Klammwanderweg Riedenburg

Heute ist es mal wieder Zeit für eine Wanderung. Dafür hat es uns dieses Mal ins untere Altmühltal nach Riedenburg verschlagen. Die Gegend dort ist wirklich schön – umso trauriger, dass wir es nur selten hierher schaffen.

Der Rundwanderweg führt durch die Klamm nach Burg Prunn. Startpunkt ist der Marktplatz in Riedenburg. Von dort aus führt der Weg am Kanal entlang durch den Ort. Über den Postkellerweg geht es auf einen schönen, etwas steilen Wanderweg in den Wald hinein. Aber keine Sorge, der Anstieg ist gleich geschafft und schon werdet ihr mit einem schönen Ausblick über Riedenburg und den Main-Donau-Kanal belohnt.

Riedenburg Altmühltal

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Schloss Hexenagger

Bekannt ist Schloss Hexenagger vor allem durch den Weihnachtsmarkt, den es bis vor wenigen Jahren noch dort gab und der jetzt auf Gut Wolfgangshof bei Anwanden (nahe Nürnberg) stattfindet.

Schloss Hexenagger wurde das erste Mal im Jahre 982 urkundlich erwähnt. Damals lebte die Ritterfamilie Haescenakker auf dem Jagdschloss, für dessen Namensgebung sie verantwortlich ist. Inzwischen finden auf Schloss Hexenagger keine Veranstaltungen mehr statt. Im April 2016 ist die „Garten & Natur“-Ausstellung geplant.

Schloss Hexenagger Altmühltal

1000jährige Eiche

Unweit von Hexenagger steht die 1000jährige Eiche. Mit einem Stammdurchmesser von etwa 8 Metern ist der Baum gigantisch. Besonders bemerkenswert ist das hohe Alter dieses Baums. In der Gegend gibt es kaum Eichen, der Anteil beträgt 2%. Umso beachtlicher ist es, dass dieses Exemplar so lange Zeit überdauern konnte.

1000jährige Eiche Altmühltal Tipps

Wegbeschreibung zur 1000-jährigen Eiche:

Leider ist keine Wegbeschreibung auf Google Maps zu finden.
Von Hexenagger aus kommend biegt man in die Straße „Zur Eiche“ ein. Ab hier führen Schilder nach rechts durch Ottersdorf. Die Eiche findet sich auf der rechten Seite, einige Meter nach dem kleinen Ort. Der Weg dorthin ist leicht zu finden.

Welche Orte rund um Schloss Hexenagger kennt ihr und könnt ihr empfehlen? Ich freue mich über eure Ideen und Kommentare.
Kerstin

Burg Prunn

Am unteren Altmühltal gibt es viele Burgen, Schlösser und Ruinen. Aber keine von ihnen ist so bedeutend wie Burg Prunn. Hier fand man einst das Nibelungenlied, weshalb die Burg noch heute eng mit der Sage verwoben ist.

Aufgang zur Burg Prunn Altmühltal

Die Burg Prunn wurde in der Zeit um 1200 von den Herren von Prunn erbaut. Sie liegt auf einem Jurafelsen, von dem aus sich ein spektakulärer Ausblick auf das Altmühltal bietet. Außerdem ist sie nicht weit von Riedenburg entfernt. Dem Adelsgeschlecht der Herren von Prunn verdankt die Burg ihren Namen.
Das rote Wappen mit dem weißen Pferd, das offen gestanden an das Wappen von Niedersachsen erinnert, stammt allerdings aus einer anderen Zeit. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg den Fraunbergern vom Haag vom Herzog Ludwig von Bayern belehnt. Das Pferd war ihr Adelswappen.

Burg Prunn

Wirklich bekannt machte die Burg allerdings erst der so genannte „Prunner Codex“ in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Hierbei handelt es sich um die viertälteste vollständige Handschrift des Nibelungenlieds, die inzwischen in der Bayerischen Staatsbibliothek in München lagert.

Die Burg Prunn besichtigen

Für Interessierte öffnet die Burg in den Sommermonaten von 9 – 18 Uhr, in den Wintermonaten von 10 – 16 Uhr. Unbedingt beachten: Montags ist die Burg geschlossen; nur im Rahmen einer Führung ist eine Besichtigung möglich. Diese finden von Mitte März bis Oktober zu jeder vollen Stunde statt.

Eintritt:

5,- Euro regulär
4,- Euro ermäßigt (Studenten, …)
freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Wie gefällt euch Burg Prunn? Ich finde, der Ort ist super geschichtsträchtig und bietet einen tollen Ausblick. Was ist eure Meinung dazu? Ich freue mich über zahlreiche Kommentare.
Kerstin

Blautopf Essing

Blaues Wasser gibt’s nur am Meer? Wer das denkt, kennt sich im Altmühltal nicht wirklich gut aus. Denn hier befindet sich eine jahrhunderte alte Karstquelle, der so genannte Blautopf Essing. Dabei ist der Ort mit dem stechend blauen Wasser ein echter Geheimtipp. Denn nur wenige Einheimische kennen den versteckten Blautopf.

Blautopf Essing

Wieso ist der Blautopf blau?

Etwa 300 Liter 8 Grad kaltes Quellwasser pro Sekunde sprudeln ganzjährig aus der Karstquelle. Die blaue Färbung erhält das Wasser durch die Dolinen, durch die das Wasser fließt. Dabei wird es mit Magnesium angereichert. Das Wasser selbst hat nahezu Trinkwasserqualität. Darin leben sogar einige Forellen, die ihr beim genauen Hinsehen gut im Wasser erkennen könnt.
Das Wasser aus dem Blautopf mündet nach etwa 600 Metern in die Altmühl.

Blautopf Essing

In der Nähe befindet sich außerdem eine Votivkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Sie stammt aus der Zeit, in der die Karstquelle am Blautopf für ein Jahr versiegte. Aus Dankbarkeit, dass das Wasser nach einem Jahr wieder zu sprudeln begann, errichtete man die so genannte Weihermühlkapelle. Bis heute wird sie von den Anwohnern unterhalten und gepflegt.

Wo ist der Blautopf Essing?

Finden könnt ihr dieses Naturspektakel direkt hinter dem Essinger Hof. Er befindet sich einige hundert Meter nordwestlich der Holzspannbrücke Tatzelwurm. Ab dort weisen Schilder den Weg zur Karstquelle. Wenn ihr euch für einen Ausflug dorthin entscheidet, solltet ihr auf keinen Fall eure Kamera vergessen und genügend Zeit mitbringen. Ich bin überzeugt davon, dass ihr hier tolle Aufnahmen zaubern könnt.

Habt ihr diesen atemberaubenden, mystischen Ort auch schon besucht?
Kerstin

Schloss Sandersdorf

Im Schambachtal nahe Altmannstein befindet sich das Schloss Sandersdorf. Die Geschichte des Bauwerks geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Besonders interessant scheint dabei die Zeit um das 18. Jahrhundert. Schloss Sandersdorf soll zu dieser Zeit die Hochburg der Illuminaten gewesen sein.

Nachdem das Schloss von den Herren zu Sandersdorf Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde, wechselten bald darauf die Besitzer, bis das Schloss 1650 in den Besitz von Jakob Lossium überging. Dessen Neffe, ein Ingolstädter Professor namens Dominikus de Bassus erbte nach dessen Tod das Gebäude. Bis heute ist es im Besitz der Familie de Bassus. Da es bewohnt ist, kann es leider nicht besichtigt werden.

Schloss Sandersdorf

Thomas de Bassus war Mitte des 18. Jahrhunderts Besitzer des Schlosses und eines der führenden Mitglieder der Illuminaten. Er machte Schloss Sandersdorf zu einer Hochburg des Geheimbunds. Noch heute lässt sich das an diversen Räumlichkeiten erkennen, die mit Eulen und Sonnen geschmückt sind. Beides sind Symbole der Illuminaten, wobei die Eule für Weisheit und die Sonne für Erleuchtung steht.

Viele geheime Treffen wurden in diesem Schloss abgehalten, bis der Bayerische Kurfürst dem Treiben 1787 ein Ende setzte. Er ließ das Schloss durchsuchen, „um das Illuminatennest auszuräuchern“.

Ein weiteres Gebäude im Altmühltal, in dem sich die Spuren von Illuminaten finden, ist das Cobenzlschlösschen.

Das Schloss Sandersdorf  kann nur von außen besichtigt werden.

Habt ihr noch weitere Tipps und Ideen für Altmannstein und Umgebung? Ich freue mich über eure Nachricht.
Kerstin

Riedenburg

Der Luftkurort Riedenburg bewirbt sich selbst als Perle im Altmühltal. Die Stadt befindet sich nur wenige Kilometer nördlich von Kelheim und ist umgeben von zahlreichen Schlössern und Ruinen. Hier könnt ihr hervorragend wandern, zahlreiche Museen besuchen oder die Handschrift des Nibelungenliedes in Augenschein nehmen.

Riedenburg Altmühltal

Sehenswürdigkeiten in Riedenburg

Wenn ihr durch die Stadt spaziert, könnt ihr an den Hängen zahlreiche Burgen sehen. Im Ort selbst gibt es einige Museen. Das wohl bekannteste ist das KristallmuseumHier ist unter anderem die größte Bergkristallgruppe der Welt mit einem Gewicht von 7,8 Tonnen untergebracht. Ein echtes Spektakel und unbedingt einen Besuch wert.

Wenn euch das Museums-Fieber gepackt hat, solltet ihr auch dem Klingenden Museum einen Besuch abstatten. Hier könnt ihr Grammophone, Röhrenradios und Tonbandgeräte aus alten Zeiten bestaunen, die bis zu 150 Jahre alt sind.

Riedenburg

Von der Schiffsanlegestelle aus könnt ihr eine kleine Fahrt mit dem Dampfer machen. Solltet ihr also mit dem Rad entlang der Altmühl unterwegs sein ist das die ideale Gelegenheit, um einige Kilometer mit dem Schiff zurückzulegen.

Rosenburg Falkenstein

Zu Riedenburg gehört auch die Rosenburg Falkenstein. Sie wurde Ende des 12. Jahrhunderts bebaut und ist heute vor allem wegen seiner Vogelzucht bekannt. Im Sommer könnt ihr hier diverse Falkenshows besuchen. So nah seid ihr den gefiederten Tieren nur selten. Es passiert immer wieder, dass ein Tier direkt über euren Kopf hinweg saust. Ein beeindruckendes Gefühl.

In der Rosenburg befindet sich ein Museum, in dem ihr die Geschichte der Falknerei kennenlernen und alles über die Greifvögel erfahren könnt. Auch über die Geschichte der Grafen könnt ihr hier einiges lernen.

Sehenswürdigkeiten um Riedenburg

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region ist Burg Prunn. Hier wurde der Prunner Codex, das Nibelungenlied, gefunden. Ihr solltet ihr unbedingt einen Besuch abstatten. Von dort oben aus habt ihr nämlich auch einen tollen Ausblick auf das Altmühltal.

Aufgang zur Burg Prunn Altmühltal

Sehr zu empfehlen ist es, dazu den Wanderweg entlang der Klausenhöhlen zu wählen. Damit kommt ihr auch direkt an der Burg Prunn vorbei, seht aber darüber hinaus auch die Klausenhöhlen und viele weitere tolle Aussichtspunkte mitten in der Natur.

Riedenburg liegt unweit des Archäologieparks Altmühltal. Ihr könnt also problemlos einen Abstecher zum Eisenzeitlichen Gehöft machen.

Außerdem empfehle ich euch einen Besuch der Burgruine Tachenstein. Im 16. Jahrhundert war die Burg bereits verfallen, weshalb heute nur noch Überreste davon zu sehen sind. Hier lässt sich gut sehen, wie die Natur sich im Laufe der Jahrhunderte ihr Gebiet zurück holt.

Kloster Weltenburg
Nur wenige Kilometer von Riedenburg entfernt ist außerdem der Donaudurchbruch. Hier befindet sich das berühmte Kloster Weltenburg, das ein architektonisches Meisterwerk ist. Leider ist es sehr überlaufen, sobald ihr aber den Wanderweg dorthin wählt, seid ihr schnell „ab vom Schuss“.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem Ausflug nach Riedenburg und bin gespannt, welche dieser Orte euch am besten gefallen hat. Habt ihr noch weitere Altmühltal-Tipps entdeckt? Dann schreibt mir gern. Ich freue mich über neue Ideen und Ausflugstipps.
Kerstin

Essing – Holzspannbrücke & Burg Randeck

Zwischen Riedenburg und Kelheim befindet sich der kleine Ort Essing. Genau hier, am Main-Donau-Kanal, überspannt eine riesige Holzbrücke sowohl die Straße als auch den Fluss. Diese Brücke war bis 2006 mit fast 190 Metern die längste Holzbrücke Europas. Das besondere an ihr ist die einzigartige Bauweise, die für viel Stabilität sorgt.

Essing Holzspannbrücke

Essing Holzspannbrücke

Sie hält einer Belastung von bis zu 500 Kilogramm pro Quadratmeter stand. Durch die Form der Brücke trägt sie sich zu 90 % selbst, der Rest wird von den beiden Pfeilern gestützt.

Burg Randeck

Direkt von der Brücke aus kann man wunderbar auf die Burgruine Randeck blicken. Sie befindet sich in Richtung Kelheim auf der linken Seite auf einem hervorstehenden Felsen und gehört zu den ältesten Burganlagen Bayerns. Von hier aus ist es sogar möglich bei besonders gutem Wetter bis in die Alpen zu blicken.
Viel Spaß beim Entdecken & Erkunden!
Kerstin

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