Urdonautal

Wo die Donau einst floss, hat sie ihre Spuren hinterlassen. Das Urdonautal zeugt mit seiner kargen Landschaft und dem Trockental noch heute vom Flussverlauf.

Fels Aicha

Wo befindet sich das Tal?

Wie viele gleich auf den ersten Blick erkennen werden, hat das Urdonautal etwas eigenes. Es ist riesengroß, einst durch die Gewalten von Wasser geformt. Heute fließt darin aber größtenteils überhaupt kein Wasser mehr – nicht mal ein kleines Rinnsal nutzt das breite Flussbett.

Das Tal liegt zwischen Dollnstein und Neuburg an der Donau. Immer wieder ragen darin große Felsen auf, so wie etwa in Wellheim bzw. dessen Ortsteil Aicha. Der Burgfelsen liegt zwischen Aicha und Biesenhard und ist schon von weitem gut sichtbar. Hier klettern immer wieder Sportler. Rund herum lässt es sich – wie im Urdonautal allgemein – sehr gut wandern.

Burgruine Hütting

Sehenswürdigkeiten im Urdonautal

Die Burgruine Hütting zeigt die Überreste der im 11. Jahrhundert erbauten Burg Hütting. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Mauerner Höhlen. Ein toller Ort zum Entspannen, Verweilen oder Wandern. Was den Ort neben seiner Tiervielfalt vor allem für Archäologen so besonders macht, könnt ihr in meinem gleichnamigen Blogbeitrag über die Mauerner Höhlen erfahren.

Mauerner Höhlen Altmühltal

Eine weitere Höhle, die es dort gibt, ist die Pulverhöhle bei Breitenfurt. Rund um das Zigeunerloch Wellheim könnt ihr übrigens auch sehr gut wandern. Dort entlang führt nämlich ein Rundwanderweg, durch den ihr auch auf einen tollen Aussichtspunkt gelangt.

Pulverhöhle Dollnstein

Natürlich könnt ihr in der Region auch wunderbar wandern. Es gibt zahlreiche Rundwege, die ihr vor allem auf der Seite des Urdonautals finden könnt. Von kurz, lang, flach bis hügelig ist hier für nahezu jeden Geschmack etwas dabei.

Warst du schon mal am Urdonautal? Gibt es einen Ort, den du mit Kindern und/oder Hunden empfehlen kannst? Dann lass es uns wissen!
Schon mal danke 🙂
Kerstin

Berching

Berching

Nur wenige Kilometer nördlich von Beilngries liegt der malerische Ort Berching. Die Stadt gilt noch heute als mittelalterliches Juwel, vor allem durch die gut erhaltene Altstadtmauer mit ihren vier Stadttoren und dreizehn Türmen, die allesamt noch gut erhalten sind. Die Stadtmauer ist teilweise sogar begehbar.

Berching Heiligenstatue

1992 war die Eröffnung des Main-Donau-Kanals. Seitdem wuchs die touristische Bedeutung des Ortes. Denn direkt am Wasser lässt es sich wunderbar entspannen und es gibt eine Anlegestelle am Ort.

Berching

Der bekannteste Spross der Stadt

In Berching soll der Komponist und Musiker Christoph Willibald Gluck geboren worden sein. Dabei ist es umstritten, ob er im Ortsteil Erasbach oder im nur wenige Kilometer entfernten Weidenwang das Licht der Welt erblickte. Ganz egal, für welche Version man sich auch entscheidet: Berching ist damit die Geburtsstadt des Komponisten.

Aufgrund dieses prominenten Nachkommens gibt es in der Stadt ein eigenes Museum. Hier lässt sich die Geschichte der Musikers nachverfolgen. Sehr zu empfehlen ist auch der Gluck-Wanderweg (Wanderweg Nr. 3) mit einer Länge von etwa 6 Kilometern.

Berching

Natur rund um Berching

Nur eine kurze Wanderung von Berching entfernt befinden sich die Kalktuffterrasse Hoher Brunnen Sollngriesbach oder auch die Steinerne Rinne bei Erasbach. Beide Quellgebiete entstanden durch den hohen Kalkgehalt im Wasser und sind eine Sehenswürdigkeit, die ihr gesehen haben solltet.

Hoher Brunnen Berching

Kennt ihr noch weitere Orte in und um Berching, die die Leser von Altmühltaltipps kennen sollen? Dann hinterlasst sie doch mit eurem Kommentar, ich freue mich über eure Tipps.
Kerstin

Gelber Berg Sammenheim

Gelber Berg

Du glaubst nicht, dass ein Berg ein Altmühltaltipp sein kann? Falsch gedacht. Denn der Berg, auch bekannt als Gelbe Bürg / Gelber Berg, ist ein Aussichtspunkt der besonderen Art.

Mit einer Höhe von 628 Metern über Normalnull ist der Ausläufer der Fränkischen Alb nahe Dittenheim ein kleiner Geheimtipp. Denn von hier aus lässt es sich super auf das Fränkische Seenland und Gunzenhausen blicken. Ganz nebenbei ist der Berg auch noch ein eingetragenes Geotop im Naturpark Altmühltal. Also ein Muss für alle Naturfreunde.

Gelber Berg Sammenheim

Wie kommt der Gelbe Berg zu seinem Namen?

Hierfür gibt es unterschiedliche Theorien. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass auf dem Gelben Berg einst eine Burg stand. Der Besitzer des Anwesens soll auf den Namen Gebo gehört haben, wodurch sich im Laufe der Zeit aus Geboburg Gelbe Bürg beziehungsweise Gelber Berg entwickelte.

Auch die Tatsache, dass der Gelbe Berg auf Eisensandstein steht, der vielerorts eine rötliche oder gelbe Farbe aufweist, könnte Grund für die Namensgebung sein.

Gelber Berg Sammenheim
Gelber Berg Sammenheim

Rund um den Gelben Berg gibt es zahlreiche schöne kleinere und größere Ortschaften. Die Gegend um den Gelben Berg lädt zum Wandern am sogenannten Altmühltaler Hahnenkamm ein. Hier befindet sich übrigens auch der sagenumwobene Uhlberg, auf dem es spuken soll.

Kennt ihr den Aussichtspunkt? Was könnt ihr in der Gegend sonst noch empfehlen?
Kerstin

Altmühltaler Lammabtrieb

Schaf-Fans aufgepasst: Es ist September und das heißt, dass traditionell der Altmühltaler Lammabtrieb in Böhming bei Kipfenberg vor der Tür steht. Was es damit auf sich hat und warum die Veranstaltung so wichtig für die Region ist, lest ihr hier.

Eines der Jahreshighlights bei Kipfenberg ist der Altmühltaler Lammabtrieb. Ende September werden die Schafe, Ziegen und Lämmer, die am dritten Wochenende im Mai in Mörnsheim auf die Sommerweiden geschickt wurden (Altmühltaler Lammauftrieb), wieder ins Tal und damit in ihr Winterquartier zurückgeholt.

Altmühltaler Lammauftrieb

Ein ganzes Wochenende lang wird ausgelassen gefeiert. Dann herrscht Ausnahmezustand in Kipfenberg, denn der Woll- und Handwerkermarkt ist ein wahrer Besuchermagnet. Tolle Aktionen wie alte Handwerkstechniken, zum Beispiel Schafe scheren oder das Spinnen von Wolle,könnt ihr hier erleben. Außerdem gibt es zahlreiche Produkte rund um das Altmühltaler Lamm: Von Fleisch, Wurst oder Schafsmilchkäse bis hin zu Seifen oder Lammfell.
Und selbstverständlich darf hier auch ein abwechslungsreiches Kinderprogramm nicht fehlen.

Wart ihr schon mal beim Lammabtrieb dabei? Wie hat es euch gefallen? Must Seen oder eher langweilig? Ich freue mich über eure Kommentare.
Kerstin

Biergarten Treuchtlingen

Biergarten Treuchtlingen

Neulich haben wir einen wunderschönen Biergarten in Treuchtlingen besucht, auf den ich während meiner Recherche für den Beitrag zu den schönsten Hochzeitslocations im Altmühltal gestoßen bin. Ich konnte dazu rein gar nichts im Internet finden und war entsprechend gespannt auf unseren Besuch. Lest jetzt, wie es uns gefallen hat.

Biergarten an der Stadthalle Treuchtlingen

Die Familie Avgoustis unterhält die Stadthalle Treuchtlingen. Hier betreibt sie ihr griechisches Restaurant Zum Janni. Das Tolle an der Stadthalle ist, dass sie für zahlreiche Feste genutzt wird. Durch ihre Lage direkt an der Altmühl ist sie vor allem im Sommer ein toller Ort zum Entspannen und Genießen. Grund dafür sind sicherlich auch die hohen Kastanienbäume, die herrlichen Schatten spenden und ein Mittagessen auch bei 35 Grad halbwegs erträglich und angenehm machen. Noch schöner ist es dort sicherlich in den Abendstunden.

Biergarten Treuchtlingen

Adresse

Die Stadthalle findet ihr in der Jahnstraße 14 in 91757 Treuchtlingen. Da wir nicht wussten, wie viel dort los ist, hatten wir sicherheitshalber einen Tisch zum Mittagessen reserviert.

Ihr könnt direkt vor der Stadthalle parken und seid dann nach nur wenigen Metern direkt am Biergarten. Wenn ihr vorab wissen wollt, auf welche leckeren Speisen und Getränke ihr euch freuen könnt, schaut doch auf der Homepage vom Restaurant vorbei. Ich selbst hatte den Gyros Salat – sehr zu empfehlen 🙂

Kennt ihr den Biergarten schon? Was ist eure Meinung: Top oder Flop? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Kerstin

Hoher Brunnen Berching

Hoher Brunnen Berching

Wer glaubt, grüne Oasen mit plätscherndem Wasser und in eigensinnigen Formationen gibt es nur im Film, irrt. Denn der Hohe Brunnen Berching liegt – zumindest für die Leute aus dem Altmühltal – direkt vor der Haustüre.

Hoher Brunnen Berching

Etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach, einem Ort nahe Berching, befindet sich im Wald der so genannte Hohe Brunnen. Dieses von der Natur geformte Gebilde ist ganze 40 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch. Von der Ferne betrachtet sieht es aus, als würde das Wasser über kleine Stufen nach unten plätschern.

Beim näheren Betrachten sieht man, dass es sich vorher in kleinen Becken auf den einzelnen Stufen ansammelt. Dabei ist das Wasser kristallklar kommt ganzjährig mit einer Temperatur von etwa 8 Grad aus der Gesteinsschicht. Der ideale Lebensraum für allerlei Tiere wie dem Bachflohkrebs oder der Quell-Köcherfliege. Vereinzelt findet man in der Gegend auch den Feuersalamander. Die Larven fühlen sich im klaren, sauerstoffreichen Quellwasser besonders wohl.

Wie ist der Hohe Brunnen Berching entstanden?

Diese Form von Gesteinsablagerungen nennt man Sinterterrassen oder auch Sinterstufen. Sie entstehen im fließenden, kalkhaltigen Gewässer durch ins Wasser gefallene Zweige oder Ästchen. Durch die Erwärmung des Wassers wird CO2 an die Luft abgegeben. Dadurch löst sich Kalk aus dem Wasser. Der Kalk umhüllt die oben genannten Ästchen und so bilden sich Barrieren im Bachlauf. Im Lauf der Zeit entstehen dadurch kaskadenartige, kleine Becken.

Hoher Brunnen Berching

Wie kann ich den Hohen Brunnen Berching finden?

Der beste und kürzeste Weg zum Hohen Brunnen führt über den Wanderweg Nr. 4. Er ist etwa 10 Kilometer lang und beginnt im schönen Berching. Wir gehen einige Meter am Main-Donau-Kanal entlang, bis wir durch Sollngriesbach hindurch wandern.

Hoher Brunnen Berching

Kurz darauf führt unser Weg in den Wald. Das macht ihn auch in den warmen Sommermonaten zu einem tollen Ausflugsziel. Der Rundwanderweg dauert etwa 3 Stunden. Anschließend lässt sich beim Ausgangspunkt Berching ideal in einer der zahlreichen Wirtschaften einkehren.

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Ähnliche Kalkformationen findest du im Kaisinger Tal oder an der Steinernen Rinne Wolfsbronn oder bei Rohrbach/Ettenstatt.

Solltest du noch weitere Naturphänomene in Bayern kennen, freue ich mich über deinen Kommentar 🙂
Kerstin

Residenz Ellingen

Fährt man von Weißenburg die B13 oder B2 in Richtung Franken, sieht man von der Straße aus schon die prunkvolle Residenz Ellingen. Hinter dem prunkvollen Gemäuer befindet sich ein malerischer Schlosspark, der besonders im Frühling zur Blüte der Blausternchen ein echter Geheimtipp ist.

Residenz Ellingen

Die Residenz Ellingen

Die Residenz gibt es bereits seit dem 13. Jahrhundert. Einst war sie der Hauptsitz der Deutschordenballei Franken. Das bedeutet, dass dieser Standort eine Provinz des Deutschen Ordens war – und zwar nicht nur irgendeine. Ellingen galt seinerzeit als Zentrum der Territorial- und Wirtschaftsmacht.

Allerdings wurde sie erst im 18. Jahrhundert so umgebaut, wie man sie noch heute bestaunen kann. In dieser Zeit entstanden vor allem in den Innenräumen prunkvolle Deckengemälde und Wandvertäfelungen. Der Feldmarschall Fürst Carl Philipp von Wrede, den einige sicherlich vom Bier Fürst Carl kennen, erhielt im frühen 20. Jahrhundert dieses Anwesen vom König. In dieser Zeit wurden zahlreiche edle Tapeten aus Seide und Papier im Schloss angebracht.

Seit 1939 befindet sich das Gebäude im Besitz des Freistaats Bayern.

Residenz Ellingen

Heutige Nutzung

Die Ellinger Residenz wird heute vielfältig genutzt. Wohl am bekanntesten ist der Schlosspark, der im 20. Jahrhundert zu einem Englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Wie eingangs schon erwähnt, ist dieser vor allem im Frühjahr sehenswert.

Schlosskirche Ellingen

Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert ist nicht nur wegen ihrer aufwändigen Deckenmalereien einen Besuch wert. Viel spannender ist wohl die Geschichte des Gebäudes. Während des zweiten Weltkriegs soll sich hier ein Lager für NS-Raubkunst befunden haben. Das ist allerdings nicht bestätigt.

Besonders zu empfehlen ist der Besuch der Kirche während eines Konzerts.

Residenz Ellingen

Brauerei

Ebenfalls am Schlossareal befindet sich die Schlossbrauerei Fürst Carl. Während die Familie von Wrede das Schloss einst verkaufte, behielt sie sich das Gebäude gegenüber der Residenz, um dort inzwischen in der siebten Generation Bier zu brauen.

Jedes Jahr im Sommer, meist im Juni, findet das Fürst Carl Gutsfest statt. Bei rockiger Musik lässt sich hier das barocke Flair und leckere Bier genießen. Außerdem findet in regelmäßigen Abständen die Jam-Session „Musik & Bier“ statt.

Asonsten könnt ihr das Bier übrigens auch bei einem Besuch der Brauereigaststätte (Bräustüberl) genießen oder euch im Bräuladen einige Flaschen mit nach Hause nehmen.

Museum in der Residenz Ellingen

Auch bei schlechtem Wetter könnt ihr der Residenz Ellingen einen Besuch abstatten. Denn hier befindet sich das Kulturzentrum Ostpreußen.

Seit 2009 wird hier die Geschichte Ostpreußens präsentiert. Egal ob Persönlichkeiten des Landes oder Gebäude wie Schlösser oder Kirchen: Hier könnt ihr alles rund um die Gegend erfahren. Außerdem lässt sich im Museum Bernstein bestaunen.

Residenz Ellingen

Besonderes Programm in den Wintermonaten

In den Wintermonaten (von September bis April) findet im Kulturzentrum Ostpreußen jeden letzten Mittwoch im Monat von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr das „Ostpreußische Doppelstricken“ statt. Dort könnt ihr die alte Handarbeitstechnik lernen und gemeinsam mit Gleichgesinnten üben.
Danke, liebe Marianne, für diesen Hinweis! 🙂

Warst du schon mal in der Residenz Ellingen? Wie hat es dir gefallen, würdest du es empfehlen? Was ist dein persönliches Highlight dort, welchen Ort sollte jeder kennen? Geht es dir vielleicht wie der Altmühltaltipps-Leserin Marinne und du hast noch einen weiteren Tipp? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar oder über eine Nachricht per Mail oder Kontaktformular.

Kerstin

Innenhof Schloss Spielberg

Schloss Spielberg

Ein Schloss für moderne Kunst – so könnte man das Schloss Spielberg nahe Gnotzheim vermutlich am besten beschreiben. Denn die einstige Schlossanlage aus dem 12. Jahrhundert beherbergt heute zahlreiche Kunstschätze.

Auffahrt Schloss Spielberg

Kunst am Schloss Spielberg

Schon beim Aufgang zum Schloss wird klar: Hier ist moderne Kunst Zuhause. Denn sowohl auf dem linken, als auch auf dem rechten Hang sind zahlreiche Skulpturen ausgestellt. Im Innenhof des Schlosses befindet sich ein sogenannter Skulpturenhof mit weiterer zeitgenössischer Kunst. Wem das noch nicht genug ist, der sollte unbedingt auch das Moderne Museum im Inneren besuchen.

Aber auch für Leute, die keine Fans moderner Kunst sind, lohnt sich ein Besuch. Vom Schloss aus, das sich am nordwestlichen Ende des Hahnenkamms befindet, habt ihr nämlich einen sagenhaften Ausblick auf die wunderschöne Landschaft.

Schloss Spielberg

Die Geschichte dahinter

Durch die Herren von Spielberg als Burg im 12. Jahrhundert errichtet, war das Anwesen lange umstritten und wechselte oft die Besitzer. Dem Schloss Spielberg wurde damit nichts Gutes getan – denn die zahlreichen Besitzerwechsel sorgten auch dafür, dass niemand sich nachhaltig um das Gemäuer kümmerte. 1983 erstand die Künstlerfamilie Steinacker das Anwesen und ließ es in neuem Glanz erstrahlen. Selbstverständlich nicht, ohne auch die Kunst von Ernst Steinacker auf dem Areal für die Menschen bereitzustellen.

Schloss Spielberg

So entstand ein schöner Ort, der zum Verweilen einlädt sowie Geschichte und Moderne vereint.

Kennt ihr Schloss Spielberg? Dann bin ich gespannt, was ihr dazu sagt!
Kerstin

Keltenschanze Altmühltal

Keltenschanze Altmühltal

Unsere heutige Heimat war einst Gebiet der Kelten. Kein Wunder, dass bei Grabungen und Untersuchungen immer wieder Spuren unserer Vorfahren gefunden werden. Dennoch gibt es in Deutschland relativ wenige Rekonstruktionen von keltischen Siedlungen oder Bauten. Eine Ausnahme ist die Keltenschanze im Altmühltal nahe Auernheim (Treuchtlingen).

Keltenschanze Altmühltal

Auf Zeitreise im Altmühltal

Fährt man von Auernheim nach Treuchtlingen, führt nur etwa anderthalb Kilometer nach der Ortschaft ein Weg nach rechts. Ein eher unscheinbares Holzschild weißt uns den Weg an diesen besonderen Ort. Denn hier, idyllisch gelegen im Dickicht der Bäume, hat sich eine Gruppe von fünf Leuten ein eigenes Reich nach Vorbild unserer Ahnen geschaffen.

Keltenschanze Altmühltal

Ein großer Wall, abgeschlossen durch ein mächtiges Holztor, ragt vor uns aus dem Boden. „Cernubona“ ist in Buchstaben, die an eine vergangene Zeit erinnern, darüber geschrieben. Der Name der Siedlung stammt von „Cernunnos“, dem hirschähnlichen Gott der Kelten. Der Herr der Tiere ist zugleich auch Gott der Natur.

Bei unserem Besuch der Keltenschanze im Altmühltal werden wir bereits von Sabine und Thomas erwartet. Ich hatte vorab mit ihnen Kontakt aufgenommen, denn ihre Siedlung ist nicht immer geöffnet.

Das liegt daran, dass die Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichsten Ecken kommen. „Sobald wir Zeit haben, zum Beispiel an Feiertagen und verlängerten Wochenenden, fahren wir hierher und versuchen, unsere Schanze weiter auszubauen.“

Was gibt es in der Keltenschanze zu sehen?

Gemeinsam mit Sabine betreten wir die einzige Schanze mit rekonstruierten Wohngebäuden in ganz Europa. Sie besteht aus einem erhöhten Getreidelager, einer Schmiede, einem Backofen und einem zweistöckigen Wohnhaus. Sogar einen eigenen Garten haben sie sich hier angelegt. Kräuter und Gemüse wächst dort.

Das Wohnhaus selbst ist das größte Gebäude innerhalb der Keltenschanze. Es ist zweistöckig, hat einen eigenen Kamin. Der Webstuhl, der hier untergebracht ist und ein selbst gemachtes Kettenhemd sind zwei besonders sehenswerte Ausstellungsstücke.

Keltenschanze Altmühltal

Wie ist die Keltenschanze Altmühltal entstanden?

Seit 2010 arbeitet die Gruppe an ihrem Traum. „Es gibt so viele Denkmäler und Rekonstruktionen der Römer. Dabei waren das gar nicht unsere Vorfahren – sondern die Kelten“, sagen die beiden. Sie wollten das Leben der Kelten in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und selbst ausprobieren, wie es unserer Vorfahren im Alltag ergangen ist.

Für den Bau haben sie zunächst einen Wall aufgehäuft. Dann kam das Getreidelager als erstes Gebäude. Das oben bereits erwähnte Backhaus mit Ofen und die Schmiede mit Blasebalg folgten. Dabei sind beide Gebäude etwas niedriger als die Grundfläche der Keltenschanze. Denn die Kelten glaubten fest, dass Dinge, die wir aus der Erde nehmen, auch erdnah verarbeitet werden sollen. Dazu zählt natürlich auch das Getreide, aus dem Brot gebacken wird. Inmitten der Fläche steht ein Maibaum – übrigens ein keltischer Brauch, den auch der Verein jedes Jahr feiert. Aktuell ist die Gruppe mit dem Bau des prunkvollen Herrenhauses beschäftigt. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, wie es aussehen wird! 🙂

Wenn ihr sehen wollt, wie die Keltenschanze nach und nach aufgebaut wurde, solltet ihr unbedingt auf der Website des Vereins vorbei schauen. Hier seht ihr zahlreiche Bilder. und könnt auch sonst mehr über den Verein erfahren.

Keltenschanze Altmühltal

Was ist eine Keltenschanze überhaupt?

Immer wieder lassen sich (meistens übrigens in Süddeutschland) Spuren von Viereck- oder Keltenschanzen finden. Während die Forscher anfangs davon ausgegangen waren, dass es sich um eine militärische Einrichtung handelt, ist heute klar, dass hier kleine Ansiedlungen und Bauernhöfe untergebracht waren.

Eine noch relativ gut erkennbare Schanze befindet sich bei Thalmässing beziehungsweise Ohlangen. Sie war etwa 150 x 100 Meter groß und damit vergleichsweise eher größer. Die Überreste des Walls lassen sich noch heute in einem Waldstück erkennen.

Tag der offenen Tür an der Keltenschanze im Altmühltal

Ihr wollt euch selbst ein Bild von der Keltenschanze machen? Dann schaut doch im August beim Tag der offenen Tür vorbei. Die Mitglieder des Vereins „Förderverein für keltische Geschichte im Altmühl e.V.“ führt euch gern durch ihr eigenes kleines Reich und zeigt euch, wie unsere Vorfahren vor hunderten von Jahren gelebt haben. Hier wird nämlich auch gewebt und ihr könnt die Schmiede und den Backofen in action sehen.

Durch das Eintrittsgeld versucht der Verein an Gelder zu kommen, um sein Projekt weiterzubauen. Aktuell soll ein Herrenhaus gebaut werden, weitere Gebäude sind aber nicht ausgeschlossen. In meinen Augen eine tolle Sache, die ihr unbedingt unterstützen solltet!

Marienklause Beilngries

Marienklause Beilngries

Nur etwa einen Kilometer von Beilngries entfernt, liegt ein fast vergessenes Stück Erde. Auf der Straße nach Hirschberg befindet sich linkerhand die Marienklause Beilngries – ein fast schon magischer Ort, abseits des großen Tourismus-Rummels, der zum Entspannen und Entdecken einlädt.

Marienklause Beilngries

Die Geschichte hinter der Marienklause Beilngries

Seit 1930 befindet sich an dieser Stelle eine gezimmerte kleine Kapelle mit Türmchen und einer Kniebank vor dem Altar. Ursprünglich stand das erste Gebäude dort schon 1906, wurde dann aber durch den aktuellen Bau ersetzt. Das besondere an diesem Ort ist aber nicht das rustikal wirkende Gebäude, sondern die Anlage drum herum.

Denn eine kleine Quelle sprudelt nur wenige Meter entfernt und sorgt für wunderschöne Kalktuffterrassen, ähnlich derer im nur wenige Kilometer entfernten Kaisinger Tal.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie entstehen Kalktuffterrassen?

Kleine, vermooste Treppchen sorgen für zahlreiche kleine Wasserfälle. Diese grüne Oase entstand über Jahre hinweg durch den hohen Kalkgehalt des Wassers. Dieser lagert sich an den Rändern ab und sorgt so, gemeinsam mit einigen Algen, für die charakteristischen Stufen. Das Tolle daran: Die Kalktuffterrassen wachsen immer weiter und werden in einigen Jahrzehnten anders aussehen wie sie es jetzt tun.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie komme ich zur Marienklause Beilngries?

Um die Marienklause zu besuchen, gibt es mehrere Wege. Sehr zu empfehlen ist der Benediktinerwanderweg von Beilngries aus. Nachdem ihr den Main-Donau-Kanal überquert habt, ist es nicht mehr weit bis zu diesem traumhaften Ort. Folgt einfach den Schildern mit der Nummer 1. Der gesamte Wanderweg erstreckt sich über 17 Kilometer und hat eine Gehzeit von etwa 5 Stunden. Großes Ziel hier ist das Kloster Plankstetten. Alle Infos zum Rundweg findet ihr hier.

Marienklause Beilngries

Selbstverständlich könnt ihr in der Nähe der Marienklause auch parken. Verlasst Beilngries über die Hirschberger Straße. An der T-Kreuzung angekommen befindet sich direkt gegenüber ein kleiner Parkplatz. Bitte achtet darauf, den Waldweg nicht zu verstellen.

Von hier aus überquert ihr die Straße nach schräg rechts und seid direkt an der Marienklause.

Was hat es mit den Traumfängern auf sich?

Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Betritt man die Marienklause vom Wanderweg Beilngries her kommend, befinden sich an den Bäumen einige selbstgebastelte, bunte Traumfänger.

Wisst ihr, was es damit auf sich hat? Meine persönliche Vermutung ist, dass sie mit dem Projekt des Verschönerungsvereins zu tun haben, der die Marienklause vor einiger Zeit wieder vorzeigbar hergerichtet und gestaltet hat. Falls ihr dazu aber mehr wisst, fände ich es super, wenn ihr einen Kommentar hier lässt und mich aufklärt 🙂

Schon mal danke und euch viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin