Landesgartenschau Ingolstadt Detailaufnahme Biene

Landesgartenschau Ingolstadt

1996 fand in Amberg in der Oberpfalz die erste Landesgartenschau Bayerns statt. Seitdem wird alle zwei Jahre in einer anderen Stadt das Projekt Gartenschau durchgeführt. 2020 war die Landesgartenschau Ingolstadt geplant, die aufgrund der aktuellen Corona-Situation nun aber 2021 stattfindet. Das Motto der Schau: Inspiration Natur.

Auf einem 23 Hektar großen Areal am Ingolstädter Westpark findet vom 21. April bis 3. Oktober die Landesgartenschau statt. Zahlreiche Blumenwiesen, ein schöner künstlich angelegter See sowie mehrere Spielplätze – darunter auch ein Wasserspielplatz – laden zum Verweilen ein.

Ein Tag auf der Landesgartenschau Ingolstadt

Wir haben unsere Tour an der Kasse West an der Blumenhalle gestartet. Ihr könnt aber auch an vier weiteren Kassen (Kasse Nord, Ost, Süd oder Westpark) euren Rundgang starten. Von der Kasse West aus befindet man sich direkt vor der Blumenhalle und zwei großen bepflanzten Hügeln, die mit schrillen Pink-, Lila- und Rosatönen eine echte Augenweide und – so scheint es uns – auch ein beliebtes Fotomotiv sind.

Wir haben uns dann dafür entschieden, erst in Richtung Süden zu starten. Vorbei am Landschaftssee und dem großen Wasserspielplatz ging es für uns daher zu den Wassergärten und die Gärten als Kraftort. In diesem Teil des riesigen Areals befindet sich auch das Stadtlabor, bei dem es einiges zu entdecken gibt. Sehr spannend fanden wir etwas, was eigentlich weniger mit dem Thema Garten zu tun hat, aber uns trotzdem alle beschäftigen kann: Demenz. An dem Stand lässt sich ein Gefühl dafür bekommen, wie das Leben mit Demenz sein kann. Denn scheinbar einfache Aufgaben werden durch die einzelnen Stationen plötzlich sehr schwierig. Definitiv lehrreich und sehr zu empfehlen!

Nach dem Abstecher dort geht es für uns wieder nördlich zu den Gärten der Partnerstädte. Alle Partnerstädte Ingolstadts haben hier einen Themenbereich. Während ihr auf dem Bild den Bereich Moskaus seht, haben auch Opole (Polen), Foshan (China), Kirkcaldy (Schottland), Kragujevac (Serbien) oder Murska Sobota (Slowenien) ihren eigenen Bereich.

Vorbei an der Jungen Gartenschau und der Inspiration Landwirtschaft führt uns unser Weg zum Pavillon der Region. Hier haben die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm und die Stadt Ingolstadt einen kleinen Bereich. Hier könnt ihr übrigens auch Frankensteins Monster treffen und ein Bild mit ihm schießen.

Danach gibt es zahlreiche Inspirationen für den eigenen heimischen Garten. Von einem Natur-Schwimmteich bis hin zu nachhaltigen Gärten oder Ideen für Saunen ist hier nahezu für jeden Geschmack etwas dabei. Das Bild hier zeigt zwei Tische einer langen Tafel, bei der mittig Sukkulenten und andere Trockenpflanzen wachsen. Quasi ein tisch fürs Auge.

Vorbei an der Apfelbaumwiese und weiteren schönen Blumenbeeten findet sich gegen Nordausgang auch ein Spielhügel und ein Nachhaltigkeitsparcours, der nicht nur für die Kleinen spannend sein kann.

Für wen ist die Gartenschau geeignet?

Ein Ausflug zur Landesgartenschau Ingolstadt ist also vor allem für Familien mit Kindern geeignet. Die zahlreichen Spielplätze und Erkundungsflächen bieten viel Abwechslung und Spaß, sind aber sicherlich auch für Erwachsenen eine Oase der Ruhe.

Einziges Manko: Da die Freiflächen relativ wenig Schatten bieten, empfiehlt es sich, bei bewölktem, nicht zu heißen Wetter den Ausflug zu planen.

Sonst noch wichtig

Alle Informationen zur Landesgartenschau wie Öffnungszeiten und Preise sowie die aktuellsten Corona-Bestimmungen entnehmt ihr am besten der Informationsseite ingolstadt2020.de Parken könnt ihr ganz einfach auf den extra dafür ausgeschriebenen Parkflächen, beispielsweise nahe der AUDI AG oder an der Ortseinfahrt Ingolstadt neben dem Einkaufszentrum Westpark. Außerdem könnt ihr auch einen Shuttlebus beispielsweise vom ZOB oder vom Bahnhof aus nutzen, um zum Gartenschaugelände zu gelangen. Nach Vorlage eures Tickets könnt ihr übrigens auch kostenfrei mit den Bussen der INVG (Ingolstädter Verkehrsgesellschaft) fahren.

Wenn ihr noch Lust auf einen Abstecher in die Innenstadt habt, lest doch den Beitrag mit 19 Dingen, die ihr in Ingolstadt tun solltet. Ich wünsche euch auf jeden Fall schon mal ganz viel Spaß bei eurem Ausflug zur Landesgartenschau und freue mich über eure Meinungen dazu in den Kommentaren.

Kerstin

Festung Rothenberg Eingang

Festung Rothenberg

Von der Autobahn A9 aus ist die Festung Rothenberg bereits zu sehen. Das riesige Gemäuer, dessen Ursprünge aus dem 13. Jahrhundert stammen, befindet sich nahe Schnaittach, etwas nordöstlich von Nürnberg.

Um diesen besonderen Ort zu sehen, sind einige hundert Meter Fußmarsch nötig. Da der Weg aber durch den Wald führt, ist der Aufstieg zur Veste auch bei wärmeren Temperaturen kein Problem.

Wir parken in Schnaittach auf einem öffentlichen Parkplatz. Von hier aus müsst ihr euch in Richtung Skilift halten. Im Ort selbst gibt es leider fast keine Schilder. Vom Skilift aus kommt ihr an einen beschilderten Rundweg. Hinterhalb der Festung gibt es übrigens auch eine Friedhofsruine.

Festung Rothenberg Außenansicht

Über die Festung Rothenberg

Die Spuren dieses imposanten Bauwerks gehen zurück ins 13. Jahrhundert. Die Festung, so wie sie heute über Schnaittach thront, wurde allerdings erst 500 Jahre später erbaut. Die Festung war ein strategischer Stützpunkt; in Kriegszeiten nutzte sie die Bevölkerung als Unterschlupf.

Durch das Ende der Kriege und die Umstrukturierung bisheriger Grenzen wurde die Festung strategisch unbedeutend. Der Heimat- und Verschönerungsverein machte sich es daher zur Aufgabe, die Festung als Ausflugsziel attraktiv zu machen.

Festung Rothenberg Mauer

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Von November bis März ist die Festung leider komplett geschlossen. In den Sommermonaten kann sie außer montags und dienstags von 10-17 Uhr besucht werden. Alle weiteren Informationen zu Eintrittspreisen, Führungen und Co findet ihr auf der Website des Heimatvereins Schnaittach.

Warst du schon mal an der Festung Rothenberg? Dann freue ich mich über deinen Kommentar – wie hat es dir gefallen, welche Orte in der Gegend kannst du noch empfehlen und was sollten Besucher unbedingt beachten?

Andere Festungen in der Gegend

Euch gefällt der Ort? Dann schaut doch mal bei der Festung Wülzburg bei Weißenburg vorbei. Ich freue mich auf weitere Tipps von euch!

Kerstin

Ausblick Bayerischer Wald

Baumwipfelpfad und Tierfreigelände Bayerischer Wald

Passend zur Corona-Zeit haben wir uns entschieden, dieses Mal nur einen kleinen Urlaub zu unternehmen und dafür über ein Wochenende in den recht nahe gelegenen Bayerischen Wald zu fahren. Der Baumwipfelpfad und das Tierfreigelände Bayerischer Wald standen dabei natürlich auch auf der To-Do-Liste.

Erfahre im Blogbeitrag, ob sich der Besuch gelohnt hat und was die beiden Ausflugsziele, die praktischerweise direkt nebeneinander liegen, auch für dich zu einem tollen Ausflugsziel machen.

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Neuschönau

Baumwipfelpfad Neuschönau

Unseren Ausflug starten wir mit dem Baumwipfelpfad. Da wir recht früh dort sind, haben wir das Glück, auf relativ wenig andere Besucher zu treffen und so gemütlich den Pfad entlang schlendern zu können. Auf den Seiten des Holzpfads gibt es immer wieder Spannendes zu entdecken – vor allem für Kinder. Ein kleines Eichhörnchen erklärt dabei spielerisch wie ein Wald funktioniert und warum es so wichtig ist, dass die Natur sich selbst reguliert. Besonders viel zu entdecken gibt es dabei sowohl auf der Platform als auch im 44 Meter hohen Turm.

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Neuschönau

Dort oben angelangt erwartet uns nämlich eine traumhafte Aussicht über die Wipfel der Bäume. Der Turm, der in Form eines Eis gebaut wurde, hat übrigens ein Gesamtgewicht von 520 Tonnen. Das besondere am Pfad ist, dass er – bis auf die Platform „Waldinsel“ – vollkommen ohne Stufen auskommt. Somit ist er auch für Rollstuhlfahrer geeignet (zur Platform führt ein Treppenlift). Ein Besuch mit dem Kinderwagen sollte daher auch kein Problem sein.

Der Baumwipfelpfad hat eine Länge von 1.300 Metern. Je nachdem, wie intensiv ihr euch mit den Inhalten befasst, kann ein Besuch laut Website 1-2 Stunden dauern. Alle Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Seite des Baumwipfelpfads Bayerischer Wald.

Tierfreigelände Bayerischer Wald

Bauwipfelpfad und Tierfreigelände lassen sich bei eurem Besuch wunderbar kombinieren. Denn beide Orte liegen so nah beieinander, dass sie sogar dieselben Parkplätze nutzen. Der Zugang zum Tierfreigelände ist komplett kostenfrei. Die Gehege sind ganzjährig geöffnet.

Bayerischer Wald Tierfreigehege Baumwipfelpfad

Den Rundweg könnt ihr an jedem beliebigen Ausgangspunkt starten. Bei uns war dieser – durch unseren vorangegangenen Besuch des Baumwipfelpfads – direkt am Parkplatz 1. Von hier aus führt der Weg vorbei an Wisenten, einem Luchs (dem wir leider nicht begegnet sind), Wolf, Otter, Elch, Wildkatze und Braunbär. Kurzum: An allen Tieren, die es einst im Bayerischen Wald gegeben hat und die nun dort wieder Lebensraum erhalten sollen.

Ein kleines Highlight ist definitiv das Gehege der Wildschweine. Denn der Rundweg führt mitten hindurch, wodurch ihr den Tieren besonders nahe sein könnt. Die Schweine kennen die Besucher und sind daher überhaupt nicht schreckhaft.

Auch hier sind alle Wege barrierefrei. Der Rundweg hat eine Länge von 7 Kilometern, die durch die vielen Tiere aber abwechslungsreich und spannend gestaltet sind. An den jeweiligen Infotafeln lässt sich – vor allem von Kindern – einiges entdecken. Denn die hölzernen Tafeln sind teilweise interaktiv gestaltet und laden zum Entdecken ein. An den zahlreichen Bänken und Holztischen lässt sich wunderbar eine mitgebrachte Brotzeit essen und Pause machen.

Baumwipfelpfad Bayerischer Wald Neuschönau

Zusammenfassung: Baumwipfelpfad und Tierfreigelände Bayerischer Wald

Beide Orte lassen sich wunderbar zu einem Tagesausflug vereinen und sind gut für einen Familienausflug geeignet. Besonders die Barrierefreiheit ist hier ein Pluspunkt.

Warst du schon mal am Baumwipfelpfad und/oder im Tierfreigelände? Wie hat es dir gefallen? Kannst du andere ähnliche Orte empfehlen? Dann freue ich mich wie immer über deinen Kommentar!
Kerstin

Weitere Tipps und Ausflugsziele in Bayern.

weltnah Magazin

Weltnah Magazin

Schon lange folge ich der lieben Sophia von Sophias-Welt auf sämtlichen Social Media Kanälen. Ich kenne sie von meiner Blogaktion „Einmal quer durch Deutschland“ aus dem Jahr 2017, bei der sie ihre Heimat Regensburg vorgestellt hat. Vor einiger Zeit erzählte sie auf Instagram von dem Weltnah Magazin, an dem sie gemeinsam mit Katja von WellSpaPortal arbeitet.

Was ist das Weltnah Magazin?

Das Weltnah Magazin ist ein nachhaltiges Magazin, das sich auf die Region südlich des Mains fokussiert. Die beiden arbeiten dabei nicht nur an einer digitalen, sondern auch an einer Print-Version. Vor allem letztere finde ich klasse und möchte sie daher unbedingt unterstützen.

Was genau die beiden sich beim Magazin gedacht haben, erfahrt ihr im Interview – und wie ihr sie unterstützen könnt wird weiter unten im Beitrag ebenfalls erklärt.

Interview mit Sophia und Katja

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Sophia: Wir kennen uns schon virtuell länger, ich glaube ich habe Katjas Blog schon in meiner Blog-Anfangszeit gesehen und seitdem immer mal wieder verfolgt. Wirklich persönlich kennengelernt haben wir uns dann, als ich im Januar auf Twitter nach einem Mitgründer / einer Mitgründerin für das Reisemagazin gesucht habe. Katja hat sich daraufhin bei mir gemeldet und wir haben uns dann in der Mitte unserer beiden Wohnorte in einem Café getroffen und gleich mal sechs Stunden geredet, geplant und uns ausgetauscht.

Woher kommt die Idee eines Magazins?

Sophia: Die Idee des Weltnah Magazins hatte ich letztes Jahr, nachdem ich im Sommer viele Magazine gelesen und mir irgendwann auch irgendwie mein eigenes kleines Magazin vorgestellt habe. Die Idee von einem Reisemagazin, welches seinen Schwerpunkt auf Slow Travel, regionale Reisen und Nachhaltigkeit hat, fand ich schon immer ansprechend und dann wurde es ziemlich schnell zu einem Traum von mir. Der sich ja jetzt ganz wunderbar erfüllt!

Katja: Das war eine Idee, die auch bei mir schon einige Zeit in der Schublade schlummerte. Durch Sophias Tweet wachgerüttelt war schnell klar: Gemeinsam haben wir unfassbar viele tolle Ideen, die wir zeitnah gemeinsam in die Tat umsetzen wollen.

Habt ihr euch bezüglich des Magazins aufgeteilt, sodass jeder seinen eigenen Themenbereich hat oder wie muss man sich eure Zusammenarbeit vorstellen?

Sophia: Eine strenge Trennung haben wir aber nicht, wir arbeiten in jedem Themenbereich zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Allerdings hat schon jeder irgendwie seinen Schwerpunkt.

So ist Katja für Themen wie „Genussvolle Kulinarik“ und „Ökologische Unterkünfte“ aufgrund bisheriger Postings tiefer im Thema, während Sophia aktuell mehr zum Thema „Nachhaltigkeit“ schreibt.

Was hat euer Magazin, was andere Magazine nicht haben?

Sophia: Puh.. Uns, würde ich sagen 😊 Nein, natürlich nicht nur das – wir wollen uns von anderen Magazin abheben, indem wir uns als GREEN REGIO GUIDE für Reiseregionen und Urlaubsorte abseits des Gewohnten, südlich des Mains bezeichnen.

Wir entdecken jede Region, jeden Ort und jedes Reiseziel von der grünen Seite und im Slow Travel Modus. Wir berichten im Magazin auch nur über Orte, die wir selbst oder Gastautoren bereist haben und verwenden eigene Bilder und Videos. Dazu kommt noch in Kürze unser eigener Weltnah Podcast, indem wir Interviewgäste einladen ihre besondere Reisen, liebste Reiseziele und ihre Heimat vorzustellen. Wir schauen hinter die Kulissen, treffen spannende Persönlichkeiten, suchen nach regionalen Handwerken, stellen lokale Gastronomie vor und finden viele Geheimtipps abseits des Gewohnten.

Ihr schreibt über Reisetipps südlich des Mains – wo kommt ihr beiden her und was findet ihr an der Region so besonders? Gibt’s einen absoluten Geheimtipp?

Sophia: Ich komme aus dem wunderschönen Regensburg im Herzen von Bayern und der Oberpfalz – also südlich des Mains 😉 Die Region bedeutet für mich Heimat – Bayern und Österreich sind schon immer meine liebsten Reiseziele gewesen und werden es auf unbestimmte Zeit auch noch bleiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und neben den bekannten Hotspots auch noch wunderschöne Naturschauplätze und Regionen, die relativ unbekannt, aber sehr sehenswert sind. Einen Tipp habe ich natürlich auch… im Bayerischen Wald bei St. Englmar gibt es die Nagelsteiner Wasserfälle. Zu den Wasserfällen führt ein wunderschöner Wanderweg mitten durch Wälder und an Dörfern vorbei und zeigt einem die sanfte Seite des Bayerischen Waldes.

Katja: Als kleiner Weltenbummler wohne ich seit über 20 Jahren in Oberbayern, genauer gesagt in Bad Tölz. Viele unterschiedliche Ecken unseres wunderschönen Planeten durfte ich bereits erleben, doch ein Gefühl von Heimat und echte Glücksmomente finde ich immer zuhause. Hier bin ich umgeben von Bergen, Wäldern und vor allem Seen. Auch wenn es kein echter Geheimtipp ist, ganz begeistert bin ich von den vielen unterschiedlichen Heilklimatischen Wanderpfaden im Tölzer Land.  Für mich bedeutet es, direkt vor der Haustüre starten und die Natur genießen.

Was ist euch bei euren EntdeckerTouren wichtig?

Sophia: Uns ist es wichtig wirklich Orte weit weg des Massentourismus zu entdecken und zu zeigen, damit auch viele andere reiselustige Menschen sehen was es für tolle Orte abseits der Touristen-Highlights wie Schloss Neuschwanstein gibt.

Wir wollen Geschichten hinter den Orten erfahren und von lokalen Anbietern erzählen. Ein bedeutender Teil hinter unseren Slow Travel Reisen spielt natürlich auch Nachhaltigkeit, das heißt auf die Anreise, die Reisesaison und die Art der Reise achten.

Euer Magazin gibt es sowohl als digitale als auch als analoge Print-Version. Wie oft plant ihr, eine neue Ausgabe zu veröffentlichen?

Sophia: Ja genau, unser Online-Magazin gibt es schon und die erste Print Ausgabe soll im Herbst 2020 erscheinen. Wir planen bis jetzt zweimal jährlich – einmal im Frühling und im Herbst – eine Ausgabe herauszubringen. Zugeschnitten auf die jeweilige Region.

Ihr sprecht davon, das Magazin nachhaltig bei einer regionalen Druckerei drucken zu lassen. Was bedeutet das, wie könnt ihr den „nachhaltigen“ Druck realisieren, worauf achtet ihr?

Sophia: Wir achten bei der regionalen Druckerei darauf, dass sie auf ihre eigene Umweltleistung achtet (z.B. Ressourcenschonung) und die Umweltbelastungen so gut wie möglich minimiert.

Nachhaltigkeit sollte für das Unternehmen auch eine Philosophie sein. Besonders wichtig ist für uns die Verwendung von umweltfreundlichem Papier mit einem Zertifikat/Siegel.

Worauf kann man sich bei dem Magazin am meisten freuen? Gibt’s schon ein paar erste Einblicke? 🙂

Sophia: Grafische Einblicke gibt es noch nicht 😉 Doch man kann sich schon über die Inhalte freuen – wir werden viele grüne Ausflugsziele mit einbeziehen und auch ein paar Regio Guides für wunderschöne Regionen erstellen, in welchen wir auch auf nachhaltige Projekte eingehen. Von meiner Seite aus kann ich verraten, dass es einige spannende Reiseziele im Bayerischen Wald geben wird!

Was sollte man sonst noch erwähnen?

Sophia: Als Abschluss habe ich nur ein großes Danke an dich, dass wir die Chance haben uns hier auf deinem wunderbaren Blog vorzustellen!

Wenn jemand die Idee unseres Magazins gut findet und vielleicht einen Blick hineinwerfen will, kann man einfach im Online Magazin stöbern. Für jeden, der sich auch für die Print Ausgabe unseres Magazins interessiert – das Magazin kann man sich auch als Dankeschön auf unserer Crowdfunding Kampagne aussuchen! Danke für das schöne Interview 😊

Und so könnt ihr das Weltnah Magazin unterstützen

Aktuell haben Sophia und Katja eine Crowdfunding-Kampagne am laufen, durch die sie die Veröffentlichung des ersten Printmagazins realisieren wollen. Unterstützen könnt ihr sie ganz einfach – wo und wie erfahrt ihr hier.

Ich selbst bin schon sehr gespannt auf das Magazin! Was denkt ihr darüber? Ich – und sicherlich auch Sophia und Katja – freuen uns auf eure Gedanken.
Kerstin

Nürnberg Brunnen Ehekarussell

Nürnberg

Nur wenige Kilometer vom Altmühltal entfernt liegt die zweitgrößte Stadt Bayerns: Nürnberg. Der Ort bietet nicht nur wunderschöne Sehenswürdigkeiten, sonder ist darüber hinaus auch für ihren legendären Christkindlmarkt bekannt. Erfahrt hier, welche Orte ihr in Nürnberg auf jeden Fall besuchen solltet.

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Alpen Simbach Inn

Simbach am Inn

[Gastbeitrag]

Als ich 19 war, ging ich von zu Hause weg, um zu studieren. Dazu blieb ich immerhin in Bayern. Gegen Ende meines Studiums lebte ich ein Jahr in Mittelengland, kehrte aber zurück nach Bayern. Einige Jahre nach dem Studium zog es mich noch weiter weg, nach Berlin. Eine wundervolle Stadt, in der ich mich sehr wohl fühlte. Trotzdem bin ich seit einigen Wochen zurück in meiner Heimat in Niederbayern. Im Haus meiner Eltern. Seitdem erst fällt mir bewusst auf, wie viel es in dieser Region unseres Landes zu sehen gibt.

Niederbayern – Simbach am Inn

Geographisch gehören wir zum niederbayrischen tertiären Hügelland, das eine glückliche Mischung von Wald, Feld und Wiese ist. Und dazwischen ein paar kleine Städtlein. Die höchste Erhebung, der Schellenberg bei Simbach am Inn, ist gerade mal 549,2 m hoch. Trotzdem ist er der höchste Punkt zwischen den Alpen und dem Bayerischen Wald. Bei günstigen Sichtverhältnissen und vor allem bei Föhnwetter kann man von jeder Erhebung aus ein wunderbares Alpenpanorama genießen.

Das Landschaftsbild ist noch sehr von der Agrarwirtschaft geprägt und auch wenn hier mehr und mehr Bauernhöfe nicht mehr bewirtschaftet werden, finden sich immer noch viele Viehzuchten, Milch- und Getreidebauern. Für Erkundungen mit dem Fahrrad bieten sich die vielen kleinen Landstraßen an, überall findet man kleine Kapellen, Wäldchen oder Seen.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, antworte ich meist nur „Ganz im Süden von Bayern, an der Grenze zu Österreich“. Die meisten wollen dann wissen, welche größere Stadt in der Nähe ist – es gibt keine. Zumindest keine, die irgendjemand kennen würde. Die nächstgelegene bekannte Stadt ist tatsächlich Passau, und München in die andere Richtung. Simbach am Inn, wo ich zu Schule ging und wo man hier fast alles findet, was man zum Überleben braucht, ist etwa 10 km entfernt und hat etwa 10.000 Einwohner.

Alpen Simbach Inn

Wenn sich das für Dich erst einmal nach einer richtig langweiligen Gegend anhört, möchte ich Dir heute 9 Gründe nennen, warum Du trotzdem in Simbach am Inn Urlaub machen solltest:

  1. Im Umkreis gibt es am Rande des Flusses Inn viele Badeseen und einen Kiesstrand an einem Ausläufer vom Inn, eigentlich ein Kieslager, ein Betriebsgelände aber immer voller Badegäste. Wusstet ihr, dass es 83 verschiedene Kieselstein-Arten im Alpenvorland gibt?

  2. Direkt an Simbach vorbei führt der Inn-Radweg, der sich von Maloja (Innquelle in der Schweiz) bis Passau (Mündung des Inns in die Donau) über mehr als 500km erstreckt. Für weniger ambitionierte Radfahrer bietet es sich an, vielleicht auch nur eine kleine Etappe davon zu erkunden.Kieselsteine Simbach Inn

  3. In weniger als 30 km Entfernung findet ihr das Rottaler Bäderdreieck: Drei Thermal-Kurorte mit zahlreichen verschiedenen Thermalbädern und Saunalandschaften.

  4. Ebenso schnell seid ihr, am Inn entlang, im wunderschönen Burghausen. Hier wartet nicht nur eine historische Altstadt, in der regelmäßig ein Jazz-Festival stattfindet, sondern auch die längste Burg Europas. Wenn Du Glück hast, ist gerade Burgfest-Zeit.
  5. Ganz in der Nähe liegt auch Marktl am Inn: Die Geburtsstadt des ehemaligen Papstes Benedikt XVI.: Hier könnt ihr bei Interesse das Papst-Geburtshaus mit Papstmuseum oder das Heimatmuseum besuchen.

  6. Im gleichen Atemzug möchte ich euch die Stadt Altötting ans Herz legen. Seit dem ersten Wunder von 1489, als ein ertrunkenes Kind gerettet wurde, ist Altötting die bedeutendste Wallfahrtsstätte in der Umgebung. Das dort aufgestellte Gnadenbild, die „Schwarze Madonna“, steht dort seit dem 14. Jahrhundert. Kerzenrauch und chemische Veränderungen färbten das Holz im Laufe der Zeit schwarz.
  7. Naturfreunde und Vogelbeobachter kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Im Europareservat „Unterer Inn“, das sich über viele Kilometer erstreckt, gibt es nicht nur vom frei zugänglichen Vogelturm aus viel zu sehen. Ich kenne sonst keinen Ort in Deutschland mit freilebenden Flamingos und über 250 weiteren Vogelarten – das ist mehr als die Hälfte aller in Europa angesiedelten Arten. Auch Biber gibt es hier.

  8. Wer Kinder im Gepäck hat und ihnen ein Erlebnis bescheren will, der erreicht den Bayernpark in Reisbach in weniger als einer Autostunde von Simbach aus.

  9. Auch für Tagesausflüge gibt es mehr als genug Ziele: Passau, Chiemsee, die ersten Alpenerhebungen, Salzburg, München, Regensburg – das alles ist in weniger als 2 Stunden zu erreichen.

Johanna führt gleich zwei Blogs – zum einen Rubbelbatz , wo sie über das Leben als Mama bloggt, zum anderen Sonnen-Geflecht.de . Dort beschäftigt sie sich mit Therapiemöglichkeiten und der seelischen Gesundheit. Zwei Blogs zum rundum wohlfühlen – schaut doch mal vorbei!

Burghausen Burg

Burghausen

Wenn ihr in Bayern lebt, werdet ihr bestimmt den Radiospot der längsten Burg Europas kennen. Klar, die Rede ist von Burghausen. Daher kenne zumindest ich die exakt 1051 Meter lange Burg.
Als Fan von alten Gemäuern war es also klar, dass ich einen Ausflug dorthin unternehmen will. Und das, obwohl Burghausen direkt an der Grenze zu Österreich liegt – also vom Altmühltal doch ein ganz schönes Stück entfernt.

Burghausen Burg

Nach einigen Stunden Fahrt – hier empfiehlt es sich übrigens vor allem während der Ferienmonate auf die Landstraße zurückzugreifen – waren wir dann endlich dort. Auf dem Weg zur Burg kommt man am Wöhrsee vorbei. Ein wunderschöner, klarer See, in dem man auch baden kann. Von dort aus lässt sich die Burg bestaunen und entlang einer Weide, auf der Schafe grasen, führen uns die Stufen nach oben zur längsten Burg.

Burghausen Burg

Burghausen Burg

Burg Burghausen

Dort angekommen kann man entweder den wunderbaren Ausblick genießen oder das schöne Wetter im Restaurant genießen. Die Kulisse scheint auch bei Hochzeitsfotos sehr beliebt zu sein – denn allein in der ersten Stunde laufen uns drei Paare mitsamt Fotografen über den Weg.

Damit die Bildung nicht zu kurz kommt: Hier gibt es neben einer interessanten Burgführung auch drei Museen. Das Burgmuseum, das Stadtmuseum und zu guter Letzt ein Museum der Fotografie.

Burghausen Burg

Wenn ihr dann noch Zeit und Lust habt, solltet ihr den Rückweg auf der gegenüberliegenden Seite nehmen. Dieser führt euch direkt in die Stadt Burghausen. Am Stadtplatz angekommen könnt ihr entweder in Richtung Salzach spazieren oder ihr bestaunt die schönen Gebäude der Altstadt.
Schaut auch auf jeden Fall bei den Grüben vorbei. Das Stadtviertel entstand bereits im Mittelalter und beheimatet nicht nur zahlreiche Läden, sondern auch die Street of Fame. Ein echtes Muss für Jazz-Fans, denn hier haben sich einige bedeutende Jazz-Künstler verewigt.

Burghausen Pfingstrosen

PS: Auf dem Hin- (und auch Rückweg) über Österreich kommt ihr an einem Aussichtspunkt vorbei. Direkt an einer scharfen Kurve (auf der gegenüberliegenden Seite der Salzach) geht es zum Aussichtspunkt Burghausen. Biegt dort auf jeden Fall ab, der Blick über die Burg ist unbezahlbar!

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Regensburg

Regensburg

[Gastbeitrag]

Diesmal entführe ich euch für die tolle Blogparade „Einmal quer durch Deutschland“ nach Regensburg.

Regensburg ist meine Heimatstadt und eine meiner Lieblingsstädte in Deutschland.  Einst war sie eine blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches – mittlerweile ist sie eine der besten erhaltenen mittelalterliche Großstädte und auch seit 2006 UNESCO-Welterbe.

Regensburg

Die Altstadt von Regensburg

Bei schönem Wetter durch die Altstadt schlendern, gehört für mich zu einem absoluten Muss in Regensburg. Diese lässt sich gut selbst zu Fuß erkunden, doch auch eine Stadttour kann ich nur empfehlen. Zu den schönsten und originellsten gehören für mich die Führungen der Stadtmaus.

Die Stadtmaus bietet Erlebnisführungen und Genussabenteuer an. Zweiteres habe ich leider noch nicht gemacht, doch die Erlebnisführungen waren sehr spannend und interessant. Speziell geschulte Schauspieler und Stadtführer führen durch die verschlungenen Gassen von Regensburg und machen eine sonst etwas “trockene” Stadtführung zu etwas Besonderem.

Neupfarrplatz

Der Neupfarrplatz liegt mitten im Herzen von Regensburg. Die zwei bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind das Document Neupfarrplatz und die Neupfarrkirche. Hier herrscht auf jeden Fall immer ein reges Treiben, da sich dort auch der Kaufhof mit vielen Geschäften und Cafés/Eisdielen befindet. Weiter geht es zum Domplatz.

Regensburg Neupfarrplatz

Domplatz

Der Domplatz ist wohl der bekannteste Platz Regensburgs, da der Dom die Hauptattraktion von Regensburg sein dürfte. Der Domplatz besteht besser gesagt aus zwei verschiedenen Plätzen, die jedoch inzwischen gemeinsam den Domplatz bilden. Den Dom St. Peter würde ich natürlich bei einem Besuch in Regensburg besichtigen – dieser zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Gotik in Bayern! Falls ihr mehr über den Domplatz und seine spannende Geschichte erfahren wollt, kann ich euch die Tourismusseite der Stadt empfehlen. Vom Domplatz aus gehen wir Richtung Kohlenmarkt und Haidplatz.

Regensburg Dom

Haidplatz

Der Haidplatz ist einer der ältesten und traditionsreichsten Plätze. Besonders schön ist der Lucreziamarkt in der Adventszeit, der auf dem ganzen Platz aufgebaut wird und bis zum Kohlenmarkt geht. Im Sommer sind vor allem die Freiplätze im Goldenen Kreuz empfehlenswert.

Bismarckplatz

Der Bismarckplatz ist der „kommunikativste“ Platz Regensburgs. Hier ist dank dem Stadttheater ein Haupttreffpunkt von Mensch und Kultur. Vor allem bei Studenten ist der Platz im Sommer sehr beliebt und deshalb meistens wirklich voll. Sehr zu empfehlen ist hier ein Essen in der Filmbühne!

Ausflugsziele rund um Regensburg

Von Regensburg aus lassen sich viele tolle Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Eine sehr beliebte Unternehmung ist eine Schifffahrt auf der Donau zur Walhalla, einem der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Viele Wanderwege und Radtouren starten in Regensburg oder führen durch die Stadt in das Umland  z.B. der Altmühltal-Panoramaweg oder der Donauradweg.

Abensberg, die Kelheimer Befreiungshalle und das Kloster Weltenburg zählen auch zu den meistbesuchtesten Touristenattraktionen in der Umgebung.

Dinge, die man in Regensburg machen muss

  • Einmal über die steinerne Brücke nach Stadtamhof spazieren
  • In einen Biergarten gehen (Tipp: Unter den Linden)
  • Die Stadtmaus am Haidplatz suchen
  • Eine Bratwurstsemmel der Regensburger Wurstkuchl genießen
  • Sich durch die Eisdielen durchprobieren

Mein persönlicher Geheimtipp

Sehr zu empfehlen ist ein Besuch des botanischen Gartens an der Uni Regensburg. Hier findet ihr viele schöne Plätze in der Natur, an denen ihr entspannen könnt. Außerdem ist der Eintritt kostenlos 😉

Sophia bloggt auf Sophias Welt über das Reisen und erkundet wunderschöne Orte rund um die Welt. Bevor ihr euren nächsten Urlaub plant, solltet ihr daher unbedingt auf ihrem Blog vorbei klicken – hier ist nämlich von Städtereisen bis hin zum Wanderurlaub für jeden was dabei.

Marienplatz München

München

[Gastbeitrag]

Zwar lebe ich nicht in München, sondern im Münsterland, allerdings habe ich mich als Geograph mit historischer Ausrichtung intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt und möchte sie deswegen hier gerne einmal vorstellen.

Marienplatz München

Der Marienplatz ist heute immer noch der zentrale Platz in der bayerischen Metropole und war es auch schon im Mittelalter. Die Bezeichnung Marienplatz erfolgte erst 1854, bis dahin war der große Platz schlicht der Markt oder der Schrannenplatz (=Getreideplatz). Hier fanden in der damals noch sehr überschaubaren Siedlung, die 1158 erstmals erwähnt wurde, die täglichen Märkte statt. An der Schäfflerstraße und der Augustinerstraße, die vom Marienplatz aus gesehen hinter der Frauenkirche verlaufen, war die Stadt damals bereits zu Ende.

Im frühen 14. Jahrhundert folgte dann eine großzügige Stadterweiterung, die über Jahrhunderte die Grenzen der Stadt markierte. Die Stadttore wie das Karlstor, das Isartor oder das Sendlinger Tor existieren heute immer noch, wenn auch nicht mehr in der ursprünglichen Form. Die jeweils gegenüberliegenden Stadttore sind heute nur noch zwei Stationen mit der U-Bahn voneinander entfernt. Ein Kupferstich von Merian zeigt München im 17. Jahrhundert mit den damaligen Festungsanlagen.

Die Fußgängerzone, die den Marienplatz mit dem als Stachus bezeichneten Karlsplatz verbindet, wurde erst 1972 zur Olympiade eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde München zunächst gezielt als autofreundlich aufgebaut und der Stachus war vor dem Bau der Fußgängerzone zeitweise der verkehrsreichste Platz Europas. Ein weiterer Fußgängerbereich in der Altstadt, nämlich die Platzl-Gassen, wo sich auch das weltberühmte Hofbräuhaus befindet, wurde Ende der 80er in der heute bekannten Form gestaltet und soll eine urbayerische Atmosphäre repräsentierten. Monumentaler wirkt dagegen die Residenz im Norden der Altstadt mit ihrem Hofgarten.

München Platz

Residenz München

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Festung aufgegeben und im 19. Jahrhundert erfolgte eine deutliche Stadterweiterung außerhalb der ehemaligen Festungsgrenzen. Neu hinzu kam unter anderem die Maxvorstadt, die sich durch ihre quadratischen Parzellen, repräsentativen Bauten und Denkmäler und monumentalen Plätze auszeichnet, etwa den kreisrunden Karolinenplatz. In diesem Stadtteil befindet sich auch die erst 1826 von Landshut hierher verlegte Universität und das nahe gelegene Siegestor markierte damals das Ende der Stadt, etwas dahinter befand sich das damalige Dorf Schwabing. Im Dritten Reich wurde München als „Hauptstadt der Bewegung“ bezeichnet und in der Maxvorstadt befanden sich viele Bauten der NSDAP. Der heute begrünte quadratische Königsplatz wurde in der NS-Zeit zu einer einheitlichen Granitfläche umgestaltet und diente als Feierplatz für die Partei. Hier befanden sich damals auch die sogenannten Ehrentempel, die an die Gefallenen des Hitler-Ludendorff-Putsches von 1923 erinnerten und nach dem Krieg gesprengt wurden.

Königsplatz München

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit der Maximilianstraße und der Prinzregentenstraße neue Prachtstraßen angelegt, mit denen außerdem das Ostufer der Isar erschlossen wurde. Dort entstanden mit den Maximiliananlagen nicht nur Schmuckparks, sondern auch das Maximilianeum, worin sich heute der Bayerische Landtag befindet.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde auch der Englische Garten außerhalb der damaligen Stadtgrenzen errichtet und diente zunächst zu militärischen Zwecken, wurde aber schon nach einigen Jahren zum Volksgarten umgewidmet. Im Gegensatz zu den geometrischen Formen der Barockgärten hat man hier gezielt geschlungene Wege angelegt, die natürlicher wirken sollen. Die Ausdehnung des Englischen Gartens hat sich im Laufe der Zeit verändert. Teile davon wurden bebaut, während in der Nachkriegszeit aber auch Erweiterungen hinzukamen, unter anderem das frühere Firmengelände von Kraus-Maffei. Heute umfasst der Englische Garten eine Fläche von 321 ha.

München Englischer Garten

Haidhausen war ursprünglich ein außerhalb der Stadt gelegenes Dorf, dessen Bewohner der Unterschicht angehörten. Nachdem 1872 der Ostbahnhof eingeweiht wurde, enstand dort mit dem Franzosenviertel ein neues Wohngebiet. Ursprünglich als bürgerliches Viertel geplant, wurde es faktisch zu einem Arbeiterviertel. Das Viertel zeichnet sich durch seinen geometrischen Grundriss mit kreisrunden Sternplätzen aus.

München Haidhausen

Um die Jahrhundertwende sind einige Villenviertel in München entstanden. Relativ nah an der Altstadt wurden in Bogenhausen, das 1892 eingemeindet wurde, zwischen Sternwarte und Einsteinstraße zahlreiche prächtige Villen gebaut. Eine weitere Villenkolonie entstand in Gern in der Nähe des Schlosses Nymphenburg, was bis Ende des 19. Jahrhunderts noch ein Dorf außerhalb der Stadtgrenzen war. Eine Besonderheit ist, dass man dort gezielt Künstler ansiedeln wollte. Auch im Süden der Stadt entstand mit der Prinz-Ludwig-Höhe ein weiteres Villenviertel.

München Bogenhausen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich München stark verändert, neue Wohn- und Geschäftsviertel kamen hinzu. Zur Linderung des Wohnungsmangels errichtete man Großwohnprojekte, darunter auch das ab 1967 errichtete Viertel Neuperlach, das eine der größten Satellitenstädte Deutschlands wurde. Dazu gehört auch der in den 70ern erbaute Wohnring, eine Aneinanderreihung von Hochhäusern mit einem grünen Herz in der Mitte. Die Großwohnsiedlung im Hasenbergl im Norden der Stadt ist ein weiteres Beispiel.

Mit den Olympischen Spielen im 1972 hat sich für die Stadt einiges verändert. Nicht nur die Fußgängerzonen wurden neu eingerichtet, sondern auch das U-Bahn-Netz in Betrieb genommen, dass seitdem kontinuierlich ausgebaut wurde. Neben dem Olympiastadion mit dem berühmten Zeltdach des Architekten Frei Otto wurde auch der Olympiapark mit einem künstlichen See und einem künstlichen Hügel aus Bauschutt errichtet.

Olympiapark München

Das Olympische Dorf wurde nach den Spielen zu einem Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeit umgenutzt. Das besondere daran ist die Verkehrsberuhigung, denn alle Parkplätze sind unterirdisch und das Dorf somit komplett autofrei. In den Bungalows ist heute ein Studentenwohnheim untergebracht. In direkter Nachbarschaft dazu hat der BMW-Konzern sein riesiges Betriebsgelände.

Olympiadorf München

Nachdem der Flughafen vom Stadtteil Riem weit nach draußen ins Erdinger Moos gezogen ist, wurde das Flughafengelände zum Messegelände umgewidmet. Die Messe befand sich zuvor auf der Theresienhöhe, wo der Platz aber nicht mehr ausreichte. Neben der Messestadt in Riem wurde mit den Riem Arcaden außerdem noch ein Einkaufszentrum sowie ein komplettes neues Wohnviertel errichtet. Außerdem wurde aus Anlass der Bundesgartenschau 2005 ein großer Landschaftspark mit Badesee angelegt.

München Riem

Ein ebenfalls sehr junges Stadtviertel ist die Parkstadt Schwabing im Norden des gleichnamigen Stadtteils, das 2000 auf einem ehemaligen Industriegelände gebaut wurde. In diesem Wohn- und Geschäftsviertel befinden sich mit den Highlight Towers auch die höchsten Bürohochhäuser der Stadt.

Es gäbe noch sehr viel mehr über München zu sagen, am besten ist es aber, sich direkt vor Ort ein Bild zu machen. Für Gruppen biete ich Stadtexkursionen durch München an, wobei sowohl die Innenstadt als auch die jüngeren Außenbezirke begangen werden können. Weitere Informationen unter http://www.muenchen-exkursion.de.
Am Sonntag, den 13. August führe ich unter dem Motto München außenrum außerdem eine ganztägige Gratis-Exkursion durch die äußeren Stadtteile durch, weitere Informationen dazu gibt es hier auf Rund um München: http://f-om-s.de/2017/07/30/ganztaegige-exkursion-durch-muenchner-stadtteile/.

Auf Dieniederlande bloggt Johannes über schöne Ausflugsziele und Orte im deutschen Nachbarland. Geht mit ihm auf Rundreise und lernt alles über die Highlights und versteckten Geheimtipps.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns Kipfenberg

Burg Kipfenberg und geografischer Mittelpunkt Bayerns

Dass das Altmühltal im Herzen Bayerns liegt, ist den meisten bekannt. Aber dass sich ganz in der Nähe der Burg Kipfenberg der geografische Mittelpunkt des Freistaats befindet vielleicht weniger.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns

1979 wurde vom Landesvermessungsamt München der Mittelpunkt Bayerns dort festgelegt. Seit 1980 schmückt ein Findling die Stelle. Seit letztem Herbst wurde die Stelle durch einen kleinen Aufenthaltsplatz mit Sitzöglichkeiten und eine Infotafel ergänzt.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns Kipfenberg

Die Burg Kipfenberg

Einige hundert Meter bergabwärts des geografischen Mittelpunkts steht die Burg Kipfenberg. Dorthin führt von Kipfenberg aus eine sehr enge, kurvige Straße und ein Wanderweg. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist für ihre starke Befestigung bekannt. Aufgrund derer überstand sie den Bauern- und den Dreißigjährigen Krieg unbeschadet.

Burg Kipfenberg

Das Museum

Seit etwas mehr als 100 Jahren ist die Burg in Privatbesitz und zu großen Teilen bewohnt.
Die Vorburg ist jedoch dem Kipfenberger Römer- und Bajuwarenmuseum vorbehalten. Neben der Geschichte des Limes erfährt man hier viel über das germanische Kriegergrab aus dem 5. Jahrhundert, das dort nachgestellt zu sehen ist. Außerdem gibt es hier ein Café und einen Museumsladen.

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Kipfenberg Römer und Bajuwarenmuseum

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Erwachsene, 2 Euro ermäßigt.
Wart ihr schon mal im Museum? Wie hat es euch gefallen? Und wie findet ihr den Mittelpunkt Bayerns? Habt ihr den bereits besucht?
Kerstin