Dresden

So geht sächsisch – das ist der Slogan der neuen Werbekampagne zu Sachsen, den ihr bestimmt in den letzten Wochen gesehen habt. Egal ob im Kino, im Fernsehen oder sogar im Radio: Sachsen rührt momentan ordentlich die Werbetrommel. Nicht zuletzt wegen des Tags der Deutschen Einheit, der am 3. Oktober diesen Jahres dort gefeiert wurde.
Wir waren im September einige Tage im Urlaub in Dresden. Deshalb erzähle ich euch hier von meinen Top 10 (oder ein bisschen mehr) Reisetipps für Dresden.

Dresden Elbflorenz

Dresden – Das Elbflorenz

Viele wissen aus dem Geschichtsunterricht, dass es Dresden zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs schwer getroffen hat. Die Frauenkirche, das ehemalige Wahrzeichen der Stadt, wurde komplett zerstört. Viele historische Bauten lagen in Schutt und Asche. Die Vermutung, dass Dresden wohl in einem eher modernen Stil wieder aufgebaut wurde, liegt nahe. Ist aber falsch.
Die Dresdner bauten ihre historische Altstadt mit all den bedeutenden Sehenswürdigkeiten so auf, wie sie zuvor war. Dafür wurden hauptsächlich die typischen Sandsteine verwendet.
Meiner Meinung nach der Grund, weshalb die Innenstadt so unbeschreiblich schön ist. Hier gibt es fast kein Gebäude, das nicht fotogen wäre.

Dresden Hofkirche

Das gilt auch ganz besonders für die Frauenkirche. Hier haben sich die Dresdner ganz besonders viel Mühe gegeben. Kein Wunder also, dass diese erst 2005 wieder eröffnet wurde. Die Bruchstücke der Kirche wurden mühevoll abgetragen und nach Steinen gesucht, die weiter Verwendung finden können. Diese sind jetzt in der charakteristischen dunkleren Farbe in der Frauenkirche eingebaut.

Top-Tipp: Die DresdenCard

Für 8 Euro pro Person (mit der praktischen DresdenCard 6 Euro) kann man die Kuppel der Frauenkirche sogar besteigen. Ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Hier oben bietet sich nämlich ein spektakulärer Ausblick über die Stadt.

Dresden Ausblick Frauenkirche

Zwinger in Dresden

Eine Sehenswürdigkeit, die ihr auch auf keinen Fall versäumen solltet, ist der Dresdner Zwinger. Er wurde unter der Herrschaft von August dem Starken erbaut. Sein etwas irreführender Name stammt aus dem Mittelalter. Zu dieser Zeit wurde der Teil zwischen der inneren und äußeren Festungsmauer als Zwinger bezeichnet. Militärische Funktion hatte das Areal allerdings nie. In den Gemäuern lassen sich heute die Werke Alter Meister bestaunen. Hier hängt unter anderem die berühmte Sixtinische Madonna und andere zahlreiche Werke berühmter Maler. Am Ostflügel befindet sich die Porzellansammlung von August dem Starken. Sie zählt zu den größten Porzellansammlungen der Welt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Dresden Zwinger

Dresden Zwinger

Unweit hiervon entfernt sind die Residenz mit dem Grünen Gewölbe (eine Schatzsammlung), die Hofkirche, die Brühlsche Terrasse und weitere alte Gemäuer.
Fährt man mit der Straßenbahn allerdings in Richtung Blasewitz und macht am Schillerplatz halt, gibt es eine weitere, neuer anmutende Sehenswürdigkeit: Das Blaue Wunder. Hier handelt es sich um eine Brücke, die ihren Namen durch die blaue Farbgebung erhalten hat. Von hier aus lässt es sich zu den Elbschlössern schauen.

Dresden Blaues Wunder

Blaues Wunder und Schwebebahn Dresden

Überquert man die Brücke ist es nicht mehr weit zur ältesten Schwebebahn der Welt. Die 1901 errichtete Schwebebahn führt über knapp 275 Meter von Loschwitz nach Oberloschwitz und kann dabei bis zu 40 Personen auf einmal mitnehmen. Oben angekommen lässt sich der Ausblick genießen. Außerdem befindet sich hier ein kleines Museum.

Schwebebahn Dresden

Schwebebahn Dresden

Ein weiterer Tipp: Die Molkerei Pfunds. Seit 1997 steht sie im Guinessbuch der Rekorde als schönester Milchladen der Welt. Und das ist auch kein Wunder. Wunderschöne Fliesen zieren den Laden und die historische Anmutung allein ist schon einen Besuch wert. Hier lässt sich alles Mögliche kaufen: Von Milch über Seife bis hin zu Milchgrappa.

Schloss Moritzburg

Den Aschenbrödel-Fans dürfte das Schloss durchaus bekannt vorkommen. 1972 wurde hier „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht. Ein goldener Schuh an den Treppen östlich des Schlosses erinnert noch heute daran.
Das Schloss selbst hat aber noch einiges mehr zu bieten. Als Jagdschloss erbaut liegt es inmitten eines künstlich erbauten Schlossteichs. Hier und in den umliegenden Teichen wurden einst rauschende Feste gefeiert. August der Starke ließ hier einst ein Seegefecht nachstellen.

Schloss Moritzburg

Fasanenschlösschen Schloss Moritzburg

Weitere Highlights im Schloss Moritzburg sind die Ledertapeten und die über 70 Hirschgeweihe umfassende Trophäensammlung.
Von Schloss Moritzburg lässt es sich gemütlich zum Fasanenschlösschen laufen. Entlang des Wildparks geht es zu einem kleinen rosafarbenen Schlösschen, an dem einst Fasanen gezüchtet wurden. Direkt davor befindet sich übrigens ein kleiner Leuchtturm.

Meißen

Die etwa 30 Kilometer von Dresden entfernte Stadt ist nicht zuletzt bekannt für sein Meißner Porzellan. Das 1710 gegründete Label zählt als älteste Marke der Welt. Direkt in der Manufaktur könnt ihr in einem Museum und durch eine sehr interessante Führung die Welt des Meißner Porzellans entdecken. Die Führung zeigt verschiedenste Arbeitsschritte, die nach einem langen Prozess zum edlen Porzellan werden. Noch heute ist hier alles Handarbeit. Definitiv einen Besuch wert!

Porzellanmanufaktur Meißen

Meißen

Doch auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten. Besonders bekannt ist die Albrechtsburg, die lange Zeit Standort der Porzellanmanufaktur war. Außerdem zählen der Meißner Dom und das Theater der Stadt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Elbsandsteingebirge – Der steile Weg zur Bastei

Zum Abschluss unseres Urlaubs waren wir im Elbsandsteingebirge wandern. Startpunkt war der Luftkurort Rathen – dorthin gelangt man allerdings über den Ort Oberrathen. Von hier aus kann man mit der Fähre gemütlich übersetzen. Dann startet der Weg gemütlich am Amselsee vorbei. Danach geht es links. 700 Stufen führen an den Schwedenlöchern vorbei hinauf zur Bastei.

Sächsische Schweiz wandern Aufstieg Bastei

Sächsische Schweiz wandern

Von dort aus bietet sich ein atemberaubender Ausblick über das Elbsandsteingebirge. Überquert man die berühmte Brücke der Bastei kommt man zur Felsenburg Neurathen. Hierbei handelt es sich um Überreste einer mittelalterlichen Burg. Für 2 Euro lässt sich das Gelände besichtigen. Das ist aber allemal sein Geld wert: Denn hier kommt ihr an die tollsten Ausblicke heran.

Sächsische Schweiz Bastei

Danach ging es noch zum steinernen Tisch und dann wieder bergab zum Örtchen Wehlen. Auch hier setzt man wieder mit der Fähre über die Elbe und kann dann gemütlich mit der S-Bahn zurück nach Neurathen fahren.

Mein Fazit Zum Urlaub in Dresden

Ein Urlaub in Dresden und der näheren Umgebung ist durchaus zu empfehlen. Dresden gehört zu den saubersten Städten, die wir je besucht haben und hatte sehr viele Sehenswürdigkeiten parat. In Sachsen gibt es noch weitere schöne Orte, die man besuchen kann, wie beispielsweise Burg Kriebstein, Schloss Püchau oder das Stadtbad in Leipzig und Leipzig selbst.

Wart ihr schon mal in der Gegend? Was habt ihr erlebt?

21 Gedanken zu „Dresden

  1. Himmelsblume sagt:

    Huhu..
    In März war ich das erste mal in Dresden und wir fahren dann in November wieder.
    Eine so schöne Stadt 😉
    Auf der Frauenkirche waren wir leider nicht oben. Aber das nächste mal bestimmt ^^
    Sehr schöner Einblick und tolle Fotos von dir.
    Alles liebe

  2. Sabienes sagt:

    Das Elbsandsteingebirge würde mich auch einmal sehr interessieren. In Dresden war ich einmal vor vielen Jahren. Damals hat auf der anderen Seite Deep Purple ein OpenAir-Konzert gegeben und da waberte „Smoke on the Water“ zu uns auf die Elbterrassen und das ist meine absolut großartigste Erinnerung an diese Stadt 😉
    LG Sabienes

  3. Mary sagt:

    Dresden ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Ich war erst im August mit meinem Mann ein paar Tage auf Kurzurlaub in Dresden und würde immer wieder hinfahren. Danke für deine ausführlichen Ausflugstipps, die werden wir bei nächsten Mal mit berücksichtigen. 🙂
    Liebe Grüße,
    Maria

  4. Leni sagt:

    In Dresden war ich bisher noch nie, allerdings würde ich es mir gerne mal angucken. Danke für die viele Ausflugstipps, die werde ich mir merken 🙂
    Liebe Grüße 🙂

  5. anja9600 sagt:

    Hallo und danke für die tollen Tipps. Ich war noch gar nie in Ostdeutschland und muß das jetzt echt einmal einplanen.
    Liebe Grüße
    Anja von castlemaker.de

  6. Limalisoy sagt:

    Jetzt kommt wieder Reiselust auf!
    In Dresden war ich auch im letzten Jahr und habe mich in die Stadt verliebt. Die Anfahrt dauert von mir aus recht lange, aber trotzdem zieht es mich wieder in diese Region – nur für ein Wochenende aber definitiv zu kurz!
    Toller Bericht 🙂
    Liebe Grüße,
    Yvonne

  7. Jana sagt:

    Vor einigen Jahren hatten meine Tochter und ich mal einen mehrtägigen Ausflug mit einem Reiseunternehmen nach Dresden geplant. Leider fiel dieser Trip damals wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmermenge aus. Seitdem haben wir es auch leider nicht mehr geschafft, einen ähnlichen Trip nachzuholen, aber Dresden würde ich sehr gerne mal besuchen! Eine tolle Stadt!

  8. Cornelia sagt:

    Schaut Euch mal die herrlichen Villen auf der Goetheallee ( plus Deutschlands schönstes Standesamt) nahe dem Blauen Wunder an. Zudem die Innere Neustadt, da zusammenhängendste Gründerzeitviertel. Dann nicht vergessen: Dresden ist eine der brunnenreichsten Städte Deutschlands, siehe dazu „Igeltours“ oder die kleinen braunen Stadtführungshefte im Buchhandel, tolle themenbezogene Stadtrundgände aller Art. Dann natütlich Schloß Pillnitz, die Gemäldegalerie, das Panometer, die Weinberge, Schloß Wackerbarth mit Sektkellerei, den Jägerhof mit vielen tollen Austellungen, das Elbhangfest, die Bunte Republik Neustadt, den Weihnachtsmarkt in Weinböhla, Dampferparade, Jazztage, die Semperoper ( Verdis „Macht des Schicksals“ war phantastisch!!!!!!), …………..

    • altmuehltaltipps sagt:

      Liebe Cornelia,
      vielen Dank für deinen Kommentar und die vielen, wunderbaren Tipps 🙂 Das klingt echt klasse – und dass Dresden eine der brunnenreichsten Städte ist, wusste ich bisher noch gar nicht 🙂
      Kerstin

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