Frühling Baum Knospen

Museumsweg Roth

Der Museumsweg Roth ist ein echter Geheimtipp für alle, denen ein simpler Wanderweg zu fad ist. Denn hier warten insgesamt drei Museen mit spannenden Ausstellungen auf euch und ihr habt in Roth die Möglichkeit, einzukehren. Da der Weg ein großes Stück durch den Wald geht, ist er auch bei warmen Temperaturen gut geeignet.

Museumsweg Roth

Wir haben das schöne Frühlingswetter ausgenutzt und sind zum ersten Mal seit langem in unsere Wanderstiefel geschlüpft. Nachdem unser geplanter Ausflug nun schon einige Male sprichwörtlich ins Wasser gefallen war, ging es bei schönstem Sonnenschein nach Eckersmühlen.

Startpunkt des Museumswegs Roth

Ausgangspunkt für unsere Wanderung ist das Museum Historischer Eisenhammer Eckersmühlen. Hier gibt es zahlreiche Parkplätze im Schatten.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Da das Museum erst ab 13 Uhr geöffnet hat, bietet es sich an, hier erst nach der Tour Halt zu machen. Schon nach wenigen Schritten entdecken wir ein blaues Schild mit weißem Symbol. Diesem Schild folgen wir nach links in den Wald.

Für wen ist der Museumsweg Roth geeignet?

Der Rundweg ist 11 Kilometer lang und laut Beschreibung in 3 Stunden zu gehen. Wir waren hier etwas schneller, da der Weg selbst recht eben verläuft und die meiste Zeit durch den Wald führt. Das macht das Wandern sehr angenehm.

Stadtpark Roth

Durch die zahlreichen Stationen ist der Museumsweg ideal für Familien mit Kindern. Solltet ihr kleinere Kinder haben, seid ihr mit einem Tragetuch gut beraten, da der Weg nicht allzu steil verläuft. Ihr solltet beachten, dass die Museen selbst nicht barrierefrei sind.

Stadtpark Roth

Stadt Roth

Nach etwa 5 Kilometern sind wir in der Stadt Roth angekommen. Unser Weg führt uns dabei durch den Stadtgarten. Besonderes Highlight hier ist der Spielplatz um das Zauberschloss Ratibor. Beide entstanden zur Stadtgartenschau 2003 im ehemaligen Rother Stadtwald. Hier lassen sich insgesamt sieben Märchen wie Aschenputtel oder der Froschkönig entdecken. Für die Kleinen ein idealer Ort zum Spielen und Toben.

Zauberschloss Radibor Spielplatz Roth
Altmühltaltipps Kerstin Blog Altmühltal
Zauberschloss Radibor Spielplatz Roth

Schloss Ratibor

Anschließend geht es weiter zum „richtigen“ Schloss Ratibor. Es wurde im 16. Jahrhundert errichtet und war einst ein Jagdschloss. Heute befindet sich im zweiten Stock das Museum, das als Stadt- und Schlossmuseum fungiert.

Schloss Ratibor Museumsweg Roth

Fabrikmuseum

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt (hier kann man auch prima einkehren) geht es weiter in Richtung Fabrikmuseum. Hier werden so genannte leonische Waren gezeigt. Damit sind verschiedenste Waren gemeint, die aus Drahtgeflecht gefertigt wurden. Schon von außen lässt sich der Schaukeldrahtzug bestaunen.

Wenn ihr wissen wollt, welche das sind, solltet ihr unbedingt im Museum halt machen. Danach geht es durch einen weiteren Park wieder aus der Stadt in Richtung Hofstetten.

Roth Fabrikmuseum Museumsweg Roth

Museum Historischer Eisenhammer

Nach wenigen Kilometern auf dem Museumsweg sind wir bereits zurück am Ausgangspunkt. Hier lässt sich alles über das Hammerschmieden und den ehemaligen Eisenhammer von Fritz und Kätze Schäff lernen. Die Öffnungszeiten und Preise dieses Museums findet ihr übrigens hier.

Wir hatten das große Glück, einige Zeit vor einer Schmiedevorführung zum Eisenhammer zu kommen. So konnten wir zusehen, wie die Esse entzündet wird. Ein toller Anblick, wenn der Rauch schwer nach unten wabert – besonders für Fotografiebegeisterte ein echtes Highlight.

Leider war ich selbst zu spät an meiner Kamera, als dass ich diesen Moment hätte gebührend einfangen können.

Eisenhammer Eckersmühlen Museumsweg Roth

Wart ihr schon einmal am Museumsweg oder einem anderen Rundweg unterwegs, auf dem sich so viel entdecken lässt? Dann bin ich gespannt auf eure Tipps und Meinungen. Lohnt sich der Museumsweg Roth oder habt ihr noch andere Empfehlungen?

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Kerstin

Römervilla Möckenlohe

Die Altmühlregion war einst von Römern besiedelt. Kein Wunder also, dass es hier zahlreiche Bauwerke (z.B. Limesturm Erkertshofen, Kastell Pfünz) und sogar Wanderwege (Römerwanderweg Burgsalach vorbei am Burgus) gibt. Die Römervilla Möckenlohe ist ebenfalls ein ganz besonderes Stück Geschichte.

Römervilla Villa Rustica Möckenlohe

Villa Rustica in Möckenlohe

Die Römervilla Möckenlohe ist das ideale Beispiel dafür, dass Sagen auch oft einen Funken Wahrheit enthalten. Denn schon immer hatte man sich in der Gegend von einer Römervilla erzählt, die es hier einst gegeben haben soll. Wirkliche Beweise dafür gab es aber nicht – bis der Landwirt Michael Donabauer 1963 auf Mauerreste stieß. Luftbilder, die 20 Jahre später von diesem Fundort gemacht wurden, bewiesen, was viele Leute bereits vermutet hatten: Hier hatte einst ein römischer Gutshof gestanden.

1993 wurde der Hof dann ausgegraben und über den originalen Grundmauern rekonstruiert. Ein beeindruckender Ort für alle Geschichtsfans!

Was hatte die Römervilla zu bieten?

Dass die Römer keinesfalls schlecht lebten, dürfte kein Geheimnis sein. In der Villa Rustika gab es neben einer Eingangshalle, Fenstern und einem Keller auch einer Heizung. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, sollte unbedingt das Museum zur Römervilla Möckenlohe besuchen. Außer montags ist das Museum immer geöffnet, die genauen Öffnungszeiten findet ihr übrigens hier.

Römervilla Villa Rustica Möckenlohe

Sehr zu empfehlen ist die Villa übrigens im August. Denn hier findet das Römische Erntedankfest mit einem großen Programm statt. Besonders für Kinder ist dieses Event ein echtes Muss.

Habt ihr die Villa Rustica schon mal besucht? Könnt ihr sie empfehlen? Dann freue ich mich auf eure Meinung in den Kommentaren.
Kerstin

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Heute habe ich einen ganz besonderen Frühlingstipp für euch – die Blausternchen im Ellinger Schlosspark. Blausternchen sind blaue Blumen, die immer zur Frühjahrszeit den Ellinger Schlossgarten in ein ganz besonderes Licht rücken.

Blausternchen im Ellinger Schlossgarten

Der Ellinger Schlossgarten

Am Ortsrand von Ellingen befindet sich die Residenz Ellingen. Ein wunderschönes, prunkvolles Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das vor allem für sein darin befindlichen Museum bekannt ist. Denn im Westflügel befindet sich das Kulturzentrum Ostpreußen, eine Ausstellung mit zahlreichen Bernsteinen und Zeitzeugnissen aus der Zeit im 19. Jahrhundert.

Blausternchen im Ellinger Schlosspark

Direkt hinter dem Schloss befindet sich der Schlosspark. Ein Englischer Garten mit einem 200 Jahre alten Gingko und einer ganz besonderen Blume, die vor allem im Frühjahr seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Blaues Wunder im Ellinger Schlosspark

Jedes Jahr zur Frühlingszeit ist es wieder so weit: Die Blausternchen, auch Scilla bifolia, erblühen. Die leuchtend blauen Pflanzen stammen eigentlich aus Spanien, Frankreich und Italien. Da sie sich eher im submediterranen Raum wohl fühlen, ist es umso besonderer, dass sie auch in Ellingen blühen.

Denn in Deutschland sind sie nur in wenigen Regionen zu finden. Eine der bekanntesten Gegenden für Blausternchen ist die nördlichen Oberrheinebene. Außerdem blühen sie am Bruchsaler Schloss in Baden-Württemberg oder auch im Ellinger Schlosspark.

Blausternchen im Ellinger Schlossgarten

Aufgepasst beim Blaustern

Die Blume ist durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt. Ihr dürft die Blumen daher nicht pflücken oder beschädigen. Achtet auf jeden Fall darauf, beim Besuch im Schlosspark auf den Wegen zu bleiben und nehmt unbedingt auch euren Hund – sofern ihr einen habt – an die Leine. Die Pflanzen sind sehr empfindlich und es wäre schade, wenn sie

Habt ihr die Blausternchen im Ellinger Schlosspark schon mal gesehen? Dann schreibt mir doch gern, wie sie euch gefallen haben und ob ihr auch Fotos davon gemacht habt. Ich freue mich über eure Kommentare!

Mythos Hinterkaifeck – Sonderausstellung im Bayerischen Armeemuseum

Wenn ihr aus der Region um Schrobenhausen kommt, ist euch das Verbrechen von Hinterkaifeck sicherlich ein Begriff.
Eine Familie, die entlegen im Einsiedlerhof Hinterkaifeck lebt, wird in einer Nacht im Jahr 1922 ermordet. Sämtliche Familienmitglieder, sogar die beiden kleinen Kinder, sterben auf qualvolle Weise.
Motiv? Unklar. Täter? Bis heute nicht gefunden.

Kein Wunder also, dass der Mordfall von Hinterkaifeck auch jetzt noch die Menschen bewegt. Zahlreiche Bücher auf Basis dieses Geschehens wurden schon veröffentlicht. Doch was in jener Nacht tatsächlich in Hinterkaifeck geschah, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Wenn ihr euch von dem Geschehen selbst ein Bild machen wollt, solltet ihr die Sonderausstellung „Mythos Hinterkaifeck“ im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt auf keinen Fall verpassen.
Hier werden die Hintergründe der Tat sowie die polizeilichen Arbeiten spannend aufbereitet gezeigt. Die Beziehung der einzelnen Familienmitglieder zueinander, das Auffinden des Hofs nach der Tat und einzelne Zeugenaussagen werden hier aufgearbeitet.

Turm Triva Ingolstadt

Wie ihr vielleicht erahnen könnt, hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant, noch mehr Informationen über die Tat zu bekommen.

Die Ausstellung findet im Bayerischen Polizeimuseum im Turm Triva (beim Klenzepark) in Ingolstadt statt und ist nicht nur bei schlechtem Wetter ein echter Geheimtipp! Die Sonderausstellung ist noch bis September 2018 dort zu finden.

Öffnungszeiten:

Di-Fr     9.00 bis 17.30 Uhr
Sa-So  10.00 bis 17.30 Uhr

Turm Triva Ingolstadt

Eintrittspreise:

6,00 € (ermäßigt 5,00 €).
Er beinhaltet auch den Eintritt in die Dauerausstellung des Bayerischen Polizeimuseums. Hier könnt ihr alte Polizeifahrzeuge, Klamotten und Einrichtungsgegenstände aus alten Polizeiinspektionen bestaunen.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem Besuch dort und freue mich über eure Erfahrungsberichte. Hat es euch dort gefallen? Könnt ihr euch vorstellen, die Ausstellung zu besuchen? 🙂
Ich bin gespannt!
Kerstin

Burg Kipfenberg und geografischer Mittelpunkt Bayerns

Dass das Altmühltal im Herzen Bayerns liegt, ist den meisten bekannt. Aber dass sich ganz in der Nähe der Burg Kipfenberg der geografische Mittelpunkt des Freistaats befindet vielleicht weniger.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns

1979 wurde vom Landesvermessungsamt München der Mittelpunkt Bayerns dort festgelegt. Seit 1980 schmückt ein Findling die Stelle. Seit letztem Herbst wurde die Stelle durch einen kleinen Aufenthaltsplatz mit Sitzöglichkeiten und eine Infotafel ergänzt.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns Kipfenberg

Die Burg Kipfenberg

Einige hundert Meter bergabwärts des geografischen Mittelpunkts steht die Burg Kipfenberg. Dorthin führt von Kipfenberg aus eine sehr enge, kurvige Straße und ein Wanderweg. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für ihre starke Befestigung bekannt. Aufgrund derer überstand sie den Bauern- und den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Burg Kipfenberg

Das Museum

Seit etwas mehr als 100 Jahren ist die Burg in Privatbesitz und zu großen Teilen bewohnt.
Die Vorburg ist jedoch dem Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseum vorbehalten. Neben der Geschichte des Limes erfährt man hier viel über das germanische Kriegergrab aus dem 5. Jahrhundert, das dort nachgestellt zu sehen ist. Außerdem gibt es hier ein Café und einen Museumsladen.

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, 2 Euro ermäßigt.
Wart ihr schon mal im Museum? Wie hat es euch gefallen? Und wie findet ihr den Mittelpunkt Bayerns? Habt ihr den bereits besucht?
Kerstin

Vorgeschichtlicher Weg

Der Rundweg beginnt bei Waizenhofen, einem kleinen Ort 5 km südlich von Thalmässing und 9 km nördlich von Titting. Bei schönem Wetter starten hier Paraglider ihre Flüge. Einige Meter vor deren Startplatz findet man bereits die erste Infotafel mit einer Wegbeschreibung. Hier startet der  sehr gut beschriebene vorgeschichtliche Weg.

Thalmässing

Die Route

Zunächst geht es bergab in Richtung Thalmässing. Dort befindet sich das Vor- und frühgeschichtliche Museum, in dem sich die Geschichte der Besiedlung der Region erkunden lässt. Das Museum ist auch für Kinder gut geeignet. So lassen sich sechs Epochen kennenlernen.

Archäologisches Museum Thalmässing

Weiter geht es durch den Wald, vorbei an einer vorgeschichtlichen Abschnittsbefestigung am Waizenhofener Espan und einem Grabhügel der Bronze- und Hallstattzeit. Diese Grabhügelfelder gehören zu den größten in Mittelfranken. Es besteht aus mehr als 35 Grabhügeln, die noch heute gut erkennbar sind. Nahe Gerbersdorf finden sich weitere dieser Grabhügel.

Im Thalachtal verlief vermutlich ein früher Weg zu einer alten Siedlungslandschaft. Hier wurden zahlreiche Funde aus frühen Zeiten sichergestellt.
Der Rückweg führt an Landersdorf vorbei, wo sich das Geschichtsdorf Landersdorf befindet. Rekonstruktionen von Steinzeithäusern und Gebäuden aus der Keltenzeit lassen sich hier bestaunen.

Fallschirm Waizenhofen

Der Rundweg hat eine Länge von 12 Kilometern. Allerdings gibt es in der Gegend auch weitere Archäologische Wanderwege: Den Keltenweg mit einer Länge von 5 km und den Mittelalterweg mit 6 km.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Museum Mobile

Die AUDI AG ist ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz im oberbayerischen Ingolstadt. Direkt angegliedert an das Werk befindet sich das firmeneigene Museum Mobile. Hier lässt sich die Firmengeschichte erkunden. Erfahrt den Grund für die vier Ringe oder wie die Firma zu ihrem Namen gekommen ist.
Klingt spannend? Aber das ist noch nicht alles.

Audi Ingolstadt Museum Mobile

Auf etwa 6000 Quadratmetern findet ihr Exponate von der Gründerzeit des Unternehmens bis hin zu aktuellen Modellen. So könnt ihr sehen, wie sich Autos und Motorräder im Laufe der Jahre geändert haben. Nicht nur herkömmliche Wagen, sondern auch Sonderfahrzeuge von Polizei erwarten euch hier.

Hinzu kommen regelmäßig wechselnde Themenausstellungen. Lasst euch überraschen oder informiert euch alternativ dazu vorab auf der Homepage des Museum Mobile.

Museum Mobile Preise

Preise inkl. Führung (und exkl. Führung):
Erwachsene: 4 Euro (2 Euro)
Rentner, Studenten, Behinderte, Jugendliche bis 18 Jahre: 2 Euro (1 Euro)
Kinder bis 6 Jahren in Begleitung Erwachsener: frei
(Stand Juni 2016)

Der ideale Tipp für ein verregnetes Wochenende!

Kennt ihr noch weitere Museen in der Region, die man kennen sollte, so wie vielleicht das Bayerische Armeemuseum Ingolstadt? Dann freue ich mich über euren Kommentar.
Kerstin

Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen

Von außen wirkt es eher unscheinbar. Ein Gebäude, das genauso gut ein Verwaltungsbau oder eine Schule sein könnte. Doch in ihm steckt das Lebenswerk des ehemaligen Solnhofer Bürgermeisters, Friedrich Müller – das Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen.

Die Fossilien aus seiner Heimat haben ihn schon lange begeistert und fasziniert. Deshalb hat er anfangs bei sich zu Hause eine private Fossiliensammlung aufgebaut. 1954 machte der Bürgermeisten den Ausstellungsraum der Öffentlichkeit zugänglich.
Seit 1968 befindet sich in der Bahnhofstraße das nach ihm benannte Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen, das inzwischen als „Welt in Stein“ firmiert.

Museum Solnhofen

Neben einigen Ausstellungsstücken aus der Sammlung des ehemaligen Bürgermeisters finden sich hier aber auch Neuzugänge, wie etwa Versteinerungen der Urvogels Archaeopteryx, den man auch in der Willibaldsburg in Eichstätt bestaunen kann. Zudem präsentiert das Museum einen Modellsteinbruch mit Arbeitsgeräten der Steinbrecher, die zum Teil noch heute genauso verwendet werden.
Besonderer Höhepunkt unter den Fossilien ist ein weltweit einzigartiger Fund eines 70 cm großen Dinosaurierbabys.

Nachdem der Solnhofener Stein mit seiner feinen Beschaffenheit für die Lithographie unentbehrlich ist, findet ihr im oberen Stockwerk des Museums eine Ausstellung zu Siebdrucken.

Das Museum ist von April bis Oktober täglich von 09:00 – 17:00 Uhr geöffnet. Von November bis März öffnet es seine Pforten nur sonntags von 13:00 – 16:00 Uhr.
Kerstin

Was kennzeichnet ein Jurahaus?

Jurahäuser gibt es im Altmühltal, ganz besonders im so genannten Altmühljura, einige. Besonders verbreitet sind sie im Landkreis Eichstätt und im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, doch auch bei Kelheim finden sich einige Exemplare.

Was kennzeichnet ein Jurahaus?

Charakteristisch für Jurahäuser sind flach geneigte Dächer, die mit Steinen bedeckt sind. Folglich gibt es kaum einen Dachüberstand und einen gewaltigen Dachstuhl, der die schweren Platten trägt. Außerdem typisch sind die kleinen Fenster und recht einfache Fassaden.
Dabei ist das Jurahaus nicht nur eine Bauform für die ärmere Bevölkerungsschicht. Auch größere Bauern- und Wirtshäuser wurden in diesem Stil gebaut. Die meisten Jurahäuser der Region sind mehrere hundert Jahre alt.

Warum gibt es Jurahäuser nur in wenigen Gebieten?

Diese Gegebenheit hängt mit den Steinbrüchen der Region zusammen. Dort förderte und fördert man Kalkstein. Beim Jurahaus-Bau waren vor allem die Kalkplatten des Juras geeignet. Die Steine wurden häufig sehr mühsam zu ihrem Bestimmungsort transportiert. Häufig wurden hierfür auch Ochsenkarren verwendet.

Wo kann ich ein Jurahaus von innen sehen?

Seit 10. Oktober 2014 gibt es das Jurahaus-Museum in der Rotkreuzgasse in Eichstätt. Dort kann man nicht nur das Jurahaus selbst besichtigen, sondern auch wichtige Informationen zur Geschichte der Jurahäuser bekommen. Öffnungszeiten sind mittwochs von 09:00 – 12:00 Uhr, freitags von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr und sonntags von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Sehenswert ist dabei dieser Beitrag des Bayerischen Rundfunks.

Projekt Jurahaus

Da es heutzutage immer weniger Jurahäuser gibt, hat sich im Jahr 2011 das Projekt Jurahaus gegründet.
So sollen Jurahäuser mithilfe des Projekts saniert und neu genutzt werden. So entstand auch das Bürger- und Kulturzentrum KRONE in Kipfenberg oder das Gemeinschaftshaus in Georgenbuch nahe Riedenburg.

Kennt ihr noch weitere Jurahäuser? Was findet ihr besonders schön an dieser Bauform?
Kerstin