersten Highlight unserer Wanderung: Den Laibstädter Bergwerken.

Laibstadt Bergwerke

Laibstädter Bergwerke

Am rechten Rand des Parkplatzes findet ihr die Rekonstruktion eines Bergwerk-Stollens. In Laibstadt gab es einst mehrere dieser Stollen, die in den 90er Jahren exakt vermessen und dann bei Thalach nachgebaut wurden. Die Rekonstruktion könnt ihr sowohl von außen als auch von innen bestaunen. Wir waren uns bei unserem Besuch leider nicht sicher, ob das Tor absichtlich offen gelassen wurde, oder man das Schloss dazu aufgebrochen hat.

Laibstädter Geschichtsweg Bergwerke

Unser Wanderweg führt weiter zur Keltenschanze. Von einem Hügel aus könnt ihr die Überreste der alten Anlage erahnen. Sie war einst 100 Meter lang, 90 Meter breit und eingefriedet. Der Graben ist noch heute teilweise erkennbar.
Durch verschiedene Messungen, die auf Infotafeln ausführlich erklärt werden, ließ sich die Keltenschanze bei Laibstadt rekonstruieren. Eine Skizze dieser Rekonstruktion findet ihr ebenfalls auf der Infotafel.

Laibstadt Keltenschanze

Unser Wanderweg führt vorbei an einem knapp 2 Kilometer langem Stichweg. Folgt ihr diesem, kommt ihr zur kleinen Schanze sowie zum Strohbrunnen. Letzterer ist einer der Thalbachquellen und leider nicht sehr gut ausgeschildert. Wenn ihr am Ende des Weges angekommen seid, müsst ihr euch rechts halten und den nächsten Abzweig nehmen. Auf dem Boden sollte ein heruntergefallenes Schild liegen – dann seid ihr richtig 😉 Innerhalb des Waldes gibt es leider keine Beschilderung, weshalb wir nach einigen Versuchen aufgegeben haben. Wir vermuten, dass wir uns rechts hätten halten müssen, um den Strohbrunnen zu finden.

Ich bin daher dankbar über eure Kommentare zur genauen Beschreibung dorthin!

Nach dem Stichweg

Nun kehren wir zurück zum Ausgangspunkt. Unser Weg führt uns vorbei an der Stellung aus dem Zweiten Weltkrieg. Der ansonsten sehr gut beschilderte Weg ist auch hier etwas uneinsichtig. Manchmal könnt ihr das entsprechende Schild erst sehen, nachdem ihr abgebogen seid.

Vorbei geht es an einem alten Bergwerk-Stollen (Moierbauerns Keller), einer geologischen Tiefbohrung, die teilweise wieder aufgefüllt wurde und dem Scharwerk. Diese Station unserer Wanderung entlang des Laibstädter Geschichtswegs erkennt ihr daran, dass links und rechts des Weges Vertiefungen zu finden sind. Daraus entnahm man einst Jura-Kalksteine, um Wege zu schottern.

Ein weiterer Stichweg führt uns zum Historischen Grenzstein. Er ist etwa 70 cm hoch und ihr könnt darauf die Wappen von Brandenburg-Ansbach und dem Fürstenburg Pfalz-Neuburg erkennen.

Wanderweg Laibstadt Ruppertsberg

Unser weiterer Weg führt vorbei am Abschnittswall auf dem Ruppertsberg – eine Schutzanlage auf einem etwa 2 Hektar großen Areal, die nach wie vor super erhalten ist. Wie alt der Wall ist, ist leider unbekannt. Denn es gab kaum archäologische Grabungen oder andere Untersuchungen. Geschätzt wird, dass er vor etwa 1100 Jahren zur Zeit der Ungarn-Einfälle entstand.

Nun führt uns der Wanderweg wieder hinunter ins Tal. Dabei lassen sich an manchen Stellen die geologischen Gesteinsschichten aus der Jurazeit erkennen. Letzte Station, bevor wir wieder an den Parkplatz kommen, ist der Sandabbau.

Sobald wir auf die Hauptstraße treffen, biegen wir nach rechts ab. Linkerhand befindet sich dann der Parkplatz.

Kennt ihr den Wanderweg? Welche Station hat euch am besten gefallen?
Kerstin

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