Mauerner Höhlen

Die Mauerner Höhlen, auch als Weinberghöhlen bekannt, sind ein wahres Naturspektakel. Von hier aus hat man nicht nur einen wunderschönen Blick über das Urdonautal und kann die einzigartige Natur der Trockenrasenlandschaft genießen. Der Ort hat auch eine geschichtliche Bedeutung. Aber eins nach dem anderen.

Ausblick von den Mauerner Höhlen

Kalkmagerhänge an den Mauerner Höhlen

An den Felshängen findet ihr neben Rasen nur vereinzelt Pflanzen. Die Anzahl der Bäume und Sträucher geht gegen Null. Grund dafür ist die einzigartige Landschaft, die einst durch Schafbeweidung entstanden ist. Zahlreiche Blumen könnt ihr hier finden – und mit ihnen auch ganz besondere Tiere. Insekten fühlen sich hier besonders wohl. Der Argus-Bläuling, ein leuchtend blauer Schmetterling, den ich bereits von der Wacholderheide Gungolding oder den Zwölf Aposteln kenne, hat hier sein Zuhause. Ein wunderschöner Ort zum Natur genießen und entspannen.

Blumen an den Mauerner Höhlen

Rund um die Mauerner Höhlen könnt ihr nämlich auch super entlang des Hangs wandern. Die Wege eignen sich super für einen Spaziergang. Achtet aber bitte darauf, die vorgeschriebenen Wege nicht zu verlassen!

Mauerner Höhlen Altmühltal

Spuren aus der Steinzeit an den Mauerner Höhlen

Der einzigartige Ausblick von den Mauerner Höhlen auf das Tal lässt erahnen, wie wertvoll diese Lage einst für die Steinzeitmenschen war, die darin gelebt haben. Hinzu kamen die damaligen klimatischen Bedingungen. Zahlreiche Tierherden wanderten im Herbst vom Alpenvorland über die Donau in den Jura – und im Frühling wieder zurück dorthin. Ein idealer Standort also, um Tiere zu jagen.

Mauerner Höhlen Altmühltal

Kein Wunder, dass sich neben zahlreichen Skeletten von Mensch und Tier (etwa von Mammuts, Rentieren oder Eiswölfen) durch Ausgrabungen auch zahlreiche Gerätschaften aus der Steinzeit finden ließen.

Archäologische Kunstschätze aus den Weinberghöhlen

Eines der bekanntesten Fundstücke aus den Mauerner Höhlen ist zweifelsohne die „Rote von Mauern“. Dieser Schmuckanhänger, eine Venusstatue, etwa 7 cm groß, wurde vor etwa 27.000 Jahren von Menschenhand gefertigt. Das Kunststück besteht aus Kalkstein und ist mit Rötel eingefärbt. Dieser Färbung verdankt die kleine Venusstatue auch ihren Namen.

Mauerner Höhlen Urdonautal

Gefunden wurde dieser bedeutende Kunstschatz allerdings erst in den 1940er Jahren. Momentan wird er in der Archäologischen Staatssammlung in München aufbewahrt.

Habt ihr die Mauerner Höhlen schon mal besucht? Was hat euch daran am meisten gefallen? Könnt ihr Rundwege rund um die Gegend empfehlen? Dann freue ich mich über euren Kommentar!
Kerstin

Wanderweg Nr. 1 Mörnsheim

Vor zwei Jahren waren wir schon mal rund um Mörnsheim unterwegs. Jetzt hat es uns wieder in die schöne Gegend verschlagen. Unser heutiges Ziel: Der Schnorgackl. Was genau das ist, wie man dorthin kommt und was den Rundweg Nr. 1 für Kinder so faszinierend macht, lest ihr in diesem Beitrag.

Mörnsheim Rundwanderweg Nr. 1

Startpunkt unserer kurzen Rundwanderung (etwa 5 km) ist der Parkplatz am Kindergarten. Von hier aus folgen wir stets dem grünen Schild mit dem weißen Schäfchen. Der so genannte Schäfchenweg wurde vor einigen Jahren von der Schule Mörnsheim und ihren Schülern sowie einigen Senioren gemeinsam angelegt. Ein toller Naturerlebnispfad mit zahlreichen  kindgerechten Inhalten wartet hier auf euch.

Der Fußweg führt uns in Richtung Sportplatz und dann hinauf zu der Altendorfer Höhle, dem Grafsloch. Hier lebten einst sogar Neandertaler, von denen bei Grabungen Werkzeuge gefunden wurden.

Vorbei an einigen Stationen, an denen Kinder balancieren können, geht es weiter hinauf zu der Wacholderheide. Eine sehr spannende Landschaftsform, die es im Altmühltal übrigens immer wieder gibt, beispielsweise auch bei Gungolding. Von oben lässt es sich prima über das Altmühltal blicken. Ein schöner Ausblick, der den kurzen Aufstieg allemal wert ist.

Von dort ab geht es immer weiter nach oben bis zum Gutshof Lichtenberg. Diesen durchqueren wir, um zum Schnorgackl zu kommen.

Mörnsheim Rundwanderweg Nr. 1

Was ist dieser Schnorgackl?

Auf dem Maxberg bei Mörnsheim, direkt neben der Solnhofen Stone Group, gibt es eine kleine Gaststätte, das Gasthaus „Schnorgackl“. Hier gibt es leckeres Essen mit sehr großen Portionen – Mit sehr groß meine ich wirklich, wirklich sehr groß 🙂

Seinen Namen hat die Wirtschaft von einem Urzeitkrebs. Die Arbeiter hatten für den Langarmkrebs einen ganz eigenen Namen: Schnorgackl. Zur Erinnerung an diese Zeit und da sich das Restaurant direkt neben einem natursteinbearbeitenden Betrieb befindet, gaben die Wirtsleute ihm diesen Namen.

Damit dürfte das Geheimnis rund um den Schnorgackl gelüftet sein. Kennt ihr ähnliche Geschichten oder Restaurants, die ebenfalls über einen solchen Weg zu einem ganz besonderen Namen gekommen sind? Dann freue ich mich über euren Kommentar!

Nach unserer kurzen Einkehr folgen wir den Schildern wieder nach unten, vorbei an weiteren Trockenhängen und Wiesen. Unweit von hier ist der ehemalige Fossilienerlebnisplatz im Apfeltal. Der neue Fossilienerlebnisplatz ist der Fossilienbesuchersteinbruch in Mühlheim. Wenn ihr Kinder dabei habt ein weiteres Muss. Denn hier kann nach Belieben nach Fossilien gesucht werden und die Kleinen fühlen sich schnell wie richtige Archäologen.

Nach wenigen Schritten gibt es wieder einen tollen Ausblick – dieses Mal jedoch über den Nachbarort Mühlheim. Nur noch wenige hundert Meter trennen uns nun noch vom Ausgangspunkt. Auf dem Rückweg zum Parkplatz könnt ihr selbstverständlich auch durch den Markt Mörnsheim schlendern. Ein malerischer Ort, der einen Besuch allemal wert ist.

Ein ideales Ausflugsziel, wenn ihr nur einen kurzen Ausflug machen wollt oder mit kleinen Kindern unterwegs seid. Seid ihr den Weg schon mal gewandert? Oder kennt ihr noch andere Rundwanderwege in der Region? Immer her mit euren Tipps in den Kommentaren 🙂 Ich freue mich.
Kerstin

Mörnsheim

Zwischen Solnhofen und Dollnstein befindet sich der beschauliche Markt Mörnsheim inmitten des Gailachtals. Der Ort hat eine 1100-jährige Geschichte und ist bekannt für den dort vorkommenden Jurakalkschiefer, besser bekannt als die Solnhofner Platten.

Rund um den Ort gibt es zahlreiche Wanderwege, auf denen man die Natur und den wunderschönen Ausblick über das Gailachtal genießen kann.

Mörnsheim

Für Fossilienfans hat der Markt auch einiges zu bieten: Bei Mühlheim befindet sich ein Besuchersteinbruch, der von April bis Oktober täglich von 10 – 16 Uhr geöffnet hat. Dort kann man selbst mit Hammer und Meißel nach Fossilien und Versteinerungen suchen.

Rathaus Mörnsheim im Altmühltal

Die Burg Mörnsheim

Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste der Mörnsheimer Burg. Bis ins 18. Jahrhundert zählte sie „[…] zu den eindrucksvollsten Burgen des Eichstätter Raumes. Wie nach Süden die Wasserburg Nassenfels und im Osten die Höhenburg Hischberg, so bewachte die Burg Mörnsheim Jahrhunderte lang die Westgrenze des mittleren Hochstifts.“ (vgl. Helmut Rischert, „Die Burg Mörnsheim“)

Da das Gemäuer aber immer baufälliger wurde, wurde es im 19. Jahrhundert nach und nach abgetragen. Heute sind nur noch Reste davon zu sehen.

Im Mörnsheimer Rathaus könnt ihr allerdings ein Modell der Burg bestaunen.
Öffnungszeiten sind wochentags von Mai bis Oktober, jeweils von 09:30 – 11.30 Uhr.

Kennt ihr noch weitere Tipps für Mörnsheim? Dann bin ich gespannt auf euren Kommentar.
Kerstin

Wacholderheide

Bei Gungolding, etwa 10 Kilometer von Eichstätt entfernt befindet sich ein 70 Hektar großes Naturschutzgebiet: Die größte zusammenhängende Wacholderheide Bayerns und zugleich das älteste Naturschutzgebiet des Landkreises Eichstätt.
Das Gebiet befindet sich am nördlichen Hang des Altmühltals und prägt mit Wacholderheiden, wilden Rosen und Beeren das Landschaftsbild. Schon von weitem ist der Trockenrasen gut erkennbar.

Wacholderheide Gungolding

Die Entstehung dieser besonderen Landschaft geht zurück ins Mittelalter. Der Wald wurde gerodet, um eine Viehbeweidung zu ermöglichen, da die Flächen im Tal nicht groß genug waren. So blieben oft nur kleine Wacholderpflanzen stehen, die sich in den letzten Jahrhunderten ausgebreitet haben.

Die Wacholderheide ist eine Landschaftsform, die viel Pflege benötigt. Schafe beweiden das Gebiett, damit sich keine Pflanzen wie Bäume und Sträucher die Heide zurückerobern.

Was lässt sich mit Wacholder machen?

Wacholderbäume sind vielseitig verwendbar. Besonders beliebt sind ihre Zweige, um damit zu Fleisch und Wurst zu räuchern. Früher nutzte man den stark riechenden Rauch auch, um böse Mächte zu verdrängen. Wacholder gilt darüber hinaus als Heilmittel gegen Rheuma und Gicht. Auch als Gewürz und Wacholderschnaps findet die Pflanze immer wieder Verwendung.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin