Weidenkirche Pappenheim

Unweit der Altmühl befindet sich in Pappenheim eine ganz besondere Kirche: Die erste und einzige Weidenkirche Bayerns. Das 30 Meter lange Kirchenschiff besteht aus Bündeln von Weidenruten, die die Kirche in ein saftiges Grün wickeln. Durch die besondere Konstruktion des Rankgerüsts kommt dennoch genügend Sonne durch die so entstehenden Fenster. Außerdem ist der Blick nach draußen und zum Himmel immer offen.

Weidenkirche Pappenheim

Dadurch soll nicht nur eine Nähe zur Natur entstehen, sondern auch die Offenheit der Kirche symbolisiert werden. Die Pflanzen stehen für Leben und Hoffnung. Durch die Veränderungen, die die Kirche im Laufe des Jahres durchlebt, soll der Aspekt der Lebendigkeit des Glaubens untermauert werden.

Weidenkirche Pappenheim

Weidenkirche Pappenheim

Weidenkirche Pappenheim

Wann entstand die Weidenkirche Pappenheim?

Die Evangelische Jugend in Bayern errichtete die Weidenkirche 2007 unter dem Motto „Kirche: natürlich!“. Zahlreiche freiwillige Helfer bringen jedes Jahr im Herbst die Pappenheimer Weidenkirche auf Vordermann. Die Zweige werden beschnitten und neu gelegt, sodass sie weiterhin an der Konstruktion wachsen und die Zwischenräume erkennbar bleiben.
Die Weidenkirche befindet sich direkt am Altmühltal-Radweg, ist also klasse mit einem Ausflug kombinierbar.

Weidenkirche Pappenheim

Wusstet ihr, dass die erste Weidenkirche Deutschlands 2003 in Rostock gebaut wurde? Sie ist unter dem Namen Weidendom bekannt.

Ward ihr schon mal an einer Weidenkirche? Wie hat es euch gefallen? Wie findet ihr die Idee dahinter?
Ich freue mich über eure Meinungen.

Viel Spaß beim Entdecken,
Kerstin

Katharinenkapelle Hechlingen

Katharinenkapelle Hechlingen

Nur wenige Meter oberhalb von Hechlingen am See (bei Heidenheim) befindet sich die Katharinenkapelle Hechlingen. Diese Kirchenruine stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist zugleich ein wunderschöner Aussichtspunkt für Wanderer

Die Geschichte hinter der Ruinenkapelle

Einst war die Katharinenkapelle Hechlingen eine Wallfahrtskirche, zu der zahlreiche Pilger strömten. Geweiht durch den Eichstätter Bischof war sie ein äußerst beliebtes Ziel für Katholiken, selbst dann noch, wenn die Gegend in Franken durch die Reformation im 16. Jahrhundert zunehmend protestantisch wurde.

Katharinenkapelle Hechlingen

Und wie wurde die Katharinenkapelle Hechlingen zur Ruine?

Erst ab 1760 entwickelte sich aus der einst prunkvollen Kapelle mit Wandmalereien eine Ruine. Sie wurde als Steinbruch genutzt. Bei einem Unwetter im späten 19. Jahrhundert stürzte der Turm der Ruine zusammen und der Verfall begann. Sanierungsarbeiten 1903 und in den 80er Jahren sind dafür verantwortlich, dass wir heute noch Teile der Mauer der Katharinenkapelle Hechlingen sehen können.

Katharinenkapelle Hechlingen

Durch Ausgrabungen im späten 20. Jahrhundert, die der Restaurierung der Kapellenruine dienen sollten, wurden zahlreiche Mauerreste gefunden, die darauf hinweisen, dass sich hier einst ein Herrensitz, wahrscheinlich sogar eine Burg, befand. Grund für diese Annahme sind neben Mauerresten auch Keramik, Glas, Knochen und Eisengegenstände sowie eine Zisterne. Letztere weist auf eine Ansiedlung hin. Andere Funde deuten darauf hin, dass der Berg sogar schon vor den Römern zumindest ein Ansammlungsort für Feiern jeder Art war.

Katharinenkapelle Hechlingen

Apropos feiern …

Jedes Jahr Anfang August lädt der Gartenbau- und Fremdenverkehrsverein Hechlingen zum Kapellfest ein. Ihr solltet euch den Termin gleich schon mal im Kalender markieren, wenn ihr die Kapelle im besonderen Licht sehen wollt.

Katharinenkapelle Hechlingen

Aber auch unter dem Jahr ist die Katharinenkapelle Hechlingen einen Besuch wert. Neben einem wunderbaren Ausblick auf den Hahnenkamm (Kennt ihr übrigens schon den Hahnenkamm-Erlebnispfad?) gibt es hier auch zahlreiche andere Rundwanderwege.

Katharinenkapelle Hechlingen

Wandern rund um die Katharinenkirche Hechlingen

Wenn ihr euch nur kurz die Beine vertreten wollt, bietet sich der Hechlinger Hohlweg an. Er ist nur etwa einen Kilometer lang und führt nach Hechlingen. Leider handelt es sich hier aber um keinen Rundweg, was bedeutet, dass ihr dieselbe Strecke wieder zurück lauft.

Katharinenkapelle Hechlingen

Sehr zu empfehlen ist der Rundweg 17. Er führt vorbei an der Steinernen Rinne Wolfsbronn und ist etwa 5 Kilometer lang. Ideal für eine kurze Wanderung am Sonntag Nachmittag. Bei wärmeren Temperaturen könnt ihr euch alternativ auch für den etwa 6 Kilometer langen Rundweg 16 entscheiden. Er führt an einem Kneippbecken und einem Kinderspielplatz vorbei: Super für einen Ausflug mit der ganzen Familie.

Ruinen gibt es im Altmühltal viele. Welche ist eure liebste? Und was schätzt ihr daran? Ist es die Geschichte, das Fotomotiv an sich oder etwas ganz anderes? Lasst es mich wissen und hinterlasst jetzt einen Kommentar!
Ich freue mich. Kerstin

9 Kirchen in Eichstätt, die du kennen solltest

Eichstätt ist eine Bischofsstadt. Kein Wunder, dass es hier unzählige Kirchen gibt – und gab. Denn einige Gotteshäuser dienen heute ganz anderen Zwecken, etwa als Museum.
In diesem Beitrag stelle ich euch 9 dieser Kirchen vor und erkläre euch, was sie so besonders macht.

Dom Eichstätt

1. Der Dom

Klar: Die erste Kirche die euch wahrscheinlich in den Sinn kommt, wenn ihr an Eichstätt denkt, ist der Dom. Er befindet sich im Zentrum der Stadt, ist quasi das Herzstück Eichstätts.
Die Grundmauern dieser Kirche sollen bereits im 8. Jahrhundert entstanden sein. Besonders sehenswert finde ich persönlich den Kreuzgang. Der Innenhof, in dem einige frühere Bürdenträger bestattet sind, ist architektonisch ein kleines Highlight.

Dom Eichstätt

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8 Fakten über das Kloster Weltenburg

Wenn ihr vom Kloster Weltenburg hört, denkt ihr bestimmt erst mal an das recht bekannte Klosterbier. Doch die Benediktinerabtei hat noch einiges mehr zu bieten. Was das ist und was den Ort so besonders macht lest ihr hier.

Kloster Weltenburg

1. Donaudurchbruch

Die Lage des Klosters Weltenburg ist einzigartig. Denn direkt an der Engstelle des Donautals, dem Naturschutzgebiet Donaudurchbruch (auch Weltenburger Enge genannt), liegt das Benediktinerkloster.
Schon 1840 wurde das Gebiet als Naturdenkmal ausgewiesen und ist neben der Insel Helgoland und dem Elbsandsteingebirge bis heute eines der Nationalen Geotope Deutschlands.
Grund hierfür sind die hohen Felswände, die unterschiedlichste Formationen zeigen. Besonders bekannt sind Peter und Paul zwischen Weltenburg und Kelheim. In den Felsen befinden sich zahlreiche Höhlen.
Durch seine Lage direkt an der Donau ist das Kloster allerdings auch gefährdet für Hochwasser. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Überschwemmungen das Kloster heimsuchten, ist es seit 2015 durch einen zusätzlichen Hochwasserschutz geschützt.

Kloster Weltenburg

2. Fähren, Schiffe und mehr

Durch die einzigartige Lage direkt an der Donau ist es naheliegend, das Kloster über den Schiffsweg zu besuchen. Zahlreiche Fähren z.B. von Kelheim fahren stündlich, während der Hauptsaison im Sommer sogar halbstündlich, zum Kloster. Die Fahrt mit der Fähre ist besonders dann ein Highlight, wenn man die Felsformationen bestaunen möchte. Alle Infos zu den Felsen werden während der Fahrt vom Kapitän des Schiffs vorgetragen.
Einige Wanderer wählen den Fußweg und genießen die Stille des Naturparks auf ihren Weg von Kelheim (vielleicht über die Befreiungshalle?) und wechseln dann mithilfe eines Boots nur noch die Flussseite. Dieses Übersetzen geschieht meist durch eine Seilfähre, mithilfe von hölzernen Kahnfahrtzillen. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

3. Kirche als Kunstwerk

Die Klosterkirche in Weltenburg ist ein wahres Juwel. Bei ihr handelt es sich um eine Asamkirche, also um eine Kirche die durch die Brüder Asam geplant und gestaltet wurde. Als Baumeister der Kirche gilt Cosmas Damian Asam, der als Maler und Architekt im 18. Jahrhundert das Erscheinungsbild des Gotteshauses maßgeblich beeinflusste und prägte. Sein Bruder Egid Quirin Asam war als Stukkator der Klosterkirche tätig. Er ist auch im Deckenfresko der Kirche zu sehen.
Neben dem beeindruckenden Deckenfresko im rokkoko-geprägten Kirchenschiff sind auch die Orgel und die vier großen und kleinen Nischen echte Highlights. Das alles macht die Kirche zu einem Hauptwerk des süddeutschen Barocks.

Kloster Weltenburg

4. Klosterküche

Das Essen der Klosterküche Weltenburg schmeckt so gut, dass es sogar eine eigene Website hat. Zahlreiche überlieferte Rezepte werden hier fleißig gesammelt und weitergegeben. So finden sich Rezepte rund um den Jahreskreis, für die Advents- und Weihnachts- genauso für die Fastenzeit. Von Asamtorte bis Zwetschgenkuchen sind hier nicht nur süße Leckereien, sondern auch deftige Mahlzeiten vertreten. Dabei werden sämtliche Rezepte selbstverständlich auch in der Klosterschenke serviert. Hausgemacht, mit viel Liebe und weit über die Region hinaus bekannt.

5. Klosterbier

Wie schon erwartet, ist das Weltenburger Klosterbier ein weiterer Grund, das Kloster zu besuchen. Denn die Klosterbrauerei ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. Schon im 11. Jahrhundert wurde hier Bier gebraut.
Seit geraumer Zeit gibt es daher auch Führungen durch die Klosterbrauerei – selbstverständlich inklusive Bierverkostung. Für die Führungen gibt es neben den fest angebotenen Terminen an den Wochenenden auch Sonderführungen, die nach eigenen Wünschen vereinbart werden können. Alle wichtigen Informationen findet ihr hier.

6. Felsenkeller

Eng verwandt mit dem Klosterbier ist der Felsenkeller. Denn hier wurden einst die Bierfässer gelagert.
Heute findet sich im Felsenkeller das Besucherzentrum des Museums. Neben der Geschichte des Klosters mit zahlreichen Ausstellungsstücken wie Gesangbüchern, Siegeln oder Kleidungsstücken der Amtsträger ist hier eine Miniaturdarstellung des bekannten Donaudurchbruchs untergebracht.

7. Frauenbergkapelle

Kurz nach der Gründung des Kosters wurde die erste Kapelle auf dem Frauenberg nahe Weltenburg errichtet. Neben dem Rokokoaltar sind zwei aus dem 16. Jahrhundert stammende Holztafeln das, was die Frauenbergkapelle so besonders machen.

8. Kurse

Da es sich beim Kloster Weltenburg um einen sehr theologisch geprägten Ort handelt, ist es naheliegend, dass hier auch Kurse stattfinden. Neben Bibelseminaren und Kloster-Wochenenden, in denen man dem Glauben näher kommt und lernt, was hinter dem Klosterleben steckt, gibt es auch zahlreiche weitere Kurse, die besonders bei Kunstbegeisterten auf großen Zuspruch stoßen. An mehreren Tagen finden beispielsweise Ikonenmalkurse oder Kurse rund um die Kalkmalerei und Fresken statt. Besonders beliebte Kurse sind oft ein halbes Jahr vorher restlos ausgebucht.

Diese 8 Fakten rund um das Kloster Weltenburg machen den Ort so besonders und sorgen dafür, dass es immer wieder gern besucht wird.
Wart auch ihr schon mal in Weltenburg? Was hat euch dabei besonders gefallen?

Gibt es in eurer Gegend ein bekannteres Kloster? Was macht es so besonders? 🙂 Ich freue mich über eure Berichte!

Kerstin

Sankt Maria Gunzenhausen

Die evangelische Kirche Sankt Maria Gunzenhausen ist die größte Kirche der Stadt. Die Stelle, an dem sich die Kirche befindet, ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Im 2. und 3. Jahrhundert stand dort ein römisches Kastell, das vermutlich zur Sicherung des Limes in der damaligen Zeit diente.

St. Marien Gunzenhausen

Im 8. Jahrhundert wurde an dem Ort ein Benediktinerkloster gegründet. Seit 1496 steht die Marienkirche in ihrer jetzigen Bauweise auf dem Platz. Der offizielle Name der Gunzenhausener Kirche lautet Stadtpfarrkiche Mariä Virginis.

St. Marien Gunzenhausen

Warum befindet sich hier eine Jakobsstatue?

Ihr wundert euch, warum direkt am Kirchenportal eine Statue vom Heiligen Jakob aufgestellt ist? Und das, wo doch die Kirche eigentlich der Heiligen Maria geweiht ist? Die Lösung liegt auf der Hand: Sankt Maria Gunzenhausen befindet sich direkt am Jakobsweg. Das macht das Gotteshaus zum beliebten Einkehrort für Pilgerer.

Im Inneren befindet sich außerdem eine alte Wandmalerei, die den Heiligen Christopherus zeigt.

Kerstin

Solabasilika

Eines der ältesten Baudenkmäler Deutschlands findet sich in Solnhofen. Es handelt sich um die Solabasilika, eine Kirche die unter Leitung des Heiligen Sola errichtet wurde. Die Verzierung der Basilika ist das frühste Beispiel für die Verwendung von Stuck in der Region.
Das Grab gehört zu den größten kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten Mittelfrankens. Und ganz nebenher befindet sich der Bau auf mittelsteinzeitlichen Siedlungsspuren. Alles in allem also eine echte Sehenswürdigkeiten, die ihr kennen solltet.

Solabasilika

Anhand von Ausgrabungen ließen sich Fundamente entdecken, durch die sich fünf verschiedene Kirchenbauten rekonstruieren lassen. Die ersten beiden gehen wahrscheinlich zurück in das 7. Jahrhundert nach Christus. Die dritte Kirche wurde vermutlich vom Heiligen Sola selbst als Bethaus genutzt. Damals war der Mann, nach dem der Ort Solnhofen benannt wurde, noch einfacher Mönch.

Die vierte Kirche war die erste Klosterkirche des vom Heiligen Sola gegründeten Klosters.
Anfang des 9. Jahrhunderts entstand die fünfte und letzte Kirche, eine dreischiffige Basilika. Diese sah vermutlich ähnlich aus wie die Basilika auf dem Petersberg bei Fulda und die Basilika in Schlüchtern. Alle drei Kirchen liegen nahezu identische Grundrisse zugrunde.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Basilika Greding

An der höchsten Stelle der Stadt steht die romanische Basilika Greding: St. Martin. Sie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut, Fragmente der Kirche gehen jedoch bis ins späte 11. Jahrhundert zurück. Aus dieser Erbauungszeit stammt auch der romanische Taufstein, der sich inzwischen seit etwa 800 Jahren in der Basilika befindet. Die Malerei im Altarraum stammt aus dem Jahr 1588 und gehört zu den wenigen erhaltenen Renaissancemalereien.

St. Martin Basilika Greding

In der Kirche selbst herrscht daher eine ganz besondere Stimmung. Wenn ihr euch Greding anseht, solltet ihr also unbedingt auch die Basilika besuchen.

Greding

Direkt vor der Kirche befindet sich ein Karner (auch Beinhaus) in der so genannten Michaelskapelle. Ein Karner ist ein überdachter Raum, in dem sich Gebeine von Toten befinden. Dieser wurde aufgrund von Platzmangel im 14. Jahrhundert errichtet und beinhaltet die Überreste von ca. 2500 Menschen.
Somit ist der Karner in Greding der zweitgrößte in ganz Bayern. Nichts für schwache Nerven!

Was hat euch bei eurem Greding-Besuch sonst gefallen? Hinterlasst doch einen Kommentar.
Kerstin