Residenz Ellingen

Fährt man von Weißenburg die B13 oder B2 in Richtung Franken, sieht man von der Straße aus schon die prunkvolle Residenz Ellingen. Hinter dem prunkvollen Gemäuer befindet sich ein malerischer Schlosspark, der besonders im Frühling zur Blüte der Blausternchen ein echter Geheimtipp ist.

Residenz Ellingen

Die Residenz Ellingen

Die Residenz gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert. Einst war sie der Hauptsitz der Deutschordenballei Franken. Das bedeutet, dass dieser Standort eine Provinz des Deutschen Ordens war – und zwar nicht nur irgendeine. Ellingen galt seinerzeit als Zentrum der Territorial- und Wirtschaftsmacht.

Allerdings wurde sie erst im 18. Jahrhundert so umgebaut, wie man sie noch heute bestaunen kann. In dieser Zeit entstanden vor allem in den Innenräumen prunkvolle Deckengemälde und Wandvertäfelungen. Der Feldmarschall Fürst Carl Philipp von Wrede, den einige sicherlich vom Bier Fürst Carl kennen, erhielt im frühen 20. Jahrhundert dieses Anwesen vom König. In dieser Zeit wurden zahlreiche edle Tapeten aus Seide und Papier im Schloss angebracht.

Seit 1939 befindet sich das Gebäude im Besitz des Freistaats Bayern.

Residenz Ellingen

Heutige Nutzung

Die Ellinger Residenz wird heute vielfältig genutzt. Wohl am bekanntesten ist der Schlosspark, der im 20. Jahrhundert zu einem Englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Wie eingangs schon erwähnt, ist dieser vor allem im Frühjahr sehenswert.

Schlosskirche Ellingen

Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert ist nicht nur wegen ihrer aufwändigen Deckenmalereien einen Besuch wert. Viel spannender ist wohl die Geschichte des Gebäudes. Während des zweiten Weltkriegs soll sich hier ein Lager für NS-Raubkunst befunden haben. Das ist allerdings nicht bestätigt.

Besonders zu empfehlen ist der Besuch der Kirche während eines Konzerts.

Residenz Ellingen

Brauerei

Ebenfalls am Schlossareal befindet sich die Schlossbrauerei Fürst Carl. Während die Familie von Wrede das Schloss einst verkaufte, behielt sie sich das Gebäude gegenüber der Residenz, um dort inzwischen in der siebten Generation Bier zu brauen.

Jedes Jahr im Sommer, meist im Juni, findet das Fürst Carl Gutsfest statt. Bei rockiger Musik lässt sich hier das barocke Flair und leckere Bier genießen. Außerdem findet in regelmäßigen Abständen die Jam-Session „Musik & Bier“ statt.

Asonsten könnt ihr das Bier übrigens auch bei einem Besuch der Brauereigaststätte (Bräustüberl) genießen oder euch im Bräuladen einige Flaschen mit nach Hause nehmen.

Museum in der Residenz Ellingen

Auch bei schlechtem Wetter könnt ihr der Residenz Ellingen einen Besuch abstatten. Denn hier befindet sich das Kulturzentrum Ostpreußen.

Seit 2009 wird hier die Geschichte Ostpreußens präsentiert. Egal ob Persönlichkeiten des Landes oder Gebäude wie Schlösser oder Kirchen: Hier könnt ihr alles rund um die Gegend erfahren. Außerdem lässt sich im Museum Bernstein bestaunen.

Residenz Ellingen

Besonderes Programm in den Wintermonaten

In den Wintermonaten (von September bis April) findet im Kulturzentrum Ostpreußen jeden letzten Mittwoch im Monat von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr das „Ostpreußische Doppelstricken“ statt. Dort könnt ihr die alte Handarbeitstechnik lernen und gemeinsam mit Gleichgesinnten üben.
Danke, liebe Marianne, für diesen Hinweis! 🙂

Warst du schon mal in der Residenz Ellingen? Wie hat es dir gefallen, würdest du es empfehlen? Was ist dein persönliches Highlight dort, welchen Ort sollte jeder kennen? Geht es dir vielleicht wie der Altmühltaltipps-Leserin Marinne und du hast noch einen weiteren Tipp? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar oder über eine Nachricht per Mail oder Kontaktformular.

Kerstin

Innenhof Schloss Spielberg

Schloss Spielberg

Ein Schloss für moderne Kunst – so könnte man das Schloss Spielberg nahe Gnotzheim vermutlich am besten beschreiben. Denn die einstige Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert beherbergt heute zahlreiche Kunstschätze.

Auffahrt Schloss Spielberg

Kunst am Schloss Spielberg

Schon beim Aufgang zum Schloss wird klar: Hier ist moderne Kunst Zuhause. Denn sowohl auf dem linken, als auch auf dem rechten Hang sind zahlreiche Skulpturen ausgestellt. Im Innenhof des Schlosses befindet sich ein sogenannter Skulpturenhof mit weiterer zeitgenössischer Kunst. Wem das noch nicht genug ist, der sollte unbedingt auch das Moderne Museum im Inneren besuchen.

Aber auch für Leute, die keine Fans moderner Kunst sind, lohnt sich ein Besuch. Vom Schloss aus, das sich am nordwestlichen Ende des Hahnenkamms befindet, habt ihr nämlich einen sagenhaften Ausblick auf die wunderschöne Landschaft.

Schloss Spielberg

Die Geschichte dahinter

Durch die Herren von Spielberg als Burg im 12. Jahrhundert errichtet, war das Anwesen lange umstritten und wechselte oft die Besitzer. Dem Schloss Spielberg wurde damit nichts Gutes getan – denn die zahlreichen Besitzerwechsel sorgten auch dafür, dass niemand sich nachhaltig um das Gemäuer kümmerte. 1983 erstand die Künstlerfamilie Steinacker das Anwesen und ließ es in neuem Glanz erstrahlen. Selbstverständlich nicht, ohne auch die Kunst von Ernst Steinacker auf dem Areal für die Menschen bereitzustellen.

Schloss Spielberg

So entstand ein schöner Ort, der zum Verweilen einlädt sowie Geschichte und Moderne vereint.

Kennt ihr Schloss Spielberg? Dann bin ich gespannt, was ihr dazu sagt!
Kerstin

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Historischer Eisenhammer Eckersmühlen

Ihr möchtet ein Museum der etwas anderen Art besuchen? In Eckersmühlen nahe Roth (Franken) befindet sich ein Historischer Eisenhammer und damit ein Ausflugsort der besonderen Art.

Direkt am Fluss Roth, 5 Kilometer südlich von der Stadt Roth, befindet sich eine Ansammlung von Gebäuden – der Historische Eisenhammer. Die Anlage selbst war fünf Generationen im Familienbesitz. Hier befand sich von 1775 an eine Hammerschmiede.

Eisenhammer Eckersmühlen Museum

Der Weg zum Museum Historischer Eisenhammer Eckersmühlen

Als diese aufgrund von wirtschaftlichen Gegebenheiten in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgegeben werden musste, entschied sich Fritz Schäff dazu, die Anlage in ein Museum umzuwandeln. Heute kann man dort nicht nur die alten Maschinen, die er teilweise selbst gefertigt hatte, um verschiedenste Eisenwerke zu schmieden, bewundern, sondern auch an einer Schmiedevorführung teilnehmen. Diese muss allerdings vorab gebucht werden.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Die Ausstellung im Eisenhammer

Zudem ist im ehemaligen Sägewerk eine Ausstellung untergebracht. Hier kann man unter anderem sehen, wo in der Gegend Eisenerz abgebaut wurde. Spannend ist das vor allem für Leute, die in der Gegend bereits wandern waren.

Durch die moderne Aufarbeitung ist das Museum ein echtes Muss und ein idealer Ausflugstipp nicht nur bei schlechtem Wetter. Denn direkt am Eisenhammer vorbei führt der Museumsrundweg Roth. Von hier aus lassen sich mit einer Wanderung von 11 Kilometern noch zwei weitere Museen in der Stadt Roth besuchen.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Kennt ihr den Historischen Eisenhammer bereits? Falls ja: Wie hat er euch gefallen und was war euer Highlight dort? Könnt ihr noch andere, ähnliche Einrichtungen empfehlen – gern auch über die Grenzen des Altmühltals hinaus 🙂

Ich f

Kastell Ellingen

Kastell Ellingen

Nachdem ich euch erst vor zwei Wochen mit der Römervilla Möckenlohe ein Bauwerk der Römer vorgestellt habe, ist heute das Kastell Ellingen an der Reihe.

Was ist das besondere am Kastell Ellingen?

Kastell Ellingen

Zunächst mal vorneweg: Die Lage des Kastells ist alles andere als typisch. Anders als sonst üblich liegt das Kastell nämlich nicht in Sichtweite anderer ehemaliger Türme. Es stammt vermutlich aus dem Jahr 120 n. Chr. und bot mit Maßen von etwa 90×80 Metern Platz für bis zu 300 Soldaten. Funde von Metall- und Knochenresten lassen darauf schließen, dass die Soldaten hier auch unterschiedlichste Dinge wie beispielsweise Waffen, fertigten.

Wohnungen nahe des Ellinger Kastells

Früher war es üblich, dass in unmittelbarer Nähe eines Kastells auch eine Siedlung angebracht war. Hier lebten nicht nur Frauen und Kinder der Soldaten, sondern auch Handwerker.

Kastell Ellingen

Ausgrabungen aus dem späten 19. Jahrhundert lassen darauf schließen, dass sich die Siedlung südlich und östlich des Kastells befand. Wie groß diese allerdings war ist leider unklar.

Wo befindet sich das Kastell Ellingen?

Fährt man von Ellingen aus in Richtung Höttingen, ist es eigentlich kaum zu übersehen. Nur wenige hundert Meter nach der Ortsausfahrt seht ihr bereits ein braunes Infoschild mit weißer Schrift. Direkt am Kastell kann man auch gut am Rand des Schotterwegs parken.

Ihr könnt das Kastell übrigens auch wunderbar zu Fuß erreichen. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch bei strahlendem Sonnenschein eine tolle Alternative.

Kastell Ellingen

Darum solltet ihr das Kastell besuchen

Wenn ihr ein kleines Stück Geschichte entdecken wollt, kann ich euch die Ruinen des Kastells empfehlen. Idealerweise kombiniert ihr den Ausflug mit anderen Römer-Highlights in der Region. Da wären neben den Überresten der Römer in Weißenburg (Therme, Kastell und sogar ein Römermuseum) auch das Kastell in Pfünz oder der Limesturm Erkertshofen. Der Burgus bei Burgsalach (hier gibt es sogar einen Rundwanderweg) ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Auf welchen Spuren der Römer wart ihr schon unterwegs? Ich freue mich auf eure Berichte in den Kommentaren.
Kerstin

Frühling Baum Knospen

Museumsweg Roth

Der Museumsweg Roth ist ein echter Geheimtipp für alle, denen ein simpler Wanderweg zu fad ist. Denn hier warten insgesamt drei Museen mit spannenden Ausstellungen auf euch und ihr habt in Roth die Möglichkeit, einzukehren. Da der Weg ein großes Stück durch den Wald geht, ist er auch bei warmen Temperaturen gut geeignet.

Museumsweg Roth

Wir haben das schöne Frühlingswetter ausgenutzt und sind zum ersten Mal seit langem in unsere Wanderstiefel geschlüpft. Nachdem unser geplanter Ausflug nun schon einige Male sprichwörtlich ins Wasser gefallen war, ging es bei schönstem Sonnenschein nach Eckersmühlen.

Startpunkt des Museumswegs Roth

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist das Museum Historischer Eisenhammer Eckersmühlen. Hier gibt es zahlreiche Parkplätze im Schatten.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Da das Museum erst ab 13 Uhr geöffnet hat, bietet es sich an, hier erst nach der Tour Halt zu machen. Schon nach wenigen Schritten entdecken wir ein blaues Schild mit weißem Symbol. Diesem Schild folgen wir nach links in den Wald.

Für wen ist der Museumsweg Roth geeignet?

Der Rundweg ist 11 Kilometer lang und laut Beschreibung in 3 Stunden zu gehen. Wir waren hier etwas schneller, da der Weg selbst recht eben verläuft und die meiste Zeit durch den Wald führt. Das macht das Wandern sehr angenehm.

Stadtpark Roth

Durch die zahlreichen Stationen ist der Museumsweg ideal für Familien mit Kindern. Solltet ihr kleinere Kinder haben, seid ihr mit einem Tragetuch gut beraten, da der Weg nicht allzu steil verläuft. Ihr solltet beachten, dass die Museen selbst nicht barrierefrei sind.

Stadtpark Roth

Stadt Roth

Nach etwa 5 Kilometern sind wir in der Stadt Roth angekommen. Unser Weg führt uns dabei durch den Stadtgarten. Besonderes Highlight hier ist der Spielplatz um das Zauberschloss Ratibor. Beide entstanden zur Stadtgartenschau 2003 im ehemaligen Rother Stadtwald. Hier lassen sich insgesamt sieben Märchen wie Aschenputtel oder der Froschkönig entdecken. Für die Kleinen ein idealer Ort zum Spielen und Toben.

Zauberschloss Radibor Spielplatz Roth
Altmühltaltipps Kerstin Blog Altmühltal
Zauberschloss Radibor Spielplatz Roth

Schloss Ratibor

Anschließend geht es weiter zum „richtigen“ Schloss Ratibor. Es wurde im 16. Jahrhundert errichtet und war einst ein Jagdschloss. Heute befindet sich im zweiten Stock das Museum, das als Stadt- und Schlossmuseum fungiert.

Schloss Ratibor Museumsweg Roth

Fabrikmuseum

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt (hier kann man auch prima einkehren) geht es weiter in Richtung Fabrikmuseum. Hier werden so genannte leonische Waren gezeigt. Damit sind verschiedenste Waren gemeint, die aus Drahtgeflecht gefertigt wurden. Schon von außen lässt sich der Schaukeldrahtzug bestaunen.

Wenn ihr wissen wollt, welche das sind, solltet ihr unbedingt im Museum halt machen. Danach geht es durch einen weiteren Park wieder aus der Stadt in Richtung Hofstetten.

Roth Fabrikmuseum Museumsweg Roth

Museum Historischer Eisenhammer

Nach wenigen Kilometern auf dem Museumsweg sind wir bereits zurück am Ausgangspunkt. Hier lässt sich alles über das Hammerschmieden und den ehemaligen Eisenhammer von Fritz und Kätze Schäff lernen. Die Öffnungszeiten und Preise dieses Museums findet ihr übrigens hier.

Wir hatten das große Glück, einige Zeit vor einer Schmiedevorführung zum Eisenhammer zu kommen. So konnten wir zusehen, wie die Esse entzündet wird. Ein toller Anblick, wenn der Rauch schwer nach unten wabert – besonders für Fotografiebegeisterte ein echtes Highlight.

Leider war ich selbst zu spät an meiner Kamera, als dass ich diesen Moment hätte gebührend einfangen können.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Wart ihr schon einmal am Museumsweg oder einem anderen Rundweg unterwegs, auf dem sich so viel entdecken lässt? Dann bin ich gespannt auf eure Tipps und Meinungen. Lohnt sich der Museumsweg Roth oder habt ihr noch andere Empfehlungen?

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Kerstin

Römervilla Möckenlohe

Die Altmühlregion war einst von Römern besiedelt. Kein Wunder also, dass es hier zahlreiche Bauwerke (z.B. Limesturm Erkertshofen, Kastell Pfünz) und sogar Wanderwege (Römerwanderweg Burgsalach vorbei am Burgus) gibt. Die Römervilla Möckenlohe ist ebenfalls ein ganz besonderes Stück Geschichte.

Römervilla Villa Rustica Möckenlohe

Villa Rustica in Möckenlohe

Die Römervilla Möckenlohe ist das ideale Beispiel dafür, dass Sagen auch oft einen Funken Wahrheit enthalten. Denn schon immer hatte man sich in der Gegend von einer Römervilla erzählt, die es hier einst gegeben haben soll. Wirkliche Beweise dafür gab es aber nicht – bis der Landwirt Michael Donabauer 1963 auf Mauerreste stieß. Luftbilder, die 20 Jahre später von diesem Fundort gemacht wurden, bewiesen, was viele Leute bereits vermutet hatten: Hier hatte einst ein römischer Gutshof gestanden.

1993 wurde der Hof dann ausgegraben und über den originalen Grundmauern rekonstruiert. Ein beeindruckender Ort für alle Geschichtsfans!

Was hatte die Römervilla zu bieten?

Dass die Römer keinesfalls schlecht lebten, dürfte kein Geheimnis sein. In der Villa Rustika gab es neben einer Eingangshalle, Fenstern und einem Keller auch einer Heizung. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, sollte unbedingt das Museum zur Römervilla Möckenlohe besuchen. Außer montags ist das Museum immer geöffnet, die genauen Öffnungszeiten findet ihr übrigens hier.

Römervilla Villa Rustica Möckenlohe

Sehr zu empfehlen ist die Villa übrigens im August. Denn hier findet das Römische Erntedankfest mit einem großen Programm statt. Besonders für Kinder ist dieses Event ein echtes Muss.

Habt ihr die Villa Rustica schon mal besucht? Könnt ihr sie empfehlen? Dann freue ich mich auf eure Meinung in den Kommentaren.
Kerstin

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Heute habe ich einen ganz besonderen Frühlingstipp für euch – die Blausternchen im Ellinger Schlosspark. Blausternchen sind blaue Blumen, die immer zur Frühjahrszeit den Ellinger Schlossgarten in ein ganz besonderes Licht rücken.

Blausternchen im Ellinger Schlossgarten

Der Ellinger Schlossgarten

Am Ortsrand von Ellingen befindet sich die Residenz Ellingen. Ein wunderschönes, prunkvolles Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das vor allem für sein darin befindlichen Museum bekannt ist. Denn im Westflügel befindet sich das Kulturzentrum Ostpreußen, eine Ausstellung mit zahlreichen Bernsteinen und Zeitzeugnissen aus der Zeit im 19. Jahrhundert.

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Direkt hinter dem Schloss befindet sich der Schlosspark. Ein Englischer Garten mit einem 200 Jahre alten Gingko und einer ganz besonderen Blume, die vor allem im Frühjahr seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Blaues Wunder im Ellinger Schlosspark

Jedes Jahr zur Frühlingszeit ist es wieder so weit: Die Blausternchen, auch Scilla bifolia, erblühen. Die leuchtend blauen Pflanzen stammen eigentlich aus Spanien, Frankreich und Italien. Da sie sich eher im submediterranen Raum wohl fühlen, ist es umso besonderer, dass sie auch in Ellingen blühen.

Denn in Deutschland sind sie nur in wenigen Regionen zu finden. Eine der bekanntesten Gegenden für Blausternchen ist die nördlichen Oberrheinebene. Außerdem blühen sie am Bruchsaler Schloss in Baden-Württemberg oder auch im Ellinger Schlosspark.

Blausternchen im Ellinger Schlossgarten

Aufgepasst beim Blaustern

Die Blume ist durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt. Ihr dürft die Blumen daher nicht pflücken oder beschädigen. Achtet auf jeden Fall darauf, beim Besuch im Schlosspark auf den Wegen zu bleiben und nehmt unbedingt auch euren Hund – sofern ihr einen habt – an die Leine. Die Pflanzen sind sehr empfindlich und es wäre schade, wenn sie

Habt ihr die Blausternchen im Ellinger Schlosspark schon mal gesehen? Dann schreibt mir doch gern, wie sie euch gefallen haben und ob ihr auch Fotos davon gemacht habt. Ich freue mich über eure Kommentare!

Mythos Hinterkaifeck – Sonderausstellung im Bayerischen Armeemuseum

Wenn ihr aus der Region um Schrobenhausen kommt, ist euch das Verbrechen von Hinterkaifeck sicherlich ein Begriff.
Eine Familie, die entlegen im Einsiedlerhof Hinterkaifeck lebt, wird in einer Nacht im Jahr 1922 ermordet. Sämtliche Familienmitglieder, sogar die beiden kleinen Kinder, sterben auf qualvolle Weise.
Motiv? Unklar. Täter? Bis heute nicht gefunden.

Kein Wunder also, dass der Mordfall von Hinterkaifeck auch jetzt noch die Menschen bewegt. Zahlreiche Bücher auf Basis dieses Geschehens wurden schon veröffentlicht. Doch was in jener Nacht tatsächlich in Hinterkaifeck geschah, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Wenn ihr euch von dem Geschehen selbst ein Bild machen wollt, solltet ihr die Sonderausstellung „Mythos Hinterkaifeck“ im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt auf keinen Fall verpassen.
Hier werden die Hintergründe der Tat sowie die polizeilichen Arbeiten spannend aufbereitet gezeigt. Die Beziehung der einzelnen Familienmitglieder zueinander, das Auffinden des Hofs nach der Tat und einzelne Zeugenaussagen werden hier aufgearbeitet.

Turm Triva Ingolstadt

Wie ihr vielleicht erahnen könnt, hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant, noch mehr Informationen über die Tat zu bekommen.

Die Ausstellung findet im Bayerischen Polizeimuseum im Turm Triva (beim Klenzepark) in Ingolstadt statt und ist nicht nur bei schlechtem Wetter ein echter Geheimtipp! Die Sonderausstellung ist noch bis September 2018 dort zu finden.

Öffnungszeiten:

Di-Fr     9.00 bis 17.30 Uhr
Sa-So  10.00 bis 17.30 Uhr

Turm Triva Ingolstadt

Eintrittspreise:

6,00 € (ermäßigt 5,00 €).
Er beinhaltet auch den Eintritt in die Dauerausstellung des Bayerischen Polizeimuseums. Hier könnt ihr alte Polizeifahrzeuge, Klamotten und Einrichtungsgegenstände aus alten Polizeiinspektionen bestaunen.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem Besuch dort und freue mich über eure Erfahrungsberichte. Hat es euch dort gefallen? Könnt ihr euch vorstellen, die Ausstellung zu besuchen? 🙂
Ich bin gespannt!
Kerstin

Burg Kipfenberg und geografischer Mittelpunkt Bayerns

Dass das Altmühltal im Herzen Bayerns liegt, ist den meisten bekannt. Aber dass sich ganz in der Nähe der Burg Kipfenberg der geografische Mittelpunkt des Freistaats befindet vielleicht weniger.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns

1979 wurde vom Landesvermessungsamt München der Mittelpunkt Bayerns dort festgelegt. Seit 1980 schmückt ein Findling die Stelle. Seit letztem Herbst wurde die Stelle durch einen kleinen Aufenthaltsplatz mit Sitzöglichkeiten und eine Infotafel ergänzt.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns Kipfenberg

Die Burg Kipfenberg

Einige hundert Meter bergabwärts des geografischen Mittelpunkts steht die Burg Kipfenberg. Dorthin führt von Kipfenberg aus eine sehr enge, kurvige Straße und ein Wanderweg. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für ihre starke Befestigung bekannt. Aufgrund derer überstand sie den Bauern- und den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Burg Kipfenberg

Das Museum

Seit etwas mehr als 100 Jahren ist die Burg in Privatbesitz und zu großen Teilen bewohnt.
Die Vorburg ist jedoch dem Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseum vorbehalten. Neben der Geschichte des Limes erfährt man hier viel über das germanische Kriegergrab aus dem 5. Jahrhundert, das dort nachgestellt zu sehen ist. Außerdem gibt es hier ein Café und einen Museumsladen.

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, 2 Euro ermäßigt.
Wart ihr schon mal im Museum? Wie hat es euch gefallen? Und wie findet ihr den Mittelpunkt Bayerns? Habt ihr den bereits besucht?
Kerstin

Vorgeschichtlicher Weg

Der Rundweg beginnt bei Waizenhofen, einem kleinen Ort 5 km südlich von Thalmässing und 9 km nördlich von Titting. Bei schönem Wetter starten hier Paraglider ihre Flüge. Einige Meter vor deren Startplatz findet man bereits die erste Infotafel mit einer Wegbeschreibung. Hier startet der  sehr gut beschriebene vorgeschichtliche Weg.

Thalmässing

Die Route

Zunächst geht es bergab in Richtung Thalmässing. Dort befindet sich das Vor- und frühgeschichtliche Museum, in dem sich die Geschichte der Besiedlung der Region erkunden lässt. Das Museum ist auch für Kinder gut geeignet. So lassen sich sechs Epochen kennenlernen.

Archäologisches Museum Thalmässing

Weiter geht es durch den Wald, vorbei an einer vorgeschichtlichen Abschnittsbefestigung am Waizenhofener Espan und einem Grabhügel der Bronze- und Hallstattzeit. Diese Grabhügelfelder gehören zu den größten in Mittelfranken. Es besteht aus mehr als 35 Grabhügeln, die noch heute gut erkennbar sind. Nahe Gerbersdorf finden sich weitere dieser Grabhügel.

Im Thalachtal verlief vermutlich ein früher Weg zu einer alten Siedlungslandschaft. Hier wurden zahlreiche Funde aus frühen Zeiten sichergestellt.
Der Rückweg führt an Landersdorf vorbei, wo sich das Geschichtsdorf Landersdorf befindet. Rekonstruktionen von Steinzeithäusern und Gebäuden aus der Keltenzeit lassen sich hier bestaunen.

Fallschirm Waizenhofen

Der Rundweg hat eine Länge von 12 Kilometern. Allerdings gibt es in der Gegend auch weitere Archäologische Wanderwege: Den Keltenweg mit einer Länge von 5 km und den Mittelalterweg mit 6 km.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin