weltnah Magazin

Weltnah Magazin

Schon lange folge ich der lieben Sophia von Sophias-Welt auf sämtlichen Social Media Kanälen. Ich kenne sie von meiner Blogaktion „Einmal quer durch Deutschland“ aus dem Jahr 2017, bei der sie ihre Heimat Regensburg vorgestellt hat. Vor einiger Zeit erzählte sie auf Instagram von dem Weltnah Magazin, an dem sie gemeinsam mit Katja von WellSpaPortal arbeitet.

Was ist das Weltnah Magazin?

Das Weltnah Magazin ist ein nachhaltiges Magazin, das sich auf die Region südlich des Mains fokussiert. Die beiden arbeiten dabei nicht nur an einer digitalen, sondern auch an einer Print-Version. Vor allem letztere finde ich klasse und möchte sie daher unbedingt unterstützen.

Was genau die beiden sich beim Magazin gedacht haben, erfahrt ihr im Interview – und wie ihr sie unterstützen könnt wird weiter unten im Beitrag ebenfalls erklärt.

Interview mit Sophia und Katja

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Sophia: Wir kennen uns schon virtuell länger, ich glaube ich habe Katjas Blog schon in meiner Blog-Anfangszeit gesehen und seitdem immer mal wieder verfolgt. Wirklich persönlich kennengelernt haben wir uns dann, als ich im Januar auf Twitter nach einem Mitgründer / einer Mitgründerin für das Reisemagazin gesucht habe. Katja hat sich daraufhin bei mir gemeldet und wir haben uns dann in der Mitte unserer beiden Wohnorte in einem Café getroffen und gleich mal sechs Stunden geredet, geplant und uns ausgetauscht.

Woher kommt die Idee eines Magazins?

Sophia: Die Idee des Weltnah Magazins hatte ich letztes Jahr, nachdem ich im Sommer viele Magazine gelesen und mir irgendwann auch irgendwie mein eigenes kleines Magazin vorgestellt habe. Die Idee von einem Reisemagazin, welches seinen Schwerpunkt auf Slow Travel, regionale Reisen und Nachhaltigkeit hat, fand ich schon immer ansprechend und dann wurde es ziemlich schnell zu einem Traum von mir. Der sich ja jetzt ganz wunderbar erfüllt!

Katja: Das war eine Idee, die auch bei mir schon einige Zeit in der Schublade schlummerte. Durch Sophias Tweet wachgerüttelt war schnell klar: Gemeinsam haben wir unfassbar viele tolle Ideen, die wir zeitnah gemeinsam in die Tat umsetzen wollen.

Habt ihr euch bezüglich des Magazins aufgeteilt, sodass jeder seinen eigenen Themenbereich hat oder wie muss man sich eure Zusammenarbeit vorstellen?

Sophia: Eine strenge Trennung haben wir aber nicht, wir arbeiten in jedem Themenbereich zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Allerdings hat schon jeder irgendwie seinen Schwerpunkt.

So ist Katja für Themen wie „Genussvolle Kulinarik“ und „Ökologische Unterkünfte“ aufgrund bisheriger Postings tiefer im Thema, während Sophia aktuell mehr zum Thema „Nachhaltigkeit“ schreibt.

Was hat euer Magazin, was andere Magazine nicht haben?

Sophia: Puh.. Uns, würde ich sagen 😊 Nein, natürlich nicht nur das – wir wollen uns von anderen Magazin abheben, indem wir uns als GREEN REGIO GUIDE für Reiseregionen und Urlaubsorte abseits des Gewohnten, südlich des Mains bezeichnen.

Wir entdecken jede Region, jeden Ort und jedes Reiseziel von der grünen Seite und im Slow Travel Modus. Wir berichten im Magazin auch nur über Orte, die wir selbst oder Gastautoren bereist haben und verwenden eigene Bilder und Videos. Dazu kommt noch in Kürze unser eigener Weltnah Podcast, indem wir Interviewgäste einladen ihre besondere Reisen, liebste Reiseziele und ihre Heimat vorzustellen. Wir schauen hinter die Kulissen, treffen spannende Persönlichkeiten, suchen nach regionalen Handwerken, stellen lokale Gastronomie vor und finden viele Geheimtipps abseits des Gewohnten.

Ihr schreibt über Reisetipps südlich des Mains – wo kommt ihr beiden her und was findet ihr an der Region so besonders? Gibt’s einen absoluten Geheimtipp?

Sophia: Ich komme aus dem wunderschönen Regensburg im Herzen von Bayern und der Oberpfalz – also südlich des Mains 😉 Die Region bedeutet für mich Heimat – Bayern und Österreich sind schon immer meine liebsten Reiseziele gewesen und werden es auf unbestimmte Zeit auch noch bleiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und neben den bekannten Hotspots auch noch wunderschöne Naturschauplätze und Regionen, die relativ unbekannt, aber sehr sehenswert sind. Einen Tipp habe ich natürlich auch… im Bayerischen Wald bei St. Englmar gibt es die Nagelsteiner Wasserfälle. Zu den Wasserfällen führt ein wunderschöner Wanderweg mitten durch Wälder und an Dörfern vorbei und zeigt einem die sanfte Seite des Bayerischen Waldes.

Katja: Als kleiner Weltenbummler wohne ich seit über 20 Jahren in Oberbayern, genauer gesagt in Bad Tölz. Viele unterschiedliche Ecken unseres wunderschönen Planeten durfte ich bereits erleben, doch ein Gefühl von Heimat und echte Glücksmomente finde ich immer zuhause. Hier bin ich umgeben von Bergen, Wäldern und vor allem Seen. Auch wenn es kein echter Geheimtipp ist, ganz begeistert bin ich von den vielen unterschiedlichen Heilklimatischen Wanderpfaden im Tölzer Land.  Für mich bedeutet es, direkt vor der Haustüre starten und die Natur genießen.

Was ist euch bei euren EntdeckerTouren wichtig?

Sophia: Uns ist es wichtig wirklich Orte weit weg des Massentourismus zu entdecken und zu zeigen, damit auch viele andere reiselustige Menschen sehen was es für tolle Orte abseits der Touristen-Highlights wie Schloss Neuschwanstein gibt.

Wir wollen Geschichten hinter den Orten erfahren und von lokalen Anbietern erzählen. Ein bedeutender Teil hinter unseren Slow Travel Reisen spielt natürlich auch Nachhaltigkeit, das heißt auf die Anreise, die Reisesaison und die Art der Reise achten.

Euer Magazin gibt es sowohl als digitale als auch als analoge Print-Version. Wie oft plant ihr, eine neue Ausgabe zu veröffentlichen?

Sophia: Ja genau, unser Online-Magazin gibt es schon und die erste Print Ausgabe soll im Herbst 2020 erscheinen. Wir planen bis jetzt zweimal jährlich – einmal im Frühling und im Herbst – eine Ausgabe herauszubringen. Zugeschnitten auf die jeweilige Region.

Ihr sprecht davon, das Magazin nachhaltig bei einer regionalen Druckerei drucken zu lassen. Was bedeutet das, wie könnt ihr den „nachhaltigen“ Druck realisieren, worauf achtet ihr?

Sophia: Wir achten bei der regionalen Druckerei darauf, dass sie auf ihre eigene Umweltleistung achtet (z.B. Ressourcenschonung) und die Umweltbelastungen so gut wie möglich minimiert.

Nachhaltigkeit sollte für das Unternehmen auch eine Philosophie sein. Besonders wichtig ist für uns die Verwendung von umweltfreundlichem Papier mit einem Zertifikat/Siegel.

Worauf kann man sich bei dem Magazin am meisten freuen? Gibt’s schon ein paar erste Einblicke? 🙂

Sophia: Grafische Einblicke gibt es noch nicht 😉 Doch man kann sich schon über die Inhalte freuen – wir werden viele grüne Ausflugsziele mit einbeziehen und auch ein paar Regio Guides für wunderschöne Regionen erstellen, in welchen wir auch auf nachhaltige Projekte eingehen. Von meiner Seite aus kann ich verraten, dass es einige spannende Reiseziele im Bayerischen Wald geben wird!

Was sollte man sonst noch erwähnen?

Sophia: Als Abschluss habe ich nur ein großes Danke an dich, dass wir die Chance haben uns hier auf deinem wunderbaren Blog vorzustellen!

Wenn jemand die Idee unseres Magazins gut findet und vielleicht einen Blick hineinwerfen will, kann man einfach im Online Magazin stöbern. Für jeden, der sich auch für die Print Ausgabe unseres Magazins interessiert – das Magazin kann man sich auch als Dankeschön auf unserer Crowdfunding Kampagne aussuchen! Danke für das schöne Interview 😊

Und so könnt ihr das Weltnah Magazin unterstützen

Aktuell haben Sophia und Katja eine Crowdfunding-Kampagne am laufen, durch die sie die Veröffentlichung des ersten Printmagazins realisieren wollen. Unterstützen könnt ihr sie ganz einfach – wo und wie erfahrt ihr hier.

Ich selbst bin schon sehr gespannt auf das Magazin! Was denkt ihr darüber? Ich – und sicherlich auch Sophia und Katja – freuen uns auf eure Gedanken.
Kerstin

Nürnberg

Nur wenige Kilometer vom Altmühltal entfernt liegt die zweitgrößte Stadt Bayerns: Nürnberg. Der Ort bietet nicht nur wunderschöne Sehenswürdigkeiten, sonder ist darüber hinaus auch für ihren legendären Christkindlmarkt bekannt. Erfahrt hier, welche Orte ihr in Nürnberg auf jeden Fall besuchen solltet.

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Simbach am Inn

[Gastbeitrag]

Als ich 19 war, ging ich von zu Hause weg, um zu studieren. Dazu blieb ich immerhin in Bayern. Gegen Ende meines Studiums lebte ich ein Jahr in Mittelengland, kehrte aber zurück nach Bayern. Einige Jahre nach dem Studium zog es mich noch weiter weg, nach Berlin. Eine wundervolle Stadt, in der ich mich sehr wohl fühlte. Trotzdem bin ich seit einigen Wochen zurück in meiner Heimat in Niederbayern. Im Haus meiner Eltern. Seitdem erst fällt mir bewusst auf, wie viel es in dieser Region unseres Landes zu sehen gibt.

Niederbayern – Simbach am Inn

Geographisch gehören wir zum niederbayrischen tertiären Hügelland, das eine glückliche Mischung von Wald, Feld und Wiese ist. Und dazwischen ein paar kleine Städtlein. Die höchste Erhebung, der Schellenberg bei Simbach am Inn, ist gerade mal 549,2 m hoch. Trotzdem ist er der höchste Punkt zwischen den Alpen und dem Bayerischen Wald. Bei günstigen Sichtverhältnissen und vor allem bei Föhnwetter kann man von jeder Erhebung aus ein wunderbares Alpenpanorama genießen.

Das Landschaftsbild ist noch sehr von der Agrarwirtschaft geprägt und auch wenn hier mehr und mehr Bauernhöfe nicht mehr bewirtschaftet werden, finden sich immer noch viele Viehzuchten, Milch- und Getreidebauern. Für Erkundungen mit dem Fahrrad bieten sich die vielen kleinen Landstraßen an, überall findet man kleine Kapellen, Wäldchen oder Seen.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, antworte ich meist nur „Ganz im Süden von Bayern, an der Grenze zu Österreich“. Die meisten wollen dann wissen, welche größere Stadt in der Nähe ist – es gibt keine. Zumindest keine, die irgendjemand kennen würde. Die nächstgelegene bekannte Stadt ist tatsächlich Passau, und München in die andere Richtung. Simbach am Inn, wo ich zu Schule ging und wo man hier fast alles findet, was man zum Überleben braucht, ist etwa 10 km entfernt und hat etwa 10.000 Einwohner.

Alpen Simbach Inn

Wenn sich das für Dich erst einmal nach einer richtig langweiligen Gegend anhört, möchte ich Dir heute 9 Gründe nennen, warum Du trotzdem in Simbach am Inn Urlaub machen solltest:

  1. Im Umkreis gibt es am Rande des Flusses Inn viele Badeseen und einen Kiesstrand an einem Ausläufer vom Inn, eigentlich ein Kieslager, ein Betriebsgelände aber immer voller Badegäste. Wusstet ihr, dass es 83 verschiedene Kieselstein-Arten im Alpenvorland gibt?

  2. Direkt an Simbach vorbei führt der Inn-Radweg, der sich von Maloja (Innquelle in der Schweiz) bis Passau (Mündung des Inns in die Donau) über mehr als 500km erstreckt. Für weniger ambitionierte Radfahrer bietet es sich an, vielleicht auch nur eine kleine Etappe davon zu erkunden.

    Kieselsteine Simbach Inn

  3. In weniger als 30 km Entfernung findet ihr das Rottaler Bäderdreieck: Drei Thermal-Kurorte mit zahlreichen verschiedenen Thermalbädern und Saunalandschaften.

  4. Ebenso schnell seid ihr, am Inn entlang, im wunderschönen Burghausen. Hier wartet nicht nur eine historische Altstadt, in der regelmäßig ein Jazz-Festival stattfindet, sondern auch die längste Burg Europas. Wenn Du Glück hast, ist gerade Burgfest-Zeit.
  5. Ganz in der Nähe liegt auch Marktl am Inn: Die Geburtsstadt des ehemaligen Papstes Benedikt XVI.: Hier könnt ihr bei Interesse das Papst-Geburtshaus mit Papstmuseum oder das Heimatmuseum besuchen.

  6. Im gleichen Atemzug möchte ich euch die Stadt Altötting ans Herz legen. Seit dem ersten Wunder von 1489, als ein ertrunkenes Kind gerettet wurde, ist Altötting die bedeutendste Wallfahrtsstätte in der Umgebung. Das dort aufgestellte Gnadenbild, die „Schwarze Madonna“, steht dort seit dem 14. Jahrhundert. Kerzenrauch und chemische Veränderungen färbten das Holz im Laufe der Zeit schwarz.
  7. Naturfreunde und Vogelbeobachter kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Im Europareservat „Unterer Inn“, das sich über viele Kilometer erstreckt, gibt es nicht nur vom frei zugänglichen Vogelturm aus viel zu sehen. Ich kenne sonst keinen Ort in Deutschland mit freilebenden Flamingos und über 250 weiteren Vogelarten – das ist mehr als die Hälfte aller in Europa angesiedelten Arten. Auch Biber gibt es hier.

  8. Wer Kinder im Gepäck hat und ihnen ein Erlebnis bescheren will, der erreicht den Bayernpark in Reisbach in weniger als einer Autostunde von Simbach aus.

  9. Auch für Tagesausflüge gibt es mehr als genug Ziele: Passau, Chiemsee, die ersten Alpenerhebungen, Salzburg, München, Regensburg – das alles ist in weniger als 2 Stunden zu erreichen.

Johanna führt gleich zwei Blogs – zum einen Rubbelbatz , wo sie über das Leben als Mama bloggt, zum anderen Sonnen-Geflecht.de . Dort beschäftigt sie sich mit Therapiemöglichkeiten und der seelischen Gesundheit. Zwei Blogs zum rundum wohlfühlen – schaut doch mal vorbei!

Regensburg

[Gastbeitrag]

Diesmal entführe ich euch für die tolle Blogparade „Einmal quer durch Deutschland“ nach Regensburg.

Regensburg ist meine Heimatstadt und eine meiner Lieblingsstädte in Deutschland.  Einst war sie eine blühende Handelsmetropole und politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches – mittlerweile ist sie eine der besten erhaltenen mittelalterliche Großstädte und auch seit 2006 UNESCO-Welterbe.

Regensburg

Die Altstadt von Regensburg

Bei schönem Wetter durch die Altstadt schlendern, gehört für mich zu einem absoluten Muss in Regensburg. Diese lässt sich gut selbst zu Fuß erkunden, doch auch eine Stadttour kann ich nur empfehlen. Zu den schönsten und originellsten gehören für mich die Führungen der Stadtmaus.

Die Stadtmaus bietet Erlebnisführungen und Genussabenteuer an. Zweiteres habe ich leider noch nicht gemacht, doch die Erlebnisführungen waren sehr spannend und interessant. Speziell geschulte Schauspieler und Stadtführer führen durch die verschlungenen Gassen von Regensburg und machen eine sonst etwas “trockene” Stadtführung zu etwas Besonderem.

Neupfarrplatz

Der Neupfarrplatz liegt mitten im Herzen von Regensburg. Die zwei bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind das Document Neupfarrplatz und die Neupfarrkirche. Hier herrscht auf jeden Fall immer ein reges Treiben, da sich dort auch der Kaufhof mit vielen Geschäften und Cafés/Eisdielen befindet. Weiter geht es zum Domplatz.

Regensburg Neupfarrplatz

Domplatz

Der Domplatz ist wohl der bekannteste Platz Regensburgs, da der Dom die Hauptattraktion von Regensburg sein dürfte. Der Domplatz besteht besser gesagt aus zwei verschiedenen Plätzen, die jedoch inzwischen gemeinsam den Domplatz bilden. Den Dom St. Peter würde ich natürlich bei einem Besuch in Regensburg besichtigen – dieser zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Gotik in Bayern! Falls ihr mehr über den Domplatz und seine spannende Geschichte erfahren wollt, kann ich euch die Tourismusseite der Stadt empfehlen. Vom Domplatz aus gehen wir Richtung Kohlenmarkt und Haidplatz.

Regensburg Dom

Haidplatz

Der Haidplatz ist einer der ältesten und traditionsreichsten Plätze. Besonders schön ist der Lucreziamarkt in der Adventszeit, der auf dem ganzen Platz aufgebaut wird und bis zum Kohlenmarkt geht. Im Sommer sind vor allem die Freiplätze im Goldenen Kreuz empfehlenswert.

Bismarckplatz

Der Bismarckplatz ist der „kommunikativste“ Platz Regensburgs. Hier ist dank dem Stadttheater ein Haupttreffpunkt von Mensch und Kultur. Vor allem bei Studenten ist der Platz im Sommer sehr beliebt und deshalb meistens wirklich voll. Sehr zu empfehlen ist hier ein Essen in der Filmbühne!

Ausflugsziele rund um Regensburg

Von Regensburg aus lassen sich viele tolle Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Eine sehr beliebte Unternehmung ist eine Schifffahrt auf der Donau zur Walhalla, einem der bedeutendsten deutschen Nationaldenkmäler des 19. Jahrhunderts. Viele Wanderwege und Radtouren starten in Regensburg oder führen durch die Stadt in das Umland  z.B. der Altmühltal-Panoramaweg oder der Donauradweg.

Abensberg, die Kelheimer Befreiungshalle und das Kloster Weltenburg zählen auch zu den meistbesuchtesten Touristenattraktionen in der Umgebung.

Dinge, die man in Regensburg machen muss

  • Einmal über die steinerne Brücke nach Stadtamhof spazieren
  • In einen Biergarten gehen (Tipp: Unter den Linden)
  • Die Stadtmaus am Haidplatz suchen
  • Eine Bratwurstsemmel der Regensburger Wurstkuchl genießen
  • Sich durch die Eisdielen durchprobieren

Mein persönlicher Geheimtipp

Sehr zu empfehlen ist ein Besuch des botanischen Gartens an der Uni Regensburg. Hier findet ihr viele schöne Plätze in der Natur, an denen ihr entspannen könnt. Außerdem ist der Eintritt kostenlos 😉

Sophia bloggt auf Sophias Welt über das Reisen und erkundet wunderschöne Orte rund um die Welt. Bevor ihr euren nächsten Urlaub plant, solltet ihr daher unbedingt auf ihrem Blog vorbei klicken – hier ist nämlich von Städtereisen bis hin zum Wanderurlaub für jeden was dabei.

München

[Gastbeitrag]

Zwar lebe ich nicht in München, sondern im Münsterland, allerdings habe ich mich als Geograph mit historischer Ausrichtung intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt und möchte sie deswegen hier gerne einmal vorstellen.

Marienplatz München

Der Marienplatz ist heute immer noch der zentrale Platz in der bayerischen Metropole und war es auch schon im Mittelalter. Die Bezeichnung Marienplatz erfolgte erst 1854, bis dahin war der große Platz schlicht der Markt oder der Schrannenplatz (=Getreideplatz). Hier fanden in der damals noch sehr überschaubaren Siedlung, die 1158 erstmals erwähnt wurde, die täglichen Märkte statt. An der Schäfflerstraße und der Augustinerstraße, die vom Marienplatz aus gesehen hinter der Frauenkirche verlaufen, war die Stadt damals bereits zu Ende.

Im frühen 14. Jahrhundert folgte dann eine großzügige Stadterweiterung, die über Jahrhunderte die Grenzen der Stadt markierte. Die Stadttore wie das Karlstor, das Isartor oder das Sendlinger Tor existieren heute immer noch, wenn auch nicht mehr in der ursprünglichen Form. Die jeweils gegenüberliegenden Stadttore sind heute nur noch zwei Stationen mit der U-Bahn voneinander entfernt. Ein Kupferstich von Merian zeigt München im 17. Jahrhundert mit den damaligen Festungsanlagen.

Die Fußgängerzone, die den Marienplatz mit dem als Stachus bezeichneten Karlsplatz verbindet, wurde erst 1972 zur Olympiade eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde München zunächst gezielt als autofreundlich aufgebaut und der Stachus war vor dem Bau der Fußgängerzone zeitweise der verkehrsreichste Platz Europas. Ein weiterer Fußgängerbereich in der Altstadt, nämlich die Platzl-Gassen, wo sich auch das weltberühmte Hofbräuhaus befindet, wurde Ende der 80er in der heute bekannten Form gestaltet und soll eine urbayerische Atmosphäre repräsentierten. Monumentaler wirkt dagegen die Residenz im Norden der Altstadt mit ihrem Hofgarten.

München Platz

Residenz München

Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Festung aufgegeben und im 19. Jahrhundert erfolgte eine deutliche Stadterweiterung außerhalb der ehemaligen Festungsgrenzen. Neu hinzu kam unter anderem die Maxvorstadt, die sich durch ihre quadratischen Parzellen, repräsentativen Bauten und Denkmäler und monumentalen Plätze auszeichnet, etwa den kreisrunden Karolinenplatz. In diesem Stadtteil befindet sich auch die erst 1826 von Landshut hierher verlegte Universität und das nahe gelegene Siegestor markierte damals das Ende der Stadt, etwas dahinter befand sich das damalige Dorf Schwabing. Im Dritten Reich wurde München als „Hauptstadt der Bewegung“ bezeichnet und in der Maxvorstadt befanden sich viele Bauten der NSDAP. Der heute begrünte quadratische Königsplatz wurde in der NS-Zeit zu einer einheitlichen Granitfläche umgestaltet und diente als Feierplatz für die Partei. Hier befanden sich damals auch die sogenannten Ehrentempel, die an die Gefallenen des Hitler-Ludendorff-Putsches von 1923 erinnerten und nach dem Krieg gesprengt wurden.

Königsplatz München

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden mit der Maximilianstraße und der Prinzregentenstraße neue Prachtstraßen angelegt, mit denen außerdem das Ostufer der Isar erschlossen wurde. Dort entstanden mit den Maximiliananlagen nicht nur Schmuckparks, sondern auch das Maximilianeum, worin sich heute der Bayerische Landtag befindet.

Ende des 18. Jahrhunderts wurde auch der Englische Garten außerhalb der damaligen Stadtgrenzen errichtet und diente zunächst zu militärischen Zwecken, wurde aber schon nach einigen Jahren zum Volksgarten umgewidmet. Im Gegensatz zu den geometrischen Formen der Barockgärten hat man hier gezielt geschlungene Wege angelegt, die natürlicher wirken sollen. Die Ausdehnung des Englischen Gartens hat sich im Laufe der Zeit verändert. Teile davon wurden bebaut, während in der Nachkriegszeit aber auch Erweiterungen hinzukamen, unter anderem das frühere Firmengelände von Kraus-Maffei. Heute umfasst der Englische Garten eine Fläche von 321 ha.

München Englischer Garten

Haidhausen war ursprünglich ein außerhalb der Stadt gelegenes Dorf, dessen Bewohner der Unterschicht angehörten. Nachdem 1872 der Ostbahnhof eingeweiht wurde, enstand dort mit dem Franzosenviertel ein neues Wohngebiet. Ursprünglich als bürgerliches Viertel geplant, wurde es faktisch zu einem Arbeiterviertel. Das Viertel zeichnet sich durch seinen geometrischen Grundriss mit kreisrunden Sternplätzen aus.

München Haidhausen

Um die Jahrhundertwende sind einige Villenviertel in München entstanden. Relativ nah an der Altstadt wurden in Bogenhausen, das 1892 eingemeindet wurde, zwischen Sternwarte und Einsteinstraße zahlreiche prächtige Villen gebaut. Eine weitere Villenkolonie entstand in Gern in der Nähe des Schlosses Nymphenburg, was bis Ende des 19. Jahrhunderts noch ein Dorf außerhalb der Stadtgrenzen war. Eine Besonderheit ist, dass man dort gezielt Künstler ansiedeln wollte. Auch im Süden der Stadt entstand mit der Prinz-Ludwig-Höhe ein weiteres Villenviertel.

München Bogenhausen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich München stark verändert, neue Wohn- und Geschäftsviertel kamen hinzu. Zur Linderung des Wohnungsmangels errichtete man Großwohnprojekte, darunter auch das ab 1967 errichtete Viertel Neuperlach, das eine der größten Satellitenstädte Deutschlands wurde. Dazu gehört auch der in den 70ern erbaute Wohnring, eine Aneinanderreihung von Hochhäusern mit einem grünen Herz in der Mitte. Die Großwohnsiedlung im Hasenbergl im Norden der Stadt ist ein weiteres Beispiel.

Mit den Olympischen Spielen im 1972 hat sich für die Stadt einiges verändert. Nicht nur die Fußgängerzonen wurden neu eingerichtet, sondern auch das U-Bahn-Netz in Betrieb genommen, dass seitdem kontinuierlich ausgebaut wurde. Neben dem Olympiastadion mit dem berühmten Zeltdach des Architekten Frei Otto wurde auch der Olympiapark mit einem künstlichen See und einem künstlichen Hügel aus Bauschutt errichtet.

Olympiapark München

Das Olympische Dorf wurde nach den Spielen zu einem Wohngebiet mit Einkaufsmöglichkeit umgenutzt. Das besondere daran ist die Verkehrsberuhigung, denn alle Parkplätze sind unterirdisch und das Dorf somit komplett autofrei. In den Bungalows ist heute ein Studentenwohnheim untergebracht. In direkter Nachbarschaft dazu hat der BMW-Konzern sein riesiges Betriebsgelände.

Olympiadorf München

Nachdem der Flughafen vom Stadtteil Riem weit nach draußen ins Erdinger Moos gezogen ist, wurde das Flughafengelände zum Messegelände umgewidmet. Die Messe befand sich zuvor auf der Theresienhöhe, wo der Platz aber nicht mehr ausreichte. Neben der Messestadt in Riem wurde mit den Riem Arcaden außerdem noch ein Einkaufszentrum sowie ein komplettes neues Wohnviertel errichtet. Außerdem wurde aus Anlass der Bundesgartenschau 2005 ein großer Landschaftspark mit Badesee angelegt.

München Riem

Ein ebenfalls sehr junges Stadtviertel ist die Parkstadt Schwabing im Norden des gleichnamigen Stadtteils, das 2000 auf einem ehemaligen Industriegelände gebaut wurde. In diesem Wohn- und Geschäftsviertel befinden sich mit den Highlight Towers auch die höchsten Bürohochhäuser der Stadt.

Es gäbe noch sehr viel mehr über München zu sagen, am besten ist es aber, sich direkt vor Ort ein Bild zu machen. Für Gruppen biete ich Stadtexkursionen durch München an, wobei sowohl die Innenstadt als auch die jüngeren Außenbezirke begangen werden können. Weitere Informationen unter http://www.muenchen-exkursion.de.
Am Sonntag, den 13. August führe ich unter dem Motto München außenrum außerdem eine ganztägige Gratis-Exkursion durch die äußeren Stadtteile durch, weitere Informationen dazu gibt es hier auf Rund um München: http://f-om-s.de/2017/07/30/ganztaegige-exkursion-durch-muenchner-stadtteile/.

Auf Dieniederlande bloggt Johannes über schöne Ausflugsziele und Orte im deutschen Nachbarland. Geht mit ihm auf Rundreise und lernt alles über die Highlights und versteckten Geheimtipps.

Herrenchiemsee und die Fraueninsel

Ausflüge im Herbst haben viele Vorteile: Es ist nicht mehr so heiß wie in der Sommerzeit und außerdem sind oft – vor allem bei Tourismushochburgen – deutlich weniger Leute unterwegs. Das ist der Grund, weshalb wir uns für einen schönen Herbstausflug zum Chiemsee entschieden haben. Auf unserem Tagesprogramm: Herrenchiemsee und die Fraueninsel.

Herreninsel Chiemsee Kutsche

Zuerst ging es mit dem Auto nach Prien am Chiemsee. Nur wenige Kilometer entfernt von der Autobahn ist der Luftkurort super zu erreichen. Von dort aus ist es auch sehr leicht, Parkplätze zu finden. Wir haben etwas außerhalb des Ortes an einem öffentlichen, kostenfreien Parkplatz gehalten. Direkt an der Schiffsanlegestelle gibt es allerdings auch einen gebührenpflichtigen Parkplatz.

Chiemsee

Für 8,90 € pro Person geht es mit der Inseltour West zunächst zur Herreninsel. Aktuelle Preis- und Fahrplaninformationen findet ihr hier.
Dort findet sich nicht nur das berühmte Schloss Herrenchiemsee, sondern auch das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift. Es ist ein ehemaliges Kloster und zählt zu den ältesten Klosteranlagen Bayerns. Ganz im Norden der Insel befindet sich eine Kapelle aus dem Jahr 1697. Außerdem lässt es sich auf der Herreninsel wunderbar spazieren gehen.

Herreninsel Chiemsee Kapelle

Herrenchiemsee Park

Schloss Herrenchiemsee

Das Schloss von König Ludwig II. ist und bleibt aber die Hauptattraktion der Insel. Es war als Hommage an den französischen Sonnenkönig, Ludwig XIV., gedacht. Diesen bewunderte Ludwig II. von jeher und wollte dessen Schloss Versailles auf Herrenchiemsee nachbilden. Das Schloss ist äußerst prunkvoll ausgestattet und kann im Rahmen einer sehr interessanten Führung besucht werden.

Allerdings: Im Gegensatz zu seinen anderen Märchenschlössern ist Herrenchiemsee nie fertiggestellt worden. Im Rahmen der Führung zeigen sich zwei Treppenhäuser – eines davon voller Prunk, ausstaffiert mit Kunstmarmor und sämtlichen Prunk, den man auf Königsschlössern erwartet. Das andere Treppenhaus ist nahezu in Rohform erhalten.
Ein überraschender Gegensatz, der aber dennoch interessant ist: So zeigt sich nämlich auch, wie ein solches Schloss hinter der schönen Fassade eigentlich aussieht.

Schloss Herrenchiemsee Brunnen

Fraueninsel am Chiemsee

Nach unserem Besuch auf Schloss Herrenchiemsee ging es mit dem Dampfer weiter auf die Fraueninsel. Diese ist deutlich kleiner, in ihrer Schönheit aber dennoch nicht zu unterschätzen. Überraschenderweise ist diese Insel bewohnt – hier finden sich zahlreiche Cafés, Gasthäuser und sogar ein Bäcker. Das eigentliche Highlight der Insel ist aber das Kloster Frauenwörth. Das Benediktinerinnen-Kloster ist übrigens seit 30 Jahren durch die Förderation der Bayerischen Benediktinerinnen-Abteien unter anderem mit dem Kloster St. Walburg in Eichstätt eng verbunden. Außerdem kann man sich hier eine Auszeit nehmen und beispielsweise an einem Schweigeseminar teilnehmen.
Nach einem kurzen Rundgang auf der Fraueninsel ging es für uns mit dem Dampfer zurück aufs Festland.

Fraueninsel Chiemsee Kloster

Habt ihr diesen Herbst noch Pläne für einen Ausflug? Wohin geht’s bei euch? Wart ihr vielleicht auch schon mal am Chiemsee unterwegs? Wie hat es euch gefallen?
Kerstin