Katharinenkapelle Hechlingen

Katharinenkapelle Hechlingen

Nur wenige Meter oberhalb von Hechlingen am See (bei Heidenheim) befindet sich die Katharinenkapelle Hechlingen. Diese Kirchenruine stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist zugleich ein wunderschöner Aussichtspunkt für Wanderer

Die Geschichte hinter der Ruinenkapelle

Einst war die Katharinenkapelle Hechlingen eine Wallfahrtskirche, zu der zahlreiche Pilger strömten. Geweiht durch den Eichstätter Bischof war sie ein äußerst beliebtes Ziel für Katholiken, selbst dann noch, wenn die Gegend in Franken durch die Reformation im 16. Jahrhundert zunehmend protestantisch wurde.

Katharinenkapelle Hechlingen

Und wie wurde die Katharinenkapelle Hechlingen zur Ruine?

Erst ab 1760 entwickelte sich aus der einst prunkvollen Kapelle mit Wandmalereien eine Ruine. Sie wurde als Steinbruch genutzt. Bei einem Unwetter im späten 19. Jahrhundert stürzte der Turm der Ruine zusammen und der Verfall begann. Sanierungsarbeiten 1903 und in den 80er Jahren sind dafür verantwortlich, dass wir heute noch Teile der Mauer der Katharinenkapelle Hechlingen sehen können.

Katharinenkapelle Hechlingen

Durch Ausgrabungen im späten 20. Jahrhundert, die der Restaurierung der Kapellenruine dienen sollten, wurden zahlreiche Mauerreste gefunden, die darauf hinweisen, dass sich hier einst ein Herrensitz, wahrscheinlich sogar eine Burg, befand. Grund für diese Annahme sind neben Mauerresten auch Keramik, Glas, Knochen und Eisengegenstände sowie eine Zisterne. Letztere weist auf eine Ansiedlung hin. Andere Funde deuten darauf hin, dass der Berg sogar schon vor den Römern zumindest ein Ansammlungsort für Feiern jeder Art war.

Katharinenkapelle Hechlingen

Apropos feiern …

Jedes Jahr Anfang August lädt der Gartenbau- und Fremdenverkehrsverein Hechlingen zum Kapellfest ein. Ihr solltet euch den Termin gleich schon mal im Kalender markieren, wenn ihr die Kapelle im besonderen Licht sehen wollt.

Katharinenkapelle Hechlingen

Aber auch unter dem Jahr ist die Katharinenkapelle Hechlingen einen Besuch wert. Neben einem wunderbaren Ausblick auf den Hahnenkamm (Kennt ihr übrigens schon den Hahnenkamm-Erlebnispfad?) gibt es hier auch zahlreiche andere Rundwanderwege.

Katharinenkapelle Hechlingen

Wandern rund um die Katharinenkirche Hechlingen

Wenn ihr euch nur kurz die Beine vertreten wollt, bietet sich der Hechlinger Hohlweg an. Er ist nur etwa einen Kilometer lang und führt nach Hechlingen. Leider handelt es sich hier aber um keinen Rundweg, was bedeutet, dass ihr dieselbe Strecke wieder zurück lauft.

Katharinenkapelle Hechlingen

Sehr zu empfehlen ist der Rundweg 17. Er führt vorbei an der Steinernen Rinne Wolfsbronn und ist etwa 5 Kilometer lang. Ideal für eine kurze Wanderung am Sonntag Nachmittag. Bei wärmeren Temperaturen könnt ihr euch alternativ auch für den etwa 6 Kilometer langen Rundweg 16 entscheiden. Er führt an einem Kneippbecken und einem Kinderspielplatz vorbei: Super für einen Ausflug mit der ganzen Familie.

Ruinen gibt es im Altmühltal viele. Welche ist eure liebste? Und was schätzt ihr daran? Ist es die Geschichte, das Fotomotiv an sich oder etwas ganz anderes? Lasst es mich wissen und hinterlasst jetzt einen Kommentar!
Ich freue mich. Kerstin

Wasserschloss Syburg

Als ich das erste Mal vom Wasserschloss Syburg hörte, dachte ich, ich könnte euch ein kleines, schmuckes Schlösschen präsentieren, das von Wasser und Natur umgeben und ein kleiner Geheimtipp ist. In meinem Kopf stand da ein klassisches Wasserschloss, umgeben von einem Graben – als ich das Schloss aber tatsächlich sah, war ich ziemlich schockiert.

Geschichte des Schlosses Syburg

Zwischen Nennslingen und Thalmannsfeld befindet sich der kleine Ort Syburg, zu dem auch das Schloss gehört. Es befindet sich im Privatbesitz – etwas, was mich zu Beginn kaum störte, da ich mir einen tollen Blick von außen auf das Schloss erhoffte, ähnlich wie bei Schloss Möhren oder der Burg Kipfenberg, wo die Besitzer zwar auf ihrem Privatgrundstück leben, das Schloss aber vorbildlich pflegen und sogar Teile davon, zum Beispiel wie bei Schloss Möhren in Form von Ferienwohnungen, der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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Thingstätte Eichstätt

Vielen in und um Eichstätt ist das Hohe Kreuz oberhalb vom Café Schönblick wohl ein Begriff. Etwas oberhalb vom Neuen Weg thront das Kreuz, darunter befinden sich zwei Holzbänke und von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick hinüber zur Willibaldsburg.
Das Hohe Kreuz wurde 1854 errichtet, um Gott für die Verschonung der Eichstätter vor der Choleraseuche zu danken. Die verwitterte Grünfläche darunter und die Geschichte dahinter, ist vielen – vor allem jungen Leuten –unbekannt: Die Thingstätte Eichstätt.

Hohes Kreuz Ausblick Eichstätt Panorama

Bei dieser Grünfläche handelt es sich um die sogenannte Thingstätte. Der Begriff „Thing“ stand bei den Germanen für einen Versammlungsort. Allerdings stammt diese Thingstätte nicht aus der Zeit der Germanen, sondern wurde durch die Nazis aus Propagandazwecken 1935 errichtet und 1937 fertiggestellt. Im selben Jahr wurde dort die Sonnwendfeier der NSDAP gefeiert. Nach der Zeit des 3. Reiches wurde die Thingstätte aber nicht mehr gepflegt, weshalb sie heute nur noch eine zugewachsene Ruine ist.

Thingstätte Hohes Kreuz Eichstätt

Seit der Nazizeit wurde der Platz nur noch wenige Male für öffentliche Zwecke genutzt.

Zum ersten Mal geschah das bereits 1946. Rund 700 Sänger versammelten sich an der Thingstätte im Rahmen eines Chortreffens.

1963 belebte die Diözese den Thingplatz erneut. Hier zelebrierte man den Diözesan-Frohschartag mit Messen, Volkstänzen, Spielen und Theaterstücken.

1988 wurden hier im Rahmen der Sommerspiele das Theaterstück „Eiche und Angora“ aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein Stück, dessen Handlung zum Ende des 3. Reiches spielt. Die Veranstalter waren sich der Verbindung durchaus bewusst.

Blume

Seitdem ist der Platz wieder weitgehend in Vergessenheit geraten. Leider findet sich hier nicht mal eine Infotafel, um Besucher und Wanderer auf die Geschichte der Örtlichkeit hinzuweisen.

Wie komme ich zur Thingstätte Eichstätt?

Leider gibt es auf Google Maps keine exakte Wegbeschreibung.
Fahrt ihr die B13 von Eichstätt kommend in Richtung Weißenburg, nehmt die Abzweigung in Richtung Wintershof. Kurz vor Wintershof rechts auf den letzten Schotterweg einbiegen. An der Wegscheide rechts halten. Von da ab dem Fußweg nach rechts folgen. Nach einigen Metern seid ihr am Hohen Kreuz angelangt.

Kennt ihr die Thingstätte? Was haltet ihr von dem umstrittenen Ort?
Ich freue mich auf euer Kommentar.

Wanderweg Wellheim: Kreuzbergkapelle – Zigeunerloch

Einige Kilometer südlich von Dollnstein liegt der Markt Wellheim. Um den Ort herum führt ein schöner Wanderweg über die Kreuzbergkapelle, am Zigeunerloch vorbei und über den Pionierweg.

Wie verläuft der Wanderweg Wellheim?

Startpunkt für den Rundwanderweg ist die Kirche „St. Andreas“. Direkt bei der Auffahrt zum Berg befindet sich ein Tor. Achtung: Sollte das geschlossen sein, gelangt man durch den Friedhof hindurch auf die andere Seite.

Dann ist es auch schon Zeit für den ersten Anstieg. Entlang eines Kreuzwegs mit hölzernen Kreuzwegstationen führt uns unser Weg zur Kreuzbergkapelle. Diese Kapelle wurde im 17. Jahrhundert erbaut und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer kleinen Wallfahrt. Sie ist der Hl. Jungfrau und Gottesmutter Maria geweiht.

Wellheim auf dem Rundwanderweg

Obwohl sie von außen eher unscheinbar wirkt, ist das Kapelleninnere sehr im Stil des Barock gestaltet. Der Schlüssel zur Kapelle ist im Fremdenverkehrsbüro erhältlich.
Wenige Meter weiter kommt ihr an den Überresten einer Klause vorbei, die im 18. Jahrhundert von einem Einsiedler bewohnt wurde. Heute ist davon leider nichts mehr zu sehen. Ihr solltet also Ausschau nach einem Schild nahe der Kapelle halten. Dort könnt ihr mehr über den unscheinbaren Ort erfahren.

Es geht eben weiter zu einem Aussichtspunkt . Von dort aus könnt ihr die Kreuzbergkapelle wieder sehen und den wundervollen Ausblick über das Altmühltal genießen. Außerdem könnt ihr auch die Burg Wellheim bestaunen.

Ausblick vom Wanderweg in Wellheim

Ihr folgt dem Wegverlauf weiterhin, bis ein Schild nach rechts zum Schlaufenweg Zigeunerloch weist. Ein weiterer Anstieg führt uns dorthin, wo einst, Ende des 17. Jahrhunderts, Zigeuner hausten. Inmitten des dichten Buchenwaldes kann man die verlassene Stätte mit ihren riesigen Felsen bestaunen. Ein kleines Highlight mitten in der Natur.

Von dort aus geht es denselben Weg wieder zurück zum Abzweig. Von hier aus laufen wir etwa 2 Kilometer über den Pionierweg. Dieser wurde 1911 von 50 Pionieren aus Ingolstadt gebaut. Nach einem kurzen Wegabschnitt durch den Ort gelangen wir wieder an unseren Ausgangspunkt.

Falls ihr Lust auf eine Einkehr habt – direkt an der Hauptstraße ist ein sehr leckerer Italiener.
Kerstin

Wünschelruten-Wanderweg an der Wodansburg

Die Wodansburg war eine altgermanische Opferstätte oberhalb von Beilngries. Heute befindet sich dort ein Obelisk, der vom Verschönerungsverein Beilngries 1901 als Gedenkstätte errichtet wurde. Von hier oben aus lässt es sich wunderbar auf das Tal und den Main-Donau-Kanal herab oder hinüber zu Schloss Hirschberg blicken. Kein Wunder, dass der Wünschelruten-Wanderweg an der Wodansburg ein beliebter Rundweg für Touristen und Einheimische ist.

Ausblick auf Schloss Hirschberg von der Wodansburg

Wie verläuft der Wünschelruten-Wanderweg

Der Wanderweg an der Wodansburg beginnt am Parkplatz an der Maria-Hilf-Kapelle. Von dort aus geht es bergaufwärts. Folgt ihr den Schildern mit der Nummer 6, führt der Weg über die Kevenhüller Brücke und hinauf zur Wodansburg. Am Weg entlang sind viele Infotafeln aufgestellt, durch die man einiges über Wasseradern lernen kann.
In der Touristinformation Beilngries (Hauptstraße 14) können Wünschelruten ausgeliehen werden. Damit wird der 5,5 Kilometer lange Wanderweg ein Erlebnis für die ganze Familie.

Wodansburg Pfeiler bei Beilngries

Wieso heißt die Wodansburg Wodansburg?

So idyllisch im Grünen gelegen wie der Obelisk samt des ehemaligen Opfersteins liegt, mag man gar nicht glauben, welch grausige Geschichte hinter diesem Ort steckt. Denn zu Zeiten der Germanen war die Wodansburg eine Opferstätte für den Gott Wodan – vielen besser bekannt als Odin. Der Hauptgott der nordischen und germanischen Mythologie war als Totengott bekannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wollte der Verschönerungsverein Beilngries diesen Ort optisch aufwerten und tat das mit dem Obelisk, der als Gedenkstein an die Geschichte des Berges erinnern soll.

Mögt ihr den Wünschelrutenweg? Dann lasst doch gern einen Kommentar hier!
Kerstin

Burgruine Rumburg

Sie ist schon von weitem zu sehen: die Burgruine Rumburg auf einem Berg bei Enkering. Obwohl die ehemalige Spornburg zu einem großen Teil verfallen ist, lässt sich bereits vom Tal aus erkennen, wie groß die Burg einst gewesen sein mag und welch wunderbarer Ausblick sich einen von dort oben bietet.

Aufgang Rumburg

Wann genau die Burg erbaut wurde, lässt sich heute leider nicht mehr sagen. Wahrscheinlich ist , dass sie im 14. Jahrhundert unter den Absbergern errichtet wurde und im Jahr 1540 brannte.
Aus finanziellen Gründen wurde baute man sie nicht wieder auf, weshalb sie noch heute eine Ruine ist. In den letzten Jahren wurde die Rumburg immer wieder saniert.

Ausblick Rumburg Enkering

Die Sage hinter der Burgruine Rumburg

Eine Sage erzählt von einem Pudel, dem man auf dem Weg zur Rumburg begegnet, wenn man in der Walpurgisnacht schweigend auf den Weg hinauf läuft. Angeblich hält dieser einen goldenen Schlüssel im Mund, der das Schloss einer Truhe öffnet, die bis zum Rand mit Gold und Edelsteinen beladen ist. Wer also am 30. April noch nichts vorhat: Auf zur Rumburg!

Rumburg Enkering

Von Enkering aus ist die Rumburg bereits gut zu erkennen. Biegt am besten die Rumburgstraße ein und folgt ihr bis zum Ende. Dort befinden sich Parkplätze. Von hier aus findet ihr durch einige Schilder problemlos auf die Burgruine Rumburg.

Kanntet ihr die Ruine schon? Kennt ihr noch weitere magische Orte im Altmühltal?
Kerstin

Solabasilika

Eines der ältesten Baudenkmäler Deutschlands findet sich in Solnhofen. Es handelt sich um die Solabasilika, eine Kirche die unter Leitung des Heiligen Sola errichtet wurde. Die Verzierung der Basilika ist das frühste Beispiel für die Verwendung von Stuck in der Region.
Das Grab gehört zu den größten kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten Mittelfrankens. Und ganz nebenher befindet sich der Bau auf mittelsteinzeitlichen Siedlungsspuren. Alles in allem also eine echte Sehenswürdigkeiten, die ihr kennen solltet.

Solabasilika

Anhand von Ausgrabungen ließen sich Fundamente entdecken, durch die sich fünf verschiedene Kirchenbauten rekonstruieren lassen. Die ersten beiden gehen wahrscheinlich zurück in das 7. Jahrhundert nach Christus. Die dritte Kirche wurde vermutlich vom Heiligen Sola selbst als Bethaus genutzt. Damals war der Mann, nach dem der Ort Solnhofen benannt wurde, noch einfacher Mönch.

Die vierte Kirche war die erste Klosterkirche des vom Heiligen Sola gegründeten Klosters.
Anfang des 9. Jahrhunderts entstand die fünfte und letzte Kirche, eine dreischiffige Basilika. Diese sah vermutlich ähnlich aus wie die Basilika auf dem Petersberg bei Fulda und die Basilika in Schlüchtern. Alle drei Kirchen liegen nahezu identische Grundrisse zugrunde.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Hungerturm Rieshofen

Südlich von Rieshofen befindet sich die Ruine der Wasserburg: Der Hungerturm Rieshofen.
An drei Seiten befindet sich ein von der Altmühl gespeister Wassergraben. An der vierten Seite der Ruine sorgt die Altmühl dafür, dass ihr den Hungerturm nur über eine Brücke erreichen könnt.

Da die Burgherren das pompöse Gemäuer nicht lange unterhalten konnten, ließen sie es verfallen, sodass es sich hier bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts um eine Ruine handelte.

Hungerturm Rieshofen

Von der wohl 1290 erbauten Wasserburg sind heute nur noch Mauerreste und der Bergfried erhalten. Der Volksmund nennt diesen Bergfried „Hungerturm“. Grund für diesen Namen ist eine Begebenheit aus dem Jahre 1689.

Die Geschichte hinter dem Hungerturm Rieshofen

Ein Bauernsohn aus Töging, Matthias Kornprobst, ließ sich von einem Juden, Joseph von Töging, dazu überreden, die Pfarrkirche in Riedenburg auszurauben. Das Diebesgut vergrub er beim Pfennighof nahe Dietfurt. Später wollte er die Gefäße an Joseph verkaufen. Dieser Diebstahl flog auf und nach langer Folter gestand Matthias die Tat. Er wurde zum Tode durch das Schwert verurteilt und öffentlich hingerichtet.

Joseph verurteilte man zum Tode des Verhungerns und brachte ihn zum Turm nach Rieshofen. Dort wurde er mit Seilen den Turm hinab gelassen, wo er nach 42 Tagen starb.
Seitdem wird der Bergfried in Rieshofen „Hungerturm“ genannt.

Eine recht grausige Geschichte hinter einem mystischen Ort mitten im Altmühltal. Kennt ihr noch weitere Ruinen und sagenumwobene Stellen in der Region?
Kerstin