Hoher Brunnen Berching

Hoher Brunnen Berching

Wer glaubt, grüne Oasen mit plätscherndem Wasser und in eigensinnigen Formationen gibt es nur im Film, irrt. Denn der Hohe Brunnen Berching liegt – zumindest für die Leute aus dem Altmühltal – direkt vor der Haustüre.

Hoher Brunnen Berching

Etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach, einem Ort nahe Berching, befindet sich im Wald der so genannte Hohe Brunnen. Dieses von der Natur geformte Gebilde ist ganze 40 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch. Von der Ferne betrachtet sieht es aus, als würde das Wasser über kleine Stufen nach unten plätschern.

Beim näheren Betrachten sieht man, dass es sich vorher in kleinen Becken auf den einzelnen Stufen ansammelt. Dabei ist das Wasser kristallklar kommt ganzjährig mit einer Temperatur von etwa 8 Grad aus der Gesteinsschicht. Der ideale Lebensraum für allerlei Tiere wie dem Bachflohkrebs oder der Quell-Köcherfliege. Vereinzelt findet man in der Gegend auch den Feuersalamander. Die Larven fühlen sich im klaren, sauerstoffreichen Quellwasser besonders wohl.

Wie ist der Hohe Brunnen Berching entstanden?

Diese Form von Gesteinsablagerungen nennt man Sinterterrassen oder auch Sinterstufen. Sie entstehen im fließenden, kalkhaltigen Gewässer durch ins Wasser gefallene Zweige oder Ästchen. Durch die Erwärmung des Wassers wird CO2 an die Luft abgegeben. Dadurch löst sich Kalk aus dem Wasser. Der Kalk umhüllt die oben genannten Ästchen und so bilden sich Barrieren im Bachlauf. Im Lauf der Zeit entstehen dadurch kaskadenartige, kleine Becken.

Hoher Brunnen Berching

Wie kann ich den Hohen Brunnen Berching finden?

Der beste und kürzeste Weg zum Hohen Brunnen führt über den Wanderweg Nr. 4. Er ist etwa 10 Kilometer lang und beginnt im schönen Berching. Wir gehen einige Meter am Main-Donau-Kanal entlang, bis wir durch Sollngriesbach hindurch wandern.

Hoher Brunnen Berching

Kurz darauf führt unser Weg in den Wald. Das macht ihn auch in den warmen Sommermonaten zu einem tollen Ausflugsziel. Der Rundwanderweg dauert etwa 3 Stunden. Anschließend lässt sich beim Ausgangspunkt Berching ideal in einer der zahlreichen Wirtschaften einkehren.

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Ähnliche Kalkformationen findest du im Kaisinger Tal oder an der Steinernen Rinne Wolfsbronn oder bei Rohrbach/Ettenstatt.

Solltest du noch weitere Naturphänomene in Bayern kennen, freue ich mich über deinen Kommentar 🙂
Kerstin

Weidenkirche Pappenheim

Unweit der Altmühl befindet sich in Pappenheim eine ganz besondere Kirche: Die erste und einzige Weidenkirche Bayerns. Das 30 Meter lange Kirchenschiff besteht aus Bündeln von Weidenruten, die die Kirche in ein saftiges Grün wickeln. Durch die besondere Konstruktion des Rankgerüsts kommt dennoch genügend Sonne durch die so entstehenden Fenster. Außerdem ist der Blick nach draußen und zum Himmel immer offen.

Weidenkirche Pappenheim

Dadurch soll nicht nur eine Nähe zur Natur entstehen, sondern auch die Offenheit der Kirche symbolisiert werden. Die Pflanzen stehen für Leben und Hoffnung. Durch die Veränderungen, die die Kirche im Laufe des Jahres durchlebt, soll der Aspekt der Lebendigkeit des Glaubens untermauert werden.

Weidenkirche Pappenheim

Weidenkirche Pappenheim

Weidenkirche Pappenheim

Wann entstand die Weidenkirche Pappenheim?

Die Evangelische Jugend in Bayern errichtete die Weidenkirche 2007 unter dem Motto „Kirche: natürlich!“. Zahlreiche freiwillige Helfer bringen jedes Jahr im Herbst die Pappenheimer Weidenkirche auf Vordermann. Die Zweige werden beschnitten und neu gelegt, sodass sie weiterhin an der Konstruktion wachsen und die Zwischenräume erkennbar bleiben.
Die Weidenkirche befindet sich direkt am Altmühltal-Radweg, ist also klasse mit einem Ausflug kombinierbar.

Weidenkirche Pappenheim

Wusstet ihr, dass die erste Weidenkirche Deutschlands 2003 in Rostock gebaut wurde? Sie ist unter dem Namen Weidendom bekannt.

Ward ihr schon mal an einer Weidenkirche? Wie hat es euch gefallen? Wie findet ihr die Idee dahinter?
Ich freue mich über eure Meinungen.

Viel Spaß beim Entdecken,
Kerstin

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Inmitten eines Waldstücks könnt ihr ein echtes Naturspektakel bewundern: Die Steinerne Rinne Wolfsbronn. 128 Meter lang und auf einem teils 1,60 Meter hohen Kalksockel sprudelt das Quellwasser hinab ins Tal.

Steinerne Rinne Wolfsbronn

In einer ganz schmalen Rinne wird das Wasser geführt und sorgt dabei dafür, dass die Steinerne Rinne Wolfsbronn immer weiter wächst. Und das schon seit mehreren Jahrhunderten.

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Über mehrere Stufen eines hölzernen Geländers könnt ihr den Berg entlang nach oben zur Quelle laufen und so das gesamte Naturschauspiel bewundern. Besonders für Fotografen ist dieser Ort einen Besuch wert. Naturfreunde besuchen die Steinerne Rinne am besten im Frühling. Denn dann wächst ganz in der Nähe leckerer Bärlauch, aus dem sich allerlei Frühlings-Gerichte zubereiten lassen. Auch im Sommer ist es hier am Wasser und unter dem Schatten der Bäume angenehm kühl.

Solltet ihr die Steinerne Rinne mit eurer Familie besuchen wollen, solltet ihr wissen, dass das viele Treppensteigen vor allem für Ältere sehr anstrengend sein kann. Plant daher genügend Zeit für eine kleine Pause ein. Der Weg ist nicht lang und so könnt ihr euren Ausflug ohnehin besser genießen. Den Kinderwagen könnt ihr getrost im Auto lassen. Verwendet lieber ein Tragetuch – so seid ihr flexibler.

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Warum man die Steinerne Rinne Wolfsbronn nicht betreten darf

Für viele von euch wird sich diese Frage gar nicht stellen. Denn nicht nur dass der Kalkstein sehr empfindlich ist – hier leben auch zahlreiche Tiere. Von der nur 8 Millimeter großen Quell-Köcherfliege bis hin zum Bachflohkrebs haben hier allerlei kleine Lebewesen ihre Heimat.

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Ein Ausflug zur Steinerne Rinne Wolfsbronn bietet sich vor allem dann an, wenn ihr einen kurzen Spaziergang in der Natur machen wollt. Rund um die Sehenswürdigkeit gibt es aber auch einige Wanderwege. Je weiter ihr das Gebiet verlasst, desto weniger Menschen sind unterwegs und ihr könnt die Natur in vollen Zügen genießen.

Eine andere Steinerne Rinne findet ihr übrigens bei Rohrbach / Ettenstatt. Diese ist aber deutlich kürzer und nicht so imposant.

Steinerne Rinne Wolfsbronn

Habt ihr schon mal eine Steinerne Rinne gesehen? Wenn ja: Wo? Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren.
Kerstin

Waldgasthof Geländer

Zwischen Eichstätt und Weißenburg an der B13 befindet sich der Waldgasthof Geländer. Er ist prima über Rad- und Wanderwege zu erreichen und deshalb für Besucher ein willkommenes Ausflugsziel. Aber das liegt nicht allein an der idyllischen Lage des Gasthofs. Besonders Familien schätzen das Ausflugsziel wegen der vielen Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder.

Waldgasthof Geländer

Besonders sehenswert: Die Tiergehege hinterhalb des Gasthofs. Hier lassen sich Rehe und Wildschweine aus nächster Nähe beobachten. Besonders die Schweine kommen recht nah an den Zaun heran.
Wem das noch nicht nah genug ist kann direkt gegenüber des Eingangs vom Gasthof die Tiererlebniswelt besuchen. In dem Ausstellungsraum befinden sich Tierpräparate.

Geländer Altmühltal Wildschweine

Rund um das Geländer herum führt ein Naturerlebnispfad. Er hat eine Länge von etwa 3 Kilometern und ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Vor 2 Jahren wurde der Lehrpfad neu gestaltet. Hier lässt sich nun spielerisch alles rund um den Wald erfahren.
Und sollten die Kleinen dann immer noch nicht müde sein geht es auf zum Abenteuerspielplatz mit großem Trampolin und Kletterwand.

Wie findet ihr den Waldgasthof Geländer? Ich freue mich auf Kommentare,
Kerstin

Historischer Kräutergarten Esslingen

Ein richtiger Geheimtipp findet sich in dem kleinen Örtchen Esslingen nahe Solnhofen. Etwas versteckt auf dem Weg zu den Zwölf Aposteln befindet sich das so genannte Hirtengärtla, auch bekannt als Historischer Kräutergarten Esslingen. Wenn ihr den Wanderweg Teufel trifft Apostel geht, kommt ihr unweigerlich an diesem schönen Ort vorbei.

Hirtengärtla Kräutergarten Esslingen

Bis ins 19. Jahrhundert hinein lebte dort der Dorfhirte. Dieser führte den Kräutergarten, um seinen Lebensunterhalt aufzubessern. In Trockensteinmauern baute er verschiedenste Kräuter und Gewürze an und vertrieb sie im Dorf und umliegenden Märkten.

Hirtengärtla Kräutergarten Esslingen

2012 wurde der völlig verwilderte, historische Garten entbuscht und erneuert und lockt mit seinen Düften die Besucher. Hier stehen seitdem auch zwei Apfelbäume und eine Kräuterspirale.

Kennt ihr den Historischer Kräutergarten Esslingen bereits? Kombiniert euren Ausflug dorthin unbedingt mit einer Wanderung durch die Trockenhänge und Wacholderheiden in diesem Abschnitt des Altmühltals. Ihr werdet staunen, wie viele unterschiedliche Tiere (von blau leuchtendem Schmetterling über Eidechsen bis hin zur Blindschleiche) ihr hier problemlos entdecken könnt.

Kennt ihr noch weitere Gärten und Parks in der Region, die ihr empfehlen könnt? Dann ab damit in die Kommentare. Ich – und auch die anderen Leser – freuen sich sicherlich über noch mehr Altmühltaltipps!
Kerstin