Berching

Berching

Nur wenige Kilometer nördlich von Beilngries liegt der malerische Ort Berching. Die Stadt gilt noch heute als mittelalterliches Juwel, vor allem durch die gut erhaltene Altstadtmauer mit ihren vier Stadttoren und dreizehn Türmen, die allesamt noch gut erhalten sind. Die Stadtmauer ist teilweise sogar begehbar.

Berching Heiligenstatue

1992 war die Eröffnung des Main-Donau-Kanals. Seitdem wuchs die touristische Bedeutung des Ortes. Denn direkt am Wasser lässt es sich wunderbar entspannen und es gibt eine Anlegestelle am Ort.

Berching

Der bekannteste Spross der Stadt

In Berching soll der Komponist und Musiker Christoph Willibald Gluck geboren worden sein. Dabei ist es umstritten, ob er im Ortsteil Erasbach oder im nur wenige Kilometer entfernten Weidenwang das Licht der Welt erblickte. Ganz egal, für welche Version man sich auch entscheidet: Berching ist damit die Geburtsstadt des Komponisten.

Aufgrund dieses prominenten Nachkommens gibt es in der Stadt ein eigenes Museum. Hier lässt sich die Geschichte der Musikers nachverfolgen. Sehr zu empfehlen ist auch der Gluck-Wanderweg (Wanderweg Nr. 3) mit einer Länge von etwa 6 Kilometern.

Berching

Natur rund um Berching

Nur eine kurze Wanderung von Berching entfernt befinden sich die Kalktuffterrasse Hoher Brunnen Sollngriesbach oder auch die Steinerne Rinne bei Erasbach. Beide Quellgebiete entstanden durch den hohen Kalkgehalt im Wasser und sind eine Sehenswürdigkeit, die ihr gesehen haben solltet.

Hoher Brunnen Berching

Kennt ihr noch weitere Orte in und um Berching, die die Leser von Altmühltaltipps kennen sollen? Dann hinterlasst sie doch mit eurem Kommentar, ich freue mich über eure Tipps.
Kerstin

Hoher Brunnen Berching

Hoher Brunnen Berching

Wer glaubt, grüne Oasen mit plätscherndem Wasser und in eigensinnigen Formationen gibt es nur im Film, irrt. Denn der Hohe Brunnen Berching liegt – zumindest für die Leute aus dem Altmühltal – direkt vor der Haustüre.

Hoher Brunnen Berching

Etwa zwei Kilometer westlich von Sollngriesbach, einem Ort nahe Berching, befindet sich im Wald der so genannte Hohe Brunnen. Dieses von der Natur geformte Gebilde ist ganze 40 Meter lang, 25 Meter breit und 7 Meter hoch. Von der Ferne betrachtet sieht es aus, als würde das Wasser über kleine Stufen nach unten plätschern.

Beim näheren Betrachten sieht man, dass es sich vorher in kleinen Becken auf den einzelnen Stufen ansammelt. Dabei ist das Wasser kristallklar kommt ganzjährig mit einer Temperatur von etwa 8 Grad aus der Gesteinsschicht. Der ideale Lebensraum für allerlei Tiere wie dem Bachflohkrebs oder der Quell-Köcherfliege. Vereinzelt findet man in der Gegend auch den Feuersalamander. Die Larven fühlen sich im klaren, sauerstoffreichen Quellwasser besonders wohl.

Wie ist der Hohe Brunnen Berching entstanden?

Diese Form von Gesteinsablagerungen nennt man Sinterterrassen oder auch Sinterstufen. Sie entstehen im fließenden, kalkhaltigen Gewässer durch ins Wasser gefallene Zweige oder Ästchen. Durch die Erwärmung des Wassers wird CO2 an die Luft abgegeben. Dadurch löst sich Kalk aus dem Wasser. Der Kalk umhüllt die oben genannten Ästchen und so bilden sich Barrieren im Bachlauf. Im Lauf der Zeit entstehen dadurch kaskadenartige, kleine Becken.

Hoher Brunnen Berching

Wie kann ich den Hohen Brunnen Berching finden?

Der beste und kürzeste Weg zum Hohen Brunnen führt über den Wanderweg Nr. 4. Er ist etwa 10 Kilometer lang und beginnt im schönen Berching. Wir gehen einige Meter am Main-Donau-Kanal entlang, bis wir durch Sollngriesbach hindurch wandern.

Hoher Brunnen Berching

Kurz darauf führt unser Weg in den Wald. Das macht ihn auch in den warmen Sommermonaten zu einem tollen Ausflugsziel. Der Rundwanderweg dauert etwa 3 Stunden. Anschließend lässt sich beim Ausgangspunkt Berching ideal in einer der zahlreichen Wirtschaften einkehren.

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Ähnliche Kalkformationen findest du im Kaisinger Tal oder an der Steinernen Rinne Wolfsbronn oder bei Rohrbach/Ettenstatt.

Solltest du noch weitere Naturphänomene in Bayern kennen, freue ich mich über deinen Kommentar 🙂
Kerstin

Marienklause Beilngries

Marienklause Beilngries

Nur etwa einen Kilometer von Beilngries entfernt, liegt ein fast vergessenes Stück Erde. Auf der Straße nach Hirschberg befindet sich linkerhand die Marienklause Beilngries – ein fast schon magischer Ort, abseits des großen Tourismus-Rummels, der zum Entspannen und Entdecken einlädt.

Marienklause Beilngries

Die Geschichte hinter der Marienklause Beilngries

Seit 1930 befindet sich an dieser Stelle eine gezimmerte kleine Kapelle mit Türmchen und einer Kniebank vor dem Altar. Ursprünglich stand das erste Gebäude dort schon 1906, wurde dann aber durch den aktuellen Bau ersetzt. Das besondere an diesem Ort ist aber nicht das rustikal wirkende Gebäude, sondern die Anlage drum herum.

Denn eine kleine Quelle sprudelt nur wenige Meter entfernt und sorgt für wunderschöne Kalktuffterrassen, ähnlich derer im nur wenige Kilometer entfernten Kaisinger Tal.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie entstehen Kalktuffterrassen?

Kleine, vermooste Treppchen sorgen für zahlreiche kleine Wasserfälle. Diese grüne Oase entstand über Jahre hinweg durch den hohen Kalkgehalt des Wassers. Dieser lagert sich an den Rändern ab und sorgt so, gemeinsam mit einigen Algen, für die charakteristischen Stufen. Das Tolle daran: Die Kalktuffterrassen wachsen immer weiter und werden in einigen Jahrzehnten anders aussehen wie sie es jetzt tun.

Marienklause Beilngries Sinterterrassen

Wie komme ich zur Marienklause Beilngries?

Um die Marienklause zu besuchen, gibt es mehrere Wege. Sehr zu empfehlen ist der Benediktinerwanderweg von Beilngries aus. Nachdem ihr den Main-Donau-Kanal überquert habt, ist es nicht mehr weit bis zu diesem traumhaften Ort. Folgt einfach den Schildern mit der Nummer 1. Der gesamte Wanderweg erstreckt sich über 17 Kilometer und hat eine Gehzeit von etwa 5 Stunden. Großes Ziel hier ist das Kloster Plankstetten. Alle Infos zum Rundweg findet ihr hier.

Marienklause Beilngries

Selbstverständlich könnt ihr in der Nähe der Marienklause auch parken. Verlasst Beilngries über die Hirschberger Straße. An der T-Kreuzung angekommen befindet sich direkt gegenüber ein kleiner Parkplatz. Bitte achtet darauf, den Waldweg nicht zu verstellen.

Von hier aus überquert ihr die Straße nach schräg rechts und seid direkt an der Marienklause.

Was hat es mit den Traumfängern auf sich?

Zum Schluss habe ich noch eine Frage an euch. Betritt man die Marienklause vom Wanderweg Beilngries her kommend, befinden sich an den Bäumen einige selbstgebastelte, bunte Traumfänger.

Wisst ihr, was es damit auf sich hat? Meine persönliche Vermutung ist, dass sie mit dem Projekt des Verschönerungsvereins zu tun haben, der die Marienklause vor einiger Zeit wieder vorzeigbar hergerichtet und gestaltet hat. Falls ihr dazu aber mehr wisst, fände ich es super, wenn ihr einen Kommentar hier lässt und mich aufklärt 🙂

Schon mal danke und euch viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Chinesenfasching Dietfurt

Vor einiger Zeit hat Marco von 336 Geschichten zu seiner ersten Blogparade aufgerufen. Er selbst bloggt seit über 10 Jahren und schreibt Geschichten aller Art. In seiner Blogparade hat er dazu aufgerufen, zum Thema „Ich bin lokal – ich schreib regional“ zu bloggen.

Da Altmühltaltipps ein sehr regionaler Blog ist, sind die Beiträge hier oft an Orte, Bräuche und Personen aus der Gegend geknüpft. Anlässlich der Blogparade möchte ich euch den Dietfurter Chinesenfasching vorstellen. Ein Thema, das durch die Faschingszeit sehr aktuell ist.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Was hat es mit dem Chinesenfasching Dietfurt auf sich?

Am 28. Februar 2019 ist es wieder so weit: Unsinniger Donnerstag. Der Tag, an dem die Chinesen in Dietfurt Einzug halten. Um 2 Uhr morgens beginnt der besondere Tag der Dietfurter. Maskierte laufen durch die Stadt und wecken mit ihren Rufen die Stadtbevölkerung.
Ab 13:00 Uhr kommen auch die ersten Auswärtigen in die Stadt. Dieses Jahr bringt DJ Mike Checkoff Stimmung in die Feiernden und verkürzt die Wartezeit auf den ersten Höhepunkt des Tages. Denn um 14:00 Uhr startet ein riesiger Faschingsumzug im China-Stil mit rund 50 Wägen und zahlreichen Musikkapellen.
Anschließend findet am Rathaus die allbekannte Podiumsgaudi statt.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Der Chinesenfasching ist ein echtes Highlight des Altmühltaler Faschings. Kein Wunder, dass jedes Jahr mehrere tausend Besucher zum Chinesenfasching kommen. Eine Veranstaltung, die deutschlandweit übrigens einzigartig ist.

Was viele Leute aus der Region nicht wissen: Mit dem Rußigen Freitag ist der Chinesenfasching lang noch nicht vorbei. Erst zum Kehraus am Faschingsdienstag findet der Chinesenfasching sein Ende. Traditionell wird hierfür eine lebensgroße Faschingspuppe am Chinesenbrunnen in Brand gesetzt. Zum Abschluss erklingt die Chinesenhymne ein letztes Mal – ein Lied, das man in den Dietfurter Straßen zur Faschingszeit sehr oft hören kann.

Der Beginn der Chinesenregentschaft ist übrigens wie in allen Orten der 11. November des Vorjahres.

Wieso Chinesenfasching?

Hinter dem Brauch steckt eine alte Geschichte. Der Eichstätter Fürstbischof sandte einen Kämmerer nach Dietfurt, um Abgaben zu kassieren und um nach dem Rechten zu sehen. Die Dietfurter Bevölkerung wusste über das Vorhaben Bescheid und verschlossen die Stadttore. Der Kämmerer musste erfolglos nach Eichstätt zurückkehren und verkündete dem Bischof, dass die Dietfurter ihm wie Chinesen vorkämen, die sich hinter ihrer Mauer verschanzten.

Chinesenfasching Dietfurt
Foto Kneidinger, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stadt Dietfurt

Der Chinesenfasching wie wir ihn heute kennen erstand wohl erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dort trat zum Fasching erstmals eine Blaskapelle mit dem Namen „Chinesen“ in entsprechenden Kostümen auf.
Nach dem Dritten Reich wurde der Brauch wieder aufgenommen. 1954 wurde der erste Kaiser, Ma-Ler-Gie, von der Bevölkerung gewählt. Seitdem gibt es jedes Jahr einen Kaiser, der ähnlich den klassischen Faschingsprinzen und –prinzessinnen über das wilde Treiben herrscht. Dabei haben die Kaiser allerdings eine längere Amtszeit. Mit 23 Jahren ist Boo-Dah-Washy der Kaiser, der wohl am längsten regierte. Fu-Gao-Di führt dieses Jahr zum zweiten Mal den Chinesenfasching an.

Apropos: Das Motto des diesjährigen Chinesenfaschings lautet „Fu-Gao-Di, unser Regent, sucht das bayerisch-chinesische Supertalent“.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

Höhlenkundlicher Weg / Mühlbachquelle bei Dietfurt

Mitte Januar habe ich euch vom Edelbach in Eichstätt berichtet. Eine ähnliche Quelle mit nachgewiesenem unterirdischen Wasserlabyrinth und Tropfsteinen befindet sich bei Dietfurt: Die Mühlbachquelle. Dort waren wir vor einiger Zeit unterwegs und haben über den Höhlenkundlichen Weg die Gegend erforscht.
Was die Quelle so besonders macht und warum ihr den Rundweg unbedingt selbst gehen solltet, lest ihr hier 🙂

Höhlenkundlicher Weg

8 Kilometer und 15 Stationen führen durch den Höhlenkundlichen Weg, einen Schlaufenweg des Jurasteigs (Schlaufe 6). Je nachdem, wie schnell ihr zu Fuß seid, solltet ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen.

Die Mühlbachquelle Dietfurt

Startpunkt ist die kleine Ortschaft Mühlbach bei Dietfurt. Direkt hinter der Kirche von Mühlbach sprudelt die Quelle auf einem umzäunten Privatgrundstück. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein unscheinbarer, aber ungewöhnlich blauer Teich, ist das Ende eines unterirdischen Bachlaufs, der in eben dieser Quelle, der Mühlbachquelle, endet.

Höhlenkundlicher Weg

Danach geht es erst mal steil bergauf. Aber nicht entmutigen lassen, sobald ihr es erst mal nach oben geschafft habt, verläuft der Weg relativ ebenerdig. Oben angekommen erwarten uns die nächsten Stationen. An nahezu allen Tafeln sind Fotos davon angebracht, wie es unter der Erde aussieht. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen von Forschungsarbeiten und zeigen neben dem Donnerdom, einen eindrucksvollen unterirdischen Wasserfall, auch Tropfsteine und einen 300 Meter langen unterirdischen See.

Höhlenkundlicher Weg

Höhlenkundlicher Rundweg: Dolinen

Aber auch oberhalb der Erdoberfläche bietet der Höhlenkundliche Rundweg kleine Highlights. Besonders eindrucksvoll: riesengroße, eingestürzte Dolinen am Wegesrand, an denen sich der Wasserablauf hervorragend erahnen lässt.

Ein weiteres kleines Highlight: Der Ausblick von dem Plateau auf Mühlbach. Hier gibt es auch eine kleine Parkbank, an der sich selbst mitgebrachtes Essen und Trinken bei schönem Ambiente verzehren lassen. Ein Picknick mit Wow-Faktor, quasi 🙂

Höhlenkundlicher Weg

Der Rundweg ist auch für Kinder gut geeignet, da es viele Erlebnisstationen gibt, an denen man viel lernen kann. Wie klettern die Höhlenforscher durch die engen Felsspalten und wie kommunizieren sie miteinander? All diese Fragen beantworten sich die Kinder spielerisch selbst, denn an den einzelnen Stationen lässt sich alles ausprobieren.

Höhlenkundlicher Weg

Alles in allem ein sehr empfehlenswerter, super ausgeschildeter Rundweg, auf dem Jung und Alt viel lernen können. Falls ihr jetzt schon nicht mehr abwarten könnt und gleich sehen wollt, wie es unterhalb des Wanderwegs aussieht: Klickt doch auf der Homepage der Mühlbachquellhöhle vorbei. Tolle Infos rund um den Mühlbach und das Höhlensystem warten hier auf euch.

Ich freue mich immer über weitere Altmühltal-Tipps. Zwar ist meine Liste mit Orten, die ich gern besuchen möchte inzwischen sehr lang, aber wenn ihr noch weitere Quellen oder interessante Rundwege kennt, freue ich mich über euren Geheimtipp 😉
Und wenn ihr selbst schon die Mühlbachquelle besucht habt oder auf dem Höhlenkundlichen Weg unterwegs gewesen seid, freue ich mich natürlich auch über eure Meinung 🙂

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß beim Entdecken 🙂
Kerstin

Millipp Beilngries

Ihr wollt im besonderen Ambiente essen? Dann habe ich heute einen Restauranttipp in Beilngries für euch: Das Restaurant Millipp Beilngries.

Bereits seit dem Jahr 1401 ist dieses Gebäude im Besitz der Familie Walthierer – einer Familie von Metzgern und Gastronomen, die hier seit jeher für leckeres Essen und kulinarische Highlights steht. Aber dazu später mehr.

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Kaisinger Tal

Zwischen Greding und Beilngries befindet sich das Kaisinger Tal. Ein idyllisches Fleckchen Erde, an dem sich die Ruhe der Natur ganz abseits des Alltagsstresses hervorragend genießen lässt.
Durch das Kaisinger Tal fließt ein kleiner Bach, der Brunnebach.

Um ihn schlängelt sich ein insgesamt drei Kilometer langer Naturlehrpfad. 21 Stationen führen durch das ruhige Tal, das sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein perfekter Ort zum Entspannen ist.

Auch Fotoliebhaber verschlägt es immer wieder dorthin. Denn nirgendwo sonst lassen sich so schöne Langzeitaufnahmen von fließendem Gewässer und unberührter Natur machen. Die hohen Bäume, die den Brunnenbach säumen, tragen zu dieser mystischen Stimmung nur noch etwas mehr bei.

Kaisinger Tal

 

Vor allem in den Frühjahrsmonaten ist das Kaisinger Tal mit seinen Kaskaden ein Geheimtipp. Denn dann führt der Bach durch die Schneeschmelze besonders viel Wasser. Noch mehr als auf den Bildern, die ihr hier sehen könnt. Diese sind nämlich während einer Trockenperiode in den warmen Sommermonaten entstanden.

Naturlehrpfad Kaisinger Tal

Wenn ihr Lust auf eine Wanderung habt, kann ich euch vor allem zur warmen Jahreszeit das Kaisinger Tal empfehlen. Denn ein großer Teil der kurzen Wanderung, die auch hervorragend für Familien mit Kindern geeignet ist, führt mitten durch den Wald.

Parken könnt ihr an einem ausgeschriebenen Parkplatz. Von Greding kommend in Richtung Beilngries biegt ihr nach Kaising ab. Etwa 800 Meter nach Gredingt gibt es rechterhand einen Parkplatz. Euer Auto steht so ebenfalls geschützt vor der Sonne.

Von hier aus geht es hinunter ins Kaisinger Tal. Haltet euch an den Schildern mit der Eule. Diese führt euch entlang des Naturerlebnispfades, der sehr gut ausgeschrieben ist. Zahlreiche Stationen rund um Bäume und Sträucher sowie der dort lebenden Tiere finden sich hier und machen den Rundweg zu einem lehrreichen Ausflug von etwa einer Stunde.

Höhepunkt sind selbstverständlich die Kalksinterterrassen des Tals.

Kaisinger Tal

wie entstanden die Kalksinterterrassen im Kaisinger Tal?

Wie für nahezu jedes Naturgebilde aus Stein im Jura ist auch hier der hohe Kalkgehalt im Wasser der ausschlaggebende Grund. Kalktuffablagerungen formen so kleine Treppchen oder, wie im Fall der Steinernen Rinne in Rohrbach, einen Wasserlauf. Der Kalk wird aus der Erde gespült und lagert sich überirdisch in Form von Gesteinen ab. Durch die Fließrichtung des Wassers ergaben sich im Laufe der Jahrhunderte kleine Stufen.

Auch heute noch entstehen Kalktuffterrassen. Diese Gesteine sind sehr zerbrechlich, da sie sich erst im Lauf der Jahrhunderte festigen und aushärten müssen. Ihr solltet daher dringend auf den Wegen bleiben und Hunde an die Leine nehmen! Betretet die Terrassen nicht!

Dann steht einem schönen Ausflug in das Kaisinger Tal nichts mehr im Weg. Ich freue mich schon auf eure Erfahrungsberichte!
Kennt ihr noch weitere kleine Naturwunder im Altmühltal? Ich freue mich über euren Kommentar.
Kerstin

PS: Danach könnt ihr in Greding oder Beilngries noch ein leckeres Eis genießen 😉

Flurerturm Beilngries

Lauft ihr an der Beilngrieser Stadtmauer entlang, könnt ihr den Flurerturm Beilngries gar nicht übersehen. Der Turm war im Frühmittelalter die Wohnung des Fluraufsehers, der den Stadtwald beaufsichtigte. Der Bau des Fachwerks erfolgte allerdings erst im 19. Jahrhundert.

Der Flurerturm ist einer von 9 vorhandenen Türmen der Stadtmauer. Insgesamt hatte die Stadt einst 12 Mauer- und 2 Tortürmen.

Flurerturm in Beilngries

Seit 2004 können Urlauber im Flurerturm übernachten. Der Turm bietet dabei Platz für bis zu 4 Personen.

Wart ihr dort oder in einem ähnlichen Ambiente schon einmal über Nacht? Wie hat es euch gefallen und was schätzt ihr ganz besonders daran? Ich freue mich über eure Kommentare. Außerdem freue ich mich zu erfahren, was euch sonst in Beilngries noch gefallen hat.Hot
Kerstin

Wünschelruten-Wanderweg an der Wodansburg

Die Wodansburg war eine altgermanische Opferstätte oberhalb von Beilngries. Heute befindet sich dort ein Obelisk, der vom Verschönerungsverein Beilngries 1901 als Gedenkstätte errichtet wurde. Von hier oben aus lässt es sich wunderbar auf das Tal und den Main-Donau-Kanal herab oder hinüber zu Schloss Hirschberg blicken. Kein Wunder, dass der Wünschelruten-Wanderweg an der Wodansburg ein beliebter Rundweg für Touristen und Einheimische ist.

Ausblick auf Schloss Hirschberg von der Wodansburg

Wie verläuft der Wünschelruten-Wanderweg

Der Wanderweg an der Wodansburg beginnt am Parkplatz an der Maria-Hilf-Kapelle. Von dort aus geht es bergaufwärts. Folgt ihr den Schildern mit der Nummer 6, führt der Weg über die Kevenhüller Brücke und hinauf zur Wodansburg. Am Weg entlang sind viele Infotafeln aufgestellt, durch die man einiges über Wasseradern lernen kann.
In der Touristinformation Beilngries (Hauptstraße 14) können Wünschelruten ausgeliehen werden. Damit wird der 5,5 Kilometer lange Wanderweg ein Erlebnis für die ganze Familie.

Wodansburg Pfeiler bei Beilngries

Wieso heißt die Wodansburg Wodansburg?

So idyllisch im Grünen gelegen wie der Obelisk samt des ehemaligen Opfersteins liegt, mag man gar nicht glauben, welch grausige Geschichte hinter diesem Ort steckt. Denn zu Zeiten der Germanen war die Wodansburg eine Opferstätte für den Gott Wodan – vielen besser bekannt als Odin. Der Hauptgott der nordischen und germanischen Mythologie war als Totengott bekannt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wollte der Verschönerungsverein Beilngries diesen Ort optisch aufwerten und tat das mit dem Obelisk, der als Gedenkstein an die Geschichte des Berges erinnern soll.

Mögt ihr den Wünschelrutenweg? Dann lasst doch gern einen Kommentar hier!
Kerstin