Wacholderheide

Bei Gungolding befindet sich ein 70 Hektar großes Naturschutzgebiet: Die größte zusammenhängende Wacholderheide Bayerns und zugleich das älteste Naturschutzgebiet des Landkreises Eichstätt.

Das Gebiet befindet sich am nördlichen Hang des Tals. Wacholderheiden, wilden Rosen und Beeren prägen das Landschaftsbild. Schon von weitem ist der Trockenrasen gut zu sehen. Ein wahres Paradies für allerlei Tiere von Echsen über Schmetterlingen bis hin zu Insekten.

Wacholderheide Gungolding

Woher kommen Wacholderheiden?

Die Entstehung dieser besonderen Landschaft geht zurück ins Mittelalter. Der Wald wurde gerodet, um eine Viehbeweidung zu ermöglichen, da die Flächen im Tal nicht groß genug waren. So blieben oft nur kleine Wacholderpflanzen stehen, die sich in den letzten Jahrhunderten ausgebreitet haben.

Die Wacholderheide ist eine Landschaftsform, die viel Pflege benötigt. Schafe beweiden das Gebiet, damit sich keine Pflanzen wie Bäume und Sträucher die Heide zurückerobern. Dazu werden sie beim Lammauftrieb in Mörnsheim auf die Weiden gebracht und beim -abtrieb in Kipfenberg wieder ins Winterquartier geholt.

Was lässt sich mit Wacholder machen?

Wacholderbäume sind vielseitig verwendbar. Besonders beliebt sind ihre Zweige, um damit zu Fleisch und Wurst zu räuchern. Sie geben ein besonderes Aroma ab.

Früher nutzte man den stark riechenden Rauch auch, um böse Mächte zu verdrängen. Wacholder gilt darüber hinaus als Heilmittel gegen Rheuma und Gicht. Auch als Gewürz und Wacholderschnaps findet die Pflanze immer wieder Verwendung.

Kennt ihr noch andere Dinge, für die sich Wacholder verwenden lässt? Wie gefallen euch die Trockenrasengebiete im Altmühltal und kennt ihr vielleicht noch weitere? Dann freue ich mich über euren Kommentar!

Kerstin